
Quelle: fdm.nrw
Die Landesgeschäftsstelle der Landesinitiative für Forschungsdatenmanagement (kurz: Landesinitiative fdm.nrw) ist der zentrale Knotenpunkt für strategische Entwicklungen des Forschungsdatenmanagements (FDM) in Nordrhein-Westfalen. Seit ihrer Gründung im Jahr 2017 vernetzt sie Hochschulen und Akteur*innen im Land, begleitet den Auf- und Ausbau von FDM-Strukturen und FDM-Landesdiensten und informiert über übergreifende aktuelle Entwicklungen im FDM. Darüber hinaus begleitet die Landesinitiative fdm.nrw die Umsetzung des Landeskonzepts FDM der DH.NRW, das 2024 veröffentlicht wurde. Mit ihren Informations-, Vernetzungs- und Austauschangeboten richtet sich die Landesinitiative fdm.nrw insbesondere an das FDM-Personal an den Hochschulen.
In diesem Blogbeitrag erhalten Sie einen Überblick über die Entwicklung der Landesinitiative fdm.nrw von ihrer Gründung bis heute sowie über ihre zentralen Handlungsfelder und die Zusammenarbeit mit der RWTH.
fdm.nrw – Entwicklung von der Gründung bis heute
Die Landesinitiative wurde 2017 initial mit dem Ziel gegründet, die Hochschulen in NRW über den Aufbau der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) zu informieren und sie bei einem Engagement in der NFDI zu unterstützen. Im Mittelpunkt standen hierbei zunächst insbesondere die Vernetzung relevanter Akteur*innen sowie die Bereitstellung von Informationen. Dieser verbindende Charakter ist der Landesinitiative fdm.nrw bis heute erhalten geblieben.
Ab 2019 erweiterten sich die Aufgabenbereiche um die Handlungsfelder Weiterbildung und Unterstützung von FDM an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW). Zudem rückten der Aufbau hochschulübergreifender Infrastrukturen und deren Begleitung zunehmend in den Fokus der Landesinitiative.
Im Januar 2024 wurde die Landesinitiative fdm.nrw als Landesgeschäftsstelle verstetigt. Ebenfalls in diesem Jahr wurde das Landeskonzept FDM verabschiedet und veröffentlicht, dessen Umsetzung von der Landesinitiative fdm.nrw begleitet wird.
Landeskonzept Forschungsdatenmanagement – Handlungsfelder
Das Landeskonzept Forschungsdatenmanagement formuliert einen Rahmen, in dem die Hochschulen der DH.NRW dem Handlungsfeld FDM begegnen. In fünf Handlungsfeldern sind hierfür Ziele und Umsetzungspfade festgehalten.
Dabei reichen die Themen von der strategischen Ausrichtung der Hochschulstandorte (Handlungsfeld I) über den Aufbau föderierter Informationsinfrastrukturen und Landesdienste (Handlungsfeld II), die Anbindung wissenschaftlicher Bedarfe an die Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) (Handlungsfeld III) sowie den Aufbau und die Bündelung von Kompetenzen (Handlungsfeld IV) bis hin zur institutionellen Verankerung des FDM in NRW (Handlungsfeld V).
Zusammenarbeit mit der RWTH
Die Zusammenarbeit zwischen der Landesinitiative fdm.nrw und der RWTH ist stark partnerschaftlich geprägt und erfolgt auf mehreren Ebenen. Dabei übernimmt die Landesinitiative fdm.nrw vor allem die landesweite Koordination, Vernetzung und Strukturentwicklung im FDM in NRW, während die RWTH ihre fachliche Expertise, praktische Erfahrungen und eigene Entwicklungen in diese Prozesse einbringt. Sichtbar wird diese Kooperation insbesondere im Rahmen von Veranstaltungsformaten wie der FDM-Werkstatt sowie dem Tag der Forschungsdaten: Während die Landesinitiative fdm.nrw diese Formate auf Landesebene zentral koordiniert, beteiligt sich die RWTH aktiv mit eigenen Beiträgen, Workshops und inhaltlichen Impulsen und gestaltet beispielsweise beim Tag der Forschungsdaten in Aachen das lokale Nachmittagsprogramm mit.
Technische FDM-Landesdienste in NRW
Besonders hervorzuheben ist die Zusammenarbeit zur Etablierung der NRW-weiten FDM-Landesdienste für alle Hochschulen der DH.NRW. Eine enge Zusammenarbeit in landesweiten Arbeitsgruppen trägt zu einem abgestimmten Zusammenspiel der verschiedenen FDM-Landesdienste bei.
Im Kontext von Handlungsfeld II des Landeskonzepts FDM werden aktuell generische FDM-Landesdienste aufgebaut. Im Fokus steht dabei die hochschulübergreifende, landesweite Kooperation. An drei FDM-Landesdiensten ist die RWTH konsortialführend beteiligt:
- git.nrw: Die NRW-weit nutzbare GitLab-Instanz git.nrw kann aktuell schon von RWTH-Angehörigen genutzt werden. Ab Sommer steht die Plattform allen Mitgliedshochschulen der DH.NRW zur Verfügung.
- Coscine.nrw: Die FDM-Plattform Coscine wird am IT Center der RWTH entwickelt und ermöglicht Forschenden in NRW eine hochschulübergreifende Zusammenarbeit bei der Speicherung und Verwaltung von Forschungsdaten.
- FDM:Storage.nrw: Die Forschungsdatenspeicherinfrastruktur setzt sich aus den Komponenten DataStorage.nrw und DataArchive.nrw zusammen, die gemeinsam durch komplementäre technische Umsetzung eine Speicherinfrastruktur für Forschungsdaten in NRW darstellen.
Weitere Informationen
Ausführlichere Informationen zu der Arbeit und den Angeboten der Landesinitiative fdm.nrw finden Sie auf der Website von fdm.nrw.
Bei Fragen zu FDM-Themen steht Ihnen das FDM-Team der RWTH jederzeit gerne zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!
Verantwortlich für die Inhalte dieses Beitrags sind Hedda Faber und Arlinda Ujkani. Der Text ist in Kooperation mit der Landesinitiative fdm.nrw entstanden.
Als Informationsgrundlage für diesen Beitrag dienten folgende Quellen:



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