{"id":4760,"date":"2026-02-20T11:11:20","date_gmt":"2026-02-20T10:11:20","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/smartmed\/?p=4760"},"modified":"2026-05-03T11:15:20","modified_gmt":"2026-05-03T09:15:20","slug":"apothekenreform-soll-neue-pharmazeutische-dienstleistungen-staerken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.rwth-aachen.de\/smartmed\/2026\/02\/20\/apothekenreform-soll-neue-pharmazeutische-dienstleistungen-staerken\/","title":{"rendered":"Apothekenreform soll neue pharmazeutische Dienstleistungen st\u00e4rken"},"content":{"rendered":"<p>Mit dem geplanten Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) m\u00f6chte das Bundesgesundheitsministerium die Kompetenzen von Apotheken deutlich ausweiten. Nach Angaben der ABDA sollen f\u00fcnf neue pharmazeutische Dienstleistungen zus\u00e4tzlich zu den bereits bestehenden eingef\u00fchrt werden. Ziel ist es, die Versorgung der Patientinnen und Patienten zu verbessern und die Rolle der Apotheke als Gesundheitsdienstleister weiter zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Eine wichtige Neuerung besteht darin, dass \u00c4rztinnen und \u00c4rzte k\u00fcnftig alle pharmazeutischen Dienstleistungen verordnen k\u00f6nnen sollen. Zudem ist vorgesehen, die Impfkompetenz der Apotheken auf alle Totimpfstoffe f\u00fcr Erwachsene auszuweiten. Auch bei der Arzneimittelabgabe sollen Apotheken mehr Spielraum erhalten. So k\u00f6nnten sie in bestimmten F\u00e4llen verschreibungspflichtige Medikamente auch ohne \u00e4rztliches Rezept abgeben, etwa zur kurzfristigen Anschlussversorgung mit der kleinsten verf\u00fcgbaren Packungsgr\u00f6\u00dfe, wenn das Arzneimittel zuvor bereits \u00fcber l\u00e4ngere Zeit verordnet wurde. Geplant ist au\u00dferdem ein sogenannter \u201ePharmacy first\u201c-Ansatz f\u00fcr akute, in der Regel unkomplizierte Erkrankungen, bei denen Apothekerinnen und Apotheker bestimmte rezeptpflichtige Arzneimittel eigenst\u00e4ndig abgeben d\u00fcrfen. Systemisch wirkende Antibiotika sollen davon jedoch ausgeschlossen bleiben.<\/p>\n<p>Weitere geplante Leistungen betreffen das Medikationsmanagement bei neu verordneter oder komplexer Dauermedikation, Pr\u00e4ventionsangebote zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Adipositas, Kurzinterventionen zur Tabakentw\u00f6hnung sowie eine intensivere Einweisung in die richtige Anwendung von Arzneimitteln, etwa bei Injektionen. Diese Angebote sollen dazu beitragen, die Therapietreue, die Arzneimitteltherapiesicherheit und die Pr\u00e4vention zu verbessern.<\/p>\n<p>Falls das Gesetz in Kraft tritt, soll die Bundesapothekerkammer innerhalb von zwei Monaten Arbeitsanweisungen f\u00fcr die neuen Leistungen entwickeln. Die Verg\u00fctung und Anspruchsberechtigung sollen anschlie\u00dfend zwischen Krankenkassen und dem Deutschen Apothekerverband geregelt werden. Insgesamt bewertet die ABDA die geplanten Neuerungen positiv, da sie evidenzbasiert seien und Apotheken erm\u00f6glichen w\u00fcrden, ihre pharmazeutische Expertise noch st\u00e4rker in die Patientenversorgung einzubringen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pharmazeutische-zeitung.de\/was-steckt-hinter-den-neuen-pdl-161566\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.pharmazeutische-zeitung.de\/was-steckt-hinter-den-neuen-pdl-161566\/<\/a><\/p>\n<p>(zuletzt aufgerufen 01.01.2026)<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.abda.de\/aktuelles-und-presse\/newsroom\/detail\/griese-mammen-was-steckt-hinter-den-neuen-pdl\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.abda.de\/aktuelles-und-presse\/newsroom\/detail\/griese-mammen-was-steckt-hinter-den-neuen-pdl\/<\/a><\/p>\n<p>(zuletzt aufgerufen am 12.01.2026)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit dem geplanten Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) m\u00f6chte das Bundesgesundheitsministerium die Kompetenzen von Apotheken deutlich ausweiten. 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