
Quelle: SIGUCCS Webseite
Vom 12. bis 15. April 2026 fand die jährliche Konferenz der ACM Special Interest Group on University and College Computing Services (SIGUCCS) in Philadelphia statt. Die Veranstaltung bringt seit vielen Jahren IT-Expert*innen aus Hochschulen weltweit zusammen, um sich über Entwicklungen rund um IT-Services, Supportstrukturen und den Einsatz neuer Technologien auszutauschen. Neben klassischen Vorträgen umfasst das Programm auch Workshops, Panels und interaktive Formate, die gezielt den fachlichen Austausch fördern. Auch das IT Center war in diesem Jahr mit zwei Beiträgen vertreten.
Inhalte der Konferenz
Ein Blick in das Konferenzprogramm zeigt die große Bandbreite aktueller IT-Themen im Hochschulumfeld. Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen bildeten Beiträge zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz wenig überraschend einen inhaltlichen Schwerpunkt. KI hält mittlerweile in vielen Bereichen der Hochschul-IT Einzug und wirft dabei neue Fragestellungen auf. Es wurden aber auch weitere Themenfelder behandelt, darunter die Weiterentwicklung von IT-Service-Strukturen, die datenbasierte Entscheidungsfindung sowie Fragen der Zusammenarbeit, Führung und Qualifizierung von Mitarbeitenden.
Es wurde deutlich, wie stark sich IT-Services im Hochschulkontext im KI-Zeitalter weiterentwickeln. Die Entwicklung reicht von klassischen Supportaufgaben bis hin zu strategischen und integrativen Rollen, die alle Bereiche von Lehre, Forschung und Verwaltung einbeziehen.
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Beiträge aus dem IT Center
Zwei KI-Projekte des IT Centers wurden von den Sprechern Bernd Decker und Robin Jakobitz auf der Konferenz vorgestellt. Getragen werden die Projekte von mehreren Teams des IT Centers und des Centers für Lehr- und Lernservices, deren Expertise und enge Zusammenarbeit diese Entwicklungen erst ermöglichen.
Im ersten Beitrag wurde mit dem Projekt „Ritchy“ ein Ansatz für einen KI-gestützten Chatbot zur Unterstützung des IT-Supports an Hochschulen vorgestellt. Der Ansatz kombiniert generative KI und Retrieval Augmented Generation mit einer systematischen menschlichen Qualitätssicherung, wodurch sich Supportprozesse effizient skalieren lassen, ohne an Qualität zu verlieren. Im produktiven Einsatz, neben den bewährten Supportkanälen des IT Centers, zeigt „Ritchy“ eine hohe Nutzerzufriedenheit und wird durch strukturierte Review-Prozesse kontinuierlich weiterentwickelt. Das dazugehörige Paper findet ihr auf der Webseite der ACM.
Der zweite Beitrag beschäftigte sich mit der hochschulübergreifenden Bereitstellung von KI-Infrastruktur. Am Beispiel von KI:connect.nrw wurde gezeigt, wie ein Plattformansatz gemeinsame Nutzung, schnelle Integration und nachhaltige Zusammenarbeit zwischen Hochschulen ermöglicht. Nähere Infos dazu könnt ihr dem Paper entnehmen.
Internationaler Austausch als zentraler Mehrwert
Neben den fachlichen Inhalten war insbesondere der internationale Austausch ein zentraler Bestandteil der Konferenz. Wir haben uns sehr über das große Interesse an unseren Projekten gefreut und konnten zahlreiche Gespräche mit internationalen Kolleg*innen führen.
Gerade dieser Dialog über Institutions- und Ländergrenzen hinweg ist essenziell, um voneinander zu lernen, neue Perspektiven zu gewinnen und gemeinsame Lösungen weiterzuentwickeln. Wir hoffen, den Teilnehmenden wertvolle Einblicke gegeben zu haben und haben gleichzeitig selbst viele neue Impulse und Ideen mit zurück nach Aachen genommen.
Verantwortlich für die Inhalte dieses Beitrags ist Robin Jakobitz.



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