
Quelle: Eigene Darstellung
Vom 23. bis 25. März 2026 fand die FDM-Werkstatt von fdm.nrw an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf statt. Auch Coscine war mit mehreren Programmpunkten vertreten und bot vielfältige Einblicke in die praktische Nutzung der Plattform: In zwei Hands-on-Workshops konnten Forschende konkrete Anwendungsfälle kennenlernen und direkt erproben. Ergänzend dazu wurde gemeinsam mit git.nrw in einer Diskussionsrunde der Aufbau von Peer-to-Peer-Strukturen im Forschungsdatenmanagement beleuchtet.
Coscine-Workshops
Bereits bei der FDM-Werkstatt 2023 stand ein Workshop zur automatisierten Übertragung von (Meta)Daten nach Coscine auf dem Programm. Da das Angebot damals auf großes Interesse stieß, wurde der Workshop in leicht abgewandelter Form erneut durchgeführt. Stattgefunden hat der Workshop „Automating (Meta)data to Coscine“ direkt am Starttag der FDM-Werkstatt von 15 bis 17 Uhr und wurde von Catherine Gonzalez geleitet. Die Teilnehmenden haben dabei gelernt, wie sie mithilfe der Coscine Python SDK Daten inkl. beschreibender Metadaten automatisiert hochladen können. Für eine möglichst realitätsnahe Übung konnten die Teilnehmenden dafür ihren eigenen Datensatz mitbringen und direkt die gelernten Prozesse anwenden.
Am Mittwoch, den 25. März 2026, ging es von 9 bis 12 Uhr weiter mit dem Workshop„Building Interactive Visualizations with Streamlit in Python“ von Jonathan Hartman. Innerhalb von drei Stunden lernten die Teilnehmenden, wie sie mithilfe der Streamlit-Anwendung interaktive Visualisierungen in Python darstellen können und wie Daten von externen Quellen, z.B. einer Coscine-Ressource, eingebunden werden können.
Peer-to-Peer Diskussion
Abgerundet wurde die diesjährige FDM-Werkstatt mit einer zweistündigen Diskussion unter dem Motto „Promotion of Knowledge Exchange: The Need for Peer-to-Peer Structures for Users of fdm.nrw State Services“. Dabei stellten Miriam Petry, git.nrw, sowie Lukas C. Bossert, Coscine.nrw, die bereits vorhanden Support-Strukturen und Austauschmöglichkeiten der Community für die Services vor. Im Anschluss daran konnte ausgiebig diskutiert werden, inwiefern die Forschenden Peer-to-Peer Austauschmöglichkeiten benötigen und wo es eventuell bereits vorhandene Strukturen gibt, die genutzt werden. Dabei tauschten sich die Teilnehmenden entlang von drei Leitfragen miteinander aus.
Zur Frage „Welche bilateralen Austauschformate finden Sie am hilfreichsten oder praktikabelsten und warum?“ wurde deutlich, dass sowohl informelle als auch strukturierte Ansätze wichtig sind. Genannt wurden beispielsweise Coffee Breaks, Interest Groups oder Konferenzen, aber auch gezielte Formate wie „Problem Tinder“ bzw. kurze Speed-Dating-Sessions. Digitale Angebote wie Chats oder Foren spielen ebenfalls eine Rolle, benötigen jedoch aktives Community Management. Besonders relevant ist zudem, dass Ergebnisse dokumentiert, zusammengefasst und als Wissensbasis zugänglich gemacht werden.
Im Hinblick auf die Frage „Welche Erfahrungen haben Sie bereits im Peer-to-Peer-Kontext im FDM gesammelt und welche konkreten Herausforderungen sind dabei aufgetreten?“ berichteten die Teilnehmenden von positiven Erfahrungen mit Formaten wie Workshops, Hackathons, Data Cafés oder Mailinglisten. Diese ermöglichen Selbsthilfe, die Validierung von Problemen sowie die Entwicklung und Weitergabe von Lösungen. Gleichzeitig wurden Herausforderungen benannt, darunter ein hoher Zeitaufwand, fehlende Strukturen und Infrastrukturen sowie die Schwierigkeit, Teilnehmende langfristig zu motivieren. Auch die Rolle von Moderation beziehungsweise Facilitation wurde als zentral hervorgehoben.
Zur Frage „Welche Rahmenbedingungen, zum Beispiel Zeit, Moderation, Interdisziplinarität oder Vertraulichkeit, sind für Sie entscheidend, damit ein Peer-to-Peer-Austausch im FDM für Sie wertvoll ist?“ nannten die Teilnehmenden mehrere zentrale Bedingungen. Dazu zählen eine offene und möglichst barrierefreie Wissensbasis, beispielsweise ohne VPN, ausreichende Ressourcen sowie klare Strukturen, etwa durch einen zentralen Einstiegspunkt mit Leitlinien. Ebenso wichtig sind eine aktive Community, funktionierende Feedbackmechanismen und verschiedene Austauschformate, von forumähnlichen Plattformen bis hin zu offenen Sprechstunden. Eine wertschätzende und einladende Atmosphäre wurde dabei als entscheidender Erfolgsfaktor betont.
Die Diskussion zeigte insgesamt, dass Peer-to-Peer-Strukturen im FDM großes Potenzial haben, ihre Etablierung jedoch gezielte Rahmenbedingungen, Moderation und kontinuierliche Pflege erfordert.
- Quellen: Eigene Darstellungen
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Bei allen Fragen zu Coscine oder zum Forschungsdatenmanagement steht Ihnen das FDM-Team der RWTH Aachen gerne jederzeit zur Verfügung.
Verantwortlich für die Inhalte dieses Beitrags sind Katja Jansen und Arlinda Ujkani.






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