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Von Aachen nach Singapur und zurück: Perspektiven eines Informatikers

Dr. Achim Lindt vor der Merlion-Statue in Singapur © Achim Lindt
Im Rahmen der RIA-Vortragsreihe berichtet Dr. Achim Lindt am Mittwoch, 4. Februar 2026, von 17:00 bis 18:30 Uhr über seine persönlichen und beruflichen Erfahrungen während seiner fünfjährigen Tätigkeit in Singapur.
Dr. Lindt, Business Development Manager bei der mgm technology partners GmbH, Zweigstelle Aachen, lebte von 2018 bis 2023 in Singapur. Von dort aus verantwortete er die Geschäftsentwicklung einer Softwareplattform zur Automatisierung dokumentenbasierter Geschäftsprozesse in einem großen Teil Asiens, darunter Indien, Thailand, Malaysia, Hongkong, Südkorea, Japan und Australien. In seinem Vortrag berichtet er von Begegnungen mit unterschiedlichen Kulturen, Wertesystemen und Kommunikationsstilen sowie von den Erfahrungen, die seine Sicht auf gesellschaftliche Normen, Digitalisierung und den Umgang mit Künstlicher Intelligenz geprägt haben.
„Etliche unserer Absolventen zieht es in die weite Welt. Was ist dort anders bzgl. Gesellschaft, privatem Leben, insbesondere aber der Arbeitswelt. Vieles stellt man erst fest, wenn man wieder zurück ist“, heißt es in der Einladung der Fakultät für Informatik der RWTH.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, die er in Singapur – dem „Red Dot“ – erlebt hat. Außerdem reflektiert Dr. Lindt die Rückkehr nach Deutschland und die Kompetenzen, Haltungen und Perspektiven, die er aus seiner Zeit in Asien mitgebracht hat.
Der Vortrag findet online über Zoom statt, der Eintritt ist frei. Ein Video des Vortrags und der anschließenden Diskussion wird kurz nach der Veranstaltung in der YouTube-Playlist verfügbar sein.
Die Veranstaltung wird in Kooperation mit der Fakultät für Informatik der RWTH Aachen, dem Forschungszentrum Jülich, der Regionalgruppe der Gesellschaft für Informatik (RIA), dem Regionalen Industrieclub Informatik Aachen (REGINA), der FH Aachen und der Gruppe Aachen des Deutschen Hochschulverbands durchgeführt.
Vorschau: Professor Johannes Erdmann vom Physikalischen Institut A der RWTH Aachen hält am Mittwoch, 29. April 2026, von 17:00 bis 18:30 Uhr den nächsten RIA-Vortrag: „Gute Teilchen, schlechte Teilchen: Deep Learning als Werkzeug in der Teilchenphysik“. Die Teilnahme ist kostenfrei über Zoom möglich, ein Video wird im Anschluss bereitgestellt.
Sollten Sie Interesse an Informationen zu zukünftigen RIA-Vorträgen haben, so besteht die Möglichkeit, dies über die E-Mail-Adresse vortrag@i3.informatik.rwth-aachen.de zu melden.
Software-defined vehicles und automatisiertes Fahren – last call in Europa für neue Allianzen und Architekturen

Professor Lutz Eckstein © IKA
Vortrag von Professor Lutz Eckstein, Leiter des Instituts für Kraftfahrzeuge der RWTH und Präsident des VDI, am Mittwoch, den 22. Oktober 2025, von 17:00 bis 18:30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Der Vortrag/die Diskussion findet über Zoom statt und wird später als Video verfügbar sein.
Die Automobilindustrie steht vor großen Herausforderungen. Neben der Elektrifizierung und dem automatisierten Fahren sind dies hauptsächlich Strukturfragen der zugrundeliegenden Hard- und Softwarearchitektur, die die Funktionalität moderner Kraftfahrzeuge definiert. Ähnlich wie bei Smartphones ist es heute möglich, das Infotainment-System durch Apps und Updates zu aktualisieren. Bei sicherheitsrelevanten Funktionen zeigen sich etablierte Fahrzeughersteller allerdings zurückhaltend, was die Einführung einer dienstorientierten Software-Architektur sowie die Umsetzung häufiger Updates und Upgrades betrifft.
Der aufkommende Wettbewerb im Bereich des automatisierten Fahrens macht dies jedoch notwendig. Es wäre weder gesellschaftlich noch aus Kundensicht akzeptabel, auf kritische Situationen oder gar Unfälle erst nach Monaten mit einem Software-Update zu reagieren. Während neue Fahrzeughersteller mit IT-Hintergrund diese Fähigkeit bereits durch geeignete Architekturen adressieren, haben etablierte Hersteller bislang mit immensem Aufwand versucht, proprietäre Lösungen zu entwickeln – mit gemischtem Erfolg. Deshalb ist in der europäischen Automobilindustrie die Bereitschaft gewachsen, gemeinsam Open-Source-Software zu entwickeln und zu nutzen, beginnend mit der Middleware S-CORE. Im Rahmen seines Vortrags zeigt Professor Eckstein die damit verbundenen Herausforderungen sowie die dafür erforderlichen weitergehenden Kooperationen auf.
Die Vortragsreihe findet in Kooperation mit der Fachgruppe Informatik der RWTH, dem Forschungszentrum Jülich, der Regionalgruppe der Gesellschaft für Informatik (RIA), dem Regionalen Industrieclub Informatik Aachen (Regina) und der Gruppe Aachen des Deutschen Hochschulverbands statt.
Fröhliches Brückenbauen von Neurowissenschaften über Computertechnik zur KI

Im Rahmen der RIA-Vorträge wird Seniorprofessor Rainer Waser am 18. Juni 2025 die Schnittstellenforschung der Gebiete Neurowissenschaften, Computertechnik und KI vorstellen.
In seinem Online-Vortrag mit anschließender Diskussionsrunde wird Professor Rainer Waser vom Institut für Werkstoffe der Elektrotechnik 2 der RWTH Aachen University und vom Peter Grünberg Institut 7, Elektronische Materialien, des Forschungszentrums Jülich auf aktuelle Konzepte, Lösungen, Folgen und Perspektiven der Forschungskollaboration verschiedener Fakultäten eingehen. Die eineinhalbstündige Veranstaltung kann über Zoom kostenfrei besucht werden und beginnt um 17 Uhr.
Aufgrund seiner herausragenden Forschung wurde Professor Rainer Waser mit dem Leibniz-Preis 2014 ausgezeichnet. Seine interdisziplinäre Ausrichtung war dabei ein entscheidender Faktor. Anfang des Jahres 2025 wurde ihm die Ehren-Seniorprofessur der RWTH Aachen University verliehen. Er widmet sich weiterhin der Erforschung memristiver Phänomene, dem neuromorphen Computing und der Beziehung zwischen funktionalen Oxiden und ihrer Defektchemie.
„Mich nicht nur in eine Disziplin zu vertiefen, sondern Brücken zu bauen, hat mich mein Leben lang angetrieben“, so der Forscher über seine Motivation.
Die Regionalgruppe Informatik Aachen (RIA) ist Teil der deutschen Berufsvertretung für Informatiker und Informatikerinnen, der Gesellschaft für Informatik. Die Mitglieder dieser Gruppe kooperieren mit dem Ziel, einen Informationsaustausch zu ermöglichen, relevante Themen zu erörtern und die gemeinsamen Interessen in den Bereichen Informatik und IT in der Region zu vertreten. Es besteht eine enge Kooperation zwischen RIA und REGINA e.V., dem Regionalen Industrieclub Informatik Aachen der RWTH und der Fachhochschule Aachen.
Die Gesellschaft für Informatik ist eine lokal sowie international agierende Organisation, die als Türöffner in die Berufs- und Wissenschaftswelt fungiert. Sie ermöglicht den Informatikern und Informatikerinnen im Beruf einen kontinuierlichen Austausch mit der Wissenschaft. Sie fungiert als intermediäre Instanz, die Wissenschaft und Praktiker aus Industrie und Verwaltung zusammenbringt und deren Interessen in der Politik vertritt.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist über diesen Zoom-Zugang möglich. In der Playlist des YouTube-Kanals des Lehrstuhls für Software Engineering wird ein Video des Vortrags und der Diskussion kurz nach dem Ende der Veranstaltung zur Verfügung gestellt.
Sollten Sie Interesse an Informationen zu zukünftigen RIA-Vorträgen haben, so besteht die Möglichkeit, dies über die E-Mail-Adresse vortrag@i3.informatik.rwth-aachen.de zu melden.

