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Logbuch Lehre

RWTH baut Hürden ab

22. November 2017 | von

Der Weg zum Studium an einer deutschen Hochschule ist für Geflüchtete oft voller Barrieren. Die in den Herkunftsländern gemachten Abschlüsse und die Sprachkenntnisse sind häufig nicht ausreichend. Auch bisher erworbene Studienleistungen werden in Deutschland oft nicht anerkannt. Das deutsche Hochschulsystem ist eher undurchsichtig und nur schwer zu verstehen, es gibt keine ausreichenden Informationsmöglichkeiten.

Zu Deutschkursen werden Geflüchtete häufig nur unter bestimmten Voraussetzungen zugelassen. Aufgrund der oft fehlenden Sprachkenntnisse sind besonders diese Kurse für die Geflüchteten enorm wichtig. Weitere Hürden bestehen in der Konkurrenz zu anderen ausländischen Studierenden und der fehlenden Sicherheit, das Studium auch in Deutschland beenden zu können.

Diese Probleme thematisiert der gestern erschienene Jahresbericht 2017/18 des Hochschul-Bildungs-Reports 2020. Die RWTH findet Lösungen für diese Probleme. Seit 2016 kooperiert sie mit der FH Lübeck und der Kiron University im Rahmen des Integral2-Projekts, das kürzlich mit Integral+ fortgeführt wurde. Gemeinsam ermöglichen die Kooperationspartner Hochschulbildung für Geflüchtete.

Aktuell arbeitet die RWTH am Aufbau eines Prüfungsnetzwerks. Diese Entwicklungen sollen auch Kollegen an anderen Hochschulen landesweit begeistern und für mehr Flexibilisierung in den Zulassungsbedingungen für Geflüchtete sorgen. Interessierte Hochschulen sind aufgefordert sich mit der RWTH in Verbindung zu setzen, um gemeinsam bessere Bedingungen für die Hochschulbildung von Geflüchteten zu schaffen.

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