
Quelle: WestAI
Das KI-Servicezentrum WestAI, gefördert durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR, vormals BMBF), zählt zu den vier national geförderten KI-Servicezentren in Deutschland und ist ein zentraler Ansprechpartner für angewandte Künstliche Intelligenz in Nordrhein-Westfalen. Das Zentrum verfolgt das Ziel, den Transfer von KI-Forschung in praktische Anwendungen zu beschleunigen und insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen sowie Forschungsteams einen niedrigschwelligen Zugang zu modernen KI-Technologien zu ermöglichen.
In diesem Beitrag werfen wir gemeinsam einen Blick auf die aktuelle Rolle von WestAI, fassen die wichtigsten Ergebnisse des jüngsten Konsortialtreffens zusammen und geben einen Ausblick darauf, welche Weiterentwicklungen in den kommenden Jahren geplant sind.
Zum Konsortium gehören die Universität Bonn (Koordination), die RWTH Aachen University, das Forschungszentrum Jülich, die TU Dortmund University, die Universität Paderborn sowie die Fraunhofer-Institute IAIS, FIT und SCAI. Gemeinsam bündeln sie Expertise aus Beratung, Forschung, Betrieb und Entwicklung.
WestAI bietet ein breites Spektrum an Leistungen: von KI-Erstberatungen über den Zugang zu leistungsstarker HPC-Hardware und einem KI-Software-Stack bis hin zu Trainingsangeboten, Testumgebungen und API-Zugängen zu selbst gehosteten Large Language Models über das IT Center. Damit ermöglicht WestAI die sichere Erprobung und Nutzung moderner Modelle unter Wahrung der Datensouveränität.
Ein Blick auf die vergangene Förderperiode
Im Rahmen des aktuellen Konsortialtreffens wurden die zentralen Fortschritte der letzten Projektphase reflektiert. Besonders positiv fiel auf, wie gut die zentrale Anlaufstelle und das Helpdesk-System funktionieren. Anfragen werden effizient verteilt, und die Zahl der Erstberatungen durch KI-Expertinnen und -Experten steigt kontinuierlich.
Auch die Nutzung der bereitgestellten KI-Hardware sowie der API-Zugänge zu selbst gehosteten Large Language Models (LLM) verzeichnet ein deutliches Wachstum. Die Infrastruktur wird aktiv nachgefragt, und erste Anwendungen aus diesem Bereich zeigen, wie wertvoll ein datensouveräner Zugang zu modernen Modellen ist. Zusätzlich präsentierten die Forschungsteams der Partner zahlreiche wissenschaftliche Beiträge und Methodenentwicklungen auf renommierten KI-Konferenzen.
Strategien für die kommende Förderperiode
Das Treffen bot ebenfalls Raum für den Blick nach vorn. Für die Förderperiode 2026/2027 wurden konkrete Maßnahmen entwickelt, um die Services weiter auszubauen und neue Bedarfe frühzeitig abzudecken.
Im Mittelpunkt stehen unter anderem die Weiterentwicklung der Öffentlichkeitsarbeit, um Forschung und Wirtschaft noch zielgerichteter anzusprechen, sowie die Erstellung von Success Stories und Webinaren. Auch ein WestAI-Chatbot wird entwickelt, um Interessierten einen schnelleren Einstieg in Fragen rund um KI-Angebote zu ermöglichen.
Darüber hinaus plant das Konsortium eine Erweiterung der Ressourcen im Bereich generativer KI. Ziel ist es, den Zugang zu textbasierten und multimodalen Modellen zu erleichtern und damit auch Szenarien zu unterstützen, in denen eigene KI-Agenten entwickelt werden. Parallel soll der Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in praktische Anwendungen noch stärker fokussiert werden.
- Quellen: Fraunhofer IAIS
Weitere Informationen
Mehr über die Angebote von WestAI gibt es auf der Webseite. Hinweise zum Beantragungsprozess für den API-Zugang zu selbst gehosteten LLMs findet ihr auf IT Center Help.
Verantwortlich für die Inhalte dieses Beitrags sind Jannis Klinkenberg und Arlinda Ujkani.



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