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Neues RWTHapp-Feature: Eure Akkudaten für die Forschung

04. Mai 2026 | von
Links ein Smartphone mit dem Schriftzug "RWTHapp", rechts verschiedene Graphen mit Daten

Quelle: Eigene Darstellung

Am Lehrstuhl für Elektrochemische Energiewandlung und Speichersystemtechnik (ISEA) von Professor Dirk Uwe Sauer wird sich unter anderem mit der Frage beschäftigt: Wie lange hält ein Smartphone-Akku im echten Uni-Alltag und wie altert er dabei?

In Zusammenarbeit mit der RWTHapp könnt ihr jetzt Akkudaten eures Android-Gerätes bereitstellen und so dem Lehrstuhl helfen, Batterien besser zu verstehen und langlebiger zu machen.

 

Was kann das neue Feature?

Mit dem neuen Feature ermöglicht ihr der RWTHapp, technische Akkudaten eures Smartphones auszulesen und pseudonymisiert an das ISEA zu übertragen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Ladezustand und Kapazität
  • Spannung, Stromstärke und Temperatur der Batterie
  • Anzahl der Ladezyklen sowie Status und Gesundheitszustand des Akkus
  • Gerätetyp, Hersteller und Betriebssystem

Wichtig: Es werden keine Personen- oder Standortdaten gespeichert. Die Daten sind ausschließlich technisch-batteriebezogen und werden mit einer gerätebezogenen Data-ID verarbeitet.

 

Wie funktioniert das?

Ihr könnt das Feature direkt in den Einstellungen der RWTHapp (ab Version 2.51.0) aktivieren:

  1. Den Zugriff auf eure Akkudaten in der App erlauben.
  2. Die Batterieoptimierung für die RWTHapp deaktivieren, damit die App im Hintergrund Daten sammeln kann.
  3. Je nach Gerät können zusätzliche Einstellungen nötig sein. Hinweise dazu findet ihr in der App und auf der Webseite Don’t kill my app!

 

Smartphone darauf die Seite über die Batterieforschung in der RWTHapp

Quelle: Eigene Darstellung

Smartphone darauf die RWTHapp und der Text "Danke für das Bereitstellen deiner Akkudaten!"

Quelle: Eigene Darstellung

Smartphone darauf die RWTHapp und eine Auflistung von Akkudaten

Quelle: Eigene Darstellung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die App sammelt die Akkudaten anschließend im Hintergrund und überträgt sie in regelmäßigen Abständen an Server der RWTH Aachen. Da Apple das Sammeln von Akkudaten nicht erlaubt, ist dieses Feature nur in der Android-Version der RWTHapp verfügbar. Nach einem erfolgreichen Upload werden die lokal gespeicherten Akkudaten auf eurem Gerät gelöscht.

  • Der Upload-Umfang ist gering: etwa 2 MB pro Monat.
  • Die Akkulaufzeit eures Geräts wird dadurch nicht beeinträchtigt.
  • Ihr könnt den Zugriff auf eure Akkudaten jederzeit mit Wirkung für die Zukunft in der App wieder deaktivieren.

 

Was bringt euch das?

Mit den gesammelten Daten können Forschende am ISEA Alterungsmodelle für Batterien trainieren. Ziel ist es, die Lebensdauer von Smartphone-Akkus auf Basis der echten Nutzung besser prognostizieren zu können.
Für euch bedeutet das:

  • Ihr könnt besser abschätzen, wann sich ein Akkutausch oder Gerätewechsel lohnt.
  • Perspektivisch arbeiten wir daran, euch in der RWTHapp individuelle Prognosen zur Batteriealterung eures Geräts anzeigen zu können.
  • Wenn ihr später eine Forschungsarbeit mit realen Daten schreiben möchtet, profitiert ihr von genau solchen Datensätzen.

 

Wie helft ihr der Forschung?

Eure pseudonymisierten Akkudaten helfen der RWTH Batterie-Community und internationalen Forschenden, Batteriemodelle auf Basis realer Anwendungsdaten zu entwickeln und zu verbessern.

Die aufbereiteten Datensätze werden wissenschaftlich publiziert und der Community zugänglich gemacht. Mehr Informationen zu dem Forschungsprojekt findet ihr auf der Webseite des Center for Ageing, Reliability and Lifetime Prediction of Electrochemical and Power Electronic Systems (CARL) und auf der Webseite doi Foundation.

Wenn ihr euch für das Thema weitergehend interessiert, könnte für euch auch der Masterstudiengang Battery Science and Technology in Engineering spannend sein.

 

So geht es weiter

Wir laden euch herzlich ein, das neue Feature auszuprobieren und damit einen Beitrag zur Batterieforschung an der RWTH zu leisten.

Wenn ihr Fragen habt oder auf Probleme stoßt, unterstützt euch wie gewohnt unser IT-ServiceDesk. Wir sind gespannt auf eure Erfahrungen mit dem neuen Akkudaten-Feature!

 


 

Verantwortlich für die Inhalte dieses Beitrags ist Marc Steffens.

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