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Logbuch Lehre

Von L²P zu Moodle

02. Mai 2018 | von

Zum Sommersemester 2019 löst Moodle die aktuelle Lehr- und Lernplattform L²P als zentrales Lernmanagementsystem der RWTH Aachen ab. Dieser Wechsel erfolgt im Kontext der Digitalisierungsstrategie der Lehre. Darin hat sich die RWTH zum Ziel gesetzt, bis 2023 dauerhaft optimale Voraussetzungen für eine exzellente Lehre zu schaffen und mit dem flächendeckenden Einsatz digitaler Lehrformate den Kompetenzerwerb und den Lern- und Studienerfolg der Studierenden stärker zu fördern. Ein wichtiger Baustein ist dabei eine verbesserte Infrastruktur. Mit dem Umstieg auf Moodle steht den Lehrenden zukünftig eine Lernplattform zur Verfügung, die mehr Optionen bietet, innovative und zur jeweiligen Fachkultur passende digitale Formate umzusetzen. Neue Qualifizierungs- und Beratungsangebote sowie die Förderung des kollegialen Austauschs sollen zudem dazu beitragen, die Möglichkeiten der Plattform besser kennenzulernen und auszuschöpfen.

Screenshot Pilot-moodle

Screenshot aus dem Moodle-Pilotsystem (Für größere Darstellung auf das Bild klicken)

Die Open Source Plattform Moodle hat mit Kalender, Ankündigungen, E-Mailversand,  Dateibereitstellung, Videoeinbettung, elektronischen Selbsttests, Aufgaben (Pendant zum L²P-Übungsbetrieb), Gruppenbildung, Foren und einigen weiteren Funktionalitäten einen ähnlichen Funktionsumfang wie die aktuelle Plattform L²P. Darüber hinaus erlaubt die Plattform beispielsweise die Erstellung interaktiver Videos, Bilder und Präsentationen, eine an den Veranstaltungsthemen orientierte  Präsentation der Inhalte, Abstimmungen, Umfragen mit Verzweigungen, Terminvereinbarung, die Bindung der Sichtbarkeit von Inhalten an Voraussetzungen wie Datum oder erreichte Bewertung, die Definition von Abschlusskriterien für Aktivitäten im Lernraum sowie den gesamten Kurs und verfügt über eine bessere mobile Ansicht. Dank zahlreicher Plugins aus der Moodle-Community lässt sich die Plattform zudem vielfältig erweitern und individuell gestalten.

screenshot pdf annotator

Screenshot des PDF-Annotators (Für größere Darstellung auf das Bild klicken)

Mit der Mitgliedschaft in der Moodle Users Association und der Entwicklung eigener Plugins wird sich die RWTH aktiv in die Moodle-Community einbringen und selbst zur Verbesserung und Weiterentwicklung der Plattform beitragen. Ein erstes, in der aktuellen Pilotphase bereits testweise genutztes RWTH-Plugin für Moodle ist der PDF-Annotator.  Dieser ist angelehnt an das bereits aus L²P bekannte Tool StudyCrowd. Im PDF-Annotator können Studierende in Lernmaterialien, die als PDF bereitgestellt wurden, Stellen markieren, (anonym) Verständnisfragen zu den markierten Passagen stellen und die Fragen anderer Studierender beantworten. Neben drei Lehrveranstaltungen aus der Moodle-Pilotphase wird das Tool auch in einer Lehrveranstaltung der Universität Duisburg-Essen getestet.

Logo moodleWie in diesem Logbuch-Lehre-Beitrag berichtet, gehen der Einführung von Moodle eine Testphase im Wintersemester 2017/18 sowie eine erste und zweite Pilotphase im Sommersemester 2018 sowie im Wintersemester 2018/19 voraus. Diese nutzen die Projektverantwortlichen CiL und IT Center, um Feedback von den beteiligten Lehrenden und Studierenden zum jeweils aktuellen Entwicklungszustand zu erhalten. Das Feedback wird genutzt, um die Anforderungen zu präzisieren und zu erweitern und die Plattform besser an die Erfordernisse der Lehre an der RWTH anzupassen. Das Feedback wird in Online-Umfragen eingesammelt und ausgewertet.

Das Projekt zur Einführung von Moodle wurde Ende Januar bei RWTHtransparent mit einem Posterstand sowie im März bei einem Kexe-Treffen den Vertreterinnen und Vertretern der Studierenden vorgestellt. Im Mai folgen das Netzwerktreffen der Blended Learning-Kümmerer sowie im Juni der Talk Lehre. Auch die Information der Blended Learning-Lenkungsgruppe ist geplant.

Bei Fragen zum Projekt wenden Sie sich bitte an den IT ServiceDesk.



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