Beim FDM-Netzwerktreffen am 23. April 2026 ging es um die Erstellung, Organisation und Nutzung von Datenmanagementplänen (kurz: DMP) in kooperativen Projekten mit dem Research Data Management Organizer (kurz: RDMO).
Das FDM-Netzwerktreffen ist ein monatlicher Austausch für Verantwortliche für das Datenmanagement, Aktive und Interessierte. Es kombiniert thematische Impulse mit offenem Austausch zu aktuellen Fragen aus der Praxis und bietet Raum für Vernetzung und Diskussion.
Organisation großer Projekte – RDMO Parent Projects
Sabine Schönau vom FDM-Team der RWTH gab Einblicke in die Entwicklung von DMP-Vorlagen und die Nutzung von RDMO. Außerdem thematisierte sie die Support-Möglichkeiten, die Forschenden an der RWTH zur Verfügung stehen.
RDMO ist ein Tool, um Forschende bei der Erstellung eines Datenmanagementplans zu unterstützen. Durch die Nutzung von Vorlagen wird sichergestellt, dass alle relevanten Aspekte und Vorgaben eines Forschungsprojekts in dessen Datenmanagementplan beachtet werden. Das FDM Team der RWTH unterstützt bei der projektspezifischen Anpassung von DMP-Vorlagen.
Die „Parent Project“-Funktion in RDMO bietet Projektmanagern und Data Stewards die Möglichkeit, die Datenmanagementpläne aller Projektteilnehmenden unter einem übergreifenden Projekt zu organisieren und so einen besseren Überblick über das FDM im Verbundprojekt zu erhalten. Mithilfe der Rollenverwaltung kann individuell angepasst werden, welche Rechte die Forschenden in den jeweils darunter liegenden Projekten haben. Zugleich haben sie alle Zugriff auf das für sie übergeordnete Projekt. So kann sichergestellt werden, dass alle Forschende innerhalb eines Großprojekts Zugriff auf die relevanten Voraussetzungen und Richtlinien haben.
RDMO in der Praxis
Anknüpfend an Sabine Schönaus Überblick stellten Marianna Cafiero vom Institut für Technische Verbrennung (ITV) und Raymond Langer vom Fuel Science Center (FSC) vor, wie sie RDMO in der Praxis einsetzen. Dabei gaben sie Einblicke in ihre Projekte und betonten die Beweggründe, Vorteile und praktischen Erfahrungen in der Nutzung des Tools.
Verschiedene Instanzen – RDMO am ITV
RDMO ist eine Open Source Software, die über lokale oder multi-site-Instanzen betrieben werden kann. Die verschiedenen Instanzen unterscheiden sich hinsichtlich der implementierten Vorlagen, dem Layout und der Zugriffsverwaltung. Forschungsprojekte sollten individuell entscheiden, welche Instanz am besten für ihre Zusammenarbeit geeignet ist.
Das ITV nutzt mittlerweile das NFDI4Ing-RDMO-Tool, das von der ULB Darmstadt über den Basisdienst DMP4NFDI gehostet wird. Aufgrund der Diversität der Projektmitglieder und ihrer zugehörigen Organisationen bot sich der Wechsel von der lokalen RWTH-RDMO-Instanz zur offenen NFDI4Ing-RDMO-Instanz an, um dadurch die Kollaboration zu vereinfachen.
Vorteile und Verbesserungsvorschläge – RDMO am FSC
Das FSC hob besonders die Vorteile von RDMO hervor: Durch die Nutzung gibt es einen zentralen Ort, wo die Datenmanagementpläne erstellt werden. Außerdem erleichtert die Nutzung das FDM-Onboarding von neuen Mitarbeitenden und die Übergabe von Projekten.
Abschließend präsentierten die beiden Forschenden Verbesserungsvorschläge, wie RDMO sie zukünftig noch besser unterstützen könne: insgesamt müsse RDMO flexibler werden, um sich verschiedenen Projektstrukturen anpassen zu können. Außerdem sollte der Prozess zur Erstellung eines Datenmanagementplans fokussierter ausrichtbar sein und irrelevante Schritte einfach entfernt werden können.
Save the Date – FDM-Netzwerktreffen Mai
Das nächste FDM-Netzwerktreffen findet am 28.05.2026 von 10:00 bis 13:00 Uhr vor Ort im IT Center (Kackertstr. 10) statt. Data Stewards und andere aktive Mitglieder des FDM-Netzwerks sind eingeladen aus ihren aktuellen FDM-Projekten zu berichten.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Details zum Treffen werden über die Mailingliste „DataStewards@RWTH“ kommuniziert.
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Bei Fragen zum FDM-Netzwerk oder zu Themen rund um das Forschungsdatenmanagement stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung. Das FDM-Team freut sich über Ihre Nachricht und hilft Ihnen gerne weiter!
Verantwortlich für die Inhalte dieses Beitrags ist Hedda Faber.




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