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Das Schaltjahr 2024

29. Dezember 2023 | von
Flacher Schreibtischkalender und eine Uhr

Quelle: Freepik

Alle Jahre wieder… oder eher alle vier Jahre wieder.

Das kommende Jahr 2024 hält einen weiteren Tag für uns bereit – den 29. Februar.

Aber, was ist ein Schaltjahr und warum gibt es das?

Er tritt grundsätzlich nur alle vier Jahre auf, jedoch gibt es auch einige Ausnahmen. In diesem Blogbeitrag erfahrt ihr mehr zu den Hintergründen von Schaltjahren, wie diese berechnet werden und warum es sie überhaupt gibt.

 

 

Faktencheck

Um über die Einführung eines zusätzlichen Tages, dem sogenannten Schalttag zu sprechen, muss man weit in der Zeit zurückgehen. Schon im alten Rom wurde von Gaius Julius Caesar ein Kalender eingeführt. Ein Kalender ist für uns nicht mehr wegzudenken. Ob zum Vereinbaren von Terminen oder um unsere Feiertage zu terminieren. Kein allgemein gültiger Kalender – undenkbar.

Bei der Berechnung der Tage hat immer schon der Mond- und der Sonnenzyklus eine große Rolle gespielt. 45 v. Chr. wurde von Gaius Julius Caesar ein stimmiger Kalender erstellt.

Da die Erde exakt 365 Tage, fünf Stunden, 48 Minuten und 46 Sekunden zum Umkreisen der Sonne benötigt. Dieser Zeitraum wird auch als das Sonnenjahr bezeichnet und beschreibt die Zeit, in der die Erde alle Jahreszeiten durchläuft. Somit fehlten dem Jahr immer knapp sechs Stunden. Diese wurden durch einen Schalttag, alle vier Jahre, kompensiert. Das sogenannte Sonnenjahr wurde also fast erreicht und war lediglich jährlich nun um 11 Minuten und 14 Sekunden zu schnell. Dieser Kalender wurde „Julianische Kalender“ genannt.

 

Gregorianische Kalender

Diese kleine Diskrepanz von 11 Minuten und 14 Sekunden scheint an erster Stelle wenig, hat aber zu extremen Maßnahmen geführt. Durch das minimale vorzeitige Enden der Jahre hat sich der Kalender bis ins 16. Jahrhundert um 10 Tage verschoben. Papst Gregor XIII nahm sich schlussendlich diesem Problem an und nahm im Jahr 1582 10 Tage aus dem Kalender. Zwar wurde so der Rückstand aufgeholt und der Kalender war wieder intakt, jedoch verschoben sich dadurch festgelegte Tage.

Daraus ergab sich die Regelung Schalttage in Jahrhundertwenden zu überspringen, die durch 100 teilbar sind wie beispielsweise das Jahr 1900. Es gibt aber Ausnahmen: wenn das Jahrhundertjahr durch 400 teilbar ist, gilt das Jahr als Schaltjahr, wie es beispielsweise im Jahr 2000 der Fall war. Aber auch, wenn die Jahreszahl ohne Rest durch 4 geteilt werden kann, ist es ein Schaltjahr.

Klingt kompliziert, sorgt aber dafür, dass das Jahr fast an das Sonnenjahr angeglichen wird. Ein Jahr hat demnach 365,2425 Tage und ist somit nur eine halbe Minute länger als ein Sonnenjahr.

Für die Zukunft gesprochen bedeutet das, dass der Gregorianische Kalender in 3.300 Jahren um einen Tag vom natürlichen Sonnenjahr abweicht.

Außerdem müssen wir bedenken, dass sich ohne das Schaltjahr langsam, aber sicher die Jahreszeiten verschieben würden, sodass nach mehreren Hundert Jahren der Sommer auf der Nordhalbkugel im Dezember beginnen würde!

Aber warum genau im Februar? Nun, der Februar war auch damals schon der kürzeste Monat. Deswegen wurde einfach der Entschluss gefällt den Februar, um einen Tag zu verlängern.

Das kommende Jahr 2024 bringt uns also extra 24 Stunden und manchen vielleicht sogar den langersehnten Geburtstag am 29.Februar!

 


Verantwortlich für die Inhalte dieses Beitrags ist Merrit Mielke.

 

Quellen:

[1] ARD

[2] NATIONAL GEOGRAPHIC

[3] Universität Konstanz

[4] RUHR 24

[5] Deutschlandfunk

[6] Rheinische Post

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