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Forschungsdaten – Aktuelles und Wissenswertes

Where Is the Data? In Coscine, of Course!

12. Februar 2026 | von
Herzen mit Coscine Logo und den Veranstaltungstiteln zur Love Data Week 2026

Quelle: Eigene Darstellung

„Where is the data?“ – Diese Frage stand im Zentrum der Love Data Week 2026 und beschreibt eine Herausforderung, die viele Forschungsprojekte teilen. Forschungsdaten entstehen kontinuierlich, werden weiterverarbeitet, geteilt und archiviert. Gleichzeitig wächst der Bedarf, diese Daten auffindbar, nachvollziehbar und langfristig nutzbar zu halten. Mit einem Vortrag und einem Workshop zeigte Coscine während der Love Data Week, wie Forschungsdatenmanagement in diesem Spannungsfeld praktisch umgesetzt werden kann.

Beide Formate wurden von Katja Jansen, Teamleitung des Coscine Service Management Teams, durchgeführt. In diesem Beitrag erfahren Sie mehr über die Inhalte der beiden Veranstaltungen.

 

Was ist Coscine?

Coscine ist eine Plattform für Forschungsdatenmanagement, die Forschende dabei unterstützt, Daten und Metadaten zentral zu speichern, zu verknüpfen und Projekte strukturiert abzubilden. Dabei erleichtern Rollen- und Rechtekonzepte die Zusammenarbeit innerhalb von Projekten.

Die Plattform adressiert eine zentrale Herausforderung im Forschungsalltag: Der FAIRe Umgang mit Daten ist oft nicht fest in den Arbeitsroutinen verankert. Ohne geeignete Werkzeuge gehen Metadaten verloren, Daten werden isoliert gespeichert oder eine Reproduzierbarkeit der Daten ist unmöglich.

Coscine bietet eine Umgebung zur Datenspeicherung und -verlinkung, die die FAIR-Prinzipien unterstützt. Durch strukturierte Metadatenerfassung und die Anbindung an Speicherressourcen wie DataStorage.nrw können Daten langfristig gesichert und in einen nachvollziehbaren Kontext eingebettet werden. Je nach Organisationszugehörigkeit erhalten Forschende automatisch 100 GB Web-Speicherplatz oder können auch darüber hinaus mehr Speicherplatz via Coscine JARDS beantragen.

 

Coscine als „Perfect Match“ für Forschungsdaten

Der Vortrag „Coscine – Perfect Match for Your Research Data“ rückte den gesamten Forschungslebenszyklus von Forschungsdaten in den Fokus. Ausgangspunkt war die Frage, wie Daten von Beginn eines Projekts an sinnvoll strukturiert werden können, sodass sie nicht nur während der aktiven Forschungsphase, sondern auch darüber hinaus verständlich bleiben.

Ein zentrales Thema war die enge Verknüpfung von Daten und Metadaten. Der Vortrag machte deutlich, dass Metadaten keine zusätzliche Dokumentationspflicht darstellen, sondern eine Voraussetzung für Auffindbarkeit, Nachvollziehbarkeit und Nachnutzung sind.

Darüber hinaus wurde Coscine als kooperative Arbeitsumgebung vorgestellt. Projekte können gemeinsam bearbeitet, Rollen und Rechte klar vergeben und Änderungen nachvollziehbar dokumentiert werden. Durch Speicherresourcen wie DataStorage.nrw wird den Forschenden außerdem eine Möglichkeit für die sichere und redundante Speicherung geboten.

 

Diskussion & Fragen aus dem Publikum

In der anschließenden Diskussion wurden vor allem konkrete Anwendungsszenarien und organisatorische Fragen thematisiert.

So wurde gefragt, ob Coscine auch ohne Datenspeicherung genutzt werden kann. Tatsächlich verwenden einige Projekte Coscine ausschließlich zur Verwaltung ihrer Metadaten und verlinken auf externe Datenquellen. Der Mehrwert liegt dabei in der strukturierten Einbindung in einen Knowledge Graph (RDF & SHACL) sowie in der Vergabe von PIDs für Projekte und Ressourcen.

Beim Thema sensible Daten wurde klargestellt, dass die Speicherung personenbezogener Daten auf DataStorage.nrw grundsätzlich möglich ist. Die Verantwortung für die Prüfung rechtlicher Vorgaben und ggf. notwendiger zusätzlicher Sicherheitsmaßnahmen liegt jedoch bei den Forschenden. Eine integrierte Verschlüsselungsfunktion bietet Coscine derzeit nicht. Die Verschlüsselung muss bei Bedarf selbst vorgenommen werden.

Diskutiert wurden außerdem Speicherplatzanträge sowie die Änderung des Speicherplatzbedarfs während der Projektlaufzeit. Es gibt die Möglichkeit, einen Erweiterungsantrag oder einen neuen Speicherplatzantrag für das gleiche Coscine-Projekt zu stellen.

 

Coscine ist mehr als nur Speicherplatz

Im Workshop „Coscine – More Than Free Quota“ hatten die Teilnehmenden nach der Vorstellung von Coscine die Möglichkeit, die Plattform direkt selbst auszutesten.

Anhand typischer Arbeitsschritte wurde gezeigt, wie Projekte in Coscine aufgebaut, Ressourcen strukturiert und Metadaten während der laufenden Forschung erfasst werden können. Ein besonderer Fokus lag demnach auf den Kernfunktionalitäten von Coscine.

Im praktischen Teil zeigte sich, wie Coscine dabei unterstützt, Daten konsistent zu organisieren und die Zusammenarbeit im Projektteam zu erleichtern.

Auch im Workshop war genügend Raum für Fragen und Anmerkungen rund um die Anwendung von Coscine. Die Fragen der Teilnehmenden bezogen sich unter anderem auf die Nutzungsmöglichkeiten von Coscine sowie DataStorage.nrw über die teilnehmenden Hochschulen der DH.NRW hinaus. Außerdem waren die Teilnehmenden an dem Aufbau der Speicherplatzanträge sowie dem Prozess zur anschließenden Begutachtung interessiert. In einer Breakout-Session am Ende des Workshops hatten die Teilnehmenden zudem ausreichend Zeit, um Erfahrungen zum Workshop sowie zur Plattform selbst auszutauschen.

 

Where Is the Data? Mehr als eine Ortsangabe

Sowohl Vortrag als auch Workshop machten deutlich, dass die Frage nach dem Ort der Daten weit über eine technische Standortbestimmung hinausgeht. Daten müssen nicht nur gespeichert, sondern kontextualisiert, nachvollziehbar dokumentiert und langfristig nutzbar gemacht werden.

Die Veranstaltungen im Rahmen der Love Data Week zeigten, wie Coscine Forschende dabei unterstützen kann, diesen Anforderungen gerecht zu werden.

 

Mehr erfahren

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Bei allen Fragen zu Coscine oder zum Forschungsdatenmanagement steht Ihnen das FDM-Team der RWTH Aachen gerne jederzeit zur Verfügung.


Verantwortlich für die Inhalte dieses Beitrags sind Katja Jansen und Arlinda Ujkani.

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