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„Labs on Tour“ bringt Elektrotechnik an Schulen

Beim Bau von Ventilatoren unter Verwendung von Lötkolben und 3D-Drucker war die Nachfrage groß. © Daphne Heil
Bei „Labs on Tour“ konnten Schüler:innen Elektrotechnik nicht nur kennenlernen, sondern selbst ausprobieren. Die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik war erstmals mit ihrem Lernlabor Heureka beteiligt und zeigte, wie spannend Technik durch eigenes Experimentieren wird.
Die ersten Erfahrungen mit einem Lötkolben, eine selbst bestückte Platine, ein eigenhändig gelöteter LED-Schlüsselanhänger: Für viele Schüler:innen wurde Elektrotechnik durch „Labs on Tour“ greifbar. Das Projekt der RWTH Aachen bringt naturwissenschaftlich-technische Themen direkt an die Schulen und ermöglicht Jugendlichen, verschiedene MINT-Fächer im Rahmen von AGs praktisch kennenzulernen.
Auch die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik beteiligte sich in diesem Schuljahr erstmals an dem Programm. Mitarbeitende des Lernlabors Heureka gestalteten einen Löt-Workshop, bei dem das praktische Arbeiten und das unmittelbare Erleben im Mittelpunkt standen.
„Ich fand die Erklärungen der Studierenden richtig gut. Mir hat es gefallen, wie spielerisch die Experimente gestaltet waren“, sagt Carina, eine Aachener Schülerin, der besonders das Löten und der 3D-Druck in Erinnerung geblieben sind.
Das Lernlabor Heureka verfolgt genau diesen Ansatz. In Workshops, die regulär an Instituten und Lehrstühlen stattfinden, erhalten Schüler:innen Einblicke in die vielfältigen Themenfelder der Elektrotechnik und Informationstechnik – von Mikro- und Nanotechnologie bis hin zur Energietechnik. Durch Experimente und eigene Projekte werden komplexe technische Zusammenhänge verständlich gemacht und in der Lebensrealität der Jugendlichen verankert.

Begrüßung der Teilnehmenden am Abschlussevent von Labs on Tour im Physikzentrum der RWTH Aachen. © Heike Lachmann
Bei der diesjährigen Abschlussveranstaltung von „Labs on Tour“ kamen rund 150 Gäste im Physikzentrum der RWTH Aachen zusammen. Neben Schüler:innen und ihren Familien nahmen auch Lehrkräfte sowie Mitarbeitende der RWTH teil.
„Das Abschlussevent bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, die Universität aus nächster Nähe zu erleben, die Betreuerinnen und Betreuer wiederzutreffen und ihren Familien zu zeigen, was sie in der AG erlebt und gelernt haben“, sagt Maria Hinkelmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Fachgruppe Physik der RWTH Aachen.
„Labs on Tour“ richtet sich an Schüler:innen der Klassenstufen sieben und acht. RWTH-Studierende und Mitarbeitende bringen dabei Workshops aus verschiedenen Fachbereichen direkt in das Nachmittagsprogramm der Schulen ein. Neben Elektrotechnik und Informationstechnik stehen unter anderem Physik, Biologie, Mathematik, Materialwissenschaften und Maschinenbau auf dem AG-Programm. Ziel ist es, Berührungsängste mit technischen und naturwissenschaftlichen Themen abzubauen und Interesse an MINT-Fächern zu fördern.
Die Nachwuchsförderung ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik. Angebote wie „Heureka” ermöglichen es jungen Menschen, die Bedeutung der Elektrotechnik und Informationstechnik für den Alltag, die Wissenschaft und die Gesellschaft frühzeitig kennenzulernen. Gleichzeitig erhalten sie Einblicke in die Möglichkeiten eines späteren Studiums sowie in verschiedene Berufsfelder.
Die Fakultätsmitarbeitenden freuen sich darauf, auch im nächsten Jahr junge Menschen im Rahmen von „Labs on Tour“ beim Entdecken technischer Themen zu begleiten und gemeinsam neue Experimente umzusetzen.
Weitere Informationen zum Lernlabor Heureka sowie zum Projekt Labs on Tour sind online verfügbar.

