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IEHK-Aktuell

Aif-Forschungsprojekte

22. September 2021 | von

Heute geben wir Euch ein Update aus einem unserer Aif-Forschungsprojekte in Zusammenarbeit mit dem Institut für Schweiß- und Fügetechnik (ISF) der RWTH.
Die durch den Schweißvorgang eingebrachte Wärme hat einen Einfluss auf das Material und seine Mikrostruktur rund um die Schweißnaht und damit auch auf die Eigenschaften. Der Bereich um die Schweißnaht wird deshalb auch Wärmeeinflusszone (WEZ) genannt. Ein Begriff, der Euch sicherlich schon einmal in einer unserer Vorlesungen begegnet ist. Die WEZ selbst kann auch in Bereiche eingeteilt werden, was auf die unterschiedlich große Wärmeenergie je nach Abstand zur Schweißnaht zurückzuführen ist. Die Charakterisierung dieser Bereiche wird üblicherweise mithilfe von metallographischen Methoden vorgenommen. In einigen unserer Forschungsprojekte im LuF Werkstoff- und Bauteilintegrität von Prof. Münstermann wollen wir nun auch die mechanischen Eigenschaften der Wärmeeinflusszone lokal aufgelöst untersuchen. Die Schwierigkeit dabei ist die Probenherstellung aus den einzelnen Zonen der WEZ, da diese häufig nur wenige Millimeter breit sind. Eine schnelle Untersuchungsmethode hat uns die Firma IMPRINTEC geliefert. Bei ihrem speziell entwickelten Prüfungsverfahren zur Mikroindentierung, genannt ‚Eindruckverfahren nach DIN SPEC 4864‘, wird ähnlich wie bei der gängigen Härteprüfung ein Eindruck im Material erzeugt. Der Clou ist die Ausdehnung oder Verformung des Eindrucks auf nur wenige Körner. Aus dem sogenannten Pile-up neben dem Eindruck und der konstanten Eindringkraft können lokal Werte analog zur Zugfestigkeit und Fließspannung berechnet werden. Wir freuen uns über diese Innovation und auf die weitere Zusammenarbeit.

35. Aachener Stahlkolloquium

21. September 2021 | von

Am 23. und 24. September richten wir vom Lehrstuhl für Metallurgie von Eisen und Stahl das 35. Aachener Stahlkolloquium aus. Unter dem Motto „Metallurgie für nachhaltigen Stahl“ thematisiert die Konferenz aktuelle Herausforderungen wie die Rohstoffversorgung, den Klimawandel und die Digitalisierung in der metallurgischen Verfahrenstechnik sowie die Nachwuchsförderung. Veränderungen in der Nutzung aller Ressourcen einschließlich der Kreislaufstoffe im Rahmen der Circular Economy bieten dabei neue Chancen, Stahl nachhaltig und zukunftsbewusst zu produzieren.

Knapp 30 Vorträge aus Industrie und Forschung sowie moderierte Podiumsdiskussionen geben euch die Chance, die Metallurgie aus verschiedensten Blickwinkeln zu betrachten und zu diskutieren.

Die Vortragenden kommen im Forum M der Mayerschen Buchhandlung unter Beachtung der derzeitigen Schutzmaßnahmen zusammen. Die weiteren Teilnehmer sind über eine Tagungsplattform dem ASK online zugeschaltet. Dort findet ihr den Live-Stream zur Veranstaltung, eine digitale Posterausstellung und Vieles mehr. Zudem habt ihr die Gelegenheit mit potentiellen Arbeitgebern aus Industrie und Forschung in Kontakt treten.

Die Anmeldung für Studierende und Institutsmitarbeiter*Innen ist kostenlos über www.ask2021.de/anmeldung möglich. Wir freuen uns auf Eure Teilnahme!

Das Eifelkolloquium im Kardinal-Schulte-Tagungszentrum in Bergisch-Gladbach

10. September 2021 | von

Zweimal im Jahr haben unsere Doktoranden die Gelegenheit, ihr Dissertationsthema vor ihren Kollegen und unseren Professoren vorzustellen und dabei über aktuelle Entwicklungen zu berichten und offene Frage anzusprechen. In lebhaften Diskussionen sind auch in diesem Jahr wieder interessante, neue Lösungsansätze zustande gekommen.
Nachdem die letzten Kolloquien aufgrund der Coronalage digital stattfinden mussten, hatten wir dieses Mal die Möglichkeit das Eifelkolloquium im Kardinal-Schulte-Tagungszentrum in Bergisch-Gladbach abzuhalten. Mit Blick auf die Kölner Rheinebene und den Dom haben unsere Doktoranden zwei spannende Tage verbracht. Als besonderes Highlight konnten wir im Anschluss an die Vorträge noch eine Führung im Kölner Dom erleben.
Wir freuen uns, dass unseren Doktoranden diese Gelegenheit zweimal während ihrer Promotionszeit ermöglicht wird.

Der diesjährige Otto-Kienzle-Preis

09. September 2021 | von

Wir grautlieren unserem Kollegen Alexander Gramlich, der mit dem diesjährigen Otto-Kienzle-Preis des Industrieverbands Massivumformung e. V. ausgezeichnet worden ist! Der Preis wird jährlich für herausragende Ergebnisse im Bereich der Massivumformung sowie für die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Branche verliehen. Im Projekt „LHD-Schmiedestahl 2“ konnte Alex einen neuen lufthärtenden Schmiedestahl entwickeln, welcher aufgrund seiner verkürzten Prozessroute große Mengen an CO2-Emissionen einspart. Im Anschluss an die Entwicklungsphase wurde eine 40 t – Schmelze industriell hergestellt und zu unterschiedlichen Schmiedebauteilen wie beispielsweise Federbügeln und Planetenträger weiterverarbeitet. Das erfolgreich abgeschlossene Projekt zeigt auf, dass die Entwicklung neuer Stähle auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen wird und das der Werkstoff Stahl keinesfalls im Wiederspruch zu einer CO2-neutralen Gesellschaft steht. Herzlichen Glückwunsch Alex!

Wir gratulieren…

17. August 2021 | von

Wir gratulieren Frau Jinshan He zu ihrer Ernennung zum „assistant professor“ an der USTB in Peking. Prof. He war in der Zeit von 2014 bis 2018 am IEHK als Stipendiatin im CSC-Programm beschäftigt. Dabei hat sie sich im Gebiet von Prof. Münstermann mit der Spaltbruchauslösung in ferritisch-perlitischen Stählen befasst. An der USTB forscht sie an Schädigungsmechanismen von Stählen und Superlegierungen während ihres Einsatzes sowie der Simulation des analysierten Verhaltens. Wir wüschen Prof. He alles Gute für die Zukunft und freuen uns mit ihr über ihren Erfolg.

Zu Besuch beim DESY

12. August 2021 | von

Das IEHK war zu Besuch beim Deutschen Elektronik Synchrotron (DESY) in Hamburg. Bei einer Synchrotron-Messung handelt es sich um eine hochenergetische Röntgenbeugungsanalyse. Dabei wurden Proben eines AHSS-Stahls der dritten Generation in Hamburg gemessen. Einen Teil des Resultates seht ihr im zweiten Bild. Das sogenannte Debye-Scherrer-Beugungsmuster seht ihr im linken Teil. Die Durchmesser der Beugungsringe entsprechen dem Beugungswinkel. Unter Zuhilfenahme der Braggschen Gleichung lässt sich die auf der rechten Seite sichtbare Kurve generieren und auch die kleinsten Bestandteile durch ihr Kristallsystem akkurat quantifizeren.

Dr. Frederic Crimmann

26. Juli 2021 | von

Wir gratulieren unserem Kollegen Frederic Crimmann zur erfolgreich bestandenen Doktorprüfung! 🎓🥳
Die Prüfung fand Ende Mai 2021 teilweise virtuell und in unserem Institut statt. Das Thema seiner Dissertation ist die „Thermomechanische Untersuchung der Primärkühlzone einer Stahl-Stranggießanlage unter Einsatz faseroptischer Temperatursensoren“ unter der Betreuung von Prof. Senk. Wir wünschen ihm für seinen weiteren Lebensweg alles Gute!

Hey everyone! My name is Oguz…

01. Juli 2021 | von

Hey everyone! My name is Oguz and I started to work as a research associate with the aim of PhD at IEHK in the Materials Characterization group in May 2021. Since I earned my Master’s degree in Metallurgical Engineering at IEHK, I had a chance to explore interesting research topics as well as to experience friendly working environment.
Currently, I am working on a BMBF funded project called iBain, in collaboration with Fraunhofer IWM and ICAMS. It focuses on the implementation and integration of comprehensive experimental and simulation data into knowledge graphs, which contain the microstructure formation as a function of thermomechanical process control and the resulting fatigue behavior, using bainitic steels. The aim is to establish an automated, digital „workflow“ which, in a later step, will enable industrial users without in-depth expert knowledge to analyze and evaluate their own data in the same way (data sovereignty). For this purpose, an artificial material intelligence (AI) system is being developed, which collects, analyzes and provides structured experimental and simulative data stored in a database. The resulting digital representation will allow a predictive property description of bainitic steels depending on the microstructure and the processing steps and can be used to predict optimized process parameters and consequently to improve material grades.

Heute stellt sich vor

29. Juni 2021 | von

Hello everyone! I am Dilay. I started to work as a research assistant with the aim of PhD at IEHK in the group of Integrated Computational Materials Engineering (ICME) in June 2021.
Currently, I am working on the DfG project called ProZell, which focuses on the development of programmable cellular metals through combined material and geometric optimization, in collaboration with Fraunhofer IWU in Chemnitz. It aims to develop high-manganese steels (HMnS) produced both by investment casting and additive manufacturing (SLM) through the adjustment of the cell geometry and the introduction of a material model which can determine structure-property relationships, especially for energy absorption purposes. The goal for material modelling is the implementation of the microstructures resulting from solidification and heat treatment and the corresponding mechanical properties of the TRIP / TWIP steels in the simulative design of the geometrically ideal cell.
Even though I have already become familiar with the institute during my Master’s study, I am keen to get the know the organization better and excited about the project that I am working on.

Neuzugang in der Integrative Werkstoffsimulation

14. Juni 2021 | von

Hallo zusammen! Mein Name ist Ekaterina Evsiutkina. Ich bin seit Anfang Mai als wissenschaftliche Beschäftigte mit dem Ziel der Promotion beim IEHK angestellt und werde die Arbeitsgruppe „Integrative Werkstoffsimulation“ im Gebiet: „Entwicklung hochfester Kupferwerkstoffe für die laserbasierte additive Fertigung“ unterstützen.
Aktuell beschäftige ich mich mit dem DfG-Projekt “Development of a novel processing route for dispersoid/precipitation-strengthened high conductive copper alloys by using metallized nano ceramics in additive manufacturing” in enger Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Dresden und der Hochschule Osnabrück. Das Projekt zielt auf die ICME-gesteuerte Entwicklung einer neuen Gruppe von Cu-MMC-Werkstoffen ab, die durch eine Kombination von Gaszerstäubung und Pulvermodifikation durch Nanopartikel und additive Fertigung (SLM) hergestellt werden. Aufgrund der hohen Wärmeleitfähigkeit und des hohen Reflexionsvermögens von Cu und seinen Legierungen sind sie durch SLM schwer in einer ausreichenden Qualität mit geringer Porosität zu verarbeiten. Darüber hinaus, erfordern die neuen Anwendungen komplex geformte Hochleistungswärmetauscher aus Cu-Legierungen, sie sind eine optimale Kombination aus Festigkeit, thermischer und elektrischer Leitfähigkeit. Diese Herausforderungen werden gestellt durch die Anwendung einer grünen Laserquelle mit geringem Reflexionsvermögen.
Zudem stehe ich für Eure Fragen in der Studienberatung gerne zur Verfügung.