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Neubau für Informatik mit integriertem KI Center geplant

180 Millionen Euro werden in den Neubau Informatik an der RWTH investiert. Diese gute Nachricht überbrachte Wissenschaftsministerin Ina Brandes an (v.l.) Prorektor Matthias Wessling, Professor Holger Hoos und den Dekan der Fakultät Informatik Leif Kobbelt. Fotograf: Andreas Schmitter
Die Informatik an der RWTH Aachen erhält einen deutlichen Ausbau der Infrastruktur. Bis zu 180 Millionen Euro aus dem „Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur“ werden in einen Neubau mit integriertem „KI-Center“ investiert. Damit entstehen neue räumliche und strukturelle Voraussetzungen für Forschung und Lehre im Bereich der Künstlichen Intelligenz und angrenzender Disziplinen.
Der Neubau an der Ahornstraße soll Platz für rund 400 wissenschaftliche, technische und administrative Mitarbeitende sowie für fast 5000 Studierende bieten. Vorgesehen sind neben klassischen Arbeitsplätzen auch Reallabore und Co Working Spaces, die neue Formen der Zusammenarbeit ermöglichen. Ziel ist es, die bestehenden Strukturen der Informatik zu erweitern und gleichzeitig moderne Arbeitsbedingungen zu schaffen, die den Anforderungen aktueller Forschung gerecht werden.
„Exzellente Forschung und Lehre brauchen eine exzellente Infrastruktur“, betonte Wissenschaftsministerin Ina Brandes bei der Übergabe der Förderzusage. Mit dem neuen „KI-Center“ soll die Attraktivität des Standorts Nordrhein Westfalen weiter gesteigert und ein Umfeld geschaffen werden, das international konkurrenzfähig ist. Die Investition ist Teil einer strategischen Ausrichtung auf Zukunftsthemen, insbesondere im Bereich der Künstlichen Intelligenz.
Auch innerhalb der RWTH wird der Neubau als wichtiger Entwicklungsschritt eingeordnet. „KI-Center is coming home“, sagte Professor Leif Kobbelt, Dekan der Fakultät Informatik, mit Blick auf die geplante Verlagerung des aktuell an der Theaterstraße angesiedelten Zentrums an die Ahornstraße. Professor Ulrich Rüdiger hob hervor, dass moderne Infrastruktur eine zentrale Voraussetzung dafür ist, Forschungsergebnisse in die Gesellschaft zu übertragen und die Rolle der RWTH als leistungsstarker Forschungsstandort weiter auszubauen.
Das „KI-Center“ wird von Professor Holger Hoos gemeinsam mit Professor Sebastian Trimpe geleitet. „Der Neubau für das KI-Center der RWTH Aachen ist ein weiterer, essenzieller Schritt auf dem Weg von der Kohle zur KI“, erklärte Hoos. Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung sicherer, verlässlicher und nachhaltiger KI Systeme.
Die neuen Gebäude sollen zudem die interdisziplinäre Zusammenarbeit stärken. RWTH Kanzler Thomas Trännapp verwies darauf, dass die Informatik eine hohe fachübergreifende Vernetzung aufweist und die geplanten Strukturen diesem Anspruch gerecht werden. Ziel ist es, optimale Bedingungen für Forschende und Mitarbeitende zu schaffen und die Weiterentwicklung der Informatik langfristig zu unterstützen.
Von Aachen nach Singapur und zurück: Perspektiven eines Informatikers

Dr. Achim Lindt vor der Merlion-Statue in Singapur © Achim Lindt
Im Rahmen der RIA-Vortragsreihe berichtet Dr. Achim Lindt am Mittwoch, 4. Februar 2026, von 17:00 bis 18:30 Uhr über seine persönlichen und beruflichen Erfahrungen während seiner fünfjährigen Tätigkeit in Singapur.
Dr. Lindt, Business Development Manager bei der mgm technology partners GmbH, Zweigstelle Aachen, lebte von 2018 bis 2023 in Singapur. Von dort aus verantwortete er die Geschäftsentwicklung einer Softwareplattform zur Automatisierung dokumentenbasierter Geschäftsprozesse in einem großen Teil Asiens, darunter Indien, Thailand, Malaysia, Hongkong, Südkorea, Japan und Australien. In seinem Vortrag berichtet er von Begegnungen mit unterschiedlichen Kulturen, Wertesystemen und Kommunikationsstilen sowie von den Erfahrungen, die seine Sicht auf gesellschaftliche Normen, Digitalisierung und den Umgang mit Künstlicher Intelligenz geprägt haben.
„Etliche unserer Absolventen zieht es in die weite Welt. Was ist dort anders bzgl. Gesellschaft, privatem Leben, insbesondere aber der Arbeitswelt. Vieles stellt man erst fest, wenn man wieder zurück ist“, heißt es in der Einladung der Fakultät für Informatik der RWTH.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, die er in Singapur – dem „Red Dot“ – erlebt hat. Außerdem reflektiert Dr. Lindt die Rückkehr nach Deutschland und die Kompetenzen, Haltungen und Perspektiven, die er aus seiner Zeit in Asien mitgebracht hat.
Der Vortrag findet online über Zoom statt, der Eintritt ist frei. Ein Video des Vortrags und der anschließenden Diskussion wird kurz nach der Veranstaltung in der YouTube-Playlist verfügbar sein.
Die Veranstaltung wird in Kooperation mit der Fakultät für Informatik der RWTH Aachen, dem Forschungszentrum Jülich, der Regionalgruppe der Gesellschaft für Informatik (RIA), dem Regionalen Industrieclub Informatik Aachen (REGINA), der FH Aachen und der Gruppe Aachen des Deutschen Hochschulverbands durchgeführt.
Vorschau: Professor Johannes Erdmann vom Physikalischen Institut A der RWTH Aachen hält am Mittwoch, 29. April 2026, von 17:00 bis 18:30 Uhr den nächsten RIA-Vortrag: „Gute Teilchen, schlechte Teilchen: Deep Learning als Werkzeug in der Teilchenphysik“. Die Teilnahme ist kostenfrei über Zoom möglich, ein Video wird im Anschluss bereitgestellt.
Sollten Sie Interesse an Informationen zu zukünftigen RIA-Vorträgen haben, so besteht die Möglichkeit, dies über die E-Mail-Adresse vortrag@i3.informatik.rwth-aachen.de zu melden.

