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So lässt es sich studieren – das Urteil im CHE-Ranking 2025.

Die Studiengänge der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik erhielten bei Deutschlands größtem Hochschulranking Feedback im Spitzenbereich.
Das aktuelle CHE-Ranking bescheinigt den Bachelor-Studiengängen Elektrotechnik und Informationstechnik (mit und ohne Orientierungssemester) sowie Computer Engineering eine sehr gute Qualität. Besonders gut bewertet wird die Unterstützung am Studienanfang: Mit 15 von 16 möglichen Punkten erreicht dieser Bereich ein herausragendes Ergebnis. Laut Rückmeldung der Studierenden finden sie für ihr Studium eine hervorragende Ausstattung und Organisation vor. Bereiten sich Studierende auf ein Auslandsstudium vor, machen sie – so das Rankingergebnis – sehr gute Erfahrungen bei der Unterstützung. Die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik erhält im Rahmen des Faktenchecks positive Bewertungen hinsichtlich der Promotionen pro Professor sowie der Drittmittel je Wissenschaftler. Dies lässt auf einen deutlich ausgeprägten Wissenschaftsbezug schließen. Auch die Studierenden zeigen sich hinsichtlich der Einführung in wissenschaftliches Arbeiten überdurchschnittlich zufrieden.
Wenn die Studienrichtung feststeht, muss die Frage nach der richtigen Hochschule beantwortet werden. Neben dem Professor:innen-Urteil und dem Faktencheck beinhaltet dieses Ranking die Bewertung aus erster Hand: von Studierenden für Studieninteressierte.
„Wie breit ist das Studium inhaltlich aufgestellt?“, „Können Pflichtveranstaltungen ohne Überschneidungen besucht werden?“ oder „Sind die PCs aktuell oder Anno Tobak?“ sind einige der Fragen, die auf einer Skala von einem bis fünf Sternen bewertet worden sind.
Das CHE-Ranking ist das umfangreichste Hochschulranking im deutschsprachigen Raum. Insgesamt wurden mehr als 300 Hochschulen untersucht und 120.000 Studierende haben sich an einer Befragung beteiligt. Die einzelnen Hochschulen werden je Fach in verschiedenen Kriterien miteinander verglichen und dann in eine Spitzen-, Mittel- oder Schlussgruppe eingeteilt. Die RWTH erreicht insgesamt 97-mal eine Platzierung in der Spitzengruppe.
Jedes Fach wird im Abstand von drei Jahren untersucht. Die Ergebnisse für die einzelnen Fächer sind unter CHE Ranking 2025: Das große Hochschulranking abrufbar.
I´m gonna be an Engineer – Team HVT

In der Praxis können Blitzeinschläge und andere extreme Einflüsse die Strominfrastruktur an ihre Grenzen führen. Um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten, werden Untersuchungen unter Einsatz von Hochspannungserzeugern durchgeführt.
Das Lehr- und Forschungsgebiet für Hochspannungstechnologie (HVT) beteiligt sich aktiv an der Entwicklung neuer Lösungen für die Energiewende. Drei Teammitglieder geben hier einen Einblick in ihren Berufsalltag.
Mit eurer Forschungsarbeit setzt ihr euch dafür ein, die Grenzen der Innovation im Energiesektor zu verschieben. Aber wo habt ihr angefangen? Alexandra, welche Schulfächer haben dich interessiert und wie ging es weiter?
„Die Reise in den Energiesektor begann für mich bereits in der Schulzeit. Schon früh hatte ich ein starkes Interesse an den naturwissenschaftlichen Fächern, besonders an Physik und Mathematik. In meiner Schulzeit hatte mein Gymnasium eine direkte Kooperation mit der Universität, an der ich später meinen Bachelorabschluss gemacht habe. Im Rahmen dieses Programms konnten wir nach dem Unterricht an zusätzlichen Kursen teilnehmen, durch die wir verschiedene Aspekte und Arten von MINT-Fächern besser kennenlernen konnten. Physik hat mich immer fasziniert, aber es wurde schnell klar, dass ich lieber ein Ingenieurfach studieren wollte. Was mich letztendlich zur Elektrotechnik führte, war mein Wunsch, konkrete Probleme zu lösen und Innovationen voranzutreiben.“

Für Studierende der Fachrichtung Elektrotechnik und Informationstechnik steht ein Prüfstand bereit, an dem sie die Möglichkeit haben, ihr theoretisches Wissen in der Praxis zu erproben.
Der rasche Umbau des Energiesystems bringt neue Herausforderungen mit sich. Stromautobahnen (Übertragungsnetze) wie Südlink und Südostlink sollen Strom aus On- und Offshore-Windparks aus dem Norden in alle Teile der Bundesrepublik transportieren. Dabei kommt die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) zum Einsatz. Ihr forscht an Isoliersystemen unter Gleichstrombelastung. Was sind die Vorteile von Gleichstrom (DC) gegenüber Wechselstrom (AC)? Und warum ist ein zuverlässig funktionierendes Isolationssystem besonders wichtig?
„Projekte wie Südlink und Südostlink nutzen Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung, um Strom effizient über weite Strecken zu transportieren. HGÜ hat gegenüber Wechselstrom den Vorteil, dass es geringere Übertragungsverluste, höhere Übertragungskapazitäten und eine verbesserte Netzstabilität bietet. Außerdem kann HGÜ einfach in bestehende Netze integriert werden. Ein zuverlässig funktionierendes Isolationssystem ist dabei besonders wichtig, weil es die Sicherheit und Effizienz der gesamten Übertragung gewährleistet. Neben dem Standhalten der hohen Belastungen durch die Energieübertragung im stationären Zustand muss die Isolierung auch kurzfristige Transienten mit Überspannungen aushalten können. Die korrekte Funktion des Isolationssystems ist entscheidend für den ordnungsgemäßen Betrieb des gesamten Energiesystems, da kritische Infrastrukturen wie Energiekabel sowie Umrichter- und Leistungstransformatoren ein einwandfrei funktionierendes Isolationssystem benötigen. Unsere Forschung konzentriert sich darauf, diese Systeme zu optimieren und somit die Zuverlässigkeit und Lebensdauer der Übertragungsnetze zu erhöhen, was letztlich die Energiewende unterstützt.“

Ein Anwendungsbeispiel für das MMC Test Bench: Die sichere und „intelligent“ geregelte Integration von Strom aus Offshore-Windparks in das Übertragungssystem an Land. Acht laborskalierte modulare Multilevel-Umrichter (MMCs) ermöglichen die Simulation verschiedener Systeme und Szenarien in Echtzeit und machen die Umsetzung der Energiewende planbar.
In einer Vision der Zukunft fahren wir in autonomen Automobilen, die wir mit regenerativem Strom aus dem „intelligenten Stromnetz“ aufladen. Welche Anforderungen werden aus Sicht eurer Forschung an das Stromnetz gestellt? An welchen zukunftsweisenden Entwicklungen arbeitet ihr? Und welche Projekte findet ihr besonders spannend?
„Das Stromnetz muss zahlreiche Anforderungen erfüllen, um die Energieversorgung zuverlässig und effizient zu gestalten. In unserem Forschungsbereich arbeiten wir an verschiedenen Aspekten der Energiewende, unterteilt in die Teams Isoliersysteme, Primärtechnik und Diagnostik sowie DC-Systeme. Dies ermöglicht uns, sowohl das „große Bild“ des Stromnetzes als auch das „kleine Bild“ der entscheidenden Komponenten im Stromnetz abzudecken. Da der Fokus heutzutage auf dem neuen grünen Energiesystem liegt, das aus erneuerbaren Energien und umweltfreundlichen Leistungsschaltern besteht, arbeiten wir an spannenden Projekten, die diese Transformation ermöglichen. Dazu gehören unter anderem DC-Schalter für Gleichstromsysteme und moderne, umweltfreundliche Isoliersysteme für verschiedene Anwendungen. Ein weiterer wichtiger Aspekt unserer Arbeit ist die Integration neuer Technologien in bestehende Systeme, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten. Besonders spannend finde ich Projekte, die sich mit der Weiterentwicklung und Anpassung der vorhandenen Ausrüstung im Rahmen der Energiewende beschäftigen. Diese Arbeit trägt dazu bei, dass das bestehende Stromsystem weiterhin effizient und zuverlässig funktioniert, während wir gleichzeitig die Umstellung auf erneuerbare Energien und moderne Technologien vorantreiben.“

Von links: Verena West forscht an neuartigen Leistungsschaltern als Komponenten eines vermaschten Wechselstromnetzes. Aleksandra Wiecha beschäftigt sich in ihrer Forschungsarbeit mit der Lebensdauer von Isoliersystemen unter den Anforderungen dezentraler Energieerzeugung und -versorgung.
Eure Forschung umfasst ein breites Spektrum von modernen elektrischen Anlagen bis hin zu Regelungs- und Schutzkonzepten für zukünftige Stromnetze. Dafür steht euch eine hochmoderne Laborinfrastruktur zur Verfügung. Verena, wie sieht ein typischer Arbeitstag aus? Welche Arbeitsinhalte sind darüber hinaus wichtig? Welchen Stellenwert haben Teamarbeit und andere Soft Skills?
„Morgens beginne ich mindestens eine Stunde bevor ich mit den Studierenden (AbschlussarbeiterInnen und HiWis) im Labor anfange. In dieser Zeit bearbeite ich meine E-Mails und versuche mir Zeit für die Arbeit an meinem Dissertationsthema zu nehmen. Wenn die Studis da sind, gehen wir den Plan für den Labortag durch und ich gebe ihnen die Freigabe, mit den Experimenten zu beginnen. Danach setze ich mich wieder an den Schreibtisch und arbeite an verschiedenen Projekten, der Auswertung von Versuchsergebnissen oder an meiner Dissertation. Falls es Probleme im Labor gibt, helfe ich dort aus. Für mich steht die Teamarbeit hier besonders im Fokus, da man ohne Zusammenarbeit im Labor nicht weit kommt. Dabei ist gerade die Unterstützung und Einarbeitung von erfahrenen KollegInnen sehr hilfreich. Da die Arbeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin viele verschiedene Themen umfasst, ist auch die Fähigkeit sich schnell in neue Problemstellungen hereinzuarbeiten, enorm wichtig, ebenso wie ein gutes Zeitmanagement.“

In ihrer Forschungsarbeit untersucht Sarah Anhaus den Schutz von Wechselstromleitungen im Übertragungsnetz bei steigendem Anteil erneuerbarer Energien.
Vielfalt und Chancengleichheit sind zentrale Werte in eurem Team. Sarah, was bedeutet Work-Life-Balance für dich persönlich und lebst du sie bereits?
„Work-Life-Balance ist in der heutigen Zeit ein beliebtes Trendthema. Neben meinem Arbeitsleben pendle ich regelmäßig zwischen meinem Wohnort Bayern und Aachen. Diese Situation stellt eine besondere Herausforderung dar, eine perfekte Balance zu finden. Ich habe gelernt, dass Work-Life-Balance nicht unbedingt eine gleichmäßige Verteilung der Zeit zwischen Arbeit und Privatleben bedeutet. Vielmehr geht es darum, Prioritäten zu setzen und Kompromisse einzugehen, um beide Bereiche bestmöglich zu integrieren. Es ist entscheidend, individuell zu definieren, was Work-Life-Balance für einen selbst bedeutet, anstatt sich nur an allgemeinen Trends zu orientieren. Um meine beruflichen und persönlichen Verantwortlichkeiten in Einklang zu bringen, setze ich auf klare Priorisierung und gute Organisation. Ich nehme mir bewusst Zeit für Sport, Unternehmungen mit Familie & Freunden, Reisen und auch für Ruhephasen, um eine nachhaltige Balance zu gewährleisten. Dabei spielt die Unterstützung meines Umfelds eine große Rolle. Natürlich gibt es Phasen, in denen ein Bereich mehr Aufmerksamkeit erfordert als der andere, aber insgesamt strebe ich stets danach, ausgeglichen zu sein.“
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A work of possibilities – Team AEV

Von links: Almut Herzog, Sarra Bouchkati, Irina Zettl, Franziska Tischbein, Antigona Selimaj © Martin Braun
Am Lehrstuhl für Aktive Energieverteilnetze des Instituts für Elektrische Anlagen und Netze, Digitalisierung und Energiewirtschaft (IAEW) sind aktuell fünf wissenschaftliche Mitarbeiterinnen tätig, die zeigen, wie vielfältig und spannend ein technisches Studium mit anschließender Promotion sein kann.
Jede von ihnen hat einen einzigartigen Bildungsweg hinter sich – von der Elektrotechnik über Wirtschaftsingenieurwesen und Physik bis hin zur Informatik. Was sie alle verbindet, ist eine gemeinsame Motivation: Sie haben Spaß an wissenschaftlichen Themen und wollen mit technischen Innovationen die Zukunft gestalten. Ihre Themengebiete reichen von der Auslegung von Schutzsystemen über Cyber Security bis hin zum Einsatz von KI-Verfahren im Netzbetrieb. Sie arbeiten zum Beispiel simulativ am Computer oder experimentell im Labor, wobei jede ihre eigene Expertise mit einbringen und neues Fachwissen in bisher unbekannten Themengebieten aufbauen kann.
Zu ihrer Motivation, Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunkt Elektrotechnik zu studieren, sagt Antigona, Teamleiterin der Gruppe Resiliente Netzleittechnik:
„Schon in der Schule haben mir Mathe und Physik besonders gelegen und großes Interesse geweckt. Die Elektrotechnik als Teilgebiet der Physik faszinierte mich zusätzlich, und von der Kombination mit der Betriebswirtschaft versprach ich mir hervorragende Karrierechancen.“
MINT-Berufe sind nicht nur in vielen Branchen sehr gefragt, sie bieten auch exzellente Berufsaussichten. Die hohe Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften sorgt für Arbeitsplatzsicherheit und stabile berufliche Perspektiven. Außerdem eröffnen diese Berufe internationale Möglichkeiten, sei es durch Auslandsprojekte oder die Zusammenarbeit in internationalen Teams.

Einen gesellschaftlichen Beitrag zur Energiewende zu leisten, ist Antigona ein besonderes Anliegen. Dabei sieht sie sich in der Verantwortung, ein Vorbild für junge Frauen zu sein, die ebenfalls eine Karriere im MINT-Bereich anstreben:
„Ich möchte mit gutem Beispiel vorangehen und junge Frauen dazu motivieren, ihre eigenen Potentiale zu entfalten.“
Beim Thema Promotion sind sich alle einig: Sie ermöglicht es, ständig Neues zu lernen und sich selber weiterzuentwickeln. Über die persönliche Verwirklichung hinaus, eröffne ihnen diese Position erst den Weg zu einer aktiven Mitgestaltung der gesellschaftlichen Entwicklung. In der Forschung tätig zu sein bedeute auch, an ebenjenen zukunftsweisenden Projekten mitzuarbeiten, die echte Veränderungen bewirken können.
„Die Promotion erlaubt es uns, an der Spitze technologischer und wissenschaftlicher Innovationen zu arbeiten“, so Antigona.
Dabei zeichnet sich die wissenschaftliche Arbeit am Lehrstuhl für Aktive Energieverteilnetze durch eine große Vielfalt an Projekten aus, die sowohl mit Forschungs- als auch mit Industriepartnern durchgeführt werden. Es gibt Simulationsprojekte, die mit Hilfe von Computermodellen die Analyse und Vorhersage komplexer Systeme ermöglichen, und Laborprojekte, in denen praktische Experimente und physische Tests an Energiesystemen durchgeführt werden.
Forschungsprojekte sind oft eng mit den Promotionsthemen der Mitarbeitenden verbunden und führen zur Veröffentlichung der Forschungsergebnisse in renommierten wissenschaftlichen Publikationen. Der Austausch mit anderen Forschungseinrichtungen und Universitäten fördert dabei einen intensiven wissenschaftlichen Diskurs und trägt zur Weiterentwicklung der Projekte bei. Darüber hinaus bietet die Teilnahme an internationalen Konferenzen die Möglichkeit, Forschungsergebnisse einem breiten Publikum vorzustellen und neue Erkenntnisse zu gewinnen.
Industrieprojekte am IAEW sind eine einzigartige Gelegenheit, aktiv an den strategischen Entscheidungen und Innovationsprozessen von Unternehmen mitzuwirken. Diese Projekte ermöglichen es den Mitarbeitenden, bereits während ihrer Promotion relevante praktische Erfahrungen zu sammeln und frühzeitig einen bedeutenden Einfluss zu nehmen. Durch die direkte Zusammenarbeit mit Industriepartnern erweitern sie nicht nur ihr fachliches Know-how, sondern entwickeln auch wichtige Fähigkeiten im Projektmanagement und in der strategischen Planung. Außerdem können die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler so bereits während ihrer Laufbahn an der Universität ein breites Netzwerk zu verschiedenen Industriepartnern aufbauen.

Darüber hinaus bietet eine Promotion weitere Möglichkeiten zur persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung. Durch die Übernahme neuer Positionen innerhalb des Instituts können die Forschenden ihre Führungskompetenzen stärken und ausbauen. Diese Erfahrungen sind entscheidend für eine erfolgreiche Karriere in der Industrie und bereiten sie optimal auf zukünftige Führungsaufgaben vor.
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Otto-Junker-Preise 2024

Wolfgang Bleck (links), Udo von Berg (rechts) und Ulrich Rüdiger (zweiter von rechts) gratulierten den Preisträgern Jan Krusenbaum (zweiter von links), Gerrit Ipers (dritter von links), Daniel Baggen (vierter von links) und Moritz Diewald (dritter von rechts). ©Andreas Schmitter
Im Rahmen der diesjährigen Preisverleihung des Otto-Junker-Preises wurden mit Daniel Baggen und Gerrit Ipers gleich zwei herausragende Nachwuchstalente für ihre exzellenten Studienleistungen gewürdigt, die aus dem Fachbereich der Elektrotechnik und Informationstechnik stammen.
Daniel Baggen, geboren 2000 in Aachen, immatrikulierte sich nach dem Abitur am Städtischen Gymnasium Herzogenrath für den Bachelorstudiengang Elektrotechnik, Informationstechnik und Technische Informatik an der RWTH Aachen University. Sein Masterstudium schloss er mit einer Arbeit über „Design und Inbetriebnahme eines hochintegrierten DC-DC-Wandlers für die Erzeugung von grünem Wasserstoff“ am Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe ab. Professor Rik W. De Doncker betreute die Masterarbeit. Seit November 2023 ist Daniel Baggen als Promotionsstudent im Bereich Leistungselektronik tätig.
Gerrit Ipers, 27 Jahre alt, stammt gebürtig aus Viersen. Nach dem Erwerb der Allgemeinen Hochschulreife an der Liebfrauenschule Mülhausen in Grefrath absolvierte er zunächst ein Bachelor- und später ein Masterstudium der Fachrichtung Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunkt Elektrische Energietechnik an der RWTH Aachen University. Die Erstellung seiner Masterarbeit mit dem Titel „Rapid Prediction of Electro-Chemo-Mechanical Degradation of Li-Ion Batteries for End-of-Life Options“ erfolgte am Massachusetts Institute of Technology in den USA. Zuvor absolvierte er das T.I.M.E.-Doppel-Master-Programm am KTH Royal Institute of Technology in Stockholm. Die Betreuung seitens der RWTH erfolgte durch Professor Dirk Uwe Sauer, ebenfalls vom Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe. Seit Mai 2023 ist Gerrit Ipers als Technischer Projektleiter bei einem schwedischen Automobilzulieferer tätig.
Moritz Diewald aus der Fachgruppe Materialwissenschaft und Werkstofftechnik der Fakultät für Georessourcen und Materialtechnik überzeugte mit seiner Masterarbeit, in der er die unterstöchiometrische Verbrennung als Teil der mehrstufigen flammlosen Oxidation numerisch und experimentell untersuchte. In der gleichen Fachgruppe wurde Jan Krusenbaum für seine Masterarbeit mit dem Titel „Thermische Konditionierung von Li-Ionen-Batterieschreddern im Rahmen eines neuartigen Recyclingverfahrens: Auswirkungen der Prozessgasatmosphäre sowie weiterer Determinanten auf die Rückgewinnung des kritischen Elements Lithium“ wurde Jan Krusenbaum ausgezeichnet.
Die Verleihung der Auszeichnungen erfolgte im Rahmen einer festlichen Veranstaltung. Die Übergabe wurde durch Udo von Berg, Vorstand der Otto-Junker-Stiftung, und durch Ulrich Rüdiger, Rektor der RWTH Aachen University, vorgenommen. Wolfgang Bleck, emeritierter Professor und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Stiftung, bekundete seine Glückwünsche.
Die Auszeichnungen, die den Namen des Stiftungsgründers Dr. Otto Junker tragen, werden jährlich an herausragende Absolventinnen und Absolventen der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik sowie der Fachgruppe Materialwissenschaft und Werkstofftechnik in der Fakultät für Georessourcen und Materialtechnik vergeben. Die 1970 ins Leben gerufene Stiftung hat sich der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses verschrieben und unterstützt eine Vielzahl von Einzelprojekten.
Die herausragenden Leistungen dieser vier Absolventen verdeutlichen nicht nur ihre individuelle Exzellenz, sondern ehren zugleich die RWTH Aachen University als Ausbildungsstätte für brillante Persönlichkeiten. Wir möchten Daniel Baggen, Gerrit Ipers, Moritz Diewald und Jan Krusenbaum zu dieser wohlverdienten Anerkennung gratulieren und ihnen für ihre vielversprechenden Karrierewege weiterhin viel Erfolg wünschen.
Tag der Elektrotechnik und der Informationstechnik 2024

Nach einer fünfeinhalbjährigen Amtszeit als Dekan der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik wurde Professor Jens-Rainer Ohm (links) feierlich verabschiedet. Die Verabschiedung erfolgte durch Geschäftsführerin Martina Dahm (rechts im Bild) und den neuen Dekan der Fakultät, Professor Albert Moser (in der Mitte). © Martin Braun
Am 25. Tag der Elektrotechnik und Informationstechnik (TDEI), der am 22.11.2024 stattfand, präsentierten wir unseren diesjährigen Erfolg und brachten wieder Unternehmen, Studierende, Fakultätsangehörige und Absolvent*innen zusammen.
Die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der RWTH Aachen genießt seit über fünf Jahrzehnten einen exzellenten Ruf als Ausbildungsstätte für hochqualifizierte und verantwortungsbewusste Ingenieurinnen und Ingenieure. Dies wird regelmäßig in nationalen und internationalen Rankings belegt, in denen die Fakultät stets vordere Plätze erreicht. Der Dekan der Fakultät, Professor Albert Moser, eröffnete den Tag der Elektrotechnik und Informationstechnik mit einem Jahresrückblick sowie der Begrüßung neuer Lehrstuhlinhaber im Team der Fakultät.

Von rechts: Professor Alber Moser mit Professor Volkmar Schulz © Martin Braun
Das Kompetenzfeld Medizintechnik wird durch Professor Volkmar Schulz mit seiner Expertise auf dem Gebiet der Bildverarbeitung bereichert. Nach langjähriger Leitung der Gruppe „Physics of Molecular Imaging“ beim Institut für Experimentelle Molekulare Bildgebung hat er im September 2024 den Lehrstuhl für Bildverarbeitung an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik übernommen.

Von rechts: Professor Simon Steentjes und Professor Albert Moser © Martin Braun
Professor Simon Steentjes hatte vor der Veranstaltung bereits zu erkennen gegeben, dass er seit geraumer Zeit und im Zuge seiner persönlichen Agenda darauf hingearbeitet habe, an die RWTH Aachen zurückzukehren.
„Die Arbeit mit jungen Menschen bringt stets neue Ideen und hilft mir, am Puls der Zeit zu bleiben. Es ist schön, nun wieder in der Lehre aktiv zu sein“, erklärt Professor Steentjes, der im Oktober den Lehrstuhl für Elektrische Maschinen und Anlagen übernommen hat.
Zuvor in führenden Positionen bei der Audi AG sowie der Hilti Group tätig, verfügt Professor Steentjes über langjährige Erfahrung in der Industrie.

Professor Peter Jax © Martin Braun
Ein weiterer Programmpunkt war der Bericht des Studiendekans, Professor Peter Jax, Leiter des Instituts für Kommunikationssysteme. Basierend auf quantitativen Erhebungen analysierte er die akademische Lehre in den angebotenen Studiengängen der Fakultät und zeigte das Potential für weitere Entwicklungen auf.
Anschließend überreichte Professor Jax den Team Award, welcher in diesem Jahr an Cinar Algül, Maxim Klosa und Wenjie Zeng verliehen wurde. Die drei Studierenden hatten sich durch Ihre Arbeit im Projekt der Elektrotechnik und Informationstechnik – MATLAB meets Lego Mindstorms – in besonderem Maße hervorgetan.

Best Bachelor Award Gewinner Fritz Stracke © Martin Braun
Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg ist die konstruktive Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen, welche den Studierenden die Möglichkeit bietet, sich mit anspruchsvollen Projekt- und Abschlussarbeiten zu befassen und daran mitzuwirken. Im Rahmen der Veranstaltung TDEI präsentierte sich der Goldsponsor Intravis in einem Interview. Des Weiteren wurde der diesjährige Rohde & Schwarz Best Bachelor Award an Fritz Stracke verliehen. Der Studierende, der sich ebenfalls durch sein Engagement in der Fachschaft für Elektrotechnik und Informationstechnik auszeichnet, wurde für seine Bachelorarbeit mit dem Titel „Untersuchung des Bare-Metal Supports von Rst Unikernels in heterogenen Rechensystemen“ gewürdigt.
Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war der Festvortrag von Professor Andreas Hierlemann von der ETH Zürich mit dem Titel „Interfacing with brain cells at subcellular resolution“. Für spannende Einblicke sorgte auch das Interview mit Professor Sven Ingebrandt, Leiter des Instituts für Werkstoffe der Elektrotechnik 1 an der RWTH Aachen University, sowie die Vorstellung des Keyvisuals und der Institutsprojekte.
Die feierliche Verabschiedung der Absolventinnen und Absolventen bildete den traditionellen Abschluss der Veranstaltung. Nach der namentlichen Vorstellung auf der Bühne überbrachte der Dekan jedem Einzelnen seine Gratulation zum Studienerfolg.
Professor Antonello Monti verabschiedete die Studierenden auf seine eigene Art und Weise. Einst hatte er beim TDEI 2019 mit einem Überraschungsauftritt für große Begeisterung gesorgt. In diesem Jahr kehrte er mit der ERC Band auf die Bühne zurück. Im Rahmen der Darbietung wurden die musikalischen Kompositionen „Knockin on E.ON´s Door“ sowie „AC to Hell“ präsentiert.
Für die tatkräftige Unterstützung bei der Organisation und Durchführung des Tages der Elektrotechnik und Informationstechnik möchten wir uns bei allen Fakultätsmitgliedern und Helfern sowie der RWTH International Academy herzlich bedanken.
Weitere Informationen zum TDEI 2024, sowie Fotos von der Veranstaltung findet Sie auf unserer Website.
Who run the work? – Team ÜEW

Von links: Stefanie Samaan, Ricarda Kriete, Carolin Guntermann, Sophia Tepe, Lina Fischer, Muriel Krüger, Jana Einsiedle, Claire Lambriex © Martin Braun
Ein Blick in das Team des Lehrstuhls für Übertragungsnetze und Energiewirtschaft (ÜEW) am Institut für Elektrische Anlagen und Netze, Digitalisierung und Energiewirtschaft (IAEW) zeigt ein für die Elektrotechnik erfreuliches Bild: Es besteht zu fast einem Drittel aus weiblichen Mitarbeiterinnen.
Der Frauenanteil in den Ingenieurwissenschaften ist in den letzten Jahren gestiegen und Ingenieurinnen sind insbesondere im Forschungsbereich selbstverständlicher Bestandteil eines Institutsteams. Als wissenschaftliche Mitarbeiterinnen haben alle im Team ein ingenieurwissenschaftliches Studium im Bereich der Elektrotechnik absolviert und sich danach entschieden, eine Doktorarbeit an der Universität anzuschließen und ihre berufliche Karriere hier zu starten. Natürlich setzt die Arbeit in der Elektrotechnik ein gewisses Interesse an Naturwissenschaft und Technik voraus, doch der Schlüssel zum Erfolg und Spaß an den Themengebieten liegt meistens vor allem in der Neugierde, neue Sachverhalte verstehen zu wollen.
„Die Frage: ‚Wie funktioniert das?‘ treibt uns immer wieder an“, sagt Lina Fischer, die an einem robusten Planungsmodell für das zukünftige Energiesystem forscht.
Als nächstes braucht es einfach eine Portion Mut, um solchen Fragen tatkräftig nachzugehen – auch wenn das bedeutet, sich auf etwas Unbekanntes einzulassen.

© Martin Braun
Alle am IAEW verbindet die Vision, Lösungen für die Energiewende zu erforschen und zu erarbeiten. Die Arbeit am Lehrstuhl für Übertragungsnetze und Energiewirtschaft beschäftigt sich vor allem mit der Frage:
„Wie sollen wir das zukünftige Energiesystem gestalten, sodass es umweltverträglich, versorgungssicher und gesamtwirtschaftlich effizient ist?“
Thematisch umfasst dies ein großes Spektrum an interessanten Aspekten. So dreht sich viel darum, wie die großen Energiemengen aus Photovoltaik- und Windenergieanlagen aber auch alternative Energieträger wie Wasserstoff in unser derzeitiges Energiesystem integriert werden können. Essentiell hierfür ist das Übertragungsnetz für Strom, welches man im Alltag z.B. an den neben den Autobahnen verlaufenden Hochspannungsleitungen erkennt. Dieses ermöglicht es, Strom über große Distanzen zu transportieren und somit die großen Energiemengen aus Windkraftanlagen in Norddeutschland zu Regionen mit hohem Stromverbrauch zu transportieren. Im Rahmen von aktuellen Projekten wird dabei untersucht, wie das Übertragungsnetz zukünftig ausgebaut und betrieben werden muss, um die Energiewende zu ermöglichen. Auch wird erforscht, an welchen Standorten zukünftig Leitungen zu den Offshore-Windkraftanlagen in der Nord- und Ostsee angeschlossen oder große Elektrolyseanlagen zur Produktion von Wasserstoff positioniert werden sollten. Solche Untersuchungen müssen neben technischen Aspekten der Komponenten auch wirtschaftliche Aspekte miteinbeziehen, wie z.B. die entstehenden Kosten durch Investitionen oder mögliche Engpässe im Übertragungsnetz.
Generell spielt die Betrachtung von wirtschaftlichen und marktlichen Aspekten bei der Umgestaltung des Energiesystems eine große Rolle. Durch die europäischen Bestrebungen, den Stromhandel zwischen den einzelnen Ländern weiter zu stärken, kommt es zu zunehmenden Handelsflüssen in Europa und dadurch zu weiteren Herausforderungen für die Transportaufgaben im Übertragungsnetz. Daher werden am Lehrstuhl Methoden und Modelle für die Simulation der europäischen Strommärkte entwickelt. So können verschiedene Zukunftsentwicklungen untersucht und ihre potenziellen Auswirkungen für die Marktteilnehmer sowie das Übertragungsnetz analysiert werden.
Ein weiterer Themenschwerpunkt des Lehrstuhls ist es, sich mit innovativen Betriebsmitteln und Konzepten zu beschäftigen, welche zukünftig einen sicheren Betrieb der Übertragungsnetze gewährleisten und so vor Blackouts schützen sollen. Hierfür müssen vor allem Modelle und Verfahren entwickelt werden, die das dynamische Systemverhalten der Übertragungsnetze und ihrer Komponenten unter neuen Rahmenbedingungen abbilden und untersuchen können.

© Martin Braun
Wenn man an die Arbeit an einem Institut der Universität denkt, drehen sich die ersten Gedanken meistens um die alleinige Arbeit an einem eigenen Forschungsvorhaben. Dies vermittelt besonders im Bereich der Ingenieurwissenschaften oft einen falschen Eindruck des Arbeitsalltags an einem Institut. So ist die Arbeit am IAEW vor allem durch die Vielfalt an verschiedenen Projekten mit sowohl Forschungs- als auch Industriepartnern geprägt. Dies erlaubt es, unterschiedliche Themengebiete kennenzulernen und vielfältige Erfahrungen zu sammeln. Häufig ist man ab der Anbahnung der Projekte über die Bearbeitung bis hin zur Präsentation der Ergebnisse involviert. Die unterschiedlichen Projektteams machen die Zusammenarbeit dabei abwechslungsreich. Durch die Zeit am Institut bietet sich dadurch die Möglichkeit, neben wissenschaftlichen Erkenntnissen auch eine Reihe an Fähigkeiten zu erwerben, die für Führungsaufgaben in der Industrie qualifizieren.
Natürlich erlebt man auch abseits des Arbeitsalltags vielerlei Dinge, die die Arbeit am Institut lohnenswert machen.
„Besonders die gemeinsamen Aktivitäten mit anderen jungen Kolleginnen und Kollegen nach der Arbeit, diverse Institutstraditionen, Feste und sportliche Events gehören mit dazu.“
Das IAEW bietet dabei insbesondere auch die Möglichkeit, schon während des Studiums durch eine Hiwi-Stelle oder eine Abschlussarbeit Einblicke in den Institutsalltag und die Forschungsthemen zu bekommen.
Lass dich inspirieren und finde deinen eigenen Weg!
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