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Forschungsdaten – Aktuelles und Wissenswertes

Gemeinsame Änderungen am FP10 – Was das für das FDM bedeutet

19. Februar 2026 | von
Ein dunkelblauer Hintergrund mit miteinander verbundenen blauen Punkten und Linien, die ein abstraktes Netzwerkmuster bilden.

Quelle: Freepik

Europa plant das zehnte Forschungsrahmenprogramm FP10 für die Jahre 2028 bis 2034, und die Diskussionen darüber haben bereits begonnen. Für Forschende, die sich mit Forschungsdatenmanagement (FDM) beschäftigen, lohnt es sich, genau hinzuschauen. Denn die aktuell vorgeschlagenen Änderungen könnten Einfluss darauf haben, wie Daten künftig geteilt, verwaltet und gefördert werden. Mit rund 95,5 Milliarden Euro ist Horizont Europa das weltweit größte Forschungsbudget, was die Bedeutung des Programms noch unterstreicht.

 

 

Warum FP10 für FDM relevant ist

Die Bundesregierung hat ihre Sicht auf das Programm in einem Positionspapier dargelegt. Demnach sollen Horizont Europa und nationale Förderstrategien enger verzahnt werden, der Transfer von Forschungsergebnissen gestärkt und FP10 auch für Dual-Use-Projekte geöffnet werden. Kurz gesagt soll Forschung nicht nur exzellent, sondern auch sichtbar, nutzbar und anschlussfähig sein.

Gleichzeitig haben europäische Universitäten und Forschungsinstitute, darunter CESAER, eine gemeinsame Initiative gestartet. Das Ziel ist, FP10 so zu gestalten, dass es die lokale Forschungspraxis optimal unterstützt. Dabei geht es nicht nur um finanzielle Mittel, sondern auch um Strukturen, die eine Zusammenarbeit und offene Wissenschaft erleichtern.

 

Für das FDM könnten sich folgende Dinge ändern

Für die FDM-Community gibt es einige spannende Perspektiven:

  • Datenmanagement und Daten-Sharing: Offene und gut dokumentierte Daten sollen einfacher nutzbar und zugänglich werden. Dies ermöglicht mehr Nachnutzung, Kooperationen und Reproduzierbarkeit.
  • Förderstrukturen für FDM: Künftig könnten nationale und europäische Förderungen besser aufeinander abgestimmt sein. So lassen sich Projekte unterstützen, die von Anfang an auf nachhaltiges Datenmanagement setzen.
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit: Auch die Sozial- und Geisteswissenschaften werden stärker einbezogen. Dadurch können Datenpraktiken fachübergreifend entwickelt und neue Perspektiven auf Forschungsdaten gewonnen werden.

FP10 könnte ein wichtiger Motor für Open Science und nachhaltiges Datenmanagement sein. Dabei geht es nicht nur darum, Daten zu teilen, sondern auch darum, dass sie verfügbar, nachvollziehbar und langfristig nutzbar sind.

 

Ein Blick nach vorn

Für Forschende, die sich mit FDM beschäftigen, lohnt es sich, die Diskussionen um FP10 im Blick zu behalten. Ob bei der Mitgestaltung von Richtlinien, dem Aufbau interoperabler Infrastrukturen oder beim Einsatz offener Datenpraktiken – es gibt viele Möglichkeiten, aktiv Einfluss zu nehmen. FP10 bietet die Chance, das Forschungsdatenmanagement in Europa auf ein neues Level zu heben.

Die kommenden Jahre werden spannend und wer die Entwicklungen jetzt verfolgt, ist besser vorbereitet, um die Vorteile für die eigene Forschung zu nutzen.

Bei Fragen zu FDM-Themen allgemein steht Ihnen das FDM-Team der RWTH Aachen jederzeit gerne zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!

 


Verantwortlich für die Inhalte dieses Beitrags ist Hania Eid.

 

Als Informationsgrundlage für diesen Beitrag dienten folgende Quellen:

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