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Forschungsdaten – Aktuelles und Wissenswertes

FDM-Netzwerktreffen im März 2025 – Neuausrichtung des FDM-Netzwerkes und Highlights der E-Science-Tage

01. April 2025 | von
Symbolbild FDM-Netzwerktreffen

Quelle: Eigene Darstellung; Freepik

In diesem Nachbericht blicken wir auf das vergangene FDM-Netzwerktreffen am 19. März 2025 zurück: Erfahren Sie mehr über das FDM-Netzwerk, seine Vision und die zukünftige Entwicklung der FDM-Netzwerktreffen an der RWTH Aachen. Zudem verraten wir die Highlights unserer Data Stewards und Netzwerkmitglieder, die sie während der E-Science-Tage 2025 in Heidelberg erlebt haben.

 

Hintergrund: Das FDM-Netzwerk

Das FDM-Netzwerk an der RWTH Aachen vereint verschiedene Akteure, darunter das zentrale FDM-Team, Data Stewards, FDM-aktive Forschende verschiedener Fachbereiche sowie FDM-Interessierte und existiert seit dem Jahr 2020. Unsere Vision ist es, eine verlässliche Plattform für Vernetzung, gegenseitige Unterstützung und die kontinuierliche Weiterentwicklung des Forschungsdatenmanagements an der RWTH zu schaffen.

Durch eine aktive Gemeinschaft, die auf einem ausgewogenen Verhältnis von Geben und Nehmen basiert, wollen wir Synergien nutzen, Änderungsprozesse vorantreiben und gleichzeitig den individuellen Arbeitsaufwand für einzelne effizient gestalten.

Um das Netzwerk aufzubauen und nachhaltig zu etablieren, wurden über die Zeit verschiedene Maßnahmen implementiert. Dazu zählen eine Mailingliste, monatliche FDM-Netzwerktreffen, regelmäßige Data Steward Jour Fixes, individuelle Gesprächstermine der Data Stewards-Koordination mit einzelnen Data Stewards sowie eine Austauschplattform – zunächst auf Microsoft SharePoint und später im Intranet. Zeitweise stand zudem ein Microsoft Teams-Chat für den schnellen, informellen Austausch zur Verfügung.

Wie bereits im letzten Nachbericht angekündigt, war es nach fünf Jahren Bestehen des Netzwerks und dem Wechsel in der Data-Steward-Koordination an der Zeit, die verschiedenen Maßnahmen zu evaluieren und orientiert am aktuellen Bedarf zu optimieren. Dazu wurden im Zeitraum von Dezember 2024 bis Februar 2025 persönliche Interviews mit allen Data Stewards durchgeführt. Das Feedback aller Netzwerkmitglieder wurde im FDM-Netzwerktreffen Mitte Januar eingeholt und durch eine Online-Umfrage komplettiert. Die Ergebnisse wurden evaluiert und die daraus resultierenden Maßnahmen am 19. März 2025 im Netzwertreffen vorgestellt.

 

Entwicklung und Neuaufstellung des FDM-Netzwerkes

Gestützt auf die Evaluierung der Netzwerkaktivitäten werden einige Maßnahmen angepasst, um den Bedürfnissen und Anregungen der Netzwerkmitglieder besser gerecht zu werden.

Ein zentraler Punkt ist die Aktualisierung der Meeting-Struktur, um den Zeitaufwand – insbesondere für die Data Stewards – zu reduzieren. Zudem wird die bisherige Unterscheidung zwischen Data Stewards und anderen Netzwerkmitgliedern zugunsten einer neuen Kategorisierung aufgegeben: Künftig wird nur zwischen aktiven und passiven Mitgliedern differenziert. Aktive Mitglieder engagieren sich im Wissenstransfer und tragen damit aktiv zur Weiterentwicklung des FDMs an der RWTH bei, während passive Mitglieder vorrangig an Informationen interessiert sind, was ebenfalls akzeptiert und vollkommen in Ordnung ist.

Ab April 2025 werden die monatlichen Data Steward Jour Fixes und die herkömmlichen FDM-Netzwerktreffen zu einem gemeinsamen Format zusammengeführt, das die Stärken beider Veranstaltungen vereint. Im Zuge dieser Anpassung ändert sich auch der Termin: Die Netzwerktreffen finden künftig jeden vierten Donnerstag im Monat ab 10 Uhr statt. Insgesamt sind rund 10 Treffen pro Jahr geplant, die sich folgendermaßen zusammensetzen und einen Mix aus verschiedenen Formaten bieten:

  • 6 Topic Specials (online, 90 min.): Diese Sitzungen widmen sich einem Fokusthema, das möglichst aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet wird. Präsentationen, das etablierte Science(speed)dating und weitere interaktive Elemente fördern den Erfahrungsaustausch und die Diskussion.
  • 4 Practice Specials (online oder präsenz) nur für aktive Netzwerkmitglieder: Hier stehen die aktuellen FDM-Aufgaben sowie der gegenseitige Support im Mittelpunkt. Die Online-Treffen dauern ebenfalls 90 Minuten, während Präsenzveranstaltungen zusätzliche Zeit für Networking, beispielsweise bei einer gemeinsamen Mittagspause, bieten.

Eine weitere Neuerung ist der Ausbau unseres Projektraums im Intranet zur zentralen Informationsplattform für alle Mitglieder des FDM-Netzwerks. Sie soll erweiterte Informationen zum FDM an der RWTH bieten, u.a. eine Übersicht aller aktiven Netzwerkmitglieder und ihrer FDM-Aufgaben in laufenden Projekten sowie ergänzende Inhalte wie relevante FDM-Termine, Themenvorschläge für Netzwerktreffen und eine Möglichkeit, weitere Anregungen einzureichen. Mit dieser Entwicklung wird das Wissen zentral gebündelt, die Vernetzung innerhalb des Netzwerks gestärkt und die Transparenz weiter verbessert.

Die Mailingliste DataStewards@RWTH bleibt als zentraler Informationskanal bestehen. Wir empfehlen allen FDM-aktiven Mitgliedern der RWTH, die Liste zu abonnieren, um stets über aktuelle Entwicklungen und wichtige Termine informiert zu bleiben. Zusätzlich wird ein Webex-Kanal eingerichtet, der eine schnelle und informelle Kommunikation innerhalb des Netzwerks ermöglicht. Diese neue Austauschmöglichkeit soll den direkten Dialog und die spontane Vernetzung erleichtern.

Wir möchten uns an dieser Stelle auch nochmals bei allen Umfrageteilnehmenden und Interviewpartnern für das wertvolle Feedback bedanken und hoffen, dass die anstehenden Veränderungen zu einem noch effizienteren Austausch im FDM-Netzwerk führen.

 

Highlights der E-Science-Tage

Im zweiten Teil des Netzwerktreffens wurden von den Data Stewards und Netzwerkmitgliedern ihre persönlichen Highlights der E-Science-Tage vorgestellt und so die Veranstaltung gemeinsam reflektiert. Dabei wurden zentrale Erkenntnisse diskutiert und der Austausch über die gewonnenen Eindrücke fortgesetzt, insbesondere im Hinblick auf die aktive Teilnahme des FDM-Teams und FDM-Aktiven der RWTH an den E-Science-Tagen 2025.

Das Team konnte viele spannende Einblicke gewinnen:

  • Die Keynote von Susanna Weber zur Bedeutung von Data Stewardship und der Investition in Datenqualität brachte Einblicke und Inspirationen zu einem funktionierenden Data Steward Netzwerk. Der Vortrag ist nun auch als Video verfügbar.
  • Die Rolle von Data Stewards wurde in vielen weiteren Beiträgen hervorgehoben und als zentral für den nachhaltigen Umgang mit Forschungsdaten betrachtet.
  • Beim Networking standen Themen wie Speicherplatzprovisionierung und wissenschaftliche Vergabeverfahren im Mittelpunkt, insbesondere im Kontext eines vorgestellten Konzeptes zur optimierten Ressourcenverteilung.
  • Ein Workshop zur Erstellung interoperabler RDMO-Kataloge mit dem NFDI DMP Template Framework brachte viel positives Feedback und weiteren Input für die Weiterentwicklung.
  • Die Herausforderungen und Chancen eines Serviceverzeichnisses für die Nationale Forschungsdateninfrastuktur (NFDI) wurden diskutiert, mit besonderem Fokus auf die Bedürfnisse von Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAWs) und deren Zugang zu relevanten Services.
  • Eine Präsentation zur Verwaltung von FAIR-Mikroskopiedaten auf institutioneller Ebene beinhaltete eine Hands-on-Demo sowie eine Vorstellung eines speziellen Dateiformats zur effizienten Handhabung großer Bildstapel.
  • Großes Interesse bestand an digitalen Laborbüchern wie eLabFTW und verwandten Materialien zur besseren Organisation und Dokumentation von Forschungsprozessen.
  • Eine Posterpräsentation zu Publikationsstandards im Rahmen von NFDI4Chem zeigte, dass insbesondere Bibliothekar*innen an einer engeren Verknüpfung von Forschungsdaten und wissenschaftlichen Artikeln interessiert sind.

Lesen Sie auch unsere anderen Blogbeiträge zu den E-Science-Tagen auf diesem Kanal.

Fragen?

Sie haben Fragen rund um das FDM-Netzwerk oder dem FDM-Netzwerktreffen? Dann kontaktieren Sie gerne das FDM-Team, wir freuen uns über Ihre Nachricht.

 


Verantwortlich für die Inhalte dieses Beitrags sind Lina-Louise Kaulbach, Ute-Trautwein-Bruns und Arlinda Ujkani.

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