Am 10. Juni 2026 fand der RWTH Talk Lehre 2026 statt. Rund 350 Teilnehmende aus Lehre, Forschung und Hochschulverwaltung nahmen vor Ort sowie digital an den Vorträgen, Workshops und Diskussionen teil. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie Künstliche Intelligenz die Hochschullehre verändert und bereits verändert hat sowie welche Chancen und Herausforderungen sich daraus ergeben.
In diesem Beitrag geben wir euch Einblicke in die einzelnen Vorträge, Diskussionen und Praxisbeispiele. Einen Überblick über das Programm und die einzelnen Sessions findet ihr in unserem Auftaktbeitrag zum Talk Lehre 2026.
KI in der Lehre: Zwischen Potenzial und Verantwortung
Künstliche Intelligenz ist inzwischen fest in vielen Bereichen der Hochschule verankert. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen vor allem Fragen der konkreten Umsetzung, der rechtssicheren Nutzung und der Integration in Prüfungs- und Lehrformaten.
Zu den Vortragenden gehörten unter anderem Prof.in Nelly Litvak von der TU Eindhoven, die Perspektiven auf Lehrpraktiken im KI-Zeitalter vorstellte, sowie Prorektor für Lehre, Prof. Joost-Pieter Katoen, der die strategische Bedeutung des Themas für die RWTH einordnete.
Ein besonderer Schwerpunkt lag außerdem auf der KI-gestützten Bildgenerierung. Ein Feature, das bald auch in RWTHgpt verfügbar sein wird.
Neue KI-Tools, neue Anforderungen: Kompetenzaufbau als Voraussetzung
Die Veranstaltung machte deutlich, wie wichtig Angebote zum Kompetenzaufbau und zur Sensibilisierung für einen verantwortungsvollen Umgang mit KI sind. Im Workshop zur Bildgenerierung standen dabei neben technischen Fragestellungen auch Themen wie Datenschutz, Datensicherheit, die Anforderungen der EU-KI-Verordnung, Urheber- und Persönlichkeitsrechte sowie Biases in KI-Systemen im Fokus.
Das große Interesse der Teilnehmenden zeigte, wie hoch der Bedarf an Schulungs- und Weiterbildungsformaten ist.
Daher wird es zusätzlich zu bereits bestehenden Angeboten der RWTH zum Release des neuen Features in RWTHgpt weitere Weiterbildungs- und Unterstützungsangebote zur Kompetenzförderung geben. Darunter Handreichungen, Online-Kurse sowie eine Checkliste zum verantwortungsvollen Umgang mit KI-Bildgenerierung. Aufgrund des großen Interesses wurde zudem bereits eine öffentliche Folgeveranstaltung zur KI-Bildgenerierung angekündigt.
KI in Abschlussarbeiten: Bedarf an klaren Regeln und Orientierung
Zum Abschluss der Veranstaltung tauschten sich die Teilnehmenden in einer von Univ.-Prof. Malte Persike moderierten Diskussion über den Einsatz von KI in Abschlussarbeiten aus. Dabei wurde deutlich, dass viele Fragen der rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen weiterhin offen sind. Der transparente Umgang mit KI-Werkzeugen sowie deren Einsatz in Prüfungsleistungen beschäftigt Lehrende und Studierende gleichermaßen.
Gemeinsam mit den Studiendekanaten werden aktuell Leitlinien erarbeitet, die Orientierung bieten sollen. Diese befinden sich in den entsprechenden Gremienprozessen.
Ausblick: Vielfältiges Engagement an der RWTH
Der Talk Lehre 2026 hat gezeigt, mit welchem Engagement die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz an der RWTH vorangetrieben werden. Die zahlreichen Diskussionen und Praxisbeispiele machten deutlich, dass bereits viele innovative Ideen entstehen und die Auseinandersetzung mit KI in Studium, Lehre und Verwaltung aktiv gestaltet wird.
Über die angekündigten Veranstaltungen und Schulungsformate informieren wir zeitnah.
Verantwortlich für die Inhalte dieses Beitrags sind Melisa Berisha und Robin Jakobitz.





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