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IT Center

Das IT Center der RWTH Aachen unterstützt die Digitalisierungsoffensive des Landes NRW

08. Februar 2019 | von

Die RWTH Aachen unterstützt die Idee, dort wo es möglich und sinnvoll ist, Synergieeffekte zu nutzen und neu zu schaffen. Gefördert werden dabei vor allem Projekte, die für alle Hochschulen – unabhängig von ihrer Größe – einen Zugang zu digitalen Serviceleistungen und Infrastrukturen sicherstellen.

Das Land NRW hat an den Landeshochschulen eine Digitalisierungsoffensive gestartet, für die das Ministerium für Kultur und Wissenschaft den Hochschulen bis 2021 jährlich zusätzlich 50 Millionen Euro und danach jeweils 35 Millionen Euro zur Verfügung stellt. In enger Abstimmung und in Zusammenarbeit mit der „Digitalen Hochschule NRW (DH-NRW)“ – einem Zusammenschluss von 42 Universitäten, Fachhochschulen sowie Kunst- und Musikhochschulen in Nordrhein-Westfalen – werden die Voraussetzungen für ein hochschulübergreifendes Kompetenz- und Serviceportfolio geschaffen. Im Fokus stehen dabei die Bereiche Studium und Lehre sowie Infrastruktur und Administration. Dabei reichen die geförderten Vorhaben von einer Hochschul-Cloud über Online-Kurse bis hin zum E-Government.

So ist es der RWTH Aachen zur Verstärkung der Zusammenarbeit nordrhein-westfälischer Hochschulen im Bereich des High-Performance Computing (HPC) gelungen, mittels HPC-Landeskonzept NRW (url.nrw/hpc-konzept) die Schaffung eines Kompetenznetzwerkes erfolgreich zu beantragen. Unter der Koordination des IT Centers sind neben der besseren Abstimmung der HPC-Aktivitäten in NRW und im nationalen Kontext, die Förderung und Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses, die Schaffung besserer Rahmenbedingungen und Möglichkeiten für Spitzenforschung sowie das Heranführen von neuen Nutzergruppen an das Hochleistungsrechnen Ziele des Konzepts.

Auf Basis von Empfehlungen der DH-NRW trifft das Ministerium Förderentscheidungen über hochschulübergreifende Digitalisierungsvorhaben. Für 2019 sind bereits mehrere Fördervorhaben, an denen die RWTH Aachen (federführend) beteiligt ist, vorgesehen.

Gemeinsam mit den Universitäten Bielefeld, Bochum, Bonn, Düsseldorf, Duisburg-Essen, Köln, Münster, Paderborn, Siegen und Wuppertal sowie der Technischen Universität Dortmund hat die RWTH Aachen ab Februar 2019 vier Jahre Zeit, den Aufbau und die Etablierung eines HPC-Kompetenznetzwerks mit insgesamt 6,2 Millionen Euro zu realisieren.

Dabei sollen die personellen und organisatorischen Voraussetzungen geschaffen werden, um die Expertise der großen HPC-Zentren (Ebene 2) mit Beratungsdienstleistungen auf Ebene 3 der Versorgungspyramide zu kombinieren. Auf diese Weise bietet es eine kompetente und thematisch breit aufgestellte Anlauf- und Beratungsstelle für alle HPC-Nutzenden des Landes.

Eine grafische Übersicht der großen HPC-Zentren bietet die DH-NRW-Webseite zu High Performance Computing Handlungsfeldern unter www.hpc.nrw.

Ein weiteres Ziel des Netzwerks ist die effektive und effiziente Nutzung der Hochleistungsrechen-  und Speicheranlagen – auch für frisch graduierte und promovierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Dafür werden die vorhandenen Ressourcen und Angebote im Land transparent dargestellt. Zur Sicherstellung der Grundversorgung für Standorte ohne Ebene 3-Zentren und der Fachhochschulen bieten die Ebene 2-Zentren einen einheitlichen, strukturierten Zugang für HPC-Nutzende aller Hochschulen in NRW an.

Ein weiteres erfolgreiches Fördervorhaben, an dem das IT Center maßgeblich beteiligt ist, beschäftigt sich mit der Machbarkeitsstudie eines föderierten Identity Managements. Dabei gilt es die Etablierung eines solchen Identity Managements für die Hochschulen in NRW in enger Abstimmung mit dem Deutschen Forschungsnetz (DFN) zu eruieren und in einem Konzept die gemeinsame Vorgehensweise zu fixieren.

Die Umsetzung eines föderierten Identity Managements ist für den Aufbau einer „Digitalen Servicestruktur“ für die Hochschulen in NRW und die damit verbundene gegenseitige Serviceerbringung unabdingbar. Notwendiges Ziel ist es somit, dass Nutzende über ihre zunächst lokale ID auch ortsunabhängig und hochschulübergreifend Zugang zu den NRW-Diensten erhalten.

Gemeinsam mit den Universitäten Bielefeld, Bochum, Duisburg-Essen und Köln wird sich das IT Center dieser Herausforderung stellen.

Verantwortlich für die Inhalte des Textes ist Tanja Wittpoth-Richter und Nicole Filla.

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