Kategorien
Seiten
-

Forschungsdaten – Aktuelles und Wissenswertes

Nachbericht zum offenen FDM-Netzwerktreffen am 11. Januar 2023

26. Januar 2023 | von
Das Foto stellt die Eckpunkte wie Datum, Thema etc. zum Netzwerktreffen am 11.01.2023 dar.

Quelle: Eigene Darstellung; Freepik

Am 11. Januar 2023 trafen sich die Data Stewards, FDM-Verantwortlichen und FDM-Interessierten der RWTH Aachen das erste Mal im neuen Jahr zum regelmäßigen offenen FDM-Netzwerktreffen online via Zoom. Im Mittelpunkt standen diesmal die beiden FDM-Werkzeuge DataLad und das GIN-Tonic-Tool.

 

Speed-Dating als kleines Warm-Up

Das Meeting wurde mit einer Runde FDM-Speed-Dating in Form kurzer Breakout-Sessions eröffnet. Jeweils zwei Teilnehmende tauschten sich über die folgenden zwei Fragen aus: In welches FDM-Thema würdest du dich gerne einarbeiten? Über welches Thema möchtest du im Laufe des Jahres gerne mehr erfahren?

Hintergrund sind die positiven Erfahrungen beim Tag der Forschungsdaten 2022. Nun soll das FDM-Speed-Dating zum festen Bestandteil des Netzwerktreffens werden. Schließlich geht es bei dem Treffen nicht nur um FDM-Themen, sondern auch darum, ein starkes Netzwerk aufzubauen.

 

Was ist DataLad?

Im ersten Vortrag ging es um das kostenlose und quelloffene Datenverwaltungssystem DataLad. Dabei handelt es sich um ein Kommandozeilen-Tool, welches Daten verwaltet, Strukturen schafft, die Reproduzierbarkeit sicherstellt, kollaboratives Arbeiten unterstützt und sich in eine weit verbreitete Dateninfrastruktur integriert.

Das Ganze basiert auf Git und Git-annex und ermöglicht die Versionskontrolle beliebig großer Dateien in Datensätzen, ohne dass spezielle Datenstrukturen, eine zentrale Infrastruktur oder Dienste von Drittanbietern benötigt werden.

Das DataLad-Handbook bietet eine sehr ausführliche Dokumentation des Tools sowie einen geführten Kurs durch die Tool-Nutzung.

 

Nicht zum Trinken gedacht: Das GIN-Tonic-Tool

Im zweiten Vortrag wurde das GIN-Tonic-Tool vorgestellt. Tonic wurde entwickelt, um GIN (German Neuroinformatics Node’s data infrastructure), ein Versionskontrollsystem für neurowissenschaftliche Daten, zu erweitern. Das Tool ist aber nicht auf GIN beschränkt.

Im Grunde handelt es sich ähnlich wie DataLad, um ein Werkzeug zur Erleichterung der (gemeinsamen) Verwaltung von Forschungsdaten. Aufbauend auf Git und GitHub bietet das GIN-Tonic-Tool zusätzlich zu den allgemeinen Nutzungsfunktionen dieser Plattformen forschungsspezifische Tools, die die Arbeit mit Git-Servern (GIN, GitHub oder GitLab) erleichtern. Die Tonic-Anwendung automatisiert komplexe Verwaltungsaufgaben wie die Erstellung von Projektrepositorien innerhalb einer Organisation und die Nutzungsverwaltung.

Die Daten können entweder über den Webserver oder über einen speziellen Ordner auf dem PC modifiziert werden, welcher mit der Server-Version synchronisiert wird. Jede Änderung wird durch die Versionskontrolle von Git festgehalten. Im Gegensatz zu Git und GitHub unterstützt das Tool auch große Dateien ohne nennenswerte Unterschiede in der Nutzungserfahrung.

 

Das nächste Netzwerktreffen – Save the Date

Das nächste Netzwerktreffen findet im Rahmen der Love Data Week statt. Nähere Infos dazu folgen demnächst hier auf dem FDM-Blog.

Datum: 15. Februar 2023
Uhrzeit: 10:00-12:00 Uhr
Ort: Zoom – Anmeldung
Thema: Digitale Unterstützung im FDM.

 

Mehr erfahren

Wollen Sie ebenfalls ein Teil des FDM-Netzwerks an der RWTH werden, dann abonnieren Sie die Mailingliste „DataStewards@RWTH“.

Bei Fragen zum FDM-Netzwerk oder zum FDM im Allgemeinen schreiben Sie einfach eine Nachricht an das IT-ServiceDesk. Das FDM-Team freut sich auf Ihre Nachricht.

_______

Verantwortlich für die Inhalte dieses Beitrags ist Sophia Nosthoff.

Schreibe einen Kommentar