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Forschungsdaten – Aktuelles und Wissenswertes

Coscine trifft auf RDMO – Inkubator mit DMP4NFDI gestartet

26. Februar 2026 | von
Schrift Data Managementplan über einem schwarzen Kreis, in dem das Icon eines Klemmbretts mit Checkliste und großem Stift daneben zu sehen ist.

Quelle: Eigene Darstellung

Wie lassen sich Datenmanagementplanung und Forschungsdatenmanagement enger verzahnen, ohne doppeltes Ausfüllen, Kopieren und manuelle Übertragungen? Genau hier setzt ein neuer Inkubator an: Coscine und RDMO werden erstmals technisch miteinander verbunden. Gemeinsam mit DMP4NFDI entsteht in sechs Monaten eine Schnittstelle, die Workflows vereinfacht und Prozesse zusammenführt. Wie das aussehen wird, erfahren Sie in diesem Beitrag.

 

 

 

Coscine & RDMO – Weniger Kopieren, mehr Integration

Bislang arbeiten Coscine und RDMO technisch unabhängig voneinander. Der aktuelle Workflow vieler Coscine-Nutzenden sieht etwa so aus:

  1. Datenmanagementplan in RDMO ausfüllen,
  2. Projekt in Coscine anlegen,
  3. Projektmetadaten mehrmals kopieren und einfügen.

Inhaltlich ergänzen sich die beiden Services optimal. RDMO unterstützt bei der strukturierten Planung, Coscine bei deren Umsetzung und der Verwaltung von Forschunsgdaten. Forschende sind somit bei ihrer Projektplanung und -durchführung bestens ausgestattet. Die fehlende technische Verknüpfung führt jedoch zu Mehraufwand, Fehleranfälligkeit und unterbrochenen Prozessen.

Das neue Inkubatorprojekt schafft hier Abhilfe. Metadaten, die in Coscine für die Erstellung eines Projekts benötigt werden, sollen Forschende künftig über eine Programmierschnittstelle aus ihrem Datenmanagementplan importieren können.

 

„RDMO-Knopf“ in Coscine

Der Workflow vieler Coscine-Nutzenden wird künftig etwa so aussehen:

  1. Datenmanagementplan in RDMO ausfüllen,
  2. Projekterstellung in Coscine starten,
  3. „RDMO-Knopf“ drücken,
  4. nach einer Token-Eingabe Projektdaten in die Metadatenmaske importieren.

Der manuelle Kopieraufwand entfällt weitgehend. Statt paralleler Arbeitsschritte greifen beide Services ineinander und ermöglichen ein nahtloses Forschungsdatenmanagement bereits in der Planungsphase.

 

Kooperation mit DMP4NFDI – Sechsmonatiger Inkubator

Als Kerndienst von NFDI4ING beteiligt sich Coscine am aktuellen Inkubatorzyklus des NFDI-Base-Service DMP4NFDI. In diesem Format entwickelt das DMP4NFDI-Team gemeinsam mit NFDI-Konsortien neue Funktionen für Daten- und Softwaremanagementpläne. Der Coscine-Inkubator baut auf bereits geleistete Vorarbeiten auf und führt diese in Kooperation weiter. Er ist im Januar 2026 gestartet und läuft bis einschließlich Juni. In der ersten Phase liegt der Fokus auf der NFDI4ING RDMO Instanz und den NFDI DMP Katalog, um die Entwicklung realistisch und zielgerichtet umzusetzen.

Nach Abschluss des Inkubators sind Weiterentwicklungen möglich: die Einbindung weiterer RDMO-Kataloge und Instanzen sowie zusätzliche Möglichkeiten, Metadaten zwischen den Tools auszutauschen – beispielsweise ein „Coscine-Knopf“ in RDMO.

 

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Bei allen Fragen zu Coscine oder zum Forschungsdatenmanagement steht Ihnen das FDM-Team der RWTH Aachen gerne jederzeit zur Verfügung.


Verantwortlich für die Inhalte dieses Beitrags sind Michèle Robrecht und Arlinda Ujkani.

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