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IT Center Blog

Barrierefreiheit in RWTHmoodle

12. Oktober 2026 | von
Eine Sprechblase mit dem Hashtag „#moodlemonday“

Quelle: Eigene Darstellung

Die Nutzung von RWTHmoodle ist elementar wichtig für ein Studium an der RWTH: Dort findet ihr wichtige Unterlagen und Informationen für Lehrveranstaltungen, Lernmaterialien und vieles mehr.
Seit diesem August ist RWTHmoodle jetzt noch zugänglicher. Es gibt nun eine Neuerung der Benutzeroberfläche, die die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) umsetzt. RWTHmoodle wird so barrierefreier und steht somit einem noch größeren Kreis an Nutzenden zur Verfügung.
In diesem Blogbeitrag geben wir euch einen Überblick über die WCAG und erklären, wie die einzelnen Prinzipien der WCAG bereits in RWTHmoodle umgesetzt werden.

 

Neuerungen auf RWTHmoodle

Seit August gibt es einige Änderungen, um die Barrierefreiheit in RWTHmoodle noch weiter zu steigern: Verlinkte Seiten sind nun anhand eines höheren Farbenkontrasts zum Fließtext und neuer Icons besser für Nutzende erkennbar. Ein Pfeil-Icon neben einem Link bedeutet, dass dieser zu einer Seite außerhalb von RWTHmoodle führt. Ein Brief-Icon zeigt an, dass eine E-Mail-Adresse verlinkt ist. So wird für die Nutzenden klarer, wohin ein Hyperlink führt.

Mit diesen Icons folgt RWTHmoodle den WCAG. Die WCAG ist ein international anerkannter Standard für digitale Barrierefreiheit und bildet die Grundlage der deutschen Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung. Sie sollen das Web für Menschen mit Behinderungen zugänglicher machen.

Die WCAG basieren auf den POUR-Prinzipien: Diese stehen für Perceivable (Wahrnehmbarkeit), Operable (Bedienbarkeit), Understandable (Verständlichkeit) und Robust (Robustheit). Schon vor den Ergänzungen im August wurden diese Prinzipien in RWTHmoodle umgesetzt.

 

Wahrnehmbarkeit

Das Prinzip der Wahrnehmbarkeit besagt, dass die Inhalte und die Struktur einer Plattform für jeden erkennbar sein müssen. Oft geht es darum, alternative Möglichkeiten anzubieten, um auf die Informationen zuzugreifen.

Wenn Kursinhalte als Video zur Verfügung gestellt werden, bietet RWTHmoodle den Lernraummanager*innen die Möglichkeit, Untertitel hinzuzufügen. Dadurch können Menschen mit Hörbehinderungen oder solche, die Audiosignale nicht gut verarbeiten können, trotzdem auf die Informationen zugreifen.

Auch bei Bildern und Grafiken kann in RWTHmoodle sichergestellt werden, dass ein Alternativtext zur Verfügung steht, damit Menschen mit Sehbehinderungen diese wahrnehmen können.

 

Bedienbarkeit

Ob mit der Maus, der Tastatur, der Stimme oder weiteren assistiven Technologien, alle Nutzenden sollen befähigt sein, alle Elemente einer Online-Anwendung bedienen zu können.

RWTHmoodle lässt sich komplett über die Tastatur bedienen. Durch das Drücken der Tab-Taste können sich Nutzende komplett per Tastatur durch moodle-Lernräume navigieren. Ausgewählte Elemente werden dabei blau markiert. Das heißt, dass sie „im Fokus“ sind. Bei der Benutzung eines Screenreaders werden diese fokussierten Elemente vorgelesen. Mit der Eingabetaste können weitere Aktionen ausgeführt werden. Beispielsweise lassen sich verlinkte Seiten öffnen.

 

Verständlichkeit

Ein verständlicher Lernraum ist sowohl für die Barrierefreiheit als auch für eine gute Lernerfahrung wichtig. Das Prinzip der Verständlichkeit stellt nicht nur sicher, dass die Komplexität des Inhalts für die Zielgruppe passend ist, auch eine konsistente Struktur ist eine wichtige Grundlage für einen verständlichen Lernraum.

In RWTHmoodle zeigt sich das dadurch, dass alle Lernräume die gleiche Struktur haben. Links befindet sich der Kurs-Index, der die Abschnitte des Kurses listet. Rechts befindet sich die Blockleiste, in der sich beispielsweise der Kalender oder der Opencast-Block befinden. In der Mitte befinden sich die Kursinhalte.

Trotzdem können Lernräume sich stark voneinander unterscheiden, was für Studierende zu Verwirrung führen kann. Deshalb bietet das Center für Lehr- und Lernservices (CLS) Kursvorlagen an, um die Lernräume zu vereinheitlichen. Selbstverständlich können die Vorlagen im Anschluss noch bearbeitet werden, um sie an den jeweiligen Kurs anzupassen.

 

Robustheit

Eine Plattform ist robust, wenn sie mit gängigen Browsern, Betriebssystemen und assistiven Technologien kompatibel ist und regelmäßig aktualisiert wird.

Um dies zu gewährleisten, wird RWTHmoodle jeden Donnerstag zwischen 7 und 8 Uhr gewartet. Zeitweise werden auch längere Wartungsarbeiten durchgeführt. Diese werden in unserem Statusmeldungsportal angekündigt. Änderungen werden außerdem auf IT Center Changes verkündet.

 

Ressourcen für Lernraummanager*innen

Auch wenn bei der Entwicklung von RWTHmoodle auf Barrierefreiheit geachtet wird, stammt ein großer Teil der Inhalte von den Dozierenden.
Das CLS bietet für Lernraummanager*innen zahlreiche Ressourcen im moodle-Lernraum LehrBar an, in denen vermittelt wird, wie Lernräume und Lehre möglichst barrierefrei gestaltet werden können.

Eine Liste von weiteren Ressourcen, die Lernraummanager*innen bei der barrierefreien Gestaltung ihrer Lernräume unterstützen, finden Sie bei IT Center Help auf der Seite Barrierefreiheit in RWTHmoodle.

 


Verantwortlich für die Inhalte dieses Beitrags ist Abigail Legras-Lecarpentier.

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