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Forschungsdaten – Aktuelles und Wissenswertes

NFDI an der RWTH: Ein Überblick zur neuen Förderphase

06. August 2026 | von
Blaues Banner mit Text „NFDI an der RWTH: Ein Überblick zur neuen Förderphase“ und unten rundes NFDI‑Logo.

Quelle: Eigene Darstellung

Forschungsdaten sind heute ein zentraler Bestandteil wissenschaftlicher Arbeit. Sie bilden die Grundlage für neue Erkenntnisse, ermöglichen die Nachvollziehbarkeit von Forschungsergebnissen und schaffen die Voraussetzung dafür, dass Daten langfristig genutzt und weiterverarbeitet werden können. Damit dies gelingt, braucht es nachhaltige Infrastrukturen, gemeinsame Standards und fachübergreifende Zusammenarbeit.

Mit der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) wurde in Deutschland eine Struktur geschaffen, die genau diese Ziele verfolgt. Die kürzlich beschlossene Fortführung der NFDI durch Bund und Länder schafft nun eine langfristige Perspektive für die Weiterentwicklung dieser Forschungsdateninfrastrukturen. Auch die RWTH Aachen ist aktiv an der Gestaltung der NFDI beteiligt.

 

Was ist die NFDI?

Die Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) vernetzt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Fachbereichen mit dem Ziel, Forschungsdaten nach den FAIR-Prinzipien auffindbar, zugänglich, interoperabel und nachnutzbar zu machen.

Dafür arbeiten Fachcommunities in themenspezifischen Konsortien zusammen. Diese entwickeln unter anderem Standards, Werkzeuge, Beratungsangebote und Services, die Forschende beim nachhaltigen Umgang mit ihren Daten unterstützen. Die NFDI verbindet dabei fachliche Anforderungen mit technischen Lösungen und schafft eine gemeinsame Grundlage für modernes Forschungsdatenmanagement (FDM) in Deutschland.

 

Neue Perspektiven für die NFDI ab 2029

Mit der Entscheidung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) vom 10. Juli 2026 haben Bund und Länder die Grundlage für die nächste Phase der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) geschaffen. Eine neue Bund-Länder-Vereinbarung regelt die Finanzierung und zukünftige Ausgestaltung der NFDI ab dem Jahr 2029.

Die Förderung ist für den Zeitraum vom 1. Januar 2029 bis zum 31. Dezember 2038 vorgesehen. Dafür stellen Bund und Länder gemeinsam jährlich bis zu rund 98,7 Millionen Euro bereit.

Darüber hinaus hat die GWK am 10. Juli 2026 die Weiterförderung aller zehn Konsortien der zweiten Ausschreibungsrunde beschlossen. Die zweite Projektphase läuft zunächst bis Ende 2028 und ermöglicht es den Konsortien, ihre bisherigen Entwicklungen weiterzuführen und ihre Angebote für die wissenschaftlichen Communities auszubauen.

Für die wissenschaftlichen Communities bedeutet die Entscheidung, dass bestehende Strukturen, Services und Angebote der NFDI zunächst weitergeführt und weiterentwickelt werden können. Die konkrete Weiterführung einzelner Konsortien erfolgt weiterhin im Rahmen der vorgesehenen Begutachtungs- und Förderverfahren. Die neue Vereinbarung schafft den langfristigen Rahmen für die Weiterentwicklung der NFDI insgesamt.

 

Die Rolle der RWTH in der NFDI

Die RWTH Aachen gestaltet die Nationale Forschungsdateninfrastruktur aktiv mit. Forschende verschiedener Fachrichtungen sowie zentrale Einrichtungen der Universität engagieren sich in unterschiedlichen NFDI-Konsortien und bringen ihre fachliche sowie technische Expertise in deren Arbeit ein.

Damit trägt die RWTH dazu bei, fachspezifische Lösungen für das Forschungsdatenmanagement zu entwickeln, gemeinsame Standards voranzubringen und die Forschungsdateninfrastruktur in Deutschland nachhaltig mitzugestalten.

 

NFDI-Konsortien mit RWTH-Beteiligung

Die im Juli 2026 beschlossene Weiterförderung der Konsortien der zweiten Ausschreibungsrunde unterstreicht die Bedeutung der NFDI für ein nachhaltiges Forschungsdatenmanagement. werden unter Beteiligung der RWTH Aachen weiter gefördert:

Diese Konsortien stehen im Mittelpunkt unserer Blogreihe. In den kommenden Beiträgen stellen wir ihre Arbeit vor, geben Einblicke in ihre Ziele für die zweite Projektphase und zeigen, welchen Beitrag sie für ihre Fachcommunities sowie für das Forschungsdatenmanagement leisten.

 

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Bei Fragen zur NFDI oder zum FDM im Allgemeinen freut sich das FDM-Team auf Ihre Nachricht.


Verantwortlich für die Inhalte dieses Beitrags ist Arlinda Ujkani.

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