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Logbuch Lehre

Die Projekte der RWTH Digi-Fellows – Experimente erleben statt nur betrachten

14. April 2017 | von

Projektbeschreibung von Dr. Sebastian Kuhlen

Die klassische Experimentalphysikvorlesung fängt die Aufmerksamkeit der Studierenden in der Regel bereits besser ein als manch andere Vorlesung, denn nahezu jeder Zusammenhang kann an einem faszinierenden Demonstrationsversuch vorgeführt werden. Diese Versuche werden jedoch in der Regel auf der Bühne gezeigt, während die Studierenden eine passive Zuschauerrolle einnehmen. Das Experiment motiviert durch seinen Unterhaltungswert, aber praktische Erfahrungen oder Mitdenken werden nicht gefordert.

Eine Möglichkeit, die Experimente auch für einen ganzen Hörsaal in die Hände der Studierenden zu geben, stellt die im September 2016 von uns veröffentlichte App „phyphox“ dar (Abb. 1), welche es jedem ermöglicht, die Sensoren im Smartphone zu verwenden, um Physik-Experimente durchzuführen. Sie wurde im WS2016/2017 in der Vorlesung „Experimentalphysik I“ umfassend eingesetzt und von den Studierenden sehr positiv angenommen.

Der Einsatz von phyphox fällt leicht, wenn die Vorlesung und der zugehörige Übungsbetrieb, wie in diesem Fall, gleich mit dieser Besonderheit konzipiert werden, aber um bestehende Vorlesungskonzepte zu ergänzen, sollen nun für die Dozierenden webbasierte modulare Lehreinheiten erstellt werden.

Ziel unseres Projektes ist es, dass in einer etablierten Vorlesungsreihe den Studierenden einfach ein Link gegeben werden kann, über welchen die notwendigen Lernmaterialien für das Experiment zu Hause zur Verfügung gestellt werden. Dabei können die Dozierenden selbst entscheiden, ob den Studierenden nur eine Experimentieranleitung mit Videomaterial oder auch eine Einführung in das Thema und die Theorie (im Sinne einer Flipped-Classroom-Vorlesung) angeboten werden sollen. Auf Wunsch können die Studierenden sogar Ihre Messergebnisse übermitteln, so dass in der folgenden Vorlesungen die Ergebnisse des gesamten Hörsaals mit den Lehrinhalten verknüpft werden können (Abb. 2).


Weitere Informationen auf http://phyphox.org.



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