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Die SupercomputingAsia (SCA) ist die größte Konferenz im Bereich High Performance Computing (HPC) für die globale Supercomputing Community in Asien. In diesem Jahr fand die SCA gemeinsam mit der International Conference on High Performance Computing in the Asia-Pacific Region (HPCAsia) in Osaka, Japan, statt. Mehr als 2.500 Teilnehmende aus 45 Ländern und Regionen nahmen an der SCA/HPCAsia 2026 teil, um aktuelle Forschungsergebnisse, technologische Entwicklungen und zukünftige Trends im Supercomputing zu diskutieren. Die Hauptredner*innen beleuchteten wichtige Entwicklungen für die Konvergenz von HPC, KI und Quantencomputing.
Das IT Center war mit drei Teilnehmenden vertreten, die sich mit internationalen Expert*innen austauschten und durch die Präsentation aktueller Forschungsergebnisse zu HPC & KI sowie Energieeffizienz einen wichtigen Beitrag zu den Workshops der Konferenz leisteten.
Wissenschaftliche Beiträge in Workshops
Fabian Orland stellte auf dem Workshop „Multi-Scale, Multi-physics, Coupled Problems and AI-enhanced simulations on HPC (MMCP)“ wichtige Ergebnisse zum Thema „Hybrid Inference Optimization for AI-Enhanced Turbulent Boundary Layer Simulation on Heterogeneous Systems” vor. Der vorgestellte Ansatz führt die Inferenz eines TBL-Transformers während einer gekoppelten KI-gestützten Simulation kooperativ auf CPUs und GPUs aus und nutzt so aktuelle heterogene Hardwaresysteme voll aus, was zu deutlich reduzierten Laufzeiten und einer verbesserten Energieeffizienz führt. Diese Erkenntnisse sind das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Aerodynamik und dem Lehrstuhl für Strömungsmechanik (AIA) an der RWTH Aachen, dem Jülich Supercomputing Centre (JSC) und dem Lehrstuhl für Hochleistungsrechnen des IT Centers im Rahmen des National High-Performance Computing Center for Computational Engineering Science (NHR4CES) und unterstützen zukünftige Forschungsarbeiten zur Energieeinsparung und zur Reduzierung der Emissionen umweltschädlicher Treibhausgase.
Auf dem Workshop „Energy Efficient HPC State of the Practice (EE HPC SOP)“ stellte Christian Wassermann Erkenntnisse aus der gemeinsamen Arbeit zum Thema „Leveraging NVML GPM for NVIDIA GPU Monitoring“ vor. Die Arbeit ermöglicht die Beobachtbarkeit von Nutzendenanwendungen auf Systemebene durch die Bereitstellung eines leichtgewichtigen, open-source Monitoring-Tools, welches die NVML-GPM-API nutzt. Der Nutzen der gesammelten Daten wird anhand von drei Anwendungsbeispielen hervorgehoben: zur Bewertung der Leistung von GPU-Kernel-Ausführungen, zur Modellierung des GPU-Energieverbrauchs von Anwendungen und zur Analyse der gesamten Cluster-Auslastung. Es wird eine Validierung der verfügbaren Metriken durchgeführt und eine Nachverarbeitungsmethodik vorgeschlagen, um den Wert der NVML-GPM-Daten für Erkenntnisse auf Anwendungsebene zu steigern. Diese Methoden ermöglichen ein genaueres Verständnis von Machine Learning Anwendungen, um eine effiziente Nutzung der verfügbaren Rechenressourcen sicherzustellen.

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Asiatischer HPC-Infrastruktur-Workshop
Im Vorfeld der SCA/HPCAsia 2026 veranstaltete das RIKEN Center for Computational Science (R-CCS) den „Asian HPC Infrastructure Workshop 2026“, bei dem Fachleute für die Planung und den Betrieb von HPC-Rechenzentren zusammenkamen, um die neuesten Infrastrukturtrends und -technologien zu diskutieren. Christian Wassermann stellte aktuelle Ansätze zum Thema Nachhaltigkeit der HPC Sustainability Working Group vor: Die Gruppe arbeitet an der Definition einer neuen Nachhaltigkeitskennzahl für Rechenzentren, die den Einsatz erneuerbarer Energien fördert, die Effizienz der Kühlinfrastruktur berücksichtigt und höhere Cluster-Auslastungsraten begünstigt.
Wenn ihr an den Diskussionen teilnehmen oder über aktuelle Entwicklungen im Bereich HPC-Nachhaltigkeit auf dem Laufenden bleiben möchtet, schaut gerne beim HPC Sustainability Interest Form vorbei. Da wir die teilnehmenden Organisationen diversifizieren möchten, sind neue Mitglieder aus allen Ländern herzlich willkommen, einen Beitrag zum gemeinsamen Ziel der Reduzierung der globalen CO₂-Emissionen im Zusammenhang mit dem Betrieb von HPC-Ressourcen zu leisten.
Besuch beim Supercomputer „Fugaku“
Bei einem Rundgang durch das R-CCS war die Größe von Japans Flaggschiff-Cluster „Fugaku“ beeindruckend. Aufgrund der hohen seismischen Aktivität in Japan musste besonders darauf geachtet werden, das IT-Equipment auf großen Federn zu positionieren, die die Auswirkungen seismischer Aktivitäten dämpfen. In Verbindung mit einer angemerkten niedrigen Ausfallrate individueller Komponenten sind solche zuverlässigen Rechenressourcen für den Fortschritt der wissenschaftlichen Forschung entscheidend.
Da Fugaku in einer Zeit vor KI (oder zumindest in der frühen KI-Ära) konzipiert wurde, wird es spannend zu sehen sein, welche KI-orientierten Innovationen in FugakuNEXT integriert werden, Japans Flaggschiff-Supercomputer der nächsten Generation, der voraussichtlich um 2030 in Betrieb genommen wird.

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In Japan trifft Geschichte auf Moderne
Während unseres gesamten Aufenthalts in Japan wurde uns bewusst, wie gut es Japan gelingt, seine Geschichte zu würdigen, ohne dabei wichtige neue Trends zu verpassen. Der Slogan auf dem Tokyo Tower bringt diese Einstellung gut zum Ausdruck: das Alte wiederentdecken, das Neue lernen. Um wissenschaftlich voranzukommen, müssen wir stets ein Gleichgewicht finden zwischen dem Zurückgreifen auf existierende Erkenntnisse als Grundlage für neue Entwicklungen und der Neubewertung früherer Forschungssackgassen, wenn sich die äußeren Bedingungen ändern. Selbst architektonisch gelingt es in Japan, historische Stätten und moderne Wolkenkratzer harmonisch miteinander zu verbinden.

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Ausblick auf zukünftige Kooperationen und die ISC 2026
Mit den neuen Kontakten, die wir in Japan geknüpft haben, freuen wir uns darauf, neue Kooperationen im asiatisch-pazifischen Raum aufzubauen. Selbstverständlich wird die bestehende Partnerschaft zwischen NHR und JHPCN, dem Joint Usage/Research Center for Interdisciplinary Large-scale Information Infrastructures in Japan, fortgesetzt und durch gemeinsame Forschungsvorhaben im Jahr 2026 vertieft.
Da die ISC 2026 vor der Tür steht, freuen wir uns darauf, euch an unserem NHR-Verein-Messestand J10 begrüßen zu dürfen. Ihr könnt euch über unsere Entwicklungen auf dem Laufenden halten, indem ihr uns auf LinkedIn folgt und den RSS-Feed unseres IT-Center-Blogs abonniert.
Verantwortlich für die Inhalte dieses Beitrags sind Fabian Orland und Christian Wassermann.



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