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Forschungsdaten – Aktuelles und Wissenswertes

BiblioCon 2026: Coscine präsentiert Forschungsdatenmanagement im Bibliotheksumfeld

28. Mai 2026 | von
Zwei Personen stehen neben einem Poster in einer Messehalle.

Quelle: Michèle Robrecht

Vom 19. bis 22. Mai 2026 traf sich die Bibliotheks-Community zur diesjährigen BiblioCon im Estrel Congress Center in Berlin. Unter dem Motto „Analog trifft Algorithmus“ widmete sich der größte Bibliothekskongress im deutschsprachigen Raum aktuellen Entwicklungen rund um Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und moderne Informationsinfrastrukturen. Dieser Blogbeitrag gibt Einblicke in die Beteiligung von Coscine und die Gespräche rund um Forschungsdatenmanagement, Bibliotheken und digitale Infrastrukturen.

 

 

Die BiblioCon als Treffpunkt der Community

Organisiert wurde die BiblioCon vom Berufsverband Information Bibliothek e. V. (BIB) gemeinsam mit dem Verein Deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare e. V. (VDB). Mehrere tausend Fachleute aus Bibliotheken, Hochschulen, Forschung und Informationsinfrastrukturen Bibliotheken, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und dem Bereich Forschungsdatenmanagement kamen in Berlin zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen und Zukunftsthemen auszutauschen.

 

Bibliotheken & Coscine

Die BiblioCon zeigte, wie eng Bibliotheken und Forschungsinfrastrukturen inzwischen miteinander verbunden sind. Themen wie Datensouveränität, Open Science, Forschungsdatenmanagement, Künstliche Intelligenz und moderne Bibliotheksservices verdeutlichten, welche zentrale Rolle moderne Infrastrukturplattformen heute in der Wissenschaft einnehmen.

Coscine ist bezüglich FDM ein wichtiger Kontaktpunkt zwischen Bibliotheken und Forschenden, insbesondere da die Begutachtung Speicherplatzanträge für FDM:Storage.nrw und der Coscine 1st-Level-Support an den nutzenden Hochschulen oftmals von Bibliotheksmitarbeitenden aus den jeweiligen FDM-Teams durchgeführt werden.

Rund vier Petabyte Forschungsdaten auf dem FDM:Storage.nrw werden inzwischen über Coscine verwaltet. Das entspricht einer Datenmenge von rund 790 Milliarden E-Book-Seiten. Beschrieben werden sie durch 291 Metadatenprofile. Außerdem wurden über Coscine bereits 18 Anfragen für Publikationsberatungen an den Bibliotheken der nutzenden Hochschulen gestellt. Diese Zahlen unterstreichen die zunehmende Bedeutung strukturierter Datenverwaltung, Nachnutzbarkeit und langfristiger Verfügbarkeit von Forschungsdaten.

 

Interaktives Poster lädt zum Mitmachen ein

Das interaktive Poster „Coscine – die FDM-Plattform, die Bibliotheken und Forschende verbindet“ weckte die Neugier der Konferenzteilnehmenden. Die bekannte Coscine-Workflow-Grafik wurde dabei bewusst ohne Beschriftungen dargestellt. Interessierte konnten die einzelnen Schritte selbstständig ihren passenden Stellen zuordnen und so den Workflow aktiv nachvollziehen.

Durch den interaktiven Ansatz des Posters entstanden viele tiefergehende Gespräche: Das Zuordnen der Workflow-Schritte ermöglichte Konferenzteilnehmenden, die noch keine Erfahrung mit Coscine hatten, einen ersten interaktiven Zugang zur Plattform. Nachdem die Teilnehmenden den Coscine Workflow nachvollziehen konnten, boten sich anknüpfende Themen an wie die Einbindung von RDMO, Künstlicher Intelligenz oder anderer FDM-Tools. Auf diese Weise entstanden zahlreiche Gespräche mit Hochschulbibliotheken und außeruniversitären Forschungseinrichtungen aus ganz Deutschland. Gerade die Arbeit an Schnittstellen zu anderen FDM-Tools prägt die aktuelle Entwicklungsarbeit an Coscine – die Gespräche auf der BiblioCon bestätigten die Bedeutung dieses Fokus für FDM-Personal in Bibliotheken.

 

Ausblick: Datenpublikationen als zukünftige Kernfunktion

Ein zentrales Gesprächsthema war außerdem die zukünftige Schnittstelle zu DataPublication.nrw für Datenpublikationen. Gemeinsam mit der Universität Bonn arbeitet Coscine bis 2029 an einem Datenfluss zwischen Coscine und dem Forschungsdatenrepositorium DataPublication.nrw.

Sobald das Repositorium verfügbar ist, sollen Coscine-Nutzende Publikationsanfragen direkt aus der Coscine Plattform heraus per Mail an DataPublication.nrw inklusive Informationen zum jeweiligen Forschungsprojekt versenden können. Für 2027 ist anschließend der automatische Transfer kompletter Projekte oder Ressourcen vorgesehen. Langfristig soll die Möglichkeit geschaffen werden, individuell zusammengestellte Datenpakete direkt aus Coscine heraus nach DataPublication.nrw zu übertragen für eine dortige Publikation.

 

Mehr erfahren

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Bei allen Fragen zu Coscine oder zum Forschungsdatenmanagement steht Ihnen das FDM-Team der RWTH Aachen gerne jederzeit zur Verfügung.

 


Verantwortlich für die Inhalte dieses Beitrags sind Michèle Robrecht und Arlinda Ujkani.

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