
Quelle: Eigene Darstellung
Über KI:connect.nrw haben wir auf diesem Blog bereits mehrfach berichtet, zuletzt im Oktober über den erreichten Meilenstein auf dem Weg zu über 350.000 potenziellen Nutzenden an Hochschulen in Nordrhein-Westfalen. Nun blicken wir auf das Jahr 2025 zurück, in dem sich KI:connect.nrw vom Pilotbetrieb zu einer landesweit verfügbaren und genutzten KI-Infrastruktur entwickelt hat, die nahezu die gesamte Hochschullandschaft in Nordrhein-Westfalen abdeckt.
Projektstart und gemeinsame Mission
Das Projekt KI:connect.nrw ist am 1. Juli 2024 gestartet und verfolgt seitdem einen ambitionierten, aber klaren Ansatz: Hochschulen in NRW einen zentralen, datenschutzkonformen Zugang zu generativer KI bereitzustellen und zugleich Einführung, Betrieb und Governance deutlich zu vereinfachen.
Anstatt vieler einzelner Insellösungen entstand ein gemeinsamer, skalierbarer Service mit Förderung durch das Land Nordrhein-Westfalen und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft (MKW) sowie technischer Umsetzung und Betreuung durch das IT Center der RWTH Aachen University in Zusammenarbeit mit dem Center für Lehr- und Lernservices (CLS).
2025: Vom Pilotbetrieb zur landesweiten Verfügbarkeit
Im April 2025 startete der Pilotbetrieb mit ersten Erprobungen an ausgewählten Hochschulen. Mitte Juni nutzte die erste Hochschule KI:connect im Produktivbetrieb. Am 27. August war dann der offizielle Start für alle Hochschulen in NRW, denen dadurch ein zentraler und sicherer Zugang zu modernen KI-Modellen ermöglicht wurde. Mit der barrierefreien Weboberfläche steht außerdem ein einfacher Zugang zu generativen KI-Anwendungen zur Verfügung.
Skalierung und Reichweite
Der Anschluss weiterer Hochschulen entwickelte sich im Jahresverlauf zu einem zentralen Erfolgsthema: Bis zum Herbst 2025 nutzen bereits zwölf Hochschulen KI:connect. Das entspricht mehr als 350.000 potenziellen Nutzenden, die an diesen zwölf Hochschulen studieren und arbeiten. Die große Nachfrage signalisiert den Bedarf an einer gemeinsamen KI-Grundversorgung für NRW-Hochschulen.
Mehr als ein Chat: Plattform und Services
2025 wurde noch deutlicher, dass KI:connect mehr ist als eine reine Chatoberfläche. Der Service hat sich im Laufe des Jahres zur Betriebs- und Einführungsplattform für generative KI an Hochschulen in NRW entwickelt. Dabei unterstützt KI:connect.nrw die teilnehmenden Hochschulen sowohl technisch als auch organisatorisch.
Durch Konfigurierbarkeit ist eine individuelle Anpassung an die Bedürfnisse der einzelnen Hochschulen möglich. Dabei können unter anderem die Kontingente, Prompts und auch das Design auf die Vorgaben der Hochschulen abgestimmt werden. Außerdem werden den teilnehmenden Hochschulen Dokumente und Prozesspakete zur Verfügung gestellt, die sie beispielsweise beim Vertragsabschluss oder Datenschutz unterstützen. Perspektivisch soll auch die technische Integration von KI:connect in hochschulspezifische Anwendungen ermöglicht werden.
Community und Vernetzung
Ein Highlight des Jahres war das AI-Tech MeetUp NRW am 22. September 2025 in Bochum. Gemeinsam mit den Landesprojekten Open Source-KI.nrw und KI:edu.nrw trafen sich Akteur*innen aus Hochschulen und Technik, um Erfahrungen von Infrastrukturfragen, bis hin zu konkreten Use Cases auszutauschen. Weitere Informationen zu dem MeetUp findet ihr auf unserem Blog.
Jahresend-Entwicklungen
Zum Jahresende 2025 wurde KI:connect.nrw um einige neue Prozesse ergänzt: Durch die Einführung virtueller API-Schlüssel im November 2025 können die Hochschulen Nutzenden jetzt erlauben, KI-Modelle aus eigenen Tools und Anwendungen zu nutzen.
Admins werden ausführlicher unterstützt: In einem kompakten Video-Format werden administrative Funktionen vermittelt.
Außerdem positionierte sich KI:connect.nrw aktiv im Governance- und Sicherheitsdiskurs, wodurch die Betriebssicherheit, Integrationsmöglichkeiten und Transparenz gestärkt wurden.
Ausblick 2026
Mit dem erfolgreichen Flächen-Rollout 2025 geht es 2026 vor allem um Integrationstiefe und Skalierung: Die API-basierten Einbindungen in Hochschulsysteme und Workflows sollen ausgebaut werden. Außerdem wird ein weiteres Wachstum der Anschlusszahlen erwartet. Dabei sollen auch noch die letzten interessierten Hochschulen in NRW an das Projekt angeschlossen werden.
Fokussiert wird auch die kontinuierliche Weiterentwicklung von Dokumentation, Support- und Betriebskonzepten.
Ein langfristiges Ziel ist die Ausweitung des Projekts über NRW hinaus.
Das Jahr 2025 hat gezeigt: KI:connect.nrw ist auf dem besten Weg, sich als zentrale, verlässliche KI-Infrastruktur für die Hochschulen in NRW und potenziell darüber hinaus zu etablieren.
Verantwortlich für die Inhalte dieses Beitrags sind Melisa Berisha, Hedda Faber und Robin Jakobitz.



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