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6G-Forschung für die Industrie: Der neue 6GEM+ Transfer Hub
Im Januar 2026 fiel der Startschuss für das Projekt „6GEM+: Wertorientierte 6G-Kommunikationssysteme für die vernetzte digitale Industrie“. Unter der Koordination von Professor Haris Gačanin, Leiter des Lehrstuhls für Verteilte Signalverarbeitung unserer Fakultät, soll die Brücke zwischen exzellenter Forschung und industrieller Anwendung geschlagen werden.

RUB, Marquard
Der aktuelle 5G-Standard stößt in der modernen Industrie zunehmend an seine Grenzen, insbesondere wenn es um die Integration von KI-Computing und die notwendige Zuverlässigkeit bei Echtzeitübertragungen geht. Hier setzt 6GEM+ an: Ziel ist es, extrem geringe Latenzzeiten und eine robuste Netzabdeckung zu realisieren, die den Anforderungen einer interaktiven Industrie der Zukunft gerecht werden. Das Vorhaben wird über eine Laufzeit von vier Jahren mit 25 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert.
Ein besonderes Merkmal des Projekts ist die enge Verzahnung mit der Praxis. Neben den Partnern der TU Dortmund, der Ruhr-Universität Bochum und den Fraunhofer-Instituten IPT und IML begleiten assoziierte Industriepartner als Use-Case-Mentoren die Entwicklungen. Durch Simulationen und Tests in großskaligen Testfeldern wird sichergestellt, dass Innovationen wie KI-basierte Produktion und hochdynamische Logistikkonzepte unter realen Bedingungen funktionieren.
Neue Perspektiven für die Kommunikationstechnologie: Eine deutsch-japanische Partnerschaft

Eine Delegation des National Institute of Information and Communication Technology (NICT) in Japan besuchte die RWTH Aachen zur Unterzeichnung eines Memorandums of Understanding.
© RWTH Aachen University
Eine spannende Kooperation im Bereich der 5G/6G-Mobilfunktechnik hat die RWTH mit dem National Institute of Information and Communication Technology (NICT) in Japan gestartet. Das wurde durch ein Memorandum of Understanding besiegelt, dass Professor Ulrich Rüdiger und Professor Hideyuki Tokuda, Präsident des NICT, im Juni unterzeichnet haben. Sie empfingen eine Delegation des NICT an der RWTH Aachen.
Das Memorandum of Understanding soll die akademische Zusammenarbeit zwischen den beiden Partnereinrichtungen stärken und ausbauen. Dazu gehören der Austausch von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Studierenden, gemeinsame Forschungsprojekte, Publikationen und der Wissenstransfer zur 5G/6G-Mobilfunktechnik.
Die Kooperation wurde im Rahmen des BMBF-geförderten Forschungsprogramms „6GEM Research Hub“ angestoßen, das von Professor Haris Gačanin vom Lehrstuhl für Verteilte Signalverarbeitung der RWTH koordiniert wird. In dem Projekt forschen die RWTH Aachen, die Ruhr-Universität Bochum, die Technische Universität Dortmund und die Universität Duisburg-Essen zusammen mit dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik, dem Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme, dem Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik sowie dem Max-Planck-Institut für Sicherheit und Privatsphäre an zukünftigen Kommunikationstechnologien in der 6G-Mobilfunktechnik.
Quelle: Pressemitteilung der RWTH: Forschungskooperation mit dem NICT in Japan – RWTH AACHEN UNIVERSITY – Deutsch (rwth-aachen.de)


