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Elektrotechnik und Informationstechnik

Kategorie: ‘Auszeichnungen’

Picture Coding Symposium 2025: Weltspitze der Bildcodierung zu Gast an der RWTH

18. Dezember 2025 | von

Aachen wurde im Dezember 2025 zum globalen Zentrum der Bild- und Videocodierung. Erstmalig fand das traditionsreiche Picture Coding Symposium (PCS) an der RWTH Aachen statt. Unter der Leitung von Professor Mathias Wien und Professor Jörn Ostermann kamen 162 Teilnehmer aus 19 Ländern im SuperC zusammen, um neueste Forschungsergebnisse auszutauschen.

Eine große Gruppe internationaler Wissenschaftler und Experten des PCS 2025 steht vor der Glasfassade des SuperC-Gebäudes der RWTH Aachen und winkt in die Kamera.

Foto: Mirco Seidler

Ehre für Professor Jens-Rainer Ohm Ein besonderer Höhepunkt war die Würdigung von Professor Jens-Rainer Ohm, dem langjährigen Leiter des Lehrstuhls für Nachrichtentechnik. Seine Beiträge zur Standardisierung von Videocodierverfahren wie AVC, HEVC und VVC bilden heute die Grundlage für die Videonutzung auf fast allen Fernsehern und Mobiltelefonen weltweit.

Die interaktive Atmosphäre förderte den intensiven Austausch von Wissen und Ideen zwischen internationalen Forschern aus Hochschulen und Industrie. Die Organisatoren zeigten sich erfreut über das positive Feedback der Teilnehmer und betonten die Bedeutung solcher Veranstaltungen für den wissenschaftlichen Fortschritt und die internationale Zusammenarbeit.

RWTH-Elektrotechnik sichert sich Platz 8 im europäischen Vergleich

16. Dezember 2025 | von

Unsere Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik hat erneut ihre Exzellenz unter Beweis gestellt. Im aktuellen EngiRank 2025 belegt die RWTH Aachen nicht nur insgesamt den 7. Platz unter 239 technischen Universitäten in Europa, sondern glänzt besonders in unserem Fachbereich:

Top 10 in Europa: Im Bereich Elektrotechnik sichern wir uns den hervorragenden 8. Platz europaweit.

Starke Performance: Mit 91,91 von 100 möglichen Punkten konnte sich die RWTH im Vergleich zu den Vorjahren steigern und belegt deutschlandweit den zweiten Platz.

Innovationsmotor: Die Bewertung bestätigt unsere Stärke in den Kategorien Forschung, Innovation, Patentanmeldungen sowie bei der Einwerbung von EU-Forschungsmitteln.

Nahaufnahme von Fensterreihe der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik (ICT-Cube)

Martin Braun

Dieser Erfolg ist das Ergebnis der harten Arbeit unserer Studierenden und Forschenden. Wir sind stolz darauf, eine der ersten Adressen für die Innovatoren von morgen zu sein.

Drei herausragende Abschlussarbeiten unserer Fakultät mit dem Friedrich-Wilhelm-Preis 2025 ausgezeichnet

24. November 2025 | von

Bei der Verleihung der Friedrich-Wilhelm-Preise 2025 wurden am vergangenen Freitag insgesamt 17 Studierende und Doktoranden der RWTH für exzellente wissenschaftliche Arbeiten geehrt. Unter ihnen befanden sich drei Preisträger aus der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik.

Aus unserer Fakultät ausgezeichnet wurden Jonas Timon Schroeder, M. Sc., für seine Masterarbeit (betreut von Prof. Monti), Dr.-Ing. David Wasylowski für seine Dissertation (betreut von Prof. Sauer) sowie Dr.-Ing. Felix Jiang für seine Dissertation (betreut von Prof. Ingebrandt). Die Preise wurden durch RWTH-Rektor Ulrich Rüdiger in der Aula des Hauptgebäudes überreicht, musikalisch begleitet von der RWTH-Bigband.

RWTH-Rektor Ulrich Rüdiger zeichnete Studierende und Doktoranden mit dem Friedrich-Wilhelm-Preis 2025 für herausragende Leistungen aus.

Foto: Andreas Schmitter

Der Friedrich-Wilhelm-Preis wird von der Friedrich-Wilhelm-Stiftung verliehen, die 1865 von der Rechtsvorgängerin der heutigen Aachener und Münchener Beteiligungsgesellschaft gegründet wurde. Ihr zentrales Anliegen ist die Förderung von Forschung und Lehre sowie die Unterstützung von Studierenden und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an der RWTH. Der Name der Stiftung geht auf Friedrich Wilhelm III. zurück, preußischer Kronprinz und späterer Kaiser: 1858 erhielt dieser eine Spende von 5.000 Talern, um ein Polytechnisches Institut in der Rheinprovinz zu gründen. Diese Spende bildete den Grundstock für die spätere Friedrich-Wilhelm-Stiftung und damit für die Entwicklung der RWTH.

Die ausgezeichneten Arbeiten zeigen eindrucksvoll die wissenschaftliche Breite und Leistungsfähigkeit unserer Fakultät. Die Preisträger repräsentieren zentrale Bereiche der modernen Elektrotechnik und tragen mit ihren herausragenden Abschlussarbeiten zur Sichtbarkeit und Stärke unserer Forschung bei. Die Fakultät gratuliert Herrn Schroeder, Herrn Dr. Wasylowski und Herrn Dr. Jiang herzlich zu dieser bedeutenden Auszeichnung.

Prof. Max Lemme als Co-Autor in Nature Photonics

24. November 2025 | von

Die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik gratuliert Prof. Max Lemme zu einer besonderen wissenschaftlichen Leistung: Als Co-Autor hat er an einer Consensus Statement-Publikation in der renommierten Fachzeitschrift Nature Photonics mitgewirkt. Die Veröffentlichung trägt den Titel „Guidelines for accurate evaluation of photodetectors based on emerging semiconductor technologies“ und setzt wichtige Impulse für die internationale Forschungsgemeinschaft.

Eine Consensus Statement-Publikation fasst den aktuellen Wissensstand eines Fachgebiets zusammen und formuliert Empfehlungen, Standards oder Verfahren, die eine verlässliche und einheitliche wissenschaftliche Praxis fördern. Im vorliegenden Beitrag haben führende Expertinnen und Experten aus Forschung und Industrie erstmals ein umfassendes Rahmenwerk für die präzise Charakterisierung, Dokumentation und Vergleichbarkeit von Photodetektoren auf Basis neuartiger Halbleitermaterialien entwickelt.

Der Bedarf an solchen Leitlinien ist groß: Photodetektoren aus innovativen Materialklassen wie organischen Halbleitern, Perowskiten, Quantenpunkten, zweidimensionalen Materialien, Metalloxiden oder Kohlenstoffnanoröhren haben in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte erzielt. Gleichzeitig erschweren uneinheitliche Messmethoden und Berichtsstandards bislang die Vergleichbarkeit verschiedener Studien und damit die wissenschaftliche Weiterentwicklung des Feldes.

Die nun veröffentlichten Empfehlungen schaffen ein gemeinsames Fundament für die Community und unterstützen eine transparente, reproduzierbare und vergleichbare Forschungspraxis. Davon profitieren nicht nur akademische Arbeitsgruppen, sondern auch industrielle Entwicklungsprozesse und die Entstehung zukünftiger photonischer Technologien.

Prof. Max Lemme ist nicht nur Inhaber des Lehrstuhls für Elektronische Bauelemente an unserer Fakultät, sondern auch Geschäftsführer der AMO GmbH, deren Forschungsschwerpunkte eng mit den Themen der Publikation verknüpft sind. Die Entwicklung und Integration neuartiger Materialien für optoelektronische Bauelemente zählt dort zu den zentralen Aktivitäten. Die Beteiligung an diesem internationalen Konsenspapier unterstreicht die große wissenschaftliche und technologische Relevanz dieser Arbeiten.

Die AMO GmbH hat die Veröffentlichung ebenfalls in einem eigenen Beitrag hervorgehoben. Weitere Informationen finden sich auf der Website sowie auf LinkedIn.

Otto-Junker-Preis 2025: Zwei ETIT-Talente ausgezeichnet

17. November 2025 | von

Die diesjährigen Otto-Junker-Preise 2025 bringen doppelten Grund zur Freude für unsere Fakultät:
Gleich zwei ETIT-Absolvent*innen wurden für ihre herausragenden Studienleistungen ausgezeichnet.

Udo von Berg, RWTH-Rektor Ulrich Rüdiger und Wolfgang Bleck (hintere Reihe, von links) gratulierten den Preisträgern Shiv Shrankar, Fenja Celine Lobenstein, Antoni Chajan und Jakob Neugebauer (vordere Reihe, von links).

Foto: Andreas Schmitter

Antoni Chajan überzeugte mit seiner exzellenten Masterarbeit zur Topologieerkennung in elektrischen Verteilnetzen mittels Machine Learning, betreut am IAEW bei Prof. Andreas Ulbig. Heute arbeitet er als Projektingenieur bei der FGH. Im Foto: vordere Reihe, zweite von rechts.

Fenja Celine Lobenstein, Wirtschaftsingenieurwesen EET, schloss ihr T.I.M.E.-Double-Degree an der RWTH und der CTU Prag jeweils mit Auszeichnung ab. Ihre Masterarbeit über die Vorhersage von Preisen und Marktwerten von Cross-zonal Capacities entstand am IAEW unter der Betreuung von Prof. Albert Moser. Seit 2025 ist sie Portfoliomanagerin bei der Energie- und Wasserversorgung Bonn/Rhein-Sieg. Im Foto: vordere Reihe, zweite von links.

Der Otto-Junker-Preis wird jährlich an Absolvent*innen der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik sowie der Materialwissenschaften vergeben. Die Auszeichnungen wurden von RWTH-Rektor Prof. Ulrich Rüdiger und dem Vorstand der Otto-Junker-Stiftung überreicht.

Wir gratulieren unseren Preisträger*innen herzlich und freuen uns über diesen starken Erfolg für ETIT!

Europäischer Forschungsrat fördert zwei innovative RWTH-Projekte

18. September 2025 | von

Großer Erfolg für die RWTH Aachen: Zwei Wissenschaftler erhielten den renommierten ERC Starting Grant. Jeder wird mit 1,5 Millionen Euro über fünf Jahre gefördert.

Prof. Dr. Daniel Truhn, Oberarzt an der Uniklinik RWTH Aachen und Lehrbeauftragter am Lehrstuhl für Bildgebung und Bildverarbeitung unserer Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik, wo er die Vorlesung „Biomedical Engineering“ hält, startet das Projekt SAGMA (Semantic-Aware Generative Medical AI), das KI-gestützte Radiologie neu denkt – spezialisierte KI-Module sollen wie ein Expertenteam zusammenarbeiten und Ärztinnen und Ärzte bei komplexen Diagnosen unterstützen.

Professor Daniel Truhn, Oberarzt an der Uniklinik RWTH Aachen und Lehrbeauftragter für Bildgebung und Bildverarbeitung an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik.

© Peter Winandy / RWTH Aachen University

In den Ingenieurwissenschaften wurde ein weiteres Projekt ausgezeichnet: Am Lehr- und Forschungsgebiet Kontinuumsmechanik entwickelt Dr. Khiêm Vu Ngoc mit PolyFun (Polymermechanik mittels Funktionsräumen) ein neuartiges Konzept, das Physik und maschinelles Lernen verbindet. Damit sollen Vorhersagen nicht nur präzise, sondern auch zuverlässig und transparent nachvollziehbar gemacht werden – mit großem Potenzial für Werkstofftechnik, Medizin und Robotik.

Diese Auszeichnungen unterstreichen die internationale Sichtbarkeit der RWTH und zeigen, wie eng unsere Fakultät in die KI- und Medizinforschung eingebunden ist.

Klee-Preis 2025: Exoskelette mit Regelungstechnik – Unterstützung statt Ersatz

23. Juni 2025 | von

Dr.-Ing. Lukas Bergmann beeindruckt mit seiner preisgekrönten Doktorarbeit, in der er ein aktives Exoskelett und einen kooperativen Regler entwickelt, um Bewegungsintentionen in Echtzeit zu unterstützen.

Dr.-Ing. Lukas Bergmann erzielt mit seiner Doktorarbeit den zweiten Platz des Klee-Preises 2025. Die Anerkennung bekam er für die Entwicklung ein aktiven Exoskeletts, das mit innovativer Regelungstechnik Bewegungsintentionen erfasst und unterstützt.

mediT | RWTH Aachen

Dr.-Ing. Lukas Bergmann

Dr.-Ing. Lukas Bergmann | @mediT

Schlaganfälle verursachen weltweit Bewegungsstörungen, und herkömmliche Therapien sind oft ressourcenintensiv. Robotische Rehabilitationssysteme können unterstützen, wenn Patienten eigenständig Bewegungen initiieren. Dr.-Ing. Lukas Bergmann erklärt:

„Die Forschung an Exoskeletten kann langfristig einen bedeutenden Beitrag zur Unterstützung von Menschen mit Störungen des Bewegungsapparats leisten. Fachlich spannend für mich dabei ist, dass die Regelungstechnik hier eine Anwendung findet, die einen sehr hohen Praxisbezug hat.“

 

Er beschreibt ein aktives Exoskelett, das eine sichere Kopplung zwischen Mensch und Gerät ermöglicht, sowie einen kooperativen Regler, der Gelenkdrehmomente in Echtzeit unterstützt.

Ebenfalls erwähnenswert ist, dass Dr.-Ing. Sonja Ehreiser (mediTEC, RWTH Aachen) beim Klee-Preis 2025 den ersten Platz für ihre Dissertation zur besseren Versorgung von Patienten mit Knie-Prothesen erreicht hat.

Der VDE, eine führende Technologie-Organisation Europas, fördert seit über 130 Jahren Innovation und technologischen Fortschritt. Mit dem Klee-Preis 2025 zeichnet der VDE herausragende Forschungsarbeiten aus, die einen hohen Nutzen für Patienten bieten und die Zukunft der Medizintechnik gestalten.

Sitz des VDE (VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.) ist Frankfurt am Main. Mehr Informationen unter VDE Webseite
Quelle: VDE Pressemitteilung

Professorin Janina Fels ist designierte Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Akustik

09. Mai 2025 | von
Eine Frau steht im schallgedämpften Laborraum, umgeben von in unterschiedlichen Raumhöhen angebrachten Lautsprechern.

Professorin Fels im schallgedämpften Laborraum, umgeben von in unterschiedlichen Raumhöhen angebrachten Lautsprechern. © Peter Winandy

Mit großer Freude und Anerkennung dürfen wir mitteilen, dass Professorin Janina Fels, Leiterin des Instituts für Hörtechnik und Akustik (IHTA) an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik, zur Vizepräsidentin und designierten Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Akustik e.V. (DEGA) gewählt wurde.

Professorin Fels beginnt ihre Amtszeit als Vizepräsidentin zum 1. Juli 2025 und wird gemäß der Satzung im Jahr 2028 zur Präsidentin der DEGA ernannt. Diese Wahl ist nicht nur ein persönlicher Erfolg für sie, sondern stellt auch eine bedeutende Würdigung der exzellenten Arbeit im Bereich Akustik an der RWTH Aachen dar. Mit ihrer wissenschaftlichen Expertise, die unter anderem von der akustischen virtuellen Realität über die Medizin- und Psychoakustik bis hin zur Raum- und Bauakustik reicht, hat sie das Fachgebiet nachhaltig geprägt und sich national wie international einen hervorragenden Ruf aufgebaut.

Dabei begann auch ihr Weg mit dem Studium der Elektrotechnik an der RWTH, bevor Professorin Janina Fels am Institut für Technische Akustik mit Auszeichnung über das Thema “From Children to Adults: How Binaural Cues and Ear Canal Impedances Grow” promovierte.

„Die Wahl von Professorin Fels an die Spitze dieser bedeutenden Institution ist ein starkes Zeichen für die Sichtbarkeit und Relevanz der Akustikforschung an der RWTH Aachen – und ein Ansporn für Nachwuchswissenschaftler:innen, diesen Weg weiter mitzugestalten“, sagt Martina Dahm, Geschäftsführerin der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik.

Die Deutsche Gesellschaft für Akustik (DEGA) ist der zentrale wissenschaftliche Fachverband für Akustik im deutschsprachigen Raum. Sie wurde 1988 gegründet und zählt derzeit rund 1.900 persönliche Mitglieder sowie mehr als 70 Förderinstitutionen. Die DEGA fördert die interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Akustik, organisiert jährlich die renommierte Fachkonferenz DAGA, verleiht Preise für wissenschaftliche Exzellenz und ist international in Verbänden wie der European Acoustics Association (EAA) und der International Commission on Acoustics (ICA) vernetzt.

Wir gratulieren Professorin Janina Fels herzlich zu ihrer Wahl und wünschen ihr für die kommende Amtszeit viel Erfolg, wissenschaftliche Impulse und eine weiterhin inspirierende Mitgestaltung der Akustik-Community.


Auf den Homepages des IHTA und der DEGA finden Sie weitere Informationen zur Akustikforschung.

Friedrich-Wilhelm-Preise 2024

19. Dezember 2024 | von
Das Foto zeigt die 22 Absolventinnen und Absolventen sowie den Preisverleiher, wie sie auf der Bühne stehen und in schräger Vogelperspektive abgebildet sind.

Professor Ulrich Rüdiger, Rektor der RWTH Aachen University, zeichnete 22 herausragende Absolventinnen und Absolventen mit dem Friedrich-Wilhelm-Preis 2024 aus. ©Andreas Schmitter

Unter dem Dach der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik entwickelten sich drei herausragende Persönlichkeiten, die sich aufgrund ihrer exzellenten Abschlussarbeiten unter den diesjährigen Preisträgern der Friedrich-Wilhelm-Preise wiederfanden.

Christian Fester, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Übertragungsnetze und Energiewirtschaft der RWTH Aachen University, wurde für seine Masterarbeit mit dem Titel „Validierung und Weiterentwicklung eines Verfahrens zur Topologie-Optimierung des deutschen Übertragungsnetzes anhand realer Betriebsplanungsdaten“ ausgezeichnet. Die Arbeit liefert innovative Impulse für die Integration der Optimierung von Schalthandlungen in die Vorschauprozesse im deutschen Übertragungsnetz.

Nach Abschluss seines Bachelorstudiums an der RWTH Aachen University absolvierte Maximilian Henri Vincent Tillmann das T.I.M.E.-Double-Degree-Programm, welches den Erwerb eines Master of Science in Elektrotechnik, Informationstechnik und Technischer Informatik an der RWTH Aachen University sowie der Keio University ermöglicht. Seine mit dem Friedrich-Wilhelm-Preis ausgezeichnete Abschlussarbeit trägt den Titel „Investigation on Autoencoder Models for Online System Identification“.

Im Rahmen dieser akademischen Auszeichnung wurde zudem Dr. Eduard Heidebrecht für seine Dissertation mit dem Titel „Alternative Concepts for Wideband Doherty Power Amplifiers“ geehrt. Er forscht am Lehrstuhl für Hochfrequenzelektronik der RWTH Aachen University mit dem Schwerpunkt auf nichtlinearem, effizientem PA-Design und ist spezialisiert auf den Entwurf von breitbandigen Doherty-Leistungsverstärkern (DPA) in CMOS-, MMIC- und Hybridsystemen von unter 6 GHz bis zu mmWave-Frequenzen.

Die Friedrich-Wilhelm-Preise werden alljährlich seitens der namensgebenden Stiftung in Gestalt eines Preisgeldes an Studierende sowie Forschende der RWTH Aachen vergeben, die auf Basis ihrer herausragenden Leistungen im Kontext ihrer Abschlussarbeiten für diese Auszeichnung ausgewählt wurden.

Die Förderung von Forschung und Lehre stellt ein zentrales Anliegen der Stiftung dar. Der Name der Stiftung geht auf den preußischen Kronprinzen und späteren Kaiser Friedrich Wilhelm III. zurück, der im Jahre 1858 unter Verwendung einer Geldspende der Aachener und Münchener Feuerversicherungsgesellschaft ein Polytechnisches Institut in der Rheinprovinz gründete. Damit legte er den Grundstein für die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule sowie für die 1865 von der Rechtsvorgängerin der heutigen Aachener und Münchener Beteiligungsgesellschaft gegründete Friedrich-Wilhelm-Stiftung. Seither stellt die Förderung von Forschung und Lehre, die Unterstützung von Studierenden und Forschenden der RWTH, ihr zentrales Anliegen dar.

Otto-Junker-Preise 2024

12. Dezember 2024 | von
Die Aufstellung wird links von einem älteren Herrn und rechts von zwei weiteren älteren Herren abgeschlossen.Im mittleren Bereich befinden sich vier junge Männer, die jeweils eine Urkunde in den Händen halten. Die abgebildeten Personen präsentieren ein Lächeln, welches in Richtung der Kamera gerichtet ist.

Wolfgang Bleck (links), Udo von Berg (rechts) und Ulrich Rüdiger (zweiter von rechts) gratulierten den Preisträgern Jan Krusenbaum (zweiter von links), Gerrit Ipers (dritter von links), Daniel Baggen (vierter von links) und Moritz Diewald (dritter von rechts). ©Andreas Schmitter

Im Rahmen der diesjährigen Preisverleihung des Otto-Junker-Preises wurden mit Daniel Baggen und Gerrit Ipers gleich zwei herausragende Nachwuchstalente für ihre exzellenten Studienleistungen gewürdigt, die aus dem Fachbereich der Elektrotechnik und Informationstechnik stammen.

Daniel Baggen, geboren 2000 in Aachen, immatrikulierte sich nach dem Abitur am Städtischen Gymnasium Herzogenrath für den Bachelorstudiengang Elektrotechnik, Informationstechnik und Technische Informatik an der RWTH Aachen University. Sein Masterstudium schloss er mit einer Arbeit über „Design und Inbetriebnahme eines hochintegrierten DC-DC-Wandlers für die Erzeugung von grünem Wasserstoff“ am Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe ab. Professor Rik W. De Doncker betreute die Masterarbeit. Seit November 2023 ist Daniel Baggen als Promotionsstudent im Bereich Leistungselektronik tätig.

Gerrit Ipers, 27 Jahre alt, stammt gebürtig aus Viersen. Nach dem Erwerb der Allgemeinen Hochschulreife an der Liebfrauenschule Mülhausen in Grefrath absolvierte er zunächst ein Bachelor- und später ein Masterstudium der Fachrichtung Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunkt Elektrische Energietechnik an der RWTH Aachen University. Die Erstellung seiner Masterarbeit mit dem Titel „Rapid Prediction of Electro-Chemo-Mechanical Degradation of Li-Ion Batteries for End-of-Life Options“ erfolgte am Massachusetts Institute of Technology in den USA. Zuvor absolvierte er das T.I.M.E.-Doppel-Master-Programm am KTH Royal Institute of Technology in Stockholm. Die Betreuung seitens der RWTH erfolgte durch Professor Dirk Uwe Sauer, ebenfalls vom Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe. Seit Mai 2023 ist Gerrit Ipers als Technischer Projektleiter bei einem schwedischen Automobilzulieferer tätig.

Moritz Diewald aus der Fachgruppe Materialwissenschaft und Werkstofftechnik der Fakultät für Georessourcen und Materialtechnik überzeugte mit seiner Masterarbeit, in der er die unterstöchiometrische Verbrennung als Teil der mehrstufigen flammlosen Oxidation numerisch und experimentell untersuchte. In der gleichen Fachgruppe wurde Jan Krusenbaum für seine Masterarbeit mit dem Titel „Thermische Konditionierung von Li-Ionen-Batterieschreddern im Rahmen eines neuartigen Recyclingverfahrens: Auswirkungen der Prozessgasatmosphäre sowie weiterer Determinanten auf die Rückgewinnung des kritischen Elements Lithium“ wurde Jan Krusenbaum ausgezeichnet.

Die Verleihung der Auszeichnungen erfolgte im Rahmen einer festlichen Veranstaltung. Die Übergabe wurde durch Udo von Berg, Vorstand der Otto-Junker-Stiftung, und durch Ulrich Rüdiger, Rektor der RWTH Aachen University, vorgenommen. Wolfgang Bleck, emeritierter Professor und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Stiftung, bekundete seine Glückwünsche.

Die Auszeichnungen, die den Namen des Stiftungsgründers Dr. Otto Junker tragen, werden jährlich an herausragende Absolventinnen und Absolventen der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik sowie der Fachgruppe Materialwissenschaft und Werkstofftechnik in der Fakultät für Georessourcen und Materialtechnik vergeben. Die 1970 ins Leben gerufene Stiftung hat sich der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses verschrieben und unterstützt eine Vielzahl von Einzelprojekten.

Die herausragenden Leistungen dieser vier Absolventen verdeutlichen nicht nur ihre individuelle Exzellenz, sondern ehren zugleich die RWTH Aachen University als Ausbildungsstätte für brillante Persönlichkeiten. Wir möchten Daniel Baggen, Gerrit Ipers, Moritz Diewald und Jan Krusenbaum zu dieser wohlverdienten Anerkennung gratulieren und ihnen für ihre vielversprechenden Karrierewege weiterhin viel Erfolg wünschen.