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IEHK-Aktuell

Vorstellung der Lehrlinge aus der Mechanischen Werkstatt 

23. Oktober 2020 | von

Heute möchten wir Euch Dennis, einen der beiden neuen Lehrlinge aus der Mechanischen Werkstatt vorstellen.

Dennis hat sich für die Ausbildung zum Industriemechaniker im Einsatzgebiet Feingerätebau am IEHK entschieden. In den nächsten dreieinhalb Jahren wird er in unserem Institut alles erlernen, um gut ausgebildet in sein Berufsleben starten zu können. Dabei wird er unteranderem von unserem Ausbildungsmeister Sebastian Seibel unterstützt, der ihn auf diesem Weg begleitet.

Falls Euch ebenfalls Berufe interessieren, in denen Ihr Euer handwerkliches Geschick in einem technisierten Umfeld ausüben könnt, dann schaut gerne auf folgendem Link für weitere Informationen vorbei!

Ehrenamtliches Engagement für Wegekreuz

20. Oktober 2020 | von

Im Aachener Stadtteil Laurensberg findet sich am höchsten Punkt des historischen Verbindungsweges Via Regia zwischen Aachen und Maastricht ein Wegekreuz unmittelbar neben einer als Naturdenkmal eingetragenen Linde. Das allen Spaziergängern bekannte gusseiserne Wegekreuz wurde bei einem Sturm durch herunterfallende Äste stark beschädigt.

In ehrenamtlichen Engagement hat die Werkstatt des IEHK das Kreuz repariert. Hierbei wurden die Bruchstellen begradigt, die  einzelnen Kreuzteile mit einem zentral eingeführten Stahlstift verbunden und das gesamte Kreuz zudem rückseitig mit einem dem Gussprofil angepassten Stahlrohr verstärkt. Nach Reinigung und Anstrich mit einer graphithaltigen Farbe konnte das Kreuz an der historischen Position erneut errichtet wurde, Mit dem vorhandenen Abstand zum Spazierweg sind die Reparaturmaßnahmen nicht erkennbar sein, so dass das alte Kreuz an gewohnter Stelle weiterhin als Landmarke dienen kann.

Die Bilder zeigen das Kreuz in der Werkstatt und nach der Neuaufstellung im September 2020.

Vorstellung unseres Alumnus Wilfried Wilzek

20. Oktober 2020 | von

Heute möchten wir Euch Wilfried Wilzek vorstellen, der Ende 2013 seinen Abschluss im Studiengang M.Sc. Werkstoffingenieurwesen an der RWTH erhielt. Er vertiefte im Bereich der Eisen und Stahlmetallurgie am IEHK. Hier schrieb er auch seine Hauptseminararbeit sowie seine Masterarbeit im Themenfeld kontinuierliches Gießen. Dazu berichtet er:

„Am IEHK habe ich nicht nur meine ersten Erfahrungen im wissenschaftlichen Arbeiten gesammelt, auch die theoretischen Studieninhalte begleiten mich bis heute in meiner täglichen Arbeit. Ich erinnere mich gerne an die aufregenden Versuche, die Abendseminare im „toten Mann“ und an die Mittagspausen mit Prof. Gudenau zurück.“

Derzeit ist er als Abteilungsleiter der Prozess- und Produktentwicklung im Qualitätswesen der ArcelorMittal Hochfeld GmbH in Duisburg tätig. Eine enge Zusammenarbeit mit der konzerneigenen Forschungs- und Entwicklungseinrichtung sowie die Betreuung werksinterner Versuche gehören hier zu seinen Aufgaben, die zudem um die Bereiche der Qualitätslenkung und des Qualitätsmanagements ergänzt werden.

Unser Alumni Dr. Matthias Schwarz stellt sich vor

06. Oktober 2020 | von

Herr Dr.-Ing. Matthias Schwarz war von 2013-2016 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Metallurgie von Eisen und Stahl bei Herrn Professor Senk. In dieser Zeit beschäftigte er sich intensiv mit der Reduktion von Eisenerz unter Verwendung von Biomasse. Unter der fachlichen Betreuung durch Herrn Dr. Babich erzeugte er sowohl den für die klassische Hochofenroute genutzten Koks mit Biomassezumischung als auch umweltfreundlichere Reduktionsmittel wie Synthesegase im Wirbelschichtverfahren gewonnen aus Holzpellets. 

Seine Verteidigung hat er im November 2018 bei seinem Doktorvater und den Prüfern Herrn Prof. Quicker sowie Frau Prof. Juchelkova erfolgreich gehalten. Er hat überwiegend sehr positive Erinnerungen an die Zeit am IEHK und kann dies jedem, der „sich im Bereich wissenschaftliches Arbeiten verwirklichen will“, nur empfehlen. Die Frage, ob der Doktortitel die Karrierechancen erhöht oder nicht, lässt sich seines Erachtens nicht pauschal beantworten. „Das selbstständige und systematische Arbeiten, das Einarbeiten in neue Themengebiete und der Wissensaustausch mit Kollegen sind die Grundlagen der erfolgreichen Arbeit am Institut – und sie gelten auch für die erfolgreiche Arbeit in der Industrie. Daher war der Doktortitel nur das Ergebnis einer dreijährigen Ausbildung zum vielseitig einsetzbaren Projektingenieur.“

Sein heutiger Arbeitgeber ist die Deutsche Edelstahlwerke Specialty Steel GmbH & Co. KG am Standort Siegen. Dort arbeitet er aktuell als Spezialist im Gießbetrieb. „Ich bin quasi Betriebsleiter in Ausbildung. Zu meinen Aufgaben gehören Projekte aus den Bereichen Qualitätsoptimierung, Effizienzsteigerung, Arbeitssicherheit, Prozessoptimierung sowie Forschung und Entwicklung. Ich beschäftige mich also mit der Vergießbarkeit neuer Güten, mit der Optimierung der Gießparameter bestehender Güten sowie deren Strang-/Blockqualität.“ Darüber hinaus leitet er Mitarbeitertrainings im Bereich Arbeitssicherheit und ist zusätzlich als Dozent in der Meisterschule für den Bereich Roheisen- und Stahlerzeugung tätig.

 

ASK 2020 DIGITAL – steel and more

05. Oktober 2020 | von

Aufgrund der Einschränkungen im Zusammenhang mit der andauernden Covid-19 Pandemie ist auch die Planung zum Aachener Stahlkolloquium mit zahlreichen Herausforderungen verbunden. Zum Schutz der Gesundheit aller Gäste und beteiligten Personen sowie in enger Abstimmung mit den entsprechenden Abteilungen der RWTH Aachen haben wir uns entschlossen, das ASK in diesem Jahr erstmals vollständig digital zu gestalten.

Wir freuen uns Ihnen mitzuteilen, dass ein Großteil der Vortragenden auch für das digitale Format begeistert werden konnte, sodass im Rahmen der Veranstaltung weiterhin spannende Fachbeiträge aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft erwartet werden können.

Unter anderem wird Herr Prof. Pinkwart (Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen) in einem Begrüßungsvideo die Entwicklung und Perspektiven der Stahlindustrie in NRW einordnen. Die Teilnahmegebühr am diesjährigen ASK wurde auf 50 € (inkl. Tagungsband?) gesenkt. Studierende erhalten hingegen einen freien Zugang zur Online-Konferenz. Weitere Infos sowie Anmeldemöglichkeiten finden Sie unter www.ask2020.de.

Wir freuen uns auf eine spannendes, digitales ASK mit Ihnen!

Ausgezeichnete RWTH Lecturer 2020 / Dr.-Ing. Wenwen Song

08. September 2020 | von

Die RWTH Aachen verfolgt die Vision, dauerhaft eine exzellente Lehre zu gewährleisten, die die Studierenden in ihrer Unterschiedlichkeit in den Mittelpunkt stellt und gleichzeitig integrativ forschungsorientiert ist. In diesem Umfeld stellt der Titel „RWTH Lecturer“ eine personenbezogene Ehrung für Lehrende des akademischen Mittelbaus dar, die sich durch hervorragende Lehrtätigkeiten bei gleichzeitigem Engagement in der Forschung auszeichnen. Im Jahr 2020 wurde die Gruppenleiterin am IEHK Frau Dr.-Ing.  Wenwen Song mit diesem Titel ausgezeichnet.

Lukas Reiff stellt sich vor!

03. September 2020 | von


Hey! Ich bin Lukas Reiff und arbeite seit Juni als wissenschaftlicher Mitarbeiter im IEHK. Im Vorfeld konnte ich das Institut während meiner Masterarbeit im Bereich Elektroband sehr gut kennenlernen. Die Arbeit mit netten Kollegen und die Forschung an spannenden Themen haben mich dazu bewegt, im Anschluss am IEHK zu bleiben. Derzeit befasse ich mich mit dem Thema Hochtemperaturkorrosion von 3D-gedruckten Nickel-Kupfer-Legierungen. Gleichzeitig verantworte ich dazu noch das Rasterelektonenmikroskop und das µCT des Instituts am RCDPP am Standort Melaten.

Sina stellt sich vor!

26. August 2020 | von

Hallo, ich bin Sina! Vor ungefähr einem Jahr habe ich mich dazu entschieden am IEHK meine Masterarbeit zu schreiben. Zu meinen Aufgaben zählte die Weiterentwicklung eines Simulationsmodells, mit welchem die beim Stranggießen entstehenden Gefügezonen vorhergesagt werden können. Nach der Fertigstellung meiner Arbeit wollte ich die Details des Erstarrungsprozesses aber noch besser verstehen und abbilden können. Aus diesem Grund und unter anderem weil mir die Arbeit mit dem Team am IEHK immer Spaß gemacht hat, habe ich mich für eine Promotion in der Arbeitsgruppe Gießen und Erstarren unter der Leitung von Prof. Senk entschieden. Seit Mai bin ich nun als wissenschaftliche Mitarbeiterin am IEHK und beschäftige mich mit theoretischen und praktischen Fragestellungen rund um das Stranggießen. Unter anderem prüfe ich die Eignung von bestimmten Stahlgüten für den Gießprozess. Dafür untersuchen wir Hochtemperatureigenschaften der Werkstoffe, um die Prozessführung an der Stranggießanlage werkstoffgerecht anpassen zu können. Mit einem speziellen Langsam-Erstarrungs-Ofen, unserem LEO, können wir durch extrem langsame Erstarrungsbedingungen eine größere Mikrostruktur wachsen lassen, die wir dann nach der Ätzung sogar mit bloßem Auge sehen können. An meiner zukünftigen Forschungstätigkeit reizt mich besonders bestehende Simulationskonzepte für den Prozess optimal zu nutzen oder auch eigene Modellierungen zu erarbeiten.

Vorstellung Marco Hippe

21. Juli 2020 | von

Hi, ich bin Marco. Ich bin seit Juni wissenschaftlicher Mitarbeiter am IEHK mit Ziel der Promotion. Das Institut konnte ich während meiner Zeit als HiWi gut kennenlernen. Die Kombination aus netten Arbeitskollegen und interessanten Forschungsthemen haben mich dazu bewegt, hier auch promovieren zu wollen. Zusammen mit dem Gießerei-Institut optimiere ich die Porosität von Al-Gusslegierungen, um einen erhöhten Widerstand gegen Ermüdung zu erzielen. Dadurch können einzelne Bauteile bei gleichem Ermüdungswiderstand deutlich leichter konstruiert werden. Vor allem die Automobilindustrie kann so von Leichtbauweisen und Effizienzsteigerung profitieren.
Mit einem brandneuen Prüflabor darf ich dieses spannende Thema am IEHK bearbeiten. In den nächsten Tagen werde ich Euch die Prüfmaschinen, wie z.B. einen hochfrequenten Ultraschall-Pulser mit bis zu 20 kHz Prüfgeschwindigkeit vorstellen. Seid gespannt!

 

Rohstoffe und Eisenmetallurgie

09. Juni 2020 | von

Die jährliche weltweite Eisenproduktion von ca. 1,7 Mrd. Tonnen wird voraussichtlich weiter steigen, da Stahl dessen Herstellung im Schnitt 98 % Eisen benötigt, das Konstruktionsmaterial Nr. 1 ist und bleibt. Die Herausforderungen an die Stahlmetallurgie zur nachhaltigen Massenherstellung von hochwertigen Stahlwerkstoffen sind hoch. Gleichzeitig verstärken politischen Beschlüsse zum Ausstieg aus der Kohleförderung in Deutschland den Druck zur Abkehr von der Steinkohlebasierten Eisenerzverhüttung. Deshalb liegen die Schwerpunkte der Forschung der Arbeitsgruppe Rohstoffe und Eisenmetallurgie auf neuartigen Rohstoffen für die Eisenherstellung, wie selbst- und vorreduzierende Eisenträger, erneuerbare, fossile und organische Abfälle, metallurgische Abgase sowie die Nutzung von Wasserstoff. Ebenfalls im Fokus steht die Entwicklung hocheffizienter Prozesse, welche den Einsatz großer Mengen an Feinerzen, wie Magnetitkonzentrat und Filterstäuben ermöglichen.

In diesem Zusammenhang wird mit drei Industriepartnern die Auswirkungen eines erhöhten Anteils von ultrafeinen Eisenerzen in der Sintermischung (bis zu 80 % an Eisenerzträgern mit Korngrößen < 0,1 mm) erforscht. Dabei wurden Ultrafeinerze ohne Voragglomeration nach intensiver Mischung eingesetzt. Sinterpfannenversuche zeigten, dass abnehmende Produktivität und ansteigender Brennstoffverbrauch durch den Einsatz von bis zu 40 % Feinsterzen durch einen mineralischen Binder kompensiert werden kann. Zudem konnte in anschließenden Reduktionsversuchen kein messbarer Einfluss des Ultrafeinanteils und des Binders auf die Reduzierbarkeit des Sinters feststellt werden. Eine mathematische Modellierung des Sinterprozesses mittels COMSOL Multiphysics® steht im Vordergrund des Folgeprojektes Optimus. In diesem soll unter anderem die Phasenbildung während des Sinterprozesses beschrieben werden.

Im Rahmen des RFCS-Projektes CHARFOCO wurde das Verhalten von Reduktionsmitteln im Hochofen untersucht. Dazu wurden teilweise unverbrannte, in die Wirbelzone eingeblasene, Kohlepartikel (sog. Char) analysiert. Im Fokus standen die Charakterisierung ihrer Eigenschaften und ihr Verhalten sowie die Interaktion von Char mit Koks und Möller außerhalb der Wirbelzone. Im Rahmen des laufenden RFCS-Folgeprojektes SPARERIB werden weiterführende Untersuchungen zur Interaktion von Char mit flüssigen Phasen durchgeführt, die Phänomene in der Wirbelzone und im Schacht an industriellen Hochöfen durch den Einsatz von speziellen Messmethoden und Probenahmen erforscht sowie die konkurrierende Umsetzung von Char, Koksfines und Ruß ermittelt. Im Vordergrund steht hierbei die Untersuchung der Wechselwirkung der kohlenstoffhaltigen Materialien auf Koks und Schlacke.

Die kohlenstoffbasierten Feinpartikel (Char, Koksfines, Ruß), die durch sekundäre Reaktionen außerhalb der Wirbelzone nicht umgesetzt werden, werden mit dem Gichtstaub ausgetragen. Eine Online-Differenzierung dieser Kohlenstoffphasen soll es ermöglichen, den Hochofenprozess effizienter zu steuern. Im Rahmen dieses Projektes sollen die im Gichtstaub enthaltenen Informationen „dekodiert“ werden, um eine verbesserte Prozessführung zu ermöglichen. Dazu gehört u.a. der Einsatz von Laser-induced breakdown spectroscopy (LIBS), um eine quantitative in-situ Analyse zu ermöglichen und ferner die Entwicklung einer Online-Analyse der Gichtstaubzusammensetzung.

Weiterhin gehört der Biomasseeinsatz in der Verhüttung zu den Schlüsselbereichen unserer Forschung und ersetzt fossile durch nachwachsende Kohlenstoffe. Um die wirtschaftliche Effizienz des Biomasseeinsatzes beim Einblasen in den Hochofen zu verbessern, beschäftigen wir uns mit Aspekten wie der Optimierung der Holzkohle-Korngröße und dem Einsatz von weiteren Pyrolyseprodukten. Laboreinblasversuche ergaben beispielsweise, dass eine hohe Umsetzung beim Einblasen durch gröberes Mahlen der Holzkohle im Vergleich zur Kohle erreicht werden kann. Gasförmige Pyrolyseprodukte, die einen hohen Anteil an Reduktionskomponenten wie CO, H2, CH4 besitzen, können als synthetische Reduktionsmittel zum Einblasen in den Hochofen verwendet werden. Eine kombinierte Injektion von festen und gasförmigen Pyrolyseprodukten erhöht somit die Gesamteffizienz des Biomasseeinblasens.

Mit seiner Forschung zum Kohleausstieg begleitet und unterstützt die Arbeitsgruppe des IEHK verstärkt die Transformation der Eisen- und Stahlindustrie zum großtechnischen Einsatz von Wasserstoff als Reduktionsmittel und Energieträger. Dazu wurde gemeinsam mit der Montanuniversität Leoben und dem VDEh eine Studie erstellt, welche umfangreiche Informationen zur Herstellung von Wasserstoff sowie zur Kinetik und Thermodynamik der Wasserstoffdirektreduktion beinhaltet.