Kategorie: ‘FDM’
Das neue eScience-Team am IT Center
An der RWTH Aachen arbeiten IT Center, Universitätsbibliothek (UB) und das Dezernat 4.2 – Forschungsförderung seit 2015 in einem Projekt zur Einführung von Forschungsdatenmanagement (FDM) zusammen. Ziel ist es, die Forscherinnen und Forscher an der RWTH optimal beim Management ihrer Forschungsdaten zu unterstützen. Auf der Basis etablierter Standards und Verfahren sollen die Forschenden jeder Disziplin forschungsnah und bedarfsgerecht unterstützt werden, um die Attraktivität und Konkurrenzfähigkeit der RWTH Aachen zu erhalten und zu steigern. Das Projekt läuft mit dem Ende des Jahres 2017 aus. Die darin entwickelten Unterstützungsangebote werden verstetigt und von den beteiligten Einrichtungen weiterentwickelt und ausgebaut.
Im IT Center wurde dazu das eScience-Team neu gegründet. Unter eScience wird dabei von uns nicht nur das Management (digitaler) Forschungsdaten verstanden, sondern es werden alle Prozesse in der Forschung betrachtet. Ziel ist es, analog zum Prozess der Digitalisierung der Lehre (Student LifeCycle Management) auch den Research Life Cycle möglichst umfassend und integriert durch IT-Dienste zu unterstützen.

Quelle: Eigene Darstellung
Doch das eScience-Team beschäftigt sich nicht lediglich mit dem Management von Forschungsdaten. Darüber hinaus sollen Lösungen zum einen für die Analyse und Auswertung von Daten, zum anderen für das Management von Wissen entwickelt und integriert werden. Ebenso erarbeitet das eScience-Team unterstützende Prozesse zu Antragstellungen, Projekt- und Ressourcenmanagement oder zum kollaborativen Arbeiten und dem Management von Dokumenten.
Das Vorhaben bildet einen wichtigen Baustein in der Digitalisierungsagenda der RWTH Aachen, die vom Rektorat vorangetrieben wird, und wird in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit den anderen zentralen Anbietern von IT-Dienstleistungen in der Hochschule (IT Center, Universitätsbibliothek und Zentrale Hochschulverwaltung) sowie mit den Forschenden verfolgt.
Wenn Sie Fragen zu den Themen Forschungsdatenmanagement und eScience haben erreichen Sie die Projektgruppe Forschungsdatenmanagement und das eScience-Team unter servicedesk@rwth-aachen.de.
Die Lebensdauer von Daten verlängern

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Auf dem IT Center Blog wurde bereits die Kooperation zwischen dem Hochschulbibliothekszentrum NRW und der RWTH Aachen vorgestellt. Die innerhalb der Kooperation für das Forschungsdatenmanagement getestete Software Rosetta dient der Langzeitarchivierung von Daten. Doch was bedeutet eigentlich Archivierung? Und was genau heißt Langzeitarchivierung von Daten?
Bilden Sie sich weiter durch Workshops zum Forschungsdatenmanagement?!

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Forschungsdaten bilden die Grundlage von individuellem wie gesellschaftlichem Wissen. Doch je älter die Daten sind, desto notwendiger ist es, Kontextinformationen zur ihrer Interpretation bereitzustellen. Auch erfordert die geografische Distanz zwischen kooperierenden Forschungseinrichtungen die Möglichkeit der gemeinsamen Generierung, Langzeitarchivierung und Wiederbereitstellung von Daten. Forschungsdatenmanagement umfasst alle Methoden und Verfahren, die sich diesen Herausforderungen widmen. Forschungsdatenmanagement zielt auf die Organisation der kooperativen Forschung, das lückenlose Nachweisen der Ergebnisse, das Sichern von Wissen, das Ausschöpfen von Erkenntnispotentialen und die Sichtbarmachung der eigenen Forschung.
Die RWTH Aachen bietet für ihre Beschäftigten Workshops zu den unterschiedlichen Aspekte des Forschungsdatenmanagements an. Sich mit den Grundlagen des Forschungsdatenmanagements vertraut zu machen, ist ebenso möglich wie die thematische Vertiefung. Sie können sich über verschiedene Domäne-Modelle und deren Differenzierung nach Kooperationsform und Stand des Forschungsprozesses (von der Generierung über die Publikation bis zur Archivierung von Daten) informieren. Zudem werden in den Workshops Tools zum Anlegen von Metadatenschmeta, zur Archivierung und zum Austausch von Daten vorgestellt. Auch wichtige Aspekte des Urheberrechts sind Gegenstand spezifischer Workshops.
Neugierig geworden? Weitere Informationen finden Sie auf der Seite zum Forschungsdatenmanagement und in der Veranstaltungsdatenbank zur Personalentwicklung der RWTH Aachen University. Individuelle Beratungs- oder Schulungstermine für Institute oder Arbeitsgruppen können gerne über das IT-ServiceDesk vereinbart werden.
Ein IT Center-Dienst geht in die Welt – simpleArchive bald auch an der TU Darmstadt im Einsatz
Der vom IT Center der RWTH Aachen bereitgestellte Dienst simpleArchive ermöglicht den einfachen Upload von Forschungsdaten sowie deren erneute Bereitstellung. Zu diesem Zweck verbindet simpleArchive bestehende Dienste des IT Centers über eine einfache Oberfläche.
Seit dem 12.09.2017 ist simpleArchive im Regelbetrieb. Ende diesen Jahres wird die Anwendung auch an der TU Darmstadt zum Einsatz kommen. Zugleich wird der von der TU Darmstadt betriebene Research Data Management Organiser (RDMO) in die IT-Infrastruktur der RWTH Aachen integriert. Die Partner des IT Centers auf Darmstädter Seite sind die Universitäts- und Landesbibliothek (ULB) sowie das Hochschulrechenzentrum.
Um simpleArchive an der TU Darmstadt zur Verfügung zu stellen, wird die gesamte, hinter diesem Dienst stehende Aachener IT-Infrastruktur für prozessorientierte Anwendungen an der TU Darmstadt etabliert. Die dortigen lokalen Dienste können in diese Infrastruktur integriert werden. Ein Loadbalancer sichert die Kommunikation zwischen den Prozessen und den Basisanwendungen. Für die Weitergabe von archivierten Daten an andere Forschende wird der GigaMove-Dienst genutzt, den das IT Center für die Deutschen Hochschulen über den DFN zur Verfügung stellt.

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Im Laufe der Kooperation wird die genutzte Software so modularisiert, dass nur die relevanten Softwarebestandteile an beiden Standorten betrieben werden.
Das Team des IT Centers installiert die benötigten, in Aachen entwickelten Softwarekomponenten. Das Darmstädter Hochschulrechenzentrum übernimmt den Betrieb der Server und des dort vorhandenen Archivdienstes. Langfristig werden beide Einrichtungen gemeinsam an der Weiterentwicklung des Dienstes arbeiten. Neben der gemeinsamen Nutzung von simpleArchive wird ebenfalls bei der Erarbeitung von Nutzungsbedingungen kooperiert, um die standortspezifischen Nutzungsbedingungen zu erhalten und die Sicherheit der archivierten Daten zu gewährleisten.
Im Zuge der Kooperation wird ebenso der von der Universitäts- und Landesbibliothek der TU Darmstadt (ULB) betriebene Research Data Management Organiser (RDMO) an der RWTH Aachen installiert. Mit RDMO können Institutionen und Forschende das Forschungsdatenmanagement ihrer Projekte strukturiert planen und begleiten. Die Anwendung erlaubt das Erfassen aller relevanten Planungsinformationen in Datenmanagementplänen und die Verwaltung aller Datenmanagementaufgaben über den gesamten Datenlebenszyklus.
Die ULB Darmstadt ist derzeit dabei, RDMO für die Forschenden der TU Darmstadt zur Verfügung zu stellen und den Zugang via Single-Sign-On zu ermöglichen. Die gewonnenen Erfahrungen werden dann genutzt, um die Anwendung auch in Aachen zu installieren und sie den Aachener Forschenden zugänglich zu machen.
Die Kooperation zeigt, dass der Mehrwert der in Aachen entwickelten Anwendung simpleArchive auch von anderen Hochschulen gesehen wird. Sie ermöglicht es darüber hinaus beiden Hochschulen, ihren Forschenden neue IT Services zur Verfügung zu stellen und gleichzeitig die knappen Ressourcen in der Softwareentwicklung optimal zu nutzen. In Aachen ist man überzeugt, den Herausforderungen im Bereich Forschungsdatenmanagement nur erfolgreich begegnen zu können, wenn auch zukünftig Synergien mit anderen Hochschulen realisiert werden.
Das UNEKE-Projekt im Interview

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Frage: Guten Tag Herr Brenger, sie arbeiten für das IT Center der RWTH Aachen University im UNEKE-Projekt zum Forschungsdatenmanagement. Das ist ja zunächst ein recht kryptischer Name, unter dem man sich vielleicht spontan nichts vorstellen kann. Können Sie uns erklären, wie genau die Architektur des Projektes aussieht und, vor allem, womit es sich befasst?
Bela Brenger: Aber natürlich, sehr gern. UNEKE („Vom USB-Stick zur NFDI – Entwicklung eines Kriterien geleiteten Entscheidungsmodells für den Aufbau von Forschungsdateninfrastrukturen“) ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Projekt zum Forschungsdatenmanagement. UNEKE adressiert die für Hochschulen zentrale strategische Fragestellung , ob auf dem Weg zur NFDI für die Speicherung von Forschungsdaten lokale Speicherstrukturen nötig sind oder bestehende externe Angebote genutzt werden können. Hier entwickelt UNEKE einen Kriterienkatalog, der eingebettet in eine Roadmap als Entscheidungsgrundlage für Hochschulen dienen soll.
Das Projekt ist im Juni diesen Jahres in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Duisburg-Essen und der Abteilung für Informatik und angewandte Kognitionswissenschaft der Universität Duisburg-Essen gestartet. Universitätsbibliothek und IT Center gelten als die wesentlichen Akteure im Bereich der Verwaltung und Speicherung von Forschungsdaten. Von ihnen werden im Rahmen von UNEKE die Anforderungen an Infrastrukturen zur Speicherung von Forschungsdaten ermittelt und evaluiert.
Frage: Ah, das ist interessant. Gerade dem Forschungsdatenmanagement widmen sich an der RWTH Aachen University ja unterschiedliche Einrichtungen, sodass das ihr Projekt hier sicher gut aufgehoben ist.
Ich habe gelesen, dass seit Oktober bereits Workshops im UNEKE-Projekt stattfinden. Was haben diese Workshops zum Ziel?
Bela Brenger: Grundlegend sollen die Workshops helfen, die Anforderungen verschiedener Forschungsdisziplinen und -kulturen differenziert abbilden zu können. Daher richten sie sich auch explizit an Forschende unterschiedlicher Fachrichtungen, wie die Naturwissenschaften und die Medizin, aber ebenso die Geistes- und Sozialwissenschaften und die Ingenieurwissenschaften.
Frage: Wie muss man sich das vorstellen? Was genau passiert in diesen Workshops?
Bela Brenger: Die Workshops sind in zwei Phasen unterteilt. In der ersten Phase können die Teilnehmenden in einer offenen Form die von ihnen wahrgenommenen Anforderungen und Herausforderungen beim Umgang mit Forschungsdaten artikulieren. Diese Antworten werden zunächst (in einem deskriptiven Sinne) festgehalten.
Ausgehend von diesen Antworten werden in der zweiten Phase mit den Teilnehmenden gezielte, das heißt vorstrukturierte Interviews geführt. Diese Interviews werden nach dem Workshop transkribiert und analysiert. Das heißt, die Antworten werden auf Gemeinsamkeiten und Differenzen und mit Blick auf den Kontext der wissenschaftlichen Disziplinen untersucht, sodass die rein deskriptive Ebene verlassen und die Ebene wissenschaftlicher Forschung betreten wird.
Frage: Das klingt vielversprechend und greift den in der empirischen Sozialforschung etablierten Mixed-Methods-Ansatz auf.
Wie lief es denn bisher?
Bela Brenger: Die ersten Workshops liefen ganz gut. Die Teilnehmenden waren sehr engagiert.
Frage: Die Frage ist vielleicht zu früh, aber dennoch: Lassen sich schon einige Ergebnisse in ihren Konturen am Horizont wahrnehmen?
Bela Brenger: Hmm, die Antwort fällt hier momentan gerade noch schwer. Grundlegend ist die Frage, ob sich Erkenntnis für die eine Fachdisziplin auf die anderen übertragen lassen. Weil sich die Gegenstandsbereiche der jeweiligen Forschung unterscheiden, kristallisiert sich heraus, dass in der einen Wissenschaft eher Anforderungen an die technische Infrastruktur, in der anderen eher Anforderungen an Datenschutz im Fokus der Forschenden stehen. Darauf muss das Forschungsdatenmanagement kontextsensibel reagieren.
Frage: Wie geht es nach den Workshops weiter?
Bela Brenger: Die Workshops stecken zunächst einen qualitativen Rahmen ab, innerhalb dessen es möglich sein wird zu beantworten, auf welche technische Infrastruktur bereits zurückgegriffen werden kann, um Forschungsdaten zu managen. Zugleich sollen aber auch Potentiale eruiert werden. Durch eine größere Umfrage soll dieser Rahmen dann quantitativ gefüllt werden. Es wird sich zeigen, ob die Workshops einen guten Rahmen zur Bedarfserhebung und Analyse eines größeren Kontexts liefern.
Frage: Dann noch viel Erfolg im Projekt und danke für das Interview.
Bela Brenger: Sehr gerne!
Das Interview führte Markus Baum.
Wir unterstützen Ihr Forschungsdatenmanagement!

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Eine hochwertige und kundenorientierte Unterstützung des Forschungsdatenmanagements bedarf eines integrierten Supports. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Produkte und Dienstleistungen zum Forschungsdatenmanagement (Webtools oder Fortbildungen und Beratungen) nicht vom IT Center allein, sondern auch in Kooperation mit dem Dezernat 4.2 – Forschungsförderung und der Universitätsbibliothek erbracht werden.
Bereits seit Längerem beschäftigt sich das IT Center mit verteilten Supportstrukturen und einem integrierten Support-Modell. Ein Ergebnis hieraus ist, dass die RWTH ein einheitliches Service-Modell für das Forschungsdatenmanagement etabliert, in dem das IT-ServiceDesk als Single Point of Contact agiert (siehe Abbildung). Das IT-ServiceDesk ist daher ein integraler Bestandteil des Forschungsdatenmanagements.

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Alle Anfragen zum Forschungsdatenmanagement werden über die E-Mail-Adresse servicedesk@rwth-aachen.de an das Tickettool helpLine weitergeleitet. Über das Tickettool gehen diese Anfragen zentral im IT-ServiceDesk ein, werden dort mittels des Tickettools klassifiziert und kategorisiert. Als Standard definierte Anfragen werden direkt vom IT-ServiceDesk beantwortet. Weitergehende Anfragen werden an die entsprechenden beteiligten Institutionen (die Universitätsbibliothek, das Dezernat 4.2 – Forschungsförderung oder die Fachabteilung des IT Centers) weitergeleitet, die ebenfalls mit dem Tickettool arbeiten. Dieses Vorgehen bedeutet, dass auf den bestehenden Supportstrukturen des IT-ServiceDesk aufgebaut wird. Der Vorteil ist, dass anfragende Einrichtungen nicht überlegen müssen, an wen sie sich wenden können. Zudem bleibt die Problemhistorie aufgrund des konstanten Mediums für alle Beteiligten nachvollziehbar.
Auf diesem Wege ist es möglich, den Prozess der Einführung von Unterstützungsmaßnahmen zum Forschungsdatenmanagement an der RWTH Aachen mit einem umfassend zielführenden Support zu begleiten.
Forschungsdatenmanagement geht uns alle an!

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Im Rahmen des BMBF-Projekts UNEKE erarbeiten die RWTH Aachen und die Universität Duisburg-Essen kooperativ einen strategischen Ansatz, der den Bedarf hinsichtlich der Speicherinfrastruktur bei Forschungsdaten eruieren soll. Ausgehend von dem ermittelten Bedarf und den Rahmenbedingungen an den beiden beteiligten Universitäten soll eine allgemeine Entscheidungsgrundlage für Hochschulen entstehen, die sowohl die jeweilige Infrastruktur als auch den fach- und wissenschaftsspezifischen Bedarf berücksichtigt.
Hier sind wir auf IHRE Mithilfe angewiesen! Wir möchten Sie einladen, Ihre Bedarfe, Wünsche, aber auch Vorbehalte gegenüber dem Forschungsdatenmanagement aus ihrer fachwissenschaftlichen Sicht in unsere Workshops einzubringen.
Bitte melden Sie sich hier zu einem der folgenden Termine an, um Ihre Einschätzung zum Thema einzubringen und mehr über die aktuellen Entwicklungen im Forschungsdatenmanagement zu erfahren.
Ein Workshop dauert knapp 3 Stunden. Als Dankeschön werden unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein iPad sowie zwei Echo Dots verlost!
Das UNEKE-Projekt wurde von der Arbeitsgruppe Forschung und Entwicklung der Universitätsbibliothek, dem Lehrstuhl für Professionelle Kommunikation in sozialen Medien und dem IT Center der RWTH Aachen initiiert. Weitere Details finden Sie unter www.uneke.de. Für Rückfragen und weitere Informationen steht Ihnen der Projektkoordinator Herr Bela Brenger gerne zur Verfügung.
Die eigenen Daten langfristig sichern und bereitstellen? Kein Problem!

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Die Digitalisierung der Wissenschaft steigert die Möglichkeiten, Forschungsdaten zu bearbeiten, zu sichern und weltweit zur Verfügung zu stellen. Um die Potentiale der Digitalisierung vollends nutzen zu können, werden neue Verfahren und Methoden zur langfristigen und sicheren Nutzung wissenschaftlicher Ergebnisse an der RWTH Aachen University implementiert.
Für die effiziente und zielorientierte Umsetzung der Implementierung arbeiten das IT Center und die Universitätsbibliothek eng zusammen. Die Befähigung der Forschenden sowie der Angestellten aus Technik und Verwaltung, sicher mit den neuen Möglichkeiten umzugehen, stellt einen wesentlichen Bestandteil des Implementierungsprozesses dar. Daher bietet die RWTH Aachen University nicht nur Dienste zur Sicherung und -verarbeitung von Forschungsdaten, sondern ebenfalls ein umfassendes Weiterbildungsprogramm an. Das Themenspektrum reicht vom Erstellen von Datenplänen, über das Managen der eigenen Forschungsdaten und die datenbezogene Zusammenarbeit in der Arbeitsgruppe bis hin zum Archivieren und Publizieren von Forschungsdaten. Die in deutscher und teils in englischer Sprache verfügbaren Angebote stellen Einstiegs- sowie Vertiefungsmöglichkeiten dar, um die Vorteile der Digitalisierung umfassend zu nutzen.
Weitere Informationen sowie unterschiedliche Möglichkeiten, sich im Themenfeld des Forschungsdatenmanagements weiterzubilden, finden Sie auf der Seite zum Forschungsdatenmanagement und in der Veranstaltungsdatenbank zur Personalentwicklung der RWTH Aachen University. Individuelle Beratungs- oder Schulungstermine für Institute oder Arbeitsgruppen können gerne über das IT-ServiceDesk vereinbart werden.
Warum Forschungsdatenmanagement?

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Stellen Sie sich vor, sie haben vor Jahren eine wissenschaftliche Arbeit abgeschlossen und diese sorgsam auf einem Datenträger gespeichert, den sie selbst nach vier Umzügen noch wiederfinden. Nun wollen Sie erneut auf ihre Ergebnisse zugreifen, um diese für weitere Arbeiten zu nutzen. Jedoch verfügt Ihr Notebook über kein Diskettenlaufwerk. Ihre Daten sind für Sie ad hoc nicht mehr nutzbar.
Das ist ein typisches Problem, mit dem sich Forschungsdatenmanagement beschäftigt. Forschungsdatenmanagement umfasst alle Methoden und Verfahren, die Forschende nutzen können, um Forschungsdaten langfristig zu sichern und zu nutzen. Ein erfolgreiches Forschungsdatenmanagement gewährleistet, dass während der Projektdauer und in der Zeit danach keine wertvollen Daten verloren gehen und schützt darüber hinaus Daten vor Missbrauch und Diebstahl. Durch das Forschungsdatenmanagement wird wissenschaftliches Arbeiten nachvollziehbar dokumentiert und es können Daten und Publikationen eindeutig den jeweiligen Forschenden zugeordnet werden. Dritte nehmen Forschungsleistung auf diesem Weg wahr, können darauf verweisen und eventuell für Kooperationen anfragen. Gutes Forschungsdatenmanagement erlaubt es, Daten über die eigentliche Projektlaufzeit auch für neue Vorhaben nutzbar zu machen. Gut archivierte Daten ermöglichen einen effizienten Zugriff auch unter veränderten Fragestellungen und führen zu neuen Projekten und Synergieeffekten.
Forschungsdatenmanagement kommt auch den Anforderungen öffentlicher Mittelgeber/innen entgegen. Diese erwarten zunehmend, dass Forschungsdaten frei zur Verfügung gestellt werden. Bei Anträgen für die Deutsche Forschungsgemeinschaft beispielsweise ist ein Datenmanagementplan mittlerweile unverzichtbar. Eine steigende Zahl von Verlagen erwartet, dass die zu einer Publikation gehörenden Daten mit eingereicht und den Lesenden frei zur Verfügung gestellt wird.
Sie merken sicherlich schon, dass Forschungsdatenmanagement ein Thema ist, an dem künftig niemand mehr vorbeikommen wird – weil es viele Vorteile bringt. Die RWTH Aachen University hat sich daher das Thema auf die Fahnen geschrieben und möchte Sie dabei unterstützen. Wir beantworten gerne Ihre Fragen und entwickeln fachspezifische Lösungen. Näheres erfahren Sie auf der Webseite des Forschungsdatenmanagements. Eine visuelle Untermalung dieser Beantwortung der Frage „Warum Forschungsdatenmanagement“ finden Sie hier.



