Kategorie: ‘FDM’
Objekt-Speicher für das Gemeinschaftslabor für Elektronenmikroskopie (GFE)

Quelle: GFE der RWTH Aachen
Objekt-Speicher ist eine relativ neue Art von Speichersystemen. Hier existieren keine konventionellen Dateisysteme, sondern jede Datei wird als individuell identifizierbares Objekt gespeichert und verwendet. Aus diesem Unterschied resultieren einige Besonderheiten, die Objekt-Speicher als besonders geeignet für Forschungsdatenmanagement (FDM) erscheinen lassen. So sind alle am Markt verfügbaren Systeme in Geschwindigkeit und Kapazität im laufenden Betrieb erweiterbar. Außerdem erlaubt die Technik sogenannte geoverteilte Redundanz, also eine Absicherung der Services und vor allem der gespeicherten Daten auch gegen den Ausfall eines Standortes. Mit konventioneller Technik könnte dies nur mit einer kompletten Verdoppelung des Speichervolumens und einer Datenspiegelung erreicht werden.
In den letzten Monaten hat das IT Center auf seiner Serverhosting-Infrastruktur eine Testumgebung eines Objekt-Speichers aufgebaut und funktionale Tests durchgeführt. Diese sind erfolgreich verlaufen, so dass das IT Center nun aus Eigenmitteln eine Pilot-Infrastruktur in der Größenordnung von 100 TB realisiert, um hiermit die Umsetzung von FDM weiter voranzutreiben.
Zu den ersten Pilot-Nutzern wird das Gemeinschaftslabor für Elektronenmikroskopie (GFE) gehören.
Moderne Elektronenmikroskope erzeugen aufgrund der neuen Generation schneller Detektoren in Kombination mit neuen analytischen Verfahren hohe Datenmengen. So wird z.B. an jedem Bildpunkt nicht nur eine Intensität, sondern ein kompletter Datensatz aus Beugungsintensitäten und spektroskopischen Daten hinterlegt, wodurch multidimensionale Datensätze mit hohen Anforderungen an die Speicherkapazität entstehen.
Diese erzeugten Daten und die beschreibenden Metadaten sind prototypisch für idealerweise in Objekt-Speichern ablegbare Daten. Die durch diese Kooperation gemachten Erfahrungen auf Nutzer- und Betreiberseite werden wertvolle Erkenntnisse für den weiteren Auf- und Ausbau dieser Infrastruktur liefern sowie die funktionalen Anforderungen der Nutzer an den Objekt-Speicher noch genauer spezifizieren.
Durch die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen dem GFE und dem IT Center innerhalb dieses Pilotbetriebes wird auf die speziellen Bedarfe der Nutzer im Bereich FDM eingegangen, so dass das IT Center entsprechende angepasste Services anbieten kann.
Der neue Dienst „simpleArchive“ ist da!

Quelle: Pixabay
Seit dem 12.09.2017 ist der neue Dienst „simpleArchive“ im Regelbetrieb, der die nachhaltige Nutzung wissenschaftlicher Daten unterstützt. simpleArchive stellt eine innovative Antwort auf die globale, an die wissenschaftliche Community gestellte Anforderung dar, Forschungsdaten über den lokalen Kontext hinaus und im Rahmen einer kooperativen Forschungspraxis langfristig verfügbar zu machen.
Über ein Webinterface ermöglicht simpleArchive den einfachen Upload von Dateien bis zu 2 GB sowie deren Sicherung und erneute Bereitstellung. Die hochgeladenen Daten werden mit einem Persistent Identifier (PID) versehen. Anschließend werden die Dateien automatisiert ins zentrale Archiv-System der RWTH Aachen verschoben. Nutzende haben die Möglichkeit, archivierte Dateien wiederherzustellen und über einen temporären Link herunter zu laden oder mit anderen Personen zu teilen.
Die Anwendung simpleArchive wurde im Rahmen des Projekts „Forschungsdatenmanagement“ entwickelt und verbindet bereits bestehende IT-Dienste des IT Centers über eine einfache Oberfläche. Die beteiligten Dienste sind der „Archiv-Dienst“ zur Archivierung und der Dienst „GigaMove“, über den bereits archivierte Dateien heruntergeladen und – auf Wunsch – mit anderen Personen geteilt werden können. Der Vorteil ist, dass simpleArchive zwar Teil einer komplexen IT-Infrastruktur ist, es jedoch auf zeitgemäßen Webtechnologien basiert und in der Anwendung einfach zu bedienen ist.
Die Anwendung erreichen Sie über https://www.rwth-aachen.de/simplearchive
Weiterführende Dokumentation finden Sie auf IT Center Help.
Regelmäßige Sprechstunde zum Forschungsdatenmanagement an der RWTH Aachen University

Quelle: Pixabay
Die Projektgruppe Forschungsdatenmanagement (FDM), bestehend aus Mitarbeitenden der Universitätsbibliothek, der Zentralen Hochschulverwaltung und des IT Centers, bietet seit dem 03. August eine regelmäßige Sprechstunde zum Thema Forschungsdatenmanagement an. Inhaltliche Informationen hierzu finden Sie im Forschungsdatenmanagement-Blog.
Die Sprechstunde findet jeden Donnerstag um 9 Uhr in der Zentralbibliothek in Raum 509 statt. Zudem steht die FDM Projektgruppe telefonisch und per Mail zur Verfügung.
Weitere Informationen zum FDM finden Sie auf der nachstehenden Webseite:
Software Engineering-Messe der MATSE2015
Im Rahmen der Veranstaltung Software Engineering präsentierten die Mathematische-Technischen Softwareentwickler/innen / Scientific Programming (MATSE/SCP) des dritten Semesters ihre Projektarbeiten in einer Hausmesse – zum dritten Mal im IT Center. Das Foyer des Neubaus in der Kopernikusstr. 6 war gefüllt mit 112 Studierenden, die in 28 Gruppen Projekte der unterschiedlichsten Art präsentierten: Materialflusskontrolle, Simulationsassistent, Apps zur Hörsaalabstimmung, Übertragung von Bildern, Zeiterfassung und Erstellung von Fragebögen sind nur einige der vorgestellten Arbeiten.

Quelle: MATSE
Besonders aufgefallen ist das Projekt „Sitzplatzfinder in der Bahn“. Zur Demonstration des Ericsson Eurolab Projektes hat die Projektgruppe eine Sitzreihe der DB mitgebracht: um den Besuchern die Funktionstüchtigkeit ihres Projektes zu dokumentieren – eine App zeigt an, wenn ein Sitz leer ist, so dass ein Bahnkunde ihn schnell finden kann.
Eine andere Gruppe realisierte ein Projekt in Zusammenarbeit mit der Firma CAE Elektronik. Hier wurden in einem Flugsimulator verschiedene Objekte, wie Flugzeuge, Bodenfahrzeuge oder Schiffe, als Übungsszenarien für Piloten oder Fahrzeugführer in der Ausbildung in einer künstlichen dreidimensionalen Welt positioniert. Die Umgebung ist wandelbar, sodass immer wieder neue Szenarien für die Übenden erstellt werden können.
Ein drittes bemerkenswertes Projekt wurde durch den CTO des IT Centers in eine Gruppe gegeben: Ziel von Dr. Eifert war die Entwicklung eines Prototypen für die Möglichkeit, den DFN Zeitstempeldienst einfach bedienbar zu machen. Die Projektgruppe setzte dieses Ziel um – nun können auf Basis des DFN als Zertifikatsstelle beliebige elektronische Daten des Forschungsdatenmanagements zertifiziert werden.
Dies ist nur ein Ausschnitt – unerwähnt bleiben zahlreiche andere Gruppen. Seit 2010 erfolgt die Präsentation der Projektergebnisse in der Form der Hausmesse, die für alle interessierten Besucher offen ist. Die SWE-Messe war auch in diesem Jahr gut besucht – die Halle brummte vor geschäftiger Atmosphäre und Gesprächen, die Gruppen zeigten stolz ihre Ergebnisse. Diese Projektarbeit im Kleinen, die die Studierenden während der Veranstaltung Software Engineering erstellten, hat viele Lerneffekte: manch einer würde am Ende doch noch mal gerne von vorne anfangen… Die Gruppen wirken wie Teams zusammen, so wird die Situation, in begrenzter Zeit mit einer Gruppe mit unterschiedlichen Wissen und Können zusammenzuarbeiten, zur Simulation für den Ernstfall mit dem Kunden geübt. Ein Ziel, das in jeder der Gruppen erreicht wurde.
Die Präsentationen wurden begleitet von viel Equipment – so konnten die Besucher erahnen, wie vielfältig MATSE/SCP ist. Die Hausmesse zeigte wieder einmal die gelungene Zusammenarbeit mit dem Fachbereich „Technomathematik und Medizintechnik“ der FH Aachen im dualen Studiengang Scientific Programming mit der Ausbildung zum/r Mathematisch-Technischen Softwareentwickler/in. Besonderer Dank gilt den „Kunden“, den MATSE-Ausbildungsfirmen, die sich in Form der Aufgabenstellungen und der Begleitung der Projekte für ihre Auszubildenden einsetzten und so Software Engineering zu einer lebendigen Sache machten. Ein weiterer Dank gilt dem IT Center – für die Gelegenheit in der Kopernikus-Halle die Messe abhalten zu können und hier besonders dem Hausmeister, der für alle Fragen und Probleme eine Lösung hatte und so für den reibungslosen Ablauf sorgte.
Infotag „eScience“ 2016

Quelle: Eigene Darstellung
Wir begrüßen Sie herzlich im Jahre 2016 und auf den Blog-Seiten des IT Centers. Wir freuen uns darauf Sie auch weiterhin in unserem Blog über Neuigkeiten und nützliche Informationen auf dem Laufenden zu halten.
Direkt zu Beginn möchten wir Sie auf unseren Infotag 2016 unter dem Motto „eScience“ hinweisen:
Was verbirgt sich eigentlich hinter „eScience“? Und was versteht man unter Forschungsdatenmanagement? Wie funktioniert Multi-Channel-Communication am IT Center? Und wer oder was ist eigentlich SAM?
Wenn Sie Interesse an diesen (und vielen weiteren) Themen haben und mehr darüber erfahren möchten, dann ist der Infotag des IT Centers genau das Richtige für Sie.
Nach dem erfolgreichen ersten Infotag des letzten Jahres treffen wir uns nun schon zum zweiten Mal. Dieses Mal mit dem thematischen Schwerpunkt „Forschungsdatenmanagement“.
Unser Programm bietet nicht nur viele Vorträge und eine Poster-Ausstellung, sondern auch genügend Raum für Diskussionen mit unseren Experten. Beispielsweise kann man sich in der Speakers Corner über das Ticketportal des IT-ServiceDesk informieren.
Das Ticketportal ist Ihnen noch unbekannt? Dann auf zum Infotag, wir laden alle Interessierten herzlich ein!
Wann: am 20. Januar 2016 ab 09:00 Uhr
Wo: im Seminarraum 003/004 und Foyer IT Center, Dienstgebäude Kopernikusstraße 6
Nähere Informationen zum Programm des Infotags finden Sie unter dem folgenden Link:
http://www.itc.rwth-aachen.de/go/id/jtou
Auch ein Blick auf unseren Blog-Beitrag „Forschungsdaten ordentlich managen“ lohnt sich, um erste Informationen zum Hauptthema „Forschungsdatenmanagement“ zu erhalten.
https://blog.rwth-aachen.de/itc/2015/08/20/forschungsdaten-ordentlich-managen/
Forschungsdaten ordentlich managen
Wissenschaftliches Arbeiten zeichnet sich zuletzt auch dadurch aus, Ergebnisse hervorzubringen. Eine besondere Relevanz erlangen diese Ergebnisse jedoch erst, wenn sie nachhaltig sichergestellt und darüber hinaus mit einer wissenschaftlichen Community geteilt werden.
Forschungsdaten sind somit das wichtigste Gut und die wichtigste Ressource wissenschaftlicher Arbeit. Das Forschungsdatenmanagement muss deshalb den gesamten Lebenszyklus der Daten erfassen und organisieren. Das bedeutet die sichere Aufbewahrung der Forschungsdaten, um sie langfristig zugänglich und nachnutzbar zu machen. Diese „Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis“ münden in eindeutigen Anforderungen der Forschungsförderer. Daher kann sich dieser Fragestellung keine wissenschaftliche Einrichtung mehr entziehen.
So setzt sich auch die RWTH Aachen intensiv mit dem Thema Forschungsdatenmanagement auseinander und bietet auf unterschiedlichen Wegen Hilfestellungen dazu an. Neben einem Blog (https://blog.rwth-aachen.de/forschungsdaten/) zu Informationsveranstaltungen, Erfahrungswerten oder Calls gibt es die Möglichkeit, sich mit Fragen direkt an den IT-ServiceDesk zu wenden.
Weitere Informationen zum Thema und Kontakte dazu sind auf der entsprechenden Seite der RWTH Aachen zu finden: http://www.rwth-aachen.de/go/id/hnhg


