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Forschungsdaten – Aktuelles und Wissenswertes

DINI/nestor-Workshop „Forschungsdaten auswählen und bewerten“

28. Oktober 2015 | von

Am 17.11.2015 findet an der Universität Duisburg-Essen der vierte Workshop der DINI/nestor-AG Forschungsdaten statt. Er thematisiert die Fragen rund um die Auswahl und Bewertung von Forschungsdaten für die Archivierung:

[…] Wie wird entschieden, welche Forschungsdaten in welcher Form aufbewahrt werden und welche nicht? Wer entscheidet letztlich über Auswahl und Archivierung?

Der Workshop hat nicht die Erwartung, fertige Lösungen zu präsentieren. Ziel ist es vielmehr, die zu diskutierenden Faktoren in Form von Vorträgen und Breakout-Sessions herauszuarbeiten.

In der Session „Praktische Übung zum Auswählen und Bewerten von Forschungsdaten“ erarbeiten Kleingruppen anhand von konkreten Beispielen Argumente für erhaltenswerte und nicht erhaltenswerte Forschungsdaten. Hierfür suchen wir insbesondere Negativbeispiele. Denn während sicher erhaltenswerte Forschungsdaten leicht zu finden sind, sind Daten, die die Datenproduzenten selbst als nicht erhaltenswert einschätzen, viel schwieriger zu identifizieren und in der Regel nicht zugänglich.

Als Moderator dieser Session würde ich mich besonders über konkrete Beispiele von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der RWTH freuen! Wenn Sie den Workshop mit einem Beispiel aus Ihrer Forschung unterstützen möchten, schicken Sie bitte bis zum 08.11.2015 eine Kurzbeschreibung der Daten (nicht die Daten selbst) an: d.schmitz@ub.rwth-aachen.de. Wenn Sie gerne persönlich am Workshop teilnehmen wollen, erfolgt die Anmeldung über die DINI-Webseite.

TIFF oder JPEG2000 zur Archivierung von Rastergrafiken?

13. Oktober 2015 | von

Am 30.09. und 1.10.2015 fand am Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften (ZB MED) in Köln ein Workshop zu den Bildformaten TIFF und JPEG2000 statt, in dem die wesentlichen Unterschiede, Vorteile und Nachteile beider Bildformate für die digitale Langzeitarchivierung behandelt wurden.

TIFF (Tagged Image File Format) ist ein robustes, sehr verbreitetes und lizenzfreies Format für die digitale Langzeitarchivierung. Der größte Nachteil ist jedoch seine Komplexität. TIFF-Dateien beanspruchen viel Speicherplatz und lassen kein Streaming zu.

JPEG2000 dagegen ermöglicht eine visuell verlustfreie Kompression (visually lossless) und spart damit Speicherplatz. Ein schrittweiser Bildaufbau ermöglicht die komfortable Verwendung, da Bilder geringerer Qualität durch Anzeigen nur eines Teils der Originaldatei dargestellt werden können. JPEG2000 ist jedoch nicht uneingeschränkt lizenzfrei und die Qualität der Bilder hängt von der Implementierung ab. Software, die JPEG2000 in vollem Umfang unterstützt, steht open source nicht zur Verfügung.

Für welches Format man sich in Hinblick auf die digitale Langzeitarchivierung entscheidet, hängt davon ab, was für Bilder archiviert werden und wie die weitere Nutzung aussieht.

Des Weiteren wurden in dem Workshop Themen wie Farbmanagement bei der Erstellung und Erhaltung von Bilddateien (z.B. Workflow, Farbprofile), die „Migration“ der Bilddateien als Erhaltungsmaßnahme sowie verschiedene Validierungstools diskutiert. Das FDM-Team berät Sie gerne zur Archivierung von Bilddateien, wenden Sie sich einfach an das IT-ServiceDesk.

DFG verabschiedet Leitlinien zum Umgang mit Forschungsdaten

06. Oktober 2015 | von

Die Dokumentation von Forschungsdaten nach fachspezifischen Standards und ihre langfristige Archivierung sind daher nicht nur bedeutsam für die Qualitätssicherung wissenschaftlicher Arbeit, sondern auch eine grundlegende Voraussetzung für die Nachnutzbarkeit von Forschungsergebnissen.

Vor diesem Hintergrund hat der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in seiner Sitzung am 30. September 2015 „Leitlinien zum Umgang mit Forschungsdaten“  verabschiedet und fasst damit die bereits geltenden Erwartungen an Antragstellende hinsichtlich des Umgangs mit den im Projekt entstehenden Forschungsdaten konsistent zusammen. Demnach sollen

  1. Überlegungen zum Datenmanagement schon in die Projektplanung und Antragstellung Eingang finden
  2. Forschungsdaten nach Möglichkeit zeitnah verfügbar gemacht werden
  3. Forschungsdaten den Regeln der Guten Wissenschaftlichen Praxis folgend langfristig gesichert werden

Darüber hinaus wird auf Angebote der DFG zur Unterstützung des Managements von Forschungsdaten verwiesen. Gerne unterstützt Sie das FDM-Team bei der Beantwortung Ihrer Fragen. Wenden Sie sich einfach an das IT-ServiceDesk.

Die gesamte Meldung der DFG finden Sie in den Information für die Wissenschaft Nr. 66 vom 6. Oktober 2015.

CDS-Seminar „Management von Forschungsdaten“ am 30.10.2015

25. September 2015 | von

Als Wissenschaftlerin oder Wissenschaftler arbeiten Sie ganz selbstverständlich mit Forschungsdaten in den verschiedensten Arten und Formaten. Sie gehören zu Ihren Forschungsprozessen und sind die Grundlage Ihrer Publikationen und nicht zuletzt auch der Doktorarbeit.

Manchmal empfinden Sie den Umgang mit Daten aber auch als aufwendig. Sie verlieren den Überblick, suchen lange nach früheren Daten oder brauchen viel Zeit diese nachzuvollziehen. Und wie ist es, wenn Sie mit anderen zusammenarbeiten oder wenn Sie beim Verlassen des Institutes die Forschungsdaten übergeben wollen? Könnten andere mit Ihren Forschungsdaten weiterarbeiten?

Wenn Sie Ihren persönlichen Umgang mit Forschungsdaten verbessern möchten, besuchen Sie das nächste Seminar „Management von Forschungsdaten“, das am Freitag den 30.10.2015 in der Universitätsbibliothek stattfindet. Das Seminar wird Sie für den nachhaltigen Umgang mit Forschungsdaten sensibilisieren, Ihnen Möglichkeiten aufzeigen, das persönliche Datenmanagement zu optimieren und Sie auf die Unterstützungsangebote der RWTH zum Forschungsdatenmanagement aufmerksam machen.

Bei Fragen zu Kursinhalten wenden Sie sich bitte an das FDM-Team, indem Sie eine Nachricht an das  IT-ServiceDesk schreiben.

 

Mehr als Technik: Forschungsdatenmanagement braucht Personen, die bereit dazu sind

18. September 2015 | von

Am 11.09.2015 fand an der RWTH Aachen ein Vortrag zum Forschungsdatenmanagement statt. Er war mit rund 40 Personen aus Wissenschaft und Infrastruktureinrichtungen der RWTH sehr gut besucht.

Die Vortragende Frau Roller ist Professorin für Simulationstechnik & Wissenschaftliches Rechnen sowie Leiterin des Zentrums für Informations- und Medientechnologie (ZIMT) der Universität Siegen. Sie kennt die RWTH bestens aus ihrer Zeit als Professorin für Angewandtes Supercomputing im Maschinenbau. In ihrem Vortrag gab sie eine umfassende Einführung zum Thema, zur Definition von Forschungsdaten, zu ihrer Verankerung im wissenschaftlichen Wertschöpfungsprozess und zu den Fragen, warum man Forschungsdatenmanagement betreiben sollte und worin das eigentliche Problem liegt. Dabei griff sie immer wieder auf ihren großen, eigenen Erfahrungsschatz als Wissenschaftlerin zurück.

Ein wesentliches Fazit ihres Vortrags war, dass der Umgang mit Forschungsdaten sowohl von Forschungsprozessen als auch von gelebten Forschungskulturen geprägt ist.

Deshalb wird es nie eine rein technische Lösung geben, sondern man braucht immer Personen, die bereit dazu sind.

Bei der Entwicklung von Lösungen befindet man sich stets im Spannungsfeld zwischen lokal versus zentral, Bottom Up versus Top Down, individuell versus kooperativ.

In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den Vorteilen des Datenmanagements durchaus bewusst sind. Sie wünschen sich jedoch funktionierende Best Practice Beispiele, die ihnen den Weg weisen und sie bereit dazu machen, jetzt für das langfristige Ziel zu investieren.

Praxisorientierte Ratschläge zum Umgang mit Daten

09. September 2015 | von

Die Analyse von Daten ist eine Herausforderung, insbesondere wenn sich die Daten selbst oder die Auswertungskriterien laufend ändern, die eigenen Ressourcen schwanken, die Zeit knapp ist, nur eingeschränkte technische Werkzeuge zur Verfügung stehen, die Analysen aber trotzdem reproduzierbar und einfach erklärbar sein sollen.

Enda Ridge hat als „Data Scientist“ in seinem Buch Guerrilla Analytics – A Practical Approach to Working with Data seine Best Practices für die Datenanalyse unter solchen Bedingungen in Form von sieben Prinzipien zusammengefasst und die Forschung als einen möglichen Anwendungsbereich benannt:

  1. Speicher ist billig, Verwirrung teuer.
  2. Projektstrukturen sollten einfach und visuell sein (keine umfangreich dokumentierten, projektspezifischen Regeln).
  3. Automatisierung mit Programmen ist dem manuellen Vorgehen in einer grafischen Bedienoberfläche vorzuziehen.
  4. Daten müssen zwischen Dateisystem, Analyseumgebung und dem abgelieferten Ergebnis identifzierbar und nachverfolgbar sein.
  5. Änderungen an Daten und Programmen sollten unter Versionskontrolle stehen.
  6. Kooperatives Wissen sollte in versionierten Builds gesammelt werden.
  7. Analyse-Code sollte von Anfang bis Ende ohne Unterbrechung ausführbar sein.

Auf seiner Webseite findet sich für jedes Prinzip eine kurze Begründung. Das Buch gibt darüber hinaus 90 praktische Tipps zusammen mit Beispielen und hat Eingang in das Programm unseres CDS-Seminars „Management von Forschungsdaten“ (nächster Termin, Freitag 30.10.2015) gefunden.

Vortrag und Diskussion zum Forschungsdatenmanagement an der RWTH

31. August 2015 | von

Am 11. September berichtet Frau Professorin Sabine Roller vom Zentrum für Informations- und Medientechnologie der Universität Siegen über „Forschungsdatenmanagement im Kooperationsverbund“. Anschließend findet ausgehend von dem aktuellen Vorprojekt der RWTH eine Diskussion zum Thema Forschungsdatenmanagement an der RWTH statt, zu dem alle Interessenten herzlich eingeladen sind. Die Vortragseinladung finden Sie hier.

Weitere Informationen und Anmeldung bis zum 4. September 2015:
Dr. Brigitte Küppers, ERS-Forum, Tel. 0241 80 96504, kueppers@ers.rwth-aachen.de

re3data – Registry of Research Data Repositories

28. August 2015 | von

In einem Repositorium für Forschungsdaten werden diese als eigenständiges Objekt zeitlich und örtlich unabhängig von einer interpretativen Veröffentlichung publiziert. Sie haben die Möglichkeit, dort nach Forschungsdaten aus Ihrer Disziplin zu recherchieren und teilweise auch eigene Daten zu veröffentlichen.

re3data.org hat sich zum Ziel gesetzt, einen Überblick über bereits existierende Repositorien zu schaffen. Dazu wurde ein eigenes Metadatenschema zu deren Beschreibung entwickelt. Derzeit sind dort 1.319 überprüfte Repositorien verzeichnet. Sie können bei Ihrer Recherche unter anderem nach Fach, Inhaltstyp und Land filtern. Re3data hilft Ihnen bei der Beantwortung folgender Fragen:

Wo finde ich Forschungsdaten aus meinem Fach, die ich nachnutzen kann?

Wo kann ich Forschungsdaten aus meinem Fach veröffentlichen?

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Neues Glossar zum Forschungsdatenmanagement

21. August 2015 | von

Research Data Canada (RDC) startet in Zusammenarbeit mit dem internationalen Consortia Advancing Standards in Research Administration Information (CASRAI) ein interaktives Glossar mit derzeit rund 500 Begriffen und Definitionen rund um das Forschungsdatenmanagement.

Das Glossar ist als praktisches Nachschlagewerk für einzelne Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler oder Arbeitsgruppen gedacht, die sich um eine Verbesserung des Forschungsdatenmanagements kümmern. Darüber hinaus ist es ein Ort zur Diskussion und Weiterentwicklung der Begriffe und soll ein „lebendes Dokument“ mit in der Community diskutierten und somit akzeptierten Definitionen bilden.

Jeder Begriff hat eine eindeutige ID und eine URL, die genutzt werden kann, um Begriffe mit ihren Definitionen zu verlinken und damit das Leseverständnis von Texten zu steigern.

Nachtrag (05.04.2023): Nachdem CASRAI 2020 seine Tätigkeit als Organisation eingestellte, hat CODATA die Verantwortung für das Glossar zum Forschungsdatenmanagement übernommen, welches nun als Research Data Management Terminology fortbesteht.

Handbuch Forschungsdatenmanagement

12. August 2015 | von

Das Handbuch Forschungsdatenmanagement bietet einen kompakten und disziplinübergreifenden Einstieg in den Themenkomplex. Geschrieben aus informationswissenschaftlicher und  anwendungsbezogener Perspektive bündelt es wichtige Aspekte des Forschungsdatenmanagements, wie beispielsweise die Langzeiterhaltung digitaler Forschungsdaten, Metadaten und Standards, Forschungsdaten-Repositorien oder die Datenanalyse und –visualisierung.

Konzipiert als Leitfaden für das Selbststudium unterstützt das Handbuch die persönliche Aus- und Weiterbildung und ist eine empfehlenswerte Lektüre für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die Informationen über das Thema benötigen oder Ihren Umgang mit Forschungsdaten verbessern möchten.

Das Werk ist online verfügbar und als print-Version in der UB ausleibar.

Handbuch Forschungsdatenmanagement, herausgegeben von Stephan Büttner, Hans-Christoph Hobohm, Lars Müller. Bad Honnef : Bock + Herchen, 2011. ISBN 978-3-88347-283-6