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IT Center

Kick-off Meeting hpc.nrw im IT Center der RWTH Aachen

18. Juni 2019 | von

Am vergangenen Donnerstag, 13.06.2019, war es soweit: Das Kick-Off Meeting zu hpc.nrw fand im IT Center der RWTH Aachen University statt. Das in Aachen stattfindende Auftakttreffen des Konsortiums zielte neben dem Kennenlernen der Konsortialpartner vor allem auf erste koordinatorische und organisatorische Schritte ab.

Nach der Begrüßung durch Professor Matthias Müller, Leiter des IT Centers, das auch die Koordinierungsstelle des Kompetenznetzwerkes hpc.nrw ist, gelang ein gelungener Auftakt zu einem gutbesuchten Kick-Off Meeting am IT Center im Rahmen der Digitalisierungsoffensive DH-NRW.

In diesem Beitrag möchten wir Sie daher informieren, was sich hinter den Begriffen hpc.nrw und dem HPC-Landeskonzept verbirgt.

Hochleistungsrechnen in Nordrhein-Westfalen

Die Bedeutung von Datenverarbeitung in diversen Bereichen der Wissenschaft nimmt stetig zu. Es werden immer größere Datenmengen gesammelt und diese gilt es in Wissenschaft und Wirtschaft zu verarbeiten. Wir denken dabei nicht mehr nur noch an hochintensive Rechenoperationen in der Virtuellen Realität, Simulationen oder dem Performance Engineering, sondern erkennen unschwer, dass auch in vielen weiteren wissenschaftlichen Disziplinen die Datenverarbeitung im Kontext des Hochleistungsrechnen unverzichtbar ist.

Für das Bundesland Nordrhein-Westfalen bedeutet dies, dass im Rahmen der Digitalen Hochschule NRW der Ausbau der HPC-Zentren gefördert und vorangetrieben wird. Hier findet der Einsatz einer eigenständigen HPC-Arbeitsgruppe statt. Diese besteht aus Spezialisten aus Methodenwissenschaft, Betrieb HPC sowie Nutzenden der Wissenschaft.

HPC-Landeskonzept

Abgestimmt mit dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft gilt es ein HPC-Landeskonzept zu entwickeln, das im Wesentlichen einen wichtigen Bestandteil des landesweiten Programms Digitale Hochschule ausmacht.

Die Ziele zeichnen sich dabei wie folgt aus:

  • Die nachhaltige Sicherstellung der Versorgung der Wissenschaft
  • Die Unterstützung forschender Industrie in Kooperation mit Hochschulen hinsichtlich HPC-Ressourcen sowie Fachkompetenz im effizienten und wissenschaftsgeleiteten Einsatz durch strukturierten Zugang zu HPC-Ressourcen
  • Eine gemeinsame Planung von HPC-Ressourcen in NRW

Kernaspekte dieser Ziele sind dabei die Verbesserung und Abstimmung von HPC-Aktivitäten in NRW sowie im nationalen Kontext. Dementsprechend auch die Förderung und Ausbildung wissenschaftlichen Nachwuchses sowie die Verbesserung der Rahmenbedingungen und Möglichkeiten für die Spitzenforschung. Im Zuge dessen sollen jedoch auch neue Nutzergruppen an das Hochleistungsrechnen herangeführt werden.

Ergänzt werden diese Aspekte durch die Vernetzung der hochschulübergreifenden HPC-Ressourcen im Land selbst, um somit nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität des HPC-Betriebs in NRW zu fördern. Daher gilt es auch die effiziente Nutzung sowie einen solchen Umgang durch Nutzende sicherzustellen.

hpc.nrw – das Kompetenznetzwerk

Das HPC-Kompetenznetzwerk hpc.nrw ist dementsprechend im Rahmen des Konsortialvorhabens aufgebaut und etabliert worden.

Als erste Maßnahme ist daher das HPC-Landeskonzept im Rahmen der Digitalisierungsoffensive, welche vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft mit zusätzlichen 50 Millionen Euro bis 2021 unterstützt wird, entworfen worden.

Das Kompetenznetzwerk hpc.nrw schafft damit personelle und organisatorische Voraussetzungen. Es gilt die Expertise der großen HPC-Zentren der Ebene 2 mit Beratungsdienstleistungen auf Ebene 3 zu kombinieren. Dies zielt darauf ab, ein Angebot zu schaffen, das sowohl kompetent als auch thematisch breit aufgestellte Anlauf- und Beratungsstellen für HPC-Nutzende in NRW zur Verfügung stellt.

Effizienter und strukturierter Zugang

Auf diese Weise ergibt sich ein Netzwerk thematischer Cluster, das auf eine effiziente Nutzung von Hochleistungsrechen- und Speicheranlagen abzielt, dabei junge Wissenschaftler unterstützt sowie ein transparentes Angebot der Ressourcen darstellt, die im Land NRW zur Verfügung stehen.

Die Ebene-2-Zentren bieten dabei einen einheitlichen und strukturierten Zugang für HPC-Nutzende aller Hochschulen in NRW an und stellen somit sicher, dass auch eine Grundversorgung mit HPC-Ressourcen an Standorten ohne Ebene 3-Zentren und an Fachhochschulen gewährleistet ist.

Ein solches Netzwerk bedarf einer entsprechenden Koordinierungsstelle und diese liegt in der Verantwortung der RWTH Aachen University –genauer gesagt am IT Center der RWTH.

Insgesamt besteht das Konsortium darüber hinaus aus den Hochschulen Uni Bochum, Uni Bonn, TU Dortmund, Uni Düsseldorf, Uni Duisburg-Essen, Uni Köln, Uni Paderborn und Uni Siegen sowie Uni Wuppertal.

Sie möchten mehr wissen zur Digitalen Hochschule NRW und Digitalisierungsoffensive? Dann schauen Sie vorbei auf https://www.dh-nrw.de/.

Wir freuen uns sehr darüber Gastgebende gewesen sein dürfen und blicken den weiteren Entwicklungen mit Neugierde und Spannung entgegen.

Verantwortlich für die Inhalte dieses Beitrags ist Nicole Filla.

Quelle: https://www.dh-nrw.de/

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