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Stay with Me – Neue Konzepte für die Datensicherung

18. Dezember 2019 | von
Unsere Daten sind überall. Aber wie wollen wir sie nachhaltig, zeitgemäß in Zukunft sichern?
(Foto: pixabay)
Unsere Daten sind überall. Aber wie wollen wir sie nachhaltig, zeitgemäß in Zukunft sichern?
(Foto: pixabay)

So ziemlich jeder von uns kennt das Phänomen von zu wenig Speicherplatz. Unsere mobilen Geräte laufen voll mit Gigabytes und wir schieben unsere Daten in Clouds, packen sie auf externe Festplatten oder setzen uns spätestens an einem verregneten Sonntagabend hin und fangen an zu löschen – immer in der Annahme, dass das Speichermedium selbst ein sicherer Ablageort für unsere Daten ist.

Was passiert aber, wenn die Hardware versagt oder nicht mehr auf Daten zugegriffen werden kann? -Richtig, die Daten gehen verloren. Davor schützen wir uns, indem wir – ab und zu – eine Kopie der Daten machen, also ein Backup. Im Kontext des privaten Gebrauch sind es Fotos, E-Mails und Nachrichten sowie persönliche Daten aus unseren Fitnesstrackern und Apps, die verloren gehen können. Augenscheinlich recht trivial, will man meinen, aber für das Individuum trotz allem ein Verlust persönlicher Daten.

Blickt man nun in Richtung Forschung, Wissenschaft und Verwaltung ist der Datenverlust alles andere als trivial. Praktisch alles Wissen der RWTH liegt in digitaler Form vor, seien es Messdaten, Leistungsnachweise, Verträge oder Klausuren – all dies darf keinesfalls verloren gehen. Aus diesem Grund spielen Datensicherung und sichere Datenhaltung für alle Bereiche hier an der RWTH Aachen eine gewaltige Rolle.

80 TeraByte neue Daten – jeden Tag

Wir vom IT Center sind deshalb dafür verantwortlich, Datenhaltung und -Sicherung nicht nur zu gewährleisten, sondern auch den Bedarfen unserer Nutzenden anzupassen, was Datenmengen, Funktionalität und Leistungsfähigkeit anbelangt. Schließlich entstehen heute ca. 80 TeraByte neu zu sichernder Daten – jeden Tag.

Next Generation Backup - Heterogene Daten, heterogene Systeme (Foto: Thomas Eifert)
Next Generation Backup – Heterogene Daten, heterogene Systeme (Foto: Thomas Eifert)

Dabei wollen wir aber nicht nur die Datensicherung und deren Verfügbarkeit so effizient wie möglich gestalten, sondern arbeiten auch daran, denjenigen die bestmögliche Lösung anzubieten, die für die Datenhaltung verantwortlich sind. Dabei ist nicht nur der physische Speicher entscheidend, sondern auch die dazugehörige Software. Hier gilt es vor allem möglichst nachhaltig in Konzepte zu investieren, die der Vielzahl von Bedarfen gerecht werden.

Heterogene Daten und heterogene Systeme?

Aufgrund der Heterogenität von Systemen und Datenarten, die gesichert und abrufbar gehalten werden müssen, ist klar, dass diese Lösungen künftig nicht mehr nur die Datensicherung gewährleisten müssen, sondern auch den kontinuierlichen Betrieb vieler Services und Anwendungen im universitären Kontext, die praktisch ständig gebraucht werden, sicherstellen müssen.

Stellt man sich den Ausfall eines Verwaltungssystems zur Einschreibungszeit, eines Datenspeichers mit Forschungsdaten kurz vor Projektabgabe oder eines Kommunikationssystems, so möchte man sich Ausmaß nicht mal vorstellen. Hier wird deutlich, dass über die reine Datensicherung hinaus für möglichst viele Anwendungen der kontinuierliche Betrieb, die Business Continuity, in verschiedensten Formen, immer wichtiger wird.

Die Wiederherstellung von verlorenen Daten ist das Eine - die Gewährleistung des weiteren Betriebes eine andere Herausforderung. (Foto: Thomas Eifert)
Die Wiederherstellung von verlorenen Daten ist das Eine – die Gewährleistung des weiteren Betriebes eine andere Herausforderung. (Foto: Thomas Eifert)

Genau diese Aspekte haben uns am IT Center inspiriert und motiviert, das Thema Datensicherung und Datenhaltung neu zu denken. Immer vor dem Hintergrund der Aspekte Nachhaltigkeit, Nutzerorientierung und Kompatibilität denken wir aus verschiedenen Perspektiven Datenhaltung und –Sicherung neu. An den Konzepten wird bereits mit Hochdruck gearbeitet. Gleiches gilt auch für Kooperationsvorhaben weiterer Hochschulen, die im Zeitalter der Digitalen Hochschulen ein ähnliches Verständnis und Interesse an einer zuverlässigen Renaissance von Datensicherung und Datenhaltung haben.

Welches Verständnis und welche Wünsche habt ihr, wenn es um nachhaltige und effiziente Datensicherung und Datenhaltung geht? Lasst es uns wissen in den Kommentaren. Wir freuen uns auf Eure Kommentare.

Verantwortlich für die Inhalte dieses Beitrags sind Thomas Eifert und Nicole Filla.

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