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Forschungsdaten – Aktuelles und Wissenswertes

Reihe NFDI-Konsortien Vol. II – BERD@NFDI und ColDiRPS

03. September 2020 | von

Letzte Woche haben wir es bereits angekündigt, heute geht es los. Wir stellen die ersten beiden Konsortien vor, die eine Absichtserklärung für eine Antragstellung im Jahr 2020 eingereicht haben. Wie bereits beim letzten Mal gehen wir dabei alphabetisch vor. Entsprechend beginnen wir heute mit den Konsortien BERD@NFDI und ColDiRPS.

Business, Economic and Related Data @NFDI alias BERD@NFDI ist wieder dabei

Nachdem der Förderantrag im letzten Jahr leider nicht bewilligt wurde, möchte BERD@NFDI es in diesem Jahr erneut versuchen.

Das Konsortium ist ein Verbund von international anerkannten Partnern aus der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre sowie aus verwandten Disziplinen. Gemeinsam beabsichtigen sie, transparente, offene sowie innovative Normen und Instrumente zur Verwaltung unstrukturierter Daten zu entwickeln und zu verbreiten. Unstrukturiert meint dabei Daten, die in Form von Text-, Bild-, Sprach- oder Videodaten vorliegen und aus Datenquellen generiert werden, die nicht primär für analytische Zwecke konstruiert w

urden. Diese Daten sind für den wissenschaftlichen Fortschritt in den Sozialwissenschaften genauso notwendig wie traditionelle, strukturierte Daten.

Die bestehenden Forschungsdateninfrastrukturen sind nicht auf diese neue Form von Daten vorbereitet. Diese Daten unterscheiden sich in Bezug auf Größe und erforderliche Rechenkapazität stark von herkömmlichen, strukturierten Daten. Darüber hinaus müssen unstrukturierte Daten zuerst verarbeitet und analysiert werden, um sie in eine strukturierte Form zu bringen, die der zu untersuchenden Forschungsfrage dient.

Mehr Informationen zum Konsortium können Sie im Letter of Intent und auf der Webseite von BERD@NFDI nachlesen.

Das Konsortium Collection Digitalization Rhineland-Palatinate and Saarland (ColDiRPS)

ColDiRPS setzt sich aus Einrichtungen zusammen, die für die Erhaltung wissenschaftlich oder ökologisch bedeutender Sammlungen und Referenzmaterialien von der regionalen bis zur nationalen Ebene verantwortlich sind.

Die Auswertung der über Jahrzehnte, teils sogar über Jahrhunderte gesammelten Datensätze aus Museumssammlungen ermöglicht einen Einblick in die charakteristischen biologischen Gemeinschaften der Vergangenheit und der Gegenwart. Daher ist sowohl historisches als auch rezentes Sammlungsmaterial ein wichtiger Faktor für die Untersuchung der Biodiversität oder Biogeografie. Die Verfügbarkeit von Daten über das Vorkommen bestimmter Organismengruppen oder ihre Populationsentwicklung über mehrere Jahrzehnte hinweg ist jedoch nach wie vor begrenzt, obwohl sie in den umfangreichen Sammlungen der Naturkundemuseen vorhanden sind. Diese Daten verbleiben auf physischen Etiketten, die nur durch direkten Besuch der Archivierungsinstitution verfügbar sind.

Das Hauptziel der Initiative ist es, alle verfügbaren Sammlungen, die aufgrund unzureichender persönlicher Kapazitäten nicht bearbeitet werden konnten, zu digitalisieren und zu veröffentlichen. Darüber hinaus soll die dauerhafte Aufbewahrung durch die Bereitstellung von modernen Lagercontainern für historische Sammlungen sichergestellt werden.

Ausführlichere Informationen über das geplante Konsortium, finden Sie im Letter of Intent von ColDiRPS.

Mehr erfahren

Wenn Sie mehr über Forschungsdatenmanagement erfahren möchten, wenden Sie sich einfach an das ServiceDesk. Das FDM-Team freut sich auf Ihre Nachricht.

Besuchen Sie für weitere Informationen zum FDM auch die RWTH-Webseiten.

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Inhaltlich verantwortlich für den Beitrag: Sophia Nosthoff und Jana Baur

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