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Forschungsdaten – Aktuelles und Wissenswertes

FDM-Werkstatt 2024 – Tag 3

28. März 2024 | von
FDM-Werkstatt 2024

Quelle: Eigene Darstellung

Über die ersten beiden Tage der FDM-Werkstatt wurde bereits auf dem FDM-Blog berichtet. Am dritten Tag der FDM-Werkstatt drehte sich alles rund um die FDM-Tools LiaScript, DataLad und Coscine. Eine Diskussionsrunde zum Datenkompetenzzentrum DKZ.2R war ebenfalls Bestandteil des Programms des letzten Tages. In diesem Beitrag erfahren Sie mehr über die Details der einzelnen Sessions.

 

Das Vormittagsprogramm

Der Tag begann um 9 Uhr mit zwei parallelen Sessions.

In der ersten Session wurde LiaScript behandelt. LiaScript ist eine erweiterte maschinenlesbare Sprache, die auf Markdown aufbaut. Sie ermöglicht nicht nur die einfache Formatierung von Texten, sondern auch die Integration interaktiver Elemente wie Quizfragen, Codeausführung, Diagramme und vieles mehr. LiaScript wird häufig für die Erstellung interaktiver Lerninhalte, Präsentationen und Lehrmaterialien verwendet. Es kombiniert die Einfachheit von Markdown mit der Funktionalität interaktiver Lernumgebungen.

Parallel dazu fand eine Session statt, die sich mit der Verbindung von DataLad zu Coscine befasste. DataLad ist eine kostenfreie Datenverwaltungsplattform, die nicht nur Strukturen etabliert und die Reproduzierbarkeit sicherstellt, sondern auch die Zusammenarbeit fördert und in weit verbreitete Dateninfrastrukturen integriert werden kann. Durch die Nutzung von Git und git-annex ermöglicht DataLad die Versionskontrolle beliebig großer Dateien in Datensätzen, ohne dass spezielle Datenstrukturen, zentrale Infrastrukturen oder Dienste von Drittanbietern erforderlich sind.

 

Das Nachmittagsprogramm

Nach einer einstündigen Mittagspause setzten die Teilnehmenden ihre Erkundung des Forschungsdatenmanagements fort.

Die dritte Session des Tages war eine „Coscine Technical Ask Me Anything“-Runde, bei der die Teilnehmenden die Gelegenheit hatten, ihre technischen Fragen rund um die Nutzung von Coscine zu stellen. Die Diskussion war äußerst informativ und ermöglichte den Teilnehmenden, ihre Verständnisfragen zu klären und wertvolle Einblicke der Entwickler*innen zu Coscine zu erhalten. Es konnte festgehalten werden, dass die Funktionsweise der Suche in Coscine auf ElasticSearch basiert. In den Einstellungen kann festgelegt werden, ob nur Projektmitglieder oder alle Nutzenden von Coscine nach Metadaten suchen können. In der Zukunft wird es voraussichtlich auch eine Suchfunktion geben, die von nicht-eingeloggten Nutzenden von Coscine genutzt werden kann. Diese wird unter dem Oberbegriff „Metadata Hub“ entwickelt. Anschließend wurde das Einloggen via ORCiD diskutiert und welche Möglichkeiten die Nutzenden anschließend in Coscine haben. Kurz gesagt, ermöglicht der Login via ORCiD in Coscine die Projekt-und Ressourcenerstellung, jedoch nur RDS-unabhängige Ressourcen (LinkedData und GitLab). Dementsprechend ist eine Verknüpfung der Login-Möglichkeiten empfehlenswert, um den gesamten Funktionsumfang von Coscine nutzen zu können. Außerdem wurde angemerkt, dass die Nutzung des GitLab-Ressourcentyps nicht nur mit Schreibrechten, sondern auch mit Leserechten möglich sein sollte. Hier gab es einen einfach umsetzbaren Lösungsvorschlag der Entwickler: Die Einstellungen des Tokens für die Nutzung der GitLab-Ressource entsprechend anpassen und dadurch die Zugriffsrechte kontrollieren. Der Upload über die Web-Benutzeroberfläche für Daten, die größer als 2 GB sind, funktioniert aufgrund von Browserbeschränkungen nicht. Es wird daher empfohlen, die RDS-S3-Ressource über S3-Clients zu verwenden, wofür allerdings vorher in Speicherplatzantrag gestellt werden muss. Außerdem wird daran gearbeitet, in Zukunft eine Registrierungs-App (RegApp) zu implementieren, um die eigene Organisation beim Einloggen einfacher auswählen zu können. Des Weiteren sollen zukünftig Datenmanager*innen für Institute benannt werden, um sicherzustellen, dass eine Kontaktperson für „verwaiste“ Projekte zur Verfügung steht. Eine generelle Empfehlung für das Melden von Fehlern wurde am Ende ebenfalls noch ausgesprochen. Die Nutzenden sollen in solchen Fällen eine detaillierte Beschreibung des Problems, bestenfalls inklusive Screenshots und Trace-ID an die Kontaktadresse der jeweiligen Hochschuleinrichtung schicken.

Die letzte Session des Tages war eine Diskussionsrunde zum Datenkompetenzzentrum Rhein Ruhr. Die Teilnehmenden tauschten sich darüber aus, dass Notwendigkeit einer verbesserten Informationsverteilung innerhalb der Institutionen und einer direkten Beratung einzelner Forschender besteht. Es wurde ein Bedarf an Weiterbildungsangeboten für FDM-Expert*innen sowie an einer zentralen Schulungsplattform festgestellt. Es wurde die Idee formuliert, Schulungen an Archetypen anzupassen und einen Reviewprozess für Datenqualität einzuführen. Die Zielgruppe des DKZ umfasst Forschende aller Karrierestufen und Service-Stellenmitarbeitenden von fdm.nrw. Es wurde vorgeschlagen, konkrete Angebote zu schaffen, um Forschende und lokale FDM-Verantwortliche anzusprechen und Anreize für eine Community-Beteiligung zu schaffen. Dabei können verschiedene Informationskanäle wie Instagram, Pixelfed und LinkedIn genutzt werden, um das Potenzial von Daten zu zeigen und Best Practices zu teilen. Insgesamt wurde die Bedeutung enger Zusammenarbeit und klarer Kommunikation innerhalb des DKZ betont, um effektive Unterstützung für die Forschergemeinschaft zu bieten. Die Diskussionsrunde zum DKZ.2R war sehr intensiv und fruchtbar. Die vielen Ideen und Vorschläge werden jetzt DKZ.2R-intern weiter diskutiert und ausgewertet, um die Serviceangebote entsprechend zu gestalten und anzupassen.

 

Mehr erfahren

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden für das rege Interesse und die spannenden Diskussionen, von denen Workshops wie diese leben. Wir freuen uns auf die nächste FDM-Werkstatt!

Bei Fragen zu den FDM-Tools oder zum FDM im Allgemeinen schreiben Sie einfach eine Nachricht an das IT-ServiceDesk. Das FDM-Team freut sich auf Ihre Nachricht.


Verantwortlich für die Inhalte dieses Beitrags ist Arlinda Ujkani.

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