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Logbuch Lehre

CHE: Zunahme und Ausdifferenzierung von Studiengängen ist überwiegend gut begründet

25. August 2016 | von

CHE LogoDas Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) kommt zu dem Schluss, dass die Debatte über zu viele und zu differenzierte Studiengänge oft zu pauschal und undifferenziert geführt wird. In der Analyse Zu viel Vielfalt? Warum die Ausdifferenzierung der Studiengänge kein Drama ist (PDF), die auf Daten aus dem Hochschulkompass und dem CHE-Ranking basiert, werden folgende Ergebnisse genannt:

  • Die quantitative Zunahme ist wesentlich durch die Umstellung auf das zweistufige Modell bedingt
  • die Zahl der grundständigen Angebote ist annähernd stabil
  • die Ausdifferenzierung ist überwiegend gut begründet

Das CHE empfiehlt, die Balance zwischen Spezialisierung und Generalisierung fach- und standortspezifisch zu prüfen. Generell solle die Ausdifferenzierung mit einer breit angelegten Studieneingangsphase gekoppelt, das konsekutive „Standardmodell“ aufgebrochen und größtmögliche Transparenz geschaffen werden.

Plagiate und Plagiatsdetektion

19. August 2016 | von

Ein paar passende Sätze kopiert und „vergessen“ als Zitat zu kennzeichnen? Oder gleich ganze Passagen abgeschrieben? Was ist eigentlich ein Plagiat und wo fängt es an?

Es gibt wohl kaum eine Hochschule, an der das Thema Plagiarismus nicht diskutiert wird. Wie soll man die betreffenden Stellen ausfindig machen, wie damit umgehen?

Verschiedene Softwares wie Copyscape, Turnitin oder Urkund können zumindest das Aufspüren von Plagiaten erleichtern. Aber ist ihr Einsatz auch von Nutzen?

Die Veranstaltungsreihe „Freiburger Gespräche zur Redlichkeit in der Wissenschaft“ hat sich kürzlich ausführlich mit diesem Thema befasst. Der ausführliche Bericht kann auf den Seiten des Blogs der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Impulswerkstatt Lehrqualität nachgelesen werden.

Zahl der Studienkredite nimmt ab

17. August 2016 | von

Bei einer Finanzierungslücke im Studium helfen Studienkredite oder Bildungsfonds. Nachdem die Kundenzahlen über Jahre hinweg kontinuierlich wuchsen, machen aktuell weniger Studierende in Deutschland von dieser Möglichkeit Gebrauch. 2015 betrug die Anzahl der neu abgeschlossenen Studienkreditverträge rund 53.000, ein Rückgang von fast 6.000 gegenüber dem Vorjahr.

„Angesichts der weiterhin steigenden Studierendenzahlen ist es bemerkenswert, dass die Nutzungszahlen bei Studienkrediten insgesamt deutlich zurückgehen“, sagt Ulrich Müller. Der Leiter des Bereichs politische Analysen beim CHE Centrum für Hochschulentwicklung beobachtet generell einen zurückhaltenden und weitsichtigen Umgang der Studierenden beim Thema Schulden. „An der BAföG-Erhöhung kann es nicht liegen; die greift erst im Herbst. Ein Grund könnten aber die vorgenommenen Flexibilisierungen bei den Bachelor- und Masterstudiengängen, etwa bei den Anwesenheits- oder Regelstudienzeiten, sein. Vielleicht ziehen doch viele Studierende den Nebenjob der Verschuldung vor.“

Wer weiterhin auf einen Studienkredit angewiesen ist, muss sich um die Qualität der Angebote keine großen Sorgen machen. Dennoch rät Ulrich Müller genau zu prüfen, welches Angebot am besten zu den individuellen Anforderungen passt, zum Beispiel mit dem CHE Studienkredit-Test 2016. Der Test bewertet anhand von 21 Kriterien Vor- und Nachteile von 39 Studienkreditangeboten und zeigt, worauf Studierende bei der Angebotswahl achten sollten.

Studie zum Übergang vom Bachelor- zum Masterstudium

12. August 2016 | von

Laut einer Studie des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) mit dem Titel „Hochschulabschlüsse nach Bologna“ nahmen 82 Prozent der Uni-Bachelors des Jahrgangs 2013 innerhalb der ersten eineinhalb Jahre nach dem ersten Studienabschluss ein Masterstudium auf. Bei den Fachhochschulen traten 44 Prozent ein Masterstudiengang an.
Während die Übergangsquoten über alle Fächergrenzen hinweg hoch sind, entschieden sich bei den Universitätsbachelors von naturwissenschaftlichen, ingenieurwissenschaftlichen und Lehramtsstudiengängen fast alle Studierenden für ein Masterstudium. Wenige Übergänge waren bei den Uni-Bachelors in Pädagogik, Sprach- und Kulturwissenschaften, Medien- und Wirtschaftswissenschaften zu verzeichnen.

Ein weiteres Fazit der Studie ist, dass sich Universitätsstudierende bereits vor Aufnahme des Bachelorstudiums für einen Master entscheiden, während FH-Bachelors die Entscheidung eher im Laufe des Bachelorstudiums treffen.

Für die Studie wurden Absolventinnen und Absolventen des Prüfungsjahrgangs 2013 befragt.

Der gesamte Bericht des DZHW steht zum Download bereit.

WANTED 2.0 – Pilotnutzerinnen und -nutzer für den Steckbrief gesucht

10. August 2016 | von

Der Veranstaltungs-Steckbrief vom EMU-Team geht nach einer erfolgreichen Testphase in die nächste Runde. Im WS 2016/17 soll der Steckbrief auf weitere Fachbereiche ausgeweitet werden. Hierfür sucht das Studierenden-Projekt EMU weitere interessierte Lehrende, die an der innovativen Optimierung der Informationsverbreitung zu Lehrveranstaltungen teilhaben wollen.

screenshot steckbrief Der Steckbrief soll Informationen über eine spezifische Veranstaltung bündeln, indem einzelne Aspekte, wie beispielsweise Informationen über Dozierende, Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner, Organisatorisches, Themen, typische Prüfungsaufgaben, Hinweise zu Lernstrategien usw., zusammengefasst werden. Die Steckbriefe sollen den Studierenden bereits einige Wochen vor Semesterbeginn zur Verfügung stehen, um über die Anforderungen einer Veranstaltung zu informieren. Weiterlesen »

Teaching is Touching the Future & e-Prüfungs-Symposium ePS 2016 Kompetenzorientiertes Lehren, Lernen und Prüfen

08. August 2016 | von

Der Termin für die gemeinsame Tagung e-Prüfungs-Symposium (ePS) 2016 und Teaching is Touching the Future unter der Schirmherrschaft der Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfahlen Svenja Schulze rückt näher.

Durch die Kooperation können in diesem Jahr in besonderer Weise Erfahrungen ausgetauscht, Kompetenzen gebündelt und Synergien sowohl genutzt als auch entwickelt werden. Neben zukunftsweisenden Vorträgen der eingeladenen Keynotes wurde ein Programm konzipiert, welches die aktuellen Entwicklungen und Innovationen an deutschen Hochschulen widerspiegelt.

Das vollständige Programm steht zum Download bereit.

Keynotes

Prof. Jürgen Handke Digitalisierung der Lehre – Konstruktive Disruption statt Evolution
Dr. Malte Persike Die andere Seite –Digitalisierung und ihre Effekte aus Studierendenperspektive
Prof. Frank Piller Vom Flipped Classroom zum MOOC mit ECTS und zurück: Ein Erfahrungsbericht und Ideen für die Zukunft
Dr. Volker Meyer-Guckel Wie berührt die Zukunft die Lehre?


Kontakt

Teaching is Touching the Future:

Annalena Wernz M. Sc.
E-Mail: annalena.wernz@matha.rwth-aachen.de
Telefon: +49 241 80 96596

Lehrstuhl A für Mathematik
RWTH Aachen University
52056 Aachen

ePS 2016:

Dipl.- Inform. Mazdak Karami
E-Mail: karami@medien.rwth-aachen.de
Telefon: +49 241 80 98165

Medien für die Lehre (MfL)
RWTH Aachen University
Kackertstr. 7
52072 Aachen

Wir freuen uns sehr darauf, Sie im September in der Karlsstadt Aachen zu begrüßen.

Prof. Aloys Krieg      Prof. Heribert Nacken      Prof. Martin Baumann      Dr. Marcus Gerards

Brauchen wir Evaluationen in der Lehre?

05. August 2016 | von

Elisa Thieme von der Martin-Luther-Universität beantwortet diese Frage mit einem klaren „Ja!“. In ihrem Blogeintrag beschreibt die Studentin, was gute Lehre eigentlich ist, wie sie qualitativ gemessen werden kann und weshalb eine Evaluation so wichtig ist.

Und nur wenn man die Studierenden fragt, was sie brauchen, was sie wollen und was sie sich wünschen, kann man passende Lehre gestalten. Die klare Antwort auf die Eingangsfrage ist damit: ja. Ja, wir brauchen Evaluationen in der Lehre.

Den Post in voller Länge sowie andere, teils Uni-übergreifende Beiträge finden sich auf dem Blog der Martin-Luther-Universität Zentrum für multimediales Lehren und Lernen.

ExAcT beim Workshop „Lehrportfolios“ für die Hochschuldidaktik der TU 9 in Berlin

03. August 2016 | von

Berlin_LPF WorkshopAm 8. Juli 2016 trafen sich 16 Hochschuldidaktiker der verschiedenen TU 9 Universitäten, unter anderem Mitglieder des ExAcT-Teams, zu einem gemeinsamem Workshop zum Thema „Lehrportfolios“.

Unter der Organisation und Leitung von Dr. Monika Rummler und Petra Jordan der TU Berlin standen vor allem der direkte Austausch zwischen den einzelnen Zuständigen mit viel Raum für Diskussion sowie die gemeinsame Weiterentwicklung individueller Konzepte im Mittelpunkt.

Neben der Vorstellung der verschiedenen Konzepte für Lehrportfolioarbeit lag der Fokus besonders auf Themen wie der Begleitung und Betreuung von Lehrportfolios, Kriterien und Standards für die Bewertung von Portfolios und der Qualifizierung sowie Etablierung von Lehrportfolios.

Gemeinsam wurden schwierige Situationen diskutiert, Erfahrungen ausgetauscht und Lösungen für den Umgang mit Widerständen erarbeitet.

Durch die enge Kooperation der Hochschuldidaktik der TU 9 Universitäten sowie den produktiven, interuniversitären Austausch ist das Ziel nun, mit Hilfe der neugewonnen Ideen und neuentdeckten Potenziale, die Lehrportfolioarbeit an den einzelnen Universitäten weiterzuentwickeln.

An der RWTH Aachen haben Lehrende bereits seit dem Sommersemester 2014 im Rahmen des Zertifikatsprogramms die Möglichkeit, ein Lehrportfolio zu schreiben und sich während des Schreibprozesses durch ExAcT individuell betreuen und beraten zu lassen. Im „Lehrportfolio Starter Workshops“ erhalten Teilnehmende eine Einführung in die Grundlagen der Portfolioarbeit, lernen, inwieweit Portfolioarbeit dazu beiträgt, die eigene Lehre zu verbessern, und gestalten und verfassen bereits die ersten Ansätze ihres persönlichen Portfolios.

Weitere Informationen zum Lehrportfolio finden sich auf der ExAcT-Website.

Ihr ExAcT-Team

Neue Features in L²P: Semesterunabhängige Lernräume, öffentlich zugängliche Lernraumbereiche und 2 Minute Feedback

01. August 2016 | von

Im WS 2015/16 veranstaltete das CiL einen Workshop mit verschiedenen L²P-Nutzergruppen, um die Einsatzszenarien und damit auch die Ausgestaltungsoptionen für zwei häufiger gewünschte L²P-Features zu diskutieren: semesterunabhängige und öffentlich zugängliche Lernräume. Beide Features sind nun ebenso verfügbar wie ein Werkzeug zum Einholen von 2 Minute Feedback, dessen Grundlage in einer Vorlesung zu Webtechnologien entstanden ist und das ab sofort im Pilotbetrieb genutzt werden kann.

Semesterunabhängige Lernräume

Screenshot semesterunabhängige Lernräume

Abb. 1: Semesterunabhängiger Lernraum aus dem WS 2015/16 in der Veranstaltungsübersicht

Semesterunabhängige Lernräume sind zum Beispiel bei mehrsemestrigen Veranstaltungen hilfreich, da die so markierten Lernräume in der L²P-Veranstaltungsliste im jeweils aktuellen Semester erscheinen und damit leichter aufzufinden sind. Sie sind in der Liste an einem kleinen grünen Zusatzsymbol erkennbar. Semesterunabhängige Lernräume bleiben wie die regulären Lernräume drei Semester lang aktiv, das heißt in dieser Zeit können Inhalte hinzugefügt werden. Danach werden sie sieben Semester lang in den Lesezustand versetzt, das heißt die Inhalte können nur noch angesehen und heruntergeladen werden.

2 Minute Feedback

Screenshot 2 minute feedback

Abb. 2: Neues Umfragetemplate erstellen

Mit dem 2 Minute Feedback-Werkzeug ist es möglich, am Ende einer Veranstaltungssitzung mit einer kurzen Online-Umfrage in Form einiger Reflexionsfragen zur Veranstaltung und den behandelten Inhalten Feedback der Studierenden anonym einzuholen, ins Wiki zu exportieren und so allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern zugänglich zu machen.

So erfahren Sie zeitnah, was bei den Studierenden hängen geblieben ist, ob sie Ihnen folgen konnten oder wo Verständnisschwierigkeiten bestehen. Durch Sammlung und gemeinsame Besprechung des Feedbacks geben Sie Ihren Teilnehmerinnen und Teilnehmern zudem die Möglichkeit, Vorschläge für mögliche Veränderungen an der Veranstaltung einzubringen oder einfach nur die Perspektiven der anderen besser kennenzulernen. Eine Anleitung mit mehr Informationen finden Sie in den L²P-Tutorials (PDF). Das Tool läuft derzeit im Pilotbetrieb. Wenn Sie es ausprobieren möchten, kontaktieren Sie bitte den L²P-Support.

Öffentlich zugängliche Lernraumbereiche

öffentliche-Verfügbarkeit-von-Lernräumen

Abb. 3: Lernraumbereiche in den Einstellungen öffentlich machen

Als dritte Neuerung können einzelne Bereiche  eines Lernraums  über die Einstellungsseite öffentlich zugänglich gemacht und somit einem weltweiten Publikum geöffnet werden. Das funktioniert für Lernmaterialien, Hyperlinks, Medienbibliothek, Kalender und Ankündigungen. Die Bereiche können dann auch von Personen, die nicht als Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Lernraum gebucht sind, mit Kenntnis des jeweiligen Links und ohne Login-Daten aufgerufen werden. Achten Sie hierbei unbedingt darauf, dass die Zugänglichmachung der hier gespeicherten Materialien urheberrechtskonform ist! Mehr Informationen hierzu finden sie in der Anleitung zum Digitalen Semesterapparat (PDF).

Um ihren Lernraum semesterunabhängig zu machen oder das 2 Minute Feedback nutzen zu können, kontaktieren Sie bitte den L²P-Support. Um Lernraumbereiche öffentlich zugänglich zu machen, benötigen Sie Managerrechte, um Änderungen an den Lernraumeinstellungen vornehmen zu können.

Jahresgespräche 2016

28. Juli 2016 | von
Studierende in der Bibliothek

Foto: Peter Winandy

Seit einigen Jahren werden an der RWTH Aachen die Jahresgespräche des Prorektors für Lehre mit den Fachschaften und Fakultätsleitungen durchgeführt. Sie dienen einem regelmäßigen Austausch, inwiefern die vereinbarten Maßnahmen erreicht beziehungsweise Maßnahmenabweichungen festgestellt werden können.

Die diesjährigen Gespräche fanden im Februar (Fachschaften) und April/Mai (Fakultäten) statt. Besprochen wurden unter anderem die Studienverläufe mit quantitativen Daten – etwa Studienverlaufsdaten, Absolventenquoten, Credit Point-Erreichung, Bestehensquoten, Übergangsquoten BA-MA, Vergleich B.Sc./M.Sc. Abschlussnoten, Einschreibungen Diplom- und Magisterstudierende – sowie mit qualitativen Daten aus der studentischen Lehrveranstaltungsbewertung, StOEHn und der Absolventenbefragung. Darüber hinaus wurde über die Studiengänge, über fachschaftsspezifische Themen sowie mit den Fakultäten zu den Schwerpunktthemen HSP-Mittelverausgabung und QVM-Verausgabung gesprochen. Die Fachschaften und Fakultäten haben im Nachgang der Gespräche eine Liste mit den vereinbarten Maßnahmen erhalten.

Präsentation der Gesamtbetrachtung

Eine zusammenfassende Gesamtbetrachtung der Ergebnisse der Jahresgespräche wurde am 12. Juli 2016 vom Prorektor für Lehre im Rektorat präsentiert. Insgesamt ist unter anderem positiv hervorzuheben, dass es mittlerweile in fast allen Fakultäten regelmäßige Gespräche zwischen den Dekanaten und Fachschaften gibt. Die Fakultäten sind mittlerweile für Themen im Bereich Lehre sensibilisiert, so dass im zurückliegenden Jahr eine Reihe von Best Practice-Beispiele in den Fakultäten entwickelt wurden. Viele Maßnahmen der Fakultäten (zum Beispiel Einrichtung eines NC, Umstrukturierung von Studiengängen) zeigen Wirkung. Die Quoten liegen in vielen Studiengängen bereits auf einem guten Niveau beziehungsweise bewegen sich in die richtige Richtung. Gleichzeitig gibt es in vielen Fakultäten Ideen für neue innovative (internationale) Studiengänge.

Herausforderungen bestehen unter anderem in der weiteren Flexibilisierung des Studiums, bei den Teilnehmerquoten in den Klausuren, dem Ausbau der Lernräume und Arbeitsplätze für Studierende beziehungsweise der besseren Information der Studierenden sowie der Optimierung von Prozessen im Bereich Lehre.