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IT Center Blog

Das Ende einer Ära – Der Druckservice im IT Center schließt seine Türen

23. September 2026 | von
Collage der auseinandergebauten Druckereinzelteile beim Reperaturversuch

Quelle: Eigene Darstellung

Über viele Jahrzehnte hinweg bot der Druckservice des IT Centers professionelle Drucklösungen für die Institute und Lehrstühle der RWTH Aachen an. Leider wird es den Druckservice, wie wir ihn kennen, bald nicht mehr geben. In diesem Blogbeitrag erfahrt ihr, was hinter dem Abschied des Druckservice steckt und wie es jetzt weitergeht.

 

Unser Druckservice

Printmedien sind weiterhin ein wichtiger Bestandteil der wissenschaftlichen Arbeit. An der RWTH wurde der Druckbedarf bisher über die Hausdruckerei der Zentralen Hochschulverwaltung und den Druckservice des IT Centers gedeckt. Während die Hausdruckerei Druckaufträge bis zum Format DIN A3 durchführt, war der Druckservice für großformatige Drucke zuständig.
Mit den Farbtintenstrahlplotter Pro-4000S und Pro-6000S ausgestattet, wurden zahlreiche Poster und Banner für Tagungen, Begehungen, Events, Präsentationen und vieles mehr gefertigt.
Unser Druckservice-Team hat sich stets bemüht einen hervorragenden Kundenservice zu bieten. Durch eine zuverlässige Beratung und Kommunikation konnten auch kurzfristige Anliegen realisiert werden. Doch all das ist nur möglich, wenn die Hardware mitspielt.

 

Der Anfang vom Ende

Im Sommer 2025 bemerkten wir im Druckservice einen besonders hohen Verbrauch an Druckertinte. Besonders die Cyan-Tinte, die für das RWTH-Blau zuständig ist, wurde immer schneller verbraucht. Patronen, die einen Monat aushalten sollten, waren in innerhalb einer Woche leer. Aufgrund der Lieferzeiten neuer Tintenpatronen kam es zu Rückständen bei den Aufträgen.
Als es Anfang Januar zu einem technischen Betriebsausfall kam, bemühte sich unser Druckservice-Team eine Lösung für das Tintenproblem zu finden. Durch einige einfallsreiche Sparmaßnahmen gelang es den Betrieb kurzfristig wieder aufzunehmen.

 

Eine Kettenreaktion

Von Februar bis März stabilisierte sich die Lage. Leider kam es im März zu einem Rückschlag: Einer der Plotter ließ sich aufgrund eines Hardwarefehlers nicht mehr hochfahren. Mit nur einem funktionsfähigen Plotter konnte der Betrieb nur mit Einschränkung fortfahren. Anfang Juni ließ sich auch der zweite Plotter nicht mehr einschalten.

 

Der Rettungsversuch

Eine professionelle Reparatur war bei den zehn Jahre alten Modellen leider nicht mehr möglich und eine Neubeschaffung für das IT Center nicht sinnvoll. So beschloss unser Druckservice-Team sich selbst an der Reparatur zu versuchen. Der erste Schritt: die Ursache für den Hardwarefehler finden. Ein Blick ins Innere der Plotter gab schnell Aufschluss – die Wannen unterhalb des Tintensystems waren komplett mit Farbe vollgelaufen. Damit war auch das Rätsel um den hohen Tintenverbrauch gelöst. Die Wannen waren so voll mit Tinte, dass die Zahnräder, die das Tintensystem steuern mit Farbe verschmutzt wurden und einen Sensorfehler ausgelöst haben. Der erste Lösungsansatz war es also, zunächst die Wannen und die Zahnränder zu säubern. Anschließend galt es, das Leck zu finden.
Nachdem der Plotter komplett auseinander gebaut war, fand das Druckservice-Team im Tintenzulauf löchrige Dichtungen. Doch hier präsentierte sich schon das nächste Problem: Für solche Kleinteile eines über zehn Jahre alten Gerätes werden keine Ersatzteile mehr produziert.
Da die Plotter aus der gleichen Baureihe stammen und somit die gleichen Tintensysteme haben, kam unser einfallsreiches Druckservice-Team auf die Idee aus den zwei defekten Plottern einen funktionsfähigen zu basteln. Aus den Teilen der vier defekten Tintensysteme konnten zwei funktionsfähige Tintensysteme gebaut werden. Der Hardwarefehler war somit gelöst. Doch beim Probedruck kam der nächste Rückschlag: die Farbkalibrierung funktionierte nicht mehr. Ein Problem, für das wir bis jetzt keine Lösung gefunden haben.

 

Wie geht es weiter?

Nach eingehender Analyse und diverser Reparaturversuche mussten wir uns nun leider eingestehen, dass die Geräte aufgrund ihres hohen Alters und vielfältiger bestehender Defekte irreparabel sind.
Im Zuge der Überlegung zum Erhalt des Services an der RWTH zeichneten sich allerdings sehr schnell Synergie-Effekte mit der Hausdruckerei der ZHV ab.
Nach Abstimmung mit dem Dezernat 5.0 sind wir gemeinsam zu dem Entschluss gekommen, dass eine Verlagerung des Services zur Hausdruckerei und damit zur Schaffung einer zentralen Anlaufstelle für Druckerzeugnisse an der RWTH sinnvoll und für die Kundschaft von Vorteil ist.
Die Hausdruckerei der Hochschule beabsichtigt den Druckservice in Kürze in Betrieb zunehmen, so dass dann auch wieder ein Plotten zu ähnlich einfachen Rahmenbedingungen möglich sein wird.

Weitere Informationen zum neuen Druckservice werden vom Dezernat 5.0 bekanntgegeben.
Wir bedanken uns bei allen Instituten, Lehrstühlen und Organisationen der RWTH, die den Druckservice genutzt haben, für ihr Vertrauen und die langjährige Treue.


Verantwortlich für die Inhalte dieses Beitrags ist Masimba Koschke.

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