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Forschungsdaten – Aktuelles und Wissenswertes

Chemotion – eine nachhaltige Infrastruktur für nachhaltige Forschung in der Chemie

24. Juni 2020 | von

Die Verfügbarkeit von digitalen Daten ist Voraussetzung für eine nachhaltige und erfolgreiche Forschung. Die Digitalisierung der chemischen Prozesse in experimentellen Laboren stellt jedoch eine große Herausforderung dar. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat man sich dieser Herausforderung gestellt. Das Ergebnis ist Chemotion – eine chemie-spezifische Forschungsdateninfrastruktur bestehend aus zwei IT-Systemen: einem elektronisches Laborjournal (ELN) und einem Web-Repositorium.

Das Projekt Chemotion

Die Gruppe um Prof. Stefan Bräse (KIT, Institut für Organische Chemie) hat in Zusammenarbeit mit dem Steinbuch Center for Computing (SCC-KIT) und der Bibliothek (KIT) mit finanzieller Unterstützung der DFG ein für Forschende frei nutzbares Open Source ELN entwickelt.
Das ELN ist gleichzeitig an ein Open Access Repositorium zur Speicherung und Veröffentlichung von Forschungsdaten angebunden. Durch die direkte Verbindung wird ein schneller und einfacher Transfer der Daten ermöglicht und bedeutet einen geringeren Aufwand für die Chemikerinnen und Chemiker, da sie das System nicht wechseln müssen.
Der freie Zugang soll die Zusammenarbeit und den wissenschaftlichen Austausch zwischen Forschenden ermöglichen und fördern. Zu den Nutzenden von Chemotion gehört auch das Konsortium NFDI4Chem.

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Wie Forschungsdaten bei der Bekämpfung von Corona helfen

12. Juni 2020 | von

corona virusViele Forschende auf der ganzen Welt befassen sich derzeit mit einem Thema, das uns momentan alle beschäftigt: Corona. Die Suche nach einem Heilmittel läuft auf Hochtouren.
Bei der Bekämpfung des Coronavirus spielt Forschungsdatenmanagement (FDM) eine wichtige Rolle. Im Folgenden stellen wir einige Beispiele vor, wie die Forschung mittels Datenmanagement den Kampf gegen Corona unterstützt.

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Projekt „Applying Interoperable Metadata Standards“ wurde bewilligt

03. Juni 2020 | von

Für eine präzise und verständliche Dokumentation müssen Metadaten Standards folgen, die ihr Format und ihren Inhalt definieren. Diese Standards müssen auf die spezifischen Anforderungen des beschriebenen Datentyps und der wissenschaftlichen Disziplin zugeschnitten sein. Darüber hinaus benötigen Forschende nicht nur geeignete Standards, sondern auch adäquate Werkzeuge, Methoden und eine Infrastruktur, die ihre Entwicklung und Nutzung unterstützt.

Gegenwärtig sind diese Voraussetzungen jedoch nur für eine sehr begrenzte Anzahl von wissenschaftlichen Disziplinen erfüllt. Für die Mehrzahl der Disziplinen wird das Bemühen um aussagekräftige Metadaten durch vielfältige Defizite in der Forschungslandschaft erschwert. Das von der DFG geförderte Projekt „Applying Interoperable Metadata Standards“ (AIMS) möchte diese Probleme angehen.

Wer ist an AIMS beteiligt?

Zum Projekt-Konsortium gehören das Werkzeugmaschinenlabor (WZL) und das IT Center (ITC) der RWTH Aachen University sowie das Institut für Fluidsystemtechnik (FST) und die Universitäts- und Landesbibliothek (ULB) der TU Darmstadt.

Was sind die Ziele von AIMS?

Das Projekt hat zwei Hauptziele. Das erste ist die Schaffung einer Umgebung, die es Wissenschaftlern ermöglicht, Metadatenstandards zu erstellen, auszutauschen und wiederzuverwenden, die den spezifischen Bedürfnissen ihrer Forschung entsprechen.

Das zweite, ebenso wichtige Ziel ist die Schaffung von Werkzeugen und Arbeitsabläufen für die mühelose Erstellung standardisierter Metadaten während der Forschung und die Ableitung direkter Vorteile aus diesen Metadaten durch die Steigerung der Effizienz der Datenverarbeitung.

Woran soll in AIMS konkret gearbeitet werden?

Das Projekt soll die Ziele über 5 inhaltiche Arbeitspakete erreichen:

  1. Frontend und Generator für Metadaten-Standards

Es wird eine Webschnittstelle entwickelt, die es Benutzern ermöglicht, benutzerdefinierte Metadatenstandards in Form von Anwendungsprofilen zu erstellen.

  1. Repositorium für Metadatenstandards und Vokabulare

Die zweite Schlüsselkomponente der geplanten Infrastruktur ist ein Repositorium, das die verschiedenen Arten der erstellten Inhalte speichert und der wissenschaftlichen Gemeinschaft zur Verfügung stellt. Drei Arten von Inhalten müssen gespeichert werden: die erstellten Metadatenstandards, die erstellten kontrollierten Vokabulare und schließlich die Metadatensätze, die die eigentlichen Forschungsdaten nach einem der oben genannten Standards beschreiben.

  1. Repositorium für Metadatensätze

Dieses Repositorium dient als Plattform für Metadaten, die Forschungsdaten öffentlich sichtbar und auffindbar machen. Zu diesem Zweck wird es den Forschenden ermöglicht, einen standardkonformen Satz von Metadaten zu veröffentlichen, die ihre Forschungsdaten beschreiben.

  1. Vokabular, Metadatenstandards und Rechteverwaltung

Dieses Paket befasst sich mit den tatsächlichen Standards, die die Infrastruktur nutzen und unterstützen wird, z.B. kontrollierte Vokabulare und Metadatenstandards, sowie mit den Rollen und der Rechteverwaltung, die für eine Plattform erforderlich sind, die eine benutzergesteuerte Generierung und Modifizierung dieser Inhalte ermöglicht.

  1. Integration in wissenschaftliche Arbeitsabläufe

Die Standardisierung von Forschungsdaten und deren Dokumentation über Metadaten eröffnet Möglichkeiten zur Optimierung des Datenhandlings und der Datenanalyse während der aktiven Forschung. Es soll insbesondere darauf geachtet werden, dass die Standardisierung weder die wissenschaftliche Flexibilität einschränkt noch zusätzlichen Aufwand verursacht, der ihren Nutzen aufwiegt.

Die erarbeiten Inhalte und Ergebnisse werden als OpenSource oder OpenAccess auf dem GitLab Server der RWTH Aachen zur Verfügung gestellt und sollen so über die Projektteilnehmer hinaus nachverwendet werden können.

Noch Fragen?

Bei Fragen zum Projekt AIMS wenden Sie sich einfach an das ServiceDesk. Das FDM-Team freut sich auf Ihre Nachricht.


Inhaltlich verantwortlich für den Beitrag: Marius Politze, Sophia Nosthoff und Sascha Lankers

Nachbericht des Offenen Netzwerktreffens am 13. Mai

29. Mai 2020 | von

Am 13.05. fand das dritte offene Forschungsdatenmanagement (FDM)- Netzwerktreffen zum Thema: „Open Access, Open Data“ statt. Aufgrund der aktuellen Situation kamen die FDM-Verantwortlichen der operativen Ebene und Data Stewards diesmal online zusammen.

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NFDI – Start der zweiten Ausschreibungsrunde

28. Mai 2020 | von

Logo der DFGVergangene Woche hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) den teilnehmenden Initiativen der ersten Ausschreibungsrunde individuell mitgeteilt, ob sie eine Förderung im Rahmen des Aufbaus einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) empfiehlt. Die endgültige Entscheidung über eine mögliche Förderung trifft die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) am 26. Juni.

Zu Beginn der Woche ist bereits die zweite Ausschreibungsrunde gestartet.

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Open Data Impact Award – Stifterverband sucht innovative Open Data

20. Mai 2020 | von

Der Stifterverband schreibt im Rahmen seiner Initiative innOsci – Forum offene Innovationskultur den Open Data Impact Award aus, um Open Data in der Wissenschaft sichtbarer zu machen und zu stärken. Der Preis ehrt Forschende, die Open Data für ihre Innovationen genutzt haben oder deren Forschung Potenzial zur innovativen Nachnutzung hat. Kooperationspartner ist die DUZ – Magazin für Wissenschaft und Gesellschaft. Insgesamt wird eine Fördersumme von 30.000 Euro bereitgestellt.

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Research Data Alliance lädt zum Hackathon ein

15. Mai 2020 | von

Daten-Interessierte aufgepasst! Die Research Data Alliance (RDA) veranstaltet einen Hackathon zum Thema maschinell-umsetzbare Datenmanagementpläne (maDMP). Der Hackathon ist für jeden offen. Auch das Entwickler-Team des Research Data Management Organiser (RDMO) nimmt an der Veranstaltung teil. Wie Sie sich auch ohne technische Kenntnisse beteiligen können und wann das Ganze stattfindet, erfahren Sie hier.

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Interview mit Data Steward Lukas C. Bossert

12. Mai 2020 | von

Lukas C. Bossert vor einem BcherregalLukas C. Bossert ist seit Oktober 2019 als Data Steward an der RWTH Aachen University beschäftigt. In seiner Rolle als Data Steward betreut er die Sonderforschungsbereiche (SFB) 1382 Darm-Leber-Achse (Anm. d. Red.: Hier geht’s zum Best-Practice-Beitrag „SFB 1382“) und 917 Nanoswitches.

Über seine Aufgaben und Herausforderungen bei seiner Arbeit spricht er hier im Interview.

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Sichtbarmachung von Forschungsergebnissen und -daten im Sonderforschungsbereich 1382

12. Mai 2020 | von

Lukas C. Bossert vor einem Bcherregal

Lukas C. Bossert ist Data Steward für den Sonderforschungsbereich (SFB) 1382 „Darm-Leber-Achse“ am Klinikum und den SFB 917 „Nanoswitches“ in der Physik.

Lesen Sie im folgenden Beitrag von Lukas Bossert, wie er die Sichtbarmachung von Forschungsergebnissen und -daten aus dem SFB 1382 unterstützt und welcher Mehrwert daraus gezogen werden kann.
(Anm. d. Red.: Lesen Sie gerne auch das Interview mit Lukas C. Bossert)

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E-Science-Tage 2019: Tagungsband erschienen

08. Mai 2020 | von

Im Informationszeitalter ist die digitale Datenfülle allgegenwärtig. Die Informationsflut birgt dabei sowohl Chancen als auch Herausforderungen. Bereits im letzten Jahr berichteten wir über die E-Science-Tage 2019, bei denen diese Chancen und Herausforderungen in den Blick genommen wurden, um einen Weg durch den Daten-Dschungel zu weisen. Unter dem Motto „Data to Knowledge“ ging es bei der Tagung um die fundamentale Frage: Wie kann aus Daten Wissen gewonnen werden? Jetzt ist der Tagungsband der E-Science-Tage 2019 erschienen, an dem sich auch das FDM-Team der RWTH Aachen University mit zwei Beiträgen beteiligt hat. Weiterlesen »