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Moodle Hochschultreffen 2026

15. April 2026 | von
RWTH moodle Hochschultreffen

Quelle: Felix Huber, TH Rosenheim

Anfang März ging es für unsere Kolleg*innen vom Center für Lehr- und Lernservices (CLS) nach Rosenheim. Dort fand vom 2. bis 4. März das Moodle Hochschultreffen statt, organisiert von der TH Rosenheim mit Unterstützung des Vereins „Moodle an Hochschulen e. V“. Rund 150 Teilnehmende aus Deutschland sowie aus Österreich und der Schweiz kamen in die oberbayrische Stadt. Gastgeber der diesjährigen Veranstaltung war die Technische Hochschule Rosenheim.

 

 

Ziel des Hochschultreffens war es, gemeinsam an der Weiterentwicklung der digitalen Lehre zu arbeiten. Dieses Ziel spiegelte sich sowohl in den insgesamt 31 Sessions als auch im informellen Austausch, etwa bei gemeinsamen Mahlzeiten oder einer Brauereiführung, wider.

 

Kurstemplates: Entwicklungen und Erfahrungen aus dem Piloteinsatz

Auch die RWTH war mit einer eigenen Session vertreten. Valentin Koser vom Center für Lehr- und Lernservices (CLS) stellte die Entwicklungen und Erfahrungen aus der Pilotphase zu den Kurstemplates vor. Im Fokus standen sowohl der Entstehungsprozess der Vorlagen als auch erste Erkenntnisse aus der bisherigen Nutzung. Der Vortrag stieß bei den Teilnehmenden auf großes Interesse und führte zu ersten Ansätzen für eine weiterführende Zusammenarbeit.

Gezeigt wurde unter anderem, wie die Kursvorlagen entwickelt werden: Als Grundlage für die Vorlagen dienten die Ergebnisse der jährlichen Moodle Nutzendenbefragung sowie Befragungen innerhalb der Fachschaften. Auf dieser Basis wurde anschließend analysiert, welche Anforderungen Lehrende und Studierende an einen Lernraum haben und welche Funktionen priorisiert werden.

Die Befragungen zeigen, dass Lehrende sich vor allem flexible Vorlagen wünschen, die sich an individuelle Bedürfnisse anpassen lassen. Gleichzeitig ist ihnen wichtig, multimediales und interaktives Lernen zu ermöglichen. Diese Anforderungen decken sich weitgehend mit den Erwartungen der Studierenden. Darüber hinaus legen beide Gruppen großen Wert auf klar strukturierte Lernräume.

Auf Basis dieser Erkenntnisse wurden in mehreren  Entwicklungsphasen Kursvorlagen erstellt, die seit dem Sommersemester 2025 im Rahmen einer Pilotphase getestet werden.

 

AG Plugins

Innerhalb des Vereins bilden sich sogenannte Arbeitsgemeinschaften. Diese bringen themenspezifisch Expert*innen aus den Mitgliedshochschulen zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, Anforderungen zu bündeln und die Weiterentwicklung von Moodle sowie digitaler Lehre kollaborativ voranzutreiben. Die Themen sind dabei vielfältig. Unter den verschiedenen Arbeitsgemeinschaften gibt es beispielsweise die AG Plugins, die sich mit der Entwicklung, Pflege und Integration von Erweiterungen für Moodle beschäftigt.

RWTH moodle Hochschultreffen

Quelle: Felix Huber, TH Rosenheim

Harald Schnurbusch, Leiter der Abteilung Lernplattformen, Evaluation, Assessment & Analytics (LEA) am CLS, ist Sprecher der AG Plugins und berichtete über den aktuellen Arbeitsstand der AG. Die Zusammenarbeit innerhalb der AG zielt darauf ab, unter anderem gemeinsam finanzierte Entwicklungen zu ermöglichen und insgesamt zu effizientere Entwicklungsprozesse zu fördern. Aktuell arbeitet die sogenannte Pluginwerkstatt an einer Übersicht empfehlenswerter Plugins, die Hochschulen als Entscheidungshilfe dienen soll. Ziel ist es, Transparenz zu schaffen und die Auswahl geeigneter Plugins zu erleichtern.

Die Empfehlungen basieren auf verschiedenen Kriterien wie der Verbreitung im D-A-CH-Raum, Funktionalität, Zuverlässigkeit, unterstützten Moodle-Versionen, regelmäßiger Pflege, vorhandener Dokumentation sowie Aspekten wie DSGVO-Konformität und Barrierefreiheit. Gleichzeitig steht die Frage im Fokus, wie Hochschulen stärker kooperieren können – etwa durch die Bündelung von Ressourcen, die Abstimmung gemeinsamer Bedarfe oder den koordinierten Einsatz externer Dienstleister. Auf diese Weise sollen Entwicklungsaufwände reduziert und Doppelentwicklungen vermieden werden.

 

Weitere Themen

Neben diesen Schwerpunkten wurden zahlreiche weitere Themen behandelt. So spielte beispielsweise Künstliche Intelligenz (KI) in mehreren Sessions eine Rolle, etwa mit Blick auf ihren Einsatz in der Lehre. Die TH Rosenheim untersucht beispielsweise aktuell, wie sich Daten aus den Learning Analytics nutzen lassen, um eine KI zu trainieren, die Studierenden Empfehlungen zum weiteren Lernen gibt.

Darüber hinaus boten die Sessions Raum für Erfahrungsaustausch sowie für die Vorstellung neuer und bestehender Plugins, beispielsweise BookIt zur Prüfungsbuchung oder einem Plugin zur Verwaltung des Lifecycles von Nutzenden.

Das nächste Hochschultreffen findet im kommenden Jahr in Nordrhein-Westfalen statt. Gastgebende Hochschule ist dann die TU Dortmund.


 

Verantwortlich für die Inhalte dieses Beitrags sind Verena Grouls und Stéphanie Bauens.

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