Bilingualism Matters 2026 in Mailand
Am 29. und 30. April 2026 fand das Bilingualism Matters Symposium (BMS26) in Mailand statt – eine interdisziplinäre Konferenz, die Forschende und Praktizierende aus verschiedenen Fachbereichen zusammenbringt. Frederike Steinke vom Lehrstuhl für psychologische Diagnostik und Intervention präsentierte dort ein Poster zur prädiktiven Sprachverarbeitung in der L2 und dem Einfluss von Sprachwechsel.
Am Vortag fand eine spezielle Vortragsreihe zum Thema bimodale Mehrsprachigkeit statt, bei der englische, internationale Gebärdensprache (IS) und italienische Gebärdensprache (LIS) angeboten wurde. Das Symposium bot viele spannende Einblicke in aktuelle Bilingualitätsforschung, sowie gute Begegnungen.
Forschungsaufenthalt Down Under: The University of Sydney Business School

Prof. Dr. Bettina S. Wiese (LS II) war im Rahmen eines Theodore von Kármán Fellowships von März bis April 2026 an der . Eingebunden in die interdisziplinäre Body, Heart and Mind in Business Research Group hat sie sich dort insbesondere mit Prof. Dr. Helena Nguyen und Dr. Hannah Kunst intensiv zu Perspektiven der Emotionsregulationsforschung ausgetauscht. Zeit für Besuche von Museen, Konzerten und zumindest einigen der über hundert Strände dieser spannenden Metropole im Pazifik blieb aber auch!
Emmy-Noether-Gruppe zur Erforschung der Rolle von „Voice and Noise“ beim Zuhören und Sprechen.

© Andreas Schmitter
Ab August 2026 baut Dr. Isabel Schiller an unserem Institut die Emmy-Noether-Gruppe UnICoRN auf. UnICoRN steht für “From Unidirectional to Interactive Communication: Revealing the Impacts of Voice and oise on Listening and Speaking”. Das Institut für Psychologie freut sich sehr über die Einrichtung dieser Forschungsgruppe und gratuliert Dr. Schiller zu diesem besonderen Erfolg. Im Rahmen des Emmy-Noether-Programms der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wird ihr Forschungsvorhaben in den kommenden sechs Jahre mit rund 1,9 Millionen Euro gefördert.
Im Zentrum steht die Frage, wie sich Stimme und Hintergrundschall auf kognitive und linguistische Prozesse des Zuhörens und Sprechens auswirken. Methodisch wird die Forschungsgruppe schrittweise von stark kontrollierten experimentellen Untersuchungen zu Sprachverstehen und Sprachproduktion hin zu zunehmend interaktiven und realitätsnahen Kommunikationssituationen übergehen. Dabei werden Dr. Schiller und ihr Team beispielsweise erforschen, wie sich Lärm auf die Hör- oder Sprechanstrengung in Gesprächssituationen auswirkt, wie eine gestörte Sprecherstimme die Erinnerungsleistung von Zuhörenden beeinflussen kann oder inwieweit eine veränderte Wahrnehmung der eigenen Stimme zu Anpassungen in der Stimmproduktion führt (auditory feedback modulation).
Dr. Schiller wird ihre Emmy-Noether-Gruppe am Lehr- und Forschungsgebiet Arbeits- und Ingenieurpsychologie ansiedeln und dort u.a. die Schallkabinen und das Equipment zur Forschung im Bereich auditive Kognition nutzen können. Prof. Schlittmeier und das Team freuen sich sehr auf einen intensiven Austausch!
Herzlich Willkommen Philippa Kadenbach
Seit März 2026 unterstützt Philippa Kadenbach das Team des Lehrstuhls für psychologische Diagnostik und Intervention als wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-geförderten Projekt „Bilingual Flexibility: Language control in the interplay of cross-linguistic transfer and language prediction in morphosyntactic processing for adults and children (geleitet von Prof. Thomas Günther).
Philippa Kadenbach absolvierte 2021 ihr Bachelorstudium in Linguistik an der Universität Potsdam und 2023 ihr Masterstudium in Angewandter Linguistik an der Universität Erfurt. In ihrer Masterarbeit beschäftigte sie sich mit der Leseverarbeitung arabischer Muttersprachler im Deutschen. Nach ihrem Masterstudium arbeitete sie unter anderem in Costa Rica als Lehrkraft für Deutsch als Fremdsprache.
Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.
IfP Melaten: Drei Arbeitsgruppen in neuen Räumen angekommen
Die Arbeitsgruppen Psychologische Diagnostik und Intervention, Entwicklungspsychologie und Forschungsmethoden, sowie Biologische Psychologie und Sozialpsychologie sind im August in brandneue Räume auf den Campus Melaten umgezogen. Die Räumlichkeiten liegen im vor kurzem fertiggestellten Cluster Smart Logistik III (Campus-Boulevard 51, 52074 Aachen).
Nach einer intensiven Umzugsphase freuen wir uns die neuen Büros, vier Seminar- und Besprechungsräume, vier Labore, und mehrere Aufenthaltsräume für Studierende und Gäste im Betrieb zu sehen. Die smarte Gebäudetechnik ist sicher auch ein schönes Feature der Räume, am schönsten für uns ist aber die Möglichkeit für einen Austausch auf dem gemeinsam genutzten Stockwerk mit reichlich Platz zum Austausch.
Neugierig geworden? Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Tag der offenen Tür am Kompetenzzentrum für Gebärdensprache und Gestik (29.09.2025)
Am 29.09.2025 lud unser Projektpartner SignGes zum Tag der offenen Tür ein. Nach der Begrüßung durch den geschäftsführenden Direktor Prof. Dr. Dr. Klaus Mathiak und dem Grußwort unserer Prorektorin Prof. Dipl.-Ing. Sabine Brück‑Dürkop erhielten die Teilnehmenden Einblicke in aktuelle Projekte: Im Foyer der 2. Etage konnten sich Besucher:innen an Posterständen über die Projekte von SignGes informieren. Das LuF Gesundheitspsychologie betreute den Stand des gemeinsamen Projekts TEBEK (Testverfahren zur Beurteilung berufsrelevanter Kompetenzen tauber und schwerhöriger Menschen). Workshops zur Deutschen Gebärdensprache und zu Haptic Body Signs sowie der Gastvortrag von Prof. Dr. Wyatte C. Hall (University of Rochester, USA) zu „New Research on Language Deprivation“ rundeten den spannenden und eindrucksvollen Nachmittag ab.
Herbstempfang des BFW Oberhausen am 22.09.2025

Am 22.09.2025 feierte das LuF Gesundheitspsychologie gemeinsam mit dem BFW Oberhausen das 50-jährige Jubiläum der Grundsteinlegung des BFW. Nach der Begrüßung durch die BFW-Direktoren Stefan Weitzel und Fabian Schütz eröffnete zur Feier des Jubiläums Oberbürgermeister Daniel Schranz (Stadt Oberhausen) den Vormittag mit einem Grußwort zur Oberhausener Stadtgeschichte und zur Entstehung des BFW. Anschließend hielt Josef Hovenjürgen (Parlamentarischer Staatssekretär des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung NRW) einen spannenden Keynote-Vortrag zum Strukturwandel des Ruhrgebiets. Im anschließenden Podiumsgespräch mit BFW-Direktor Stefan Weitzel, der stellvertretenden Direktorin Grazielle Groß, Thomas Keck (Deutsche Rentenversicherung Westfalen) sowie Martin Hinzmann (Oberhausener Wirtschafts- und Tourismusförderung GmbH) wurde deutlich, wie wichtig das BFW Oberhausen für die Stadt und die Region ist. Im Anschluss gab es die Möglichkeit, sich mit den Gästen in angenehmer Atmosphäre bei leckeren Snacks auszutauschen.
Wir freuen uns auf den nächsten Herbstempfang im BFW Oberhausen!
Zwei neue und spannende Projekte am LuF Gesundheitspsychologie
Bereits im Mai 2025 startete das Projekt „Berufliche Resilienz fördern: Erprobung und Evaluation eines neuen psychosozialen Gruppenangebots im BTZ Rhein-Ruhr in Phase 2“ am LuF Gesundheitspsychologie und beim BTZ Rhein-Ruhr. Gefördert wird das Projekt vom Rehabilitationsforschungsnetzwerk der Deutschen Rentenversicherung Rheinland (refonet). Die vorgesehene Laufzeit beträgt 27 Monate. Ende August trafen sich alle Projektpartner:innen am Düsseldorfer Standort des BTZ Rhein-Ruhr.
Im Fokus des Projekts steht ein psychosoziales Gruppenangebot, das Rehabilitand:innen im BTZ Rhein-Ruhr (Standort Oberhausen) nach einer psychischen Erkrankung bei der Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt unterstützen soll. Im Rahmen der Evaluation werden neben der Zufriedenheit der Teilnehmenden auch Veränderungen der beruflichen Resilienz vor und nach dem Training (Prä-/Post-Messung) sowie die Nachhaltigkeit der Effekte 3 Monate (BTZ-Maßnahmenende) und 9 Monate nach dem Training (Follow-up, 6 Monate nach BTZ-Maßnahmenende) erfasst. Darüber hinaus werden die Auswirkungen auf die subjektive Reintegrationsprognose und den tatsächlichen Verbleib im ersten Arbeitsmarkt überprüft. Zur Beurteilung entsprechender Effekte wird eine Kontrollgruppe (treatment-as-usual am Standort Düsseldorf des BTZ Rhein-Ruhr) herangezogen.
Ein weiteres Projekt des LuF Gesundheitspsychologie startete am 01.09.2025 gemeinsam mit dem BFW Oberhausen unter dem Titel „Wissenschaftliche Begleitung und Evaluation von Teilhabe+3: Begleitprogramm zur beruflichen Rehabilitation für Menschen mit Übergewicht im BFW Oberhausen“. Die Laufzeit beträgt 24 Monate. Das ebenfalls von refonet geförderte Projekt zielt darauf ab, das im BFW Oberhausen eingeführte Begleitprogramm für Menschen mit Übergewicht „Teilhabe+3“ mit den Bausteinen „Bewegung“, „Ernährung“ und „Psychosoziale Beratung“ auf Ebene der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität mithilfe eines formativen und summativen Ansatzes zu evaluieren. Im Vordergrund steht – neben der Überprüfung der Umsetzung des Programms und der Zufriedenheit mit dem Programm – die Frage, ob das T+3-Programm Rehabilitand:innen mit Übergewicht bei einer nachhaltigen Lebensstiländerung unterstützt und dazu beiträgt, ihre psychologische Befindlichkeit zu verbessern. Das erste Austauschtreffen zwischen dem BFW Oberhausen und dem LuF Gesundheitspsychologie fand am Freitag, den 19.09.2025, in Oberhausen statt.
Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit und spannende Ergebnisse!
DFG funds new research unit “Bilingual Flexibility – The Psychology of Language Control” at the institute!
Great news: The DFG (Deutsche Forschungsgesellschaft) funds the new research unit “Bilingual Flexibility – The Psychology of Language Control”! Bilingual flexibility describes a bilingual’s ability to flexibly select the correct language as required by a specific situation. The goal of this research unit is to enhance our understanding of the cognitive mechanisms underlying bilingual flexibility.
The research unit consists of seven separate research projects, all led by researchers affiliated with RWTH Aachen University: Prof. Dr. Anna K. Kuhlen, Prof. Dr. Iring Koch, Prof. Dr. Thomas Günther, Prof. Dr. Stefan Heim, Prof. Dr. Andreas B. Neubauer, Dr. Andrea M. Philipp, Dr. Tanja C. Roembke, and Prof. Dr. Sabine J. Schlittmeier. The projects tackle different aspects of bilingual flexibility with a broad range of cognitive, neuroscientific and developmental approaches. The projects will be completed in collaboration with leading international researchers on bilingualism: Prof. Dr. Angela de Bruin (University of York), Prof. Dr. Mathieu Declerck (Vrije Universiteit Brussel), and Prof. Dr. Zofia Wodniecka (Jagiellonian University).
We congratulate Prof. Dr. Anna Kuhlen, the spokesperson of the research unit, and Prof. Dr. Iring Koch, the deputy spokesperson, for leading the research team to this success and are excited for the work that they will complete in the next four years in Aachen!
For official press announcement please see here: https://www.dfg.de/de/service/presse/pressemitteilungen/2025/pressemitteilung-nr-31
60. Jahrestagung der DGSMP an der Charité in Berlin
Das LuF Gesundheitspsychologie war durch Ann-Kathrin Grotenburg auf der 60. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP) zum Thema „Teilhabe und Ko-Kreation“ vertreten. Der Kongress tagte vom 17. Bis zum 19. September am Charité Klinikum Virchow im Westen Berlins. Ann-Kathrin Grotenburg durfte Ergebnisse aus Ihrem Promotionsvorhaben zum Thema Aufsuchen professioneller Hilfe durch Männer mit Depressionen am Mittwochnachmittag in der Session „Gesundheitliche Risiken und Ressourcen“ als Vortrag präsentieren.
