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Forschungsdaten – Aktuelles und Wissenswertes

FDM Netzwerktreffen September 2026

08. Oktober 2026 | von
Text auf bllauem Hintergrund: "FDM Netzwerktreffen, 24. September 2026, 10 bis 11:30; Nachbericht; Thema: Motivation für FDM und Veränderungsprozesse; virtuell via Zoom; jeden vierten Donnerstag im Monat; das FDM-Team"

Quelle: eigene Darstellung

Am 24. September fand das monatliche FDM Netzwerktreffen statt, bei dem Data Stewards und weitere FDM-Interessierte die Möglichkeit haben, sich zu FDM-spezifischen Themen auszutauschen.

Bei diesem Treffen ging es um die Frage, wie Data Stewards Wissenschaftler*innen dazu motivieren können, FDM-Angebote zu nutzen und Veränderungsprozesse vorantreiben können. Es wurde sich über Herausforderungen und Best Practice Beispiele ausgetauscht.

 

Herausforderungen

Viele Data Stewards stehen vor der Herausforderung, dass vorhandene Angebote des Forschungsdatenmanagements (FDM) von Forschenden nur zögerlich oder gar nicht genutzt werden.

Dabei bietet die allgemeine Implementierung von Forschungsdatenmanagement nach den FAIR-Prinzipien viele Vorteile. Trotzdem gibt es häufig Widerstände gegen die Nutzung von FDM-Angeboten, wie beispielsweise ELNs, Coscine oder RDMO. Diese sind meistens darin begründet, dass die Einführung neuer Prozesse mit Unsicherheit verbunden ist. Es wird lieber an bekannten Abläufen festgehalten, obwohl sich diese langfristig nachteilig auf die Nutzbarkeit von Forschungsdaten auswirken.

Eine Schwierigkeit, die die Data Stewards beim Netzwerktreffen besonders hervorhoben, war der Mangel an Feedback von potenziellen Nutzenden. Den Data Stewards ist zwar bekannt, dass Forschende bestimmter Projekte keine FDM-Angebote nutzen, doch die Gründe dafür sind überwiegend unbekannt. Die Frage, was potenzielle Nutzende brauchen, um FDM in ihren Forschungsalltag zu integrieren bleibt offen.

 

Erfolgsberichte aus der Praxis

Im Austausch der Data Stewards beim Netzwerktreffen ging es jedoch nicht nur um die Herausforderungen. Mehrere Teilnehmende teilten ihre Erfolgserlebnisse aus der Praxis und präsentierten Strategien, mit denen sie erfolgreich die Umsetzung von FDM innerhalb ihrer Forschungsprojekte vorangetrieben haben.

Ein Erfolgsgeheimnis scheint die frühzeitige Integration von FDM in der akademischen Laufbahn von Nachwuchswissenschaftler*innen zu sein.

In mehreren Studiengängen der RWTH gibt es bereits Pflichtveranstaltungen, in denen FDM implementiert wird. FDM kann in verschiedenen Formaten in die Curricula von Studiengängen eingebunden werden: Im Bachelorstudium Chemie gibt es beispielsweise ein Laborpraktikum, in dem verpflichtend mit ELNs gearbeitet wird. Im Masterstudium Architektur müssen die Studierenden eine Selbstlerneinheit zum Thema FDM absolvieren.

Die Institute, die FDM auf diese Weise in das Studium integrieren, berichten davon, dass spätere Promovierende bereits über Vorwissen zum Thema FDM verfügen. Sie sind bereit, Forschungsdatenmanagement in ihre Forschung zu integrieren und so eine langfristige Nachnutzbarkeit ihrer Daten nach den FAIR-Prinzipien zu ermöglichen.

 

Veränderungsprozesse für die Zukunft

Abschließend wurde beim Netzwerktreffen über die Frage diskutiert, wie man eine Veränderung in der Akzeptanz von FDM erreichen kann und mehr Forschende dazu motiviert, selbst FDM-Angebote zu nutzen.

Als Lösungsvorschläge wurden neben der frühzeitigen Integration in die Lehrpläne eine lösungsorientierte Präsentation von FDM vorgeschlagen. Statt die Nutzung von FDM-Angeboten verpflichtend einzuführen, sollten sie als Lösung für bestehende Probleme verstanden werden. So kann die Akzeptanz und Implementierung von FDM-Angeboten gesteigert werden.

 

Save TheDate – Netzwerktreffen im Oktober

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an dem kommenden Netzwerktreffen teilzunehmen und aktiv mitzudiskutieren.

Wir freuen uns auf einen spannenden Austausch, neue Impulse und darauf, das Netzwerk gemeinsam weiterzuentwickeln.

 

Mehr erfahren

Sie möchten regelmäßig über die FDM-Netzwerktreffen informiert werden? Dann abonnieren Sie die Mailingliste „DataStewards@RWTH“. Bei Fragen zum Netzwerktreffen oder zu FDM-Themen steht Ihnen das FDM-Team der RWTH Aachen jederzeit gerne zur Verfügung.

 


Verantwortlich für die Inhalte dieses Beitrags ist Hedda Faber.

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