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IT Center Blog

Rückblick auf das MoodleCafé zur Lernraumgestaltung

14. Januar 2026 | von
RWTH MoodleCafé

Quelle: Eigene Darstellung

Studierende werden es kennen: Lernräume in RWTHmoodle enthalten entweder Zusammenfassungen der jeweiligen Vorlesung oder des Seminars oder sind ein Sammelsurium aus Inhalten. Zudem gibt es auch verschiedene Möglichkeiten, interaktiv die Lerninhalte zu vertiefen oder Aufgaben abzugeben. Zwar gehören Forum, Aufgaben und Tests zu den meistgenutzten Aktivitäten. Doch Moodle bietet noch viel mehr, um Studierenden das Lernerlebnis zu erleichtern. Im fünften MoodleCafé stand daher die Lernraumgestaltung im Fokus. Anhand von zwei Praxisbeispielen wurde gezeigt, wie Gestaltungsprinzipien sinnvoll umgesetzt werden können.

 


Designprinzipen Moodle

Quelle: Eigene Darstellung

Lernraum mit Struktur und klaren Zielen

Im ersten Praxisbeispiel stellte Dr. Sarah Heinemann vom Lehrstuhl für Deutsche Sprache der Gegenwart ihren Lernraum aus ihrem Seminar der Sprach- und Kommunikationswissenschaft vor. Der Lernraum ergänzt die Präsenzveranstaltung und dient so nicht nur als Ablage von Präsentationen. Er bietet den Studierenden auch einen Ort zur Nachbearbeitung, wenn sie beispielsweise an der Präsenz-Veranstaltung nicht teilnehmen konnten. Gleichzeitig wird der Lernraum aber auch zum Lernen und Austausch genutzt. Interaktive Inhalte werden dabei sowohl im Seminar, also in Präsenz, verwendet als auch außerhalb des Präsenztermins. Während des Seminars können die Studierenden beispielsweise eine Lektion im Lernraum über einen QR-Code aufrufen. Auf diese Weise wird der Lernraum aktiv in die Präsenzveranstaltung eingebunden. Eine in dem Lernraum beliebte Aktivität ist das „Board“. Hier werden anonym interessante Inhalte gesammelt, die thematisch zum Seminar passen.

Der Lernraum soll auch als Wegweiser für die Studierenden dienen. Es gibt beispielsweise eine Übersicht über das Kursprogramm und das Lernziel ist klar definiert. Kontaktdaten der Dozierenden sind in einem Block in der rechten Seitenleiste zu finden, ebenso wie die Termine zu den Sprechstunden. Zur besseren Übersicht wurde das Ein-Themen-Format eingerichtet. Auf diese Weise sind nicht alle Inhalte auf einer einzigen Seite gelistet, sondern thematisch geordnet auf eigenen Unterseiten.

Ein Lernraum zur Unterstützung von Abschlussarbeiten

Im zweiten Beispiel zeigte Lena Schlumbohm vom Institut für Technologie- und Innovationsmanagement, dass RWTHmoodle auch als Stütze für die Phase während der Abschlussarbeit genutzt werden kann. Zum einen ist das wissenschaftliche Arbeiten ein Thema des Lernraums. Zum anderen soll auch der Austausch zwischen den Studierenden untereinander und mit ihren Betreuer*innen gefördert werden. So erhalten die Studierenden Feedback oder können auch selbst Feedback geben. In kleinen Lektionen lösen die Studierenden kurze Quizze und erhalten durch das Bearbeiten und Abschließen verschiedener Aktivitäten Badges.

Der Lernraum ist visuell ansprechend gestaltet und in Form von kurzen Comics werden die Studierenden durch den Lernraum und die oft auch schwierige Phase der Abschlussarbeit geleitet. Neben Tipps und Hilfen zum wissenschaftlichen Arbeiten gibt es auch Informationen zu Beratungsangeboten an der RWTH. In einem regelmäßig stattfindenden Austausch über Zoom treten die Studierenden und Betreuer*innen in persönlichen Kontakt, um beispielsweise Fragen zu stellen. Es werden also Selbstlerneinheiten mit persönlichem Austausch kombiniert.

Indem verschiedene Gestaltungsprinzipien angewendet werden, kann ein Lernraum zu einem Mehrwert für die Studierenden werden. Das Rad muss auch nicht jedes Semester neu erfunden werden. Durch den Kursimport kann ein Kurs wiederverwendet und mit anderen Inhalten befüllt werden.

 

Ausblick: Das nächste MoodleCafé

Im nächsten MoodleCafé am 27. Januar 2026 stellen Dr. Anja Zierhut und Peter Kleber vom Service Center Chemie ihre Kursgestaltung näher vor. Diese Lernräume richten sich an Studienanfänger*innen der Chemie und ermöglicht ihnen, in RWTHmoodle auf spielerische Weise ihre Chemiekenntnisse aufzufrischen, in dem sie zahlreiche Moodle-Aktivitäten wie Quizze, Bücher und das Gamification-Tool Stash entdecken, eingebettet in eine gelungene optische Gestaltung.

Dieses Format richtet sich an alle interessierten Lehrenden und Hilfskräfte, die nach neuen Moodle-Ideen für ihre Lehre suchen oder ihre Lernräume optimieren möchten. Dadurch wird die Möglichkeit, geboten, Anregungen für die eigene Lehre zu erhalten und in den direkten Austausch mit Kolleg*innen zu treten.

Das MoodleCafé findet am 27. Januar 2026 um 14 Uhr via Zoom statt. Die Anmeldung erfolgt über die Veranstaltungsdatenbank. Anschließend werden die Zugangsdaten an die hinterlegte E-Mail-Adresse geschickt.

Wenn ihr euch für Best Practices interessiert und die bisherigen Termine zum MoodleCafé verpasst habt, könnt ihr euch im zugehörigen Lernraum selbst einschreiben und die aufgezeichneten Vorstellungen anschauen. Dort findet ihr auch zu jedem Thema weiterführende Informationen.

Ihr möchtet ein eigenes Best Practice vorstellen? Dann meldet euch gerne bei der RWTHmoodle-Beratung.


Verantwortlich für die Inhalte dieses Beitrags sind Verena Grouls und Valentin Koser.

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