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Elektrotechnik und Informationstechnik

Kategorie: ‘Auszeichnungen’

Lehrpreise der RWTH Aachen: Auszeichnung für innovative Lehre und engagierte Lehrende

05. Februar 2026 | von

Die RWTH Aachen hat ihre diesjährigen Lehrpreise verliehen und damit besonderes Engagement und innovative Ansätze in der Hochschullehre gewürdigt.

Sonderlehrpreis für die App Phyphox

Der Sonderlehrpreis der RWTH geht in diesem Jahr an die App Phyphox, mit der physikalische Experimente direkt mit dem Smartphone durchgeführt werden können. Die Anwendung verwandelt mobile Endgeräte in vielseitige Messinstrumente und ermöglicht es unter anderem, die Geschwindigkeit eines Aufzugs oder die Beschleunigung einer Achterbahn zu messen.

Phyphox wurde von einem Team um die Experimentalphysikerinnen und Experimentalphysiker Professor Christoph Stampfer, Dr. Sebastian Staacks, Professorin Heidrun Heinke und Dr. Dominik Dorsel entwickelt. Die App kommt sowohl an Schulen und Hochschulen als auch im Alltag zum Einsatz und greift auf die im Smartphone verbauten Sensoren zurück. Die erhobenen Messdaten können direkt verarbeitet und grafisch dargestellt werden.

Fotos: Heike Lachmann

Professor Joost-Pieter Katoen (r.), Prorektor für Lehre, überreichte dem Entwicklerteam von Phyphox, Professorin Heidrun Heinke, Dr. Dominik Dorsel, Professor Christoph Stampfer, Dr. Sebastian Staacks (v. l.) die Urkunde.

Die Anwendung ist kosten und werbefrei für Android und iOS verfügbar und wird seit 2016 kontinuierlich weiterentwickelt. Mittlerweile verzeichnet Phyphox mehrere Millionen Installationen und unterstützt mehr als 20.000 Smartphone Modelle. Ein besonderer Fokus liegt auf der langfristigen Kompatibilität mit älteren Geräten. Dank freiwilliger Übersetzerinnen und Übersetzer ist die App zudem in 19 Sprachen verfügbar.

Das Rektorat begründet die Vergabe des Sonderlehrpreises mit der hohen überregionalen Reichweite und der großen Strahlkraft, die mit Phyphox für die RWTH verbunden ist. Die App gilt als nachhaltiges Erfolgsmodell für innovative Lehre. Mit der Auszeichnung möchte das Rektorat die Bedeutung des Projekts für die gesamte Hochschule hervorheben und die weitere Entwicklung unterstützen.

Lehrpreis für Dr. Stefan Lankes

In der Kategorie Lehrende erhält Dr. Stefan Lankes vom Lehrstuhl für Automation of Complex Power Systems den Lehrpreis. Vorgeschlagen wurde er von der Fachschaft für Elektrotechnik und Informationstechnik, die insbesondere seine Fähigkeit hervorhebt, komplexe Inhalte verständlich, strukturiert und praxisnah zu vermitteln.

Die Fachschaft betont den klaren Kompetenzbezug seiner Lehrveranstaltungen sowie die konsequente Orientierung an den Lernzielen. Besonders hervorgehoben wird zudem der gezielte Einsatz digitaler Werkzeuge, die das Selbststudium der Studierenden unterstützen. Durch interaktive Aufgaben, automatisierte Tests und regelmäßiges Feedback fördert Dr. Lankes eigenständiges Lernen und Motivation.

Sein kooperativer Stil in Vorlesungen und Übungen schafft eine wertschätzende Lernatmosphäre und ermöglicht einen Austausch auf Augenhöhe. Auch in Projekten, Abschlussarbeiten und interdisziplinären Seminaren legt Dr. Lankes großen Wert auf Anwendungsnähe und die Verbindung zur aktuellen Forschung. Für Rückmeldungen der Studierenden nimmt er sich bewusst Zeit und zeigt sich offen und gesprächsbereit.

Über die eigene Lehre hinaus engagiert sich Dr. Lankes in Studierendeninitiativen sowie in internationalen Kooperationsprojekten, darunter Summer Schools und Forschungsprojekte mit Partnerhochschulen. Bei der Planung des Studiengangs Computer Engineering zum Wintersemester 2021/2022 war er von Beginn an beteiligt und setzte sich im Studienbeirat für eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung sowie für die Studierendenfreundlichkeit des Studiengangs ein.

RWTH Aachen unter den weltweit führenden Universität

05. Februar 2026 | von

Das TIME Magazin hat erstmals ein internationales Hochschulranking veröffentlicht, in dem die 500 besten Universitäten weltweit aufgeführt werden. In diesem globalen Vergleich konnte sich die RWTH Aachen erfolgreich positionieren und zählt damit offiziell zu den führenden Hochschulen auf internationaler Ebene.

Von den über 400 Hochschulen in Deutschland erreichten lediglich 44 Universitäten einen Platz in der Rangliste. Die RWTH Aachen belegt dabei Rang 120 weltweit und nimmt im nationalen Vergleich einen herausragenden siebten Platz ein. Dieses Ergebnis unterstreicht die starke Stellung der RWTH innerhalb der deutschen und internationalen Hochschullandschaft.

Die Bewertung im Ranking basiert auf mehreren Indikatoren, die zentrale Leistungsdimensionen von Universitäten abbilden. Dazu zählen die wissenschaftliche Leistung, die Innovationsfähigkeit, der Einfluss auf die Wirtschaft sowie die Internationalität. Diese Kriterien spiegeln wesentliche Aspekte wider, die auch den universitären Alltag in Forschung und Lehre prägen.

Ein besonderer Fokus liegt auf dem Bereich der Internationalisierung. Diese wird anhand der Anzahl der Mitarbeitenden und Studierenden gemessen, die aus dem Ausland an die jeweilige Hochschule kommen. In dieser Kategorie erreicht die RWTH 68,82 Punkte und belegt damit Rang 89 weltweit. Innerhalb Deutschlands liegt die RWTH in diesem Bereich auf dem zweiten Platz.

Das Abschneiden der RWTH im Ranking des TIME Magazins bestätigt die Position der Hochschule als leistungsstarker und international geprägter Forschungsstandort und bietet zugleich eine solide Grundlage für die weitere Entwicklung von Forschung, Lehre und akademischem Austausch.

Picture Coding Symposium 2025: Weltspitze der Bildcodierung zu Gast an der RWTH

18. Dezember 2025 | von

Aachen wurde im Dezember 2025 zum globalen Zentrum der Bild- und Videocodierung. Erstmalig fand das traditionsreiche Picture Coding Symposium (PCS) an der RWTH Aachen statt. Unter der Leitung von Professor Mathias Wien und Professor Jörn Ostermann kamen 162 Teilnehmer aus 19 Ländern im SuperC zusammen, um neueste Forschungsergebnisse auszutauschen.

Eine große Gruppe internationaler Wissenschaftler und Experten des PCS 2025 steht vor der Glasfassade des SuperC-Gebäudes der RWTH Aachen und winkt in die Kamera.

Foto: Mirco Seidler

Ehre für Professor Jens-Rainer Ohm Ein besonderer Höhepunkt war die Würdigung von Professor Jens-Rainer Ohm, dem langjährigen Leiter des Lehrstuhls für Nachrichtentechnik. Seine Beiträge zur Standardisierung von Videocodierverfahren wie AVC, HEVC und VVC bilden heute die Grundlage für die Videonutzung auf fast allen Fernsehern und Mobiltelefonen weltweit.

Die interaktive Atmosphäre förderte den intensiven Austausch von Wissen und Ideen zwischen internationalen Forschern aus Hochschulen und Industrie. Die Organisatoren zeigten sich erfreut über das positive Feedback der Teilnehmer und betonten die Bedeutung solcher Veranstaltungen für den wissenschaftlichen Fortschritt und die internationale Zusammenarbeit.

RWTH-Elektrotechnik sichert sich Platz 8 im europäischen Vergleich

16. Dezember 2025 | von

Unsere Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik hat erneut ihre Exzellenz unter Beweis gestellt. Im aktuellen EngiRank 2025 belegt die RWTH Aachen nicht nur insgesamt den 7. Platz unter 239 technischen Universitäten in Europa, sondern glänzt besonders in unserem Fachbereich:

Top 10 in Europa: Im Bereich Elektrotechnik sichern wir uns den hervorragenden 8. Platz europaweit.

Starke Performance: Mit 91,91 von 100 möglichen Punkten konnte sich die RWTH im Vergleich zu den Vorjahren steigern und belegt deutschlandweit den zweiten Platz.

Innovationsmotor: Die Bewertung bestätigt unsere Stärke in den Kategorien Forschung, Innovation, Patentanmeldungen sowie bei der Einwerbung von EU-Forschungsmitteln.

Nahaufnahme von Fensterreihe der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik (ICT-Cube)

Martin Braun

Dieser Erfolg ist das Ergebnis der harten Arbeit unserer Studierenden und Forschenden. Wir sind stolz darauf, eine der ersten Adressen für die Innovatoren von morgen zu sein.

Drei herausragende Abschlussarbeiten unserer Fakultät mit dem Friedrich-Wilhelm-Preis 2025 ausgezeichnet

24. November 2025 | von

Bei der Verleihung der Friedrich-Wilhelm-Preise 2025 wurden am vergangenen Freitag insgesamt 17 Studierende und Doktoranden der RWTH für exzellente wissenschaftliche Arbeiten geehrt. Unter ihnen befanden sich drei Preisträger aus der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik.

Aus unserer Fakultät ausgezeichnet wurden Jonas Timon Schroeder, M. Sc., für seine Masterarbeit (betreut von Prof. Monti), Dr.-Ing. David Wasylowski für seine Dissertation (betreut von Prof. Sauer) sowie Dr.-Ing. Felix Jiang für seine Dissertation (betreut von Prof. Ingebrandt). Die Preise wurden durch RWTH-Rektor Ulrich Rüdiger in der Aula des Hauptgebäudes überreicht, musikalisch begleitet von der RWTH-Bigband.

RWTH-Rektor Ulrich Rüdiger zeichnete Studierende und Doktoranden mit dem Friedrich-Wilhelm-Preis 2025 für herausragende Leistungen aus.

Foto: Andreas Schmitter

Der Friedrich-Wilhelm-Preis wird von der Friedrich-Wilhelm-Stiftung verliehen, die 1865 von der Rechtsvorgängerin der heutigen Aachener und Münchener Beteiligungsgesellschaft gegründet wurde. Ihr zentrales Anliegen ist die Förderung von Forschung und Lehre sowie die Unterstützung von Studierenden und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an der RWTH. Der Name der Stiftung geht auf Friedrich Wilhelm III. zurück, preußischer Kronprinz und späterer Kaiser: 1858 erhielt dieser eine Spende von 5.000 Talern, um ein Polytechnisches Institut in der Rheinprovinz zu gründen. Diese Spende bildete den Grundstock für die spätere Friedrich-Wilhelm-Stiftung und damit für die Entwicklung der RWTH.

Die ausgezeichneten Arbeiten zeigen eindrucksvoll die wissenschaftliche Breite und Leistungsfähigkeit unserer Fakultät. Die Preisträger repräsentieren zentrale Bereiche der modernen Elektrotechnik und tragen mit ihren herausragenden Abschlussarbeiten zur Sichtbarkeit und Stärke unserer Forschung bei. Die Fakultät gratuliert Herrn Schroeder, Herrn Dr. Wasylowski und Herrn Dr. Jiang herzlich zu dieser bedeutenden Auszeichnung.

Prof. Max Lemme als Co-Autor in Nature Photonics

24. November 2025 | von

Die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik gratuliert Prof. Max Lemme zu einer besonderen wissenschaftlichen Leistung: Als Co-Autor hat er an einer Consensus Statement-Publikation in der renommierten Fachzeitschrift Nature Photonics mitgewirkt. Die Veröffentlichung trägt den Titel „Guidelines for accurate evaluation of photodetectors based on emerging semiconductor technologies“ und setzt wichtige Impulse für die internationale Forschungsgemeinschaft.

Eine Consensus Statement-Publikation fasst den aktuellen Wissensstand eines Fachgebiets zusammen und formuliert Empfehlungen, Standards oder Verfahren, die eine verlässliche und einheitliche wissenschaftliche Praxis fördern. Im vorliegenden Beitrag haben führende Expertinnen und Experten aus Forschung und Industrie erstmals ein umfassendes Rahmenwerk für die präzise Charakterisierung, Dokumentation und Vergleichbarkeit von Photodetektoren auf Basis neuartiger Halbleitermaterialien entwickelt.

Der Bedarf an solchen Leitlinien ist groß: Photodetektoren aus innovativen Materialklassen wie organischen Halbleitern, Perowskiten, Quantenpunkten, zweidimensionalen Materialien, Metalloxiden oder Kohlenstoffnanoröhren haben in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte erzielt. Gleichzeitig erschweren uneinheitliche Messmethoden und Berichtsstandards bislang die Vergleichbarkeit verschiedener Studien und damit die wissenschaftliche Weiterentwicklung des Feldes.

Die nun veröffentlichten Empfehlungen schaffen ein gemeinsames Fundament für die Community und unterstützen eine transparente, reproduzierbare und vergleichbare Forschungspraxis. Davon profitieren nicht nur akademische Arbeitsgruppen, sondern auch industrielle Entwicklungsprozesse und die Entstehung zukünftiger photonischer Technologien.

Prof. Max Lemme ist nicht nur Inhaber des Lehrstuhls für Elektronische Bauelemente an unserer Fakultät, sondern auch Geschäftsführer der AMO GmbH, deren Forschungsschwerpunkte eng mit den Themen der Publikation verknüpft sind. Die Entwicklung und Integration neuartiger Materialien für optoelektronische Bauelemente zählt dort zu den zentralen Aktivitäten. Die Beteiligung an diesem internationalen Konsenspapier unterstreicht die große wissenschaftliche und technologische Relevanz dieser Arbeiten.

Die AMO GmbH hat die Veröffentlichung ebenfalls in einem eigenen Beitrag hervorgehoben. Weitere Informationen finden sich auf der Website sowie auf LinkedIn.

Otto-Junker-Preis 2025: Zwei ETIT-Talente ausgezeichnet

17. November 2025 | von

Die diesjährigen Otto-Junker-Preise 2025 bringen doppelten Grund zur Freude für unsere Fakultät:
Gleich zwei ETIT-Absolvent*innen wurden für ihre herausragenden Studienleistungen ausgezeichnet.

Udo von Berg, RWTH-Rektor Ulrich Rüdiger und Wolfgang Bleck (hintere Reihe, von links) gratulierten den Preisträgern Shiv Shrankar, Fenja Celine Lobenstein, Antoni Chajan und Jakob Neugebauer (vordere Reihe, von links).

Foto: Andreas Schmitter

Antoni Chajan überzeugte mit seiner exzellenten Masterarbeit zur Topologieerkennung in elektrischen Verteilnetzen mittels Machine Learning, betreut am IAEW bei Prof. Andreas Ulbig. Heute arbeitet er als Projektingenieur bei der FGH. Im Foto: vordere Reihe, zweite von rechts.

Fenja Celine Lobenstein, Wirtschaftsingenieurwesen EET, schloss ihr T.I.M.E.-Double-Degree an der RWTH und der CTU Prag jeweils mit Auszeichnung ab. Ihre Masterarbeit über die Vorhersage von Preisen und Marktwerten von Cross-zonal Capacities entstand am IAEW unter der Betreuung von Prof. Albert Moser. Seit 2025 ist sie Portfoliomanagerin bei der Energie- und Wasserversorgung Bonn/Rhein-Sieg. Im Foto: vordere Reihe, zweite von links.

Der Otto-Junker-Preis wird jährlich an Absolvent*innen der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik sowie der Materialwissenschaften vergeben. Die Auszeichnungen wurden von RWTH-Rektor Prof. Ulrich Rüdiger und dem Vorstand der Otto-Junker-Stiftung überreicht.

Wir gratulieren unseren Preisträger*innen herzlich und freuen uns über diesen starken Erfolg für ETIT!

Europäischer Forschungsrat fördert zwei innovative RWTH-Projekte

18. September 2025 | von

Großer Erfolg für die RWTH Aachen: Zwei Wissenschaftler erhielten den renommierten ERC Starting Grant. Jeder wird mit 1,5 Millionen Euro über fünf Jahre gefördert.

Prof. Dr. Daniel Truhn, Oberarzt an der Uniklinik RWTH Aachen und Lehrbeauftragter am Lehrstuhl für Bildgebung und Bildverarbeitung unserer Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik, wo er die Vorlesung „Biomedical Engineering“ hält, startet das Projekt SAGMA (Semantic-Aware Generative Medical AI), das KI-gestützte Radiologie neu denkt – spezialisierte KI-Module sollen wie ein Expertenteam zusammenarbeiten und Ärztinnen und Ärzte bei komplexen Diagnosen unterstützen.

Professor Daniel Truhn, Oberarzt an der Uniklinik RWTH Aachen und Lehrbeauftragter für Bildgebung und Bildverarbeitung an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik.

© Peter Winandy / RWTH Aachen University

In den Ingenieurwissenschaften wurde ein weiteres Projekt ausgezeichnet: Am Lehr- und Forschungsgebiet Kontinuumsmechanik entwickelt Dr. Khiêm Vu Ngoc mit PolyFun (Polymermechanik mittels Funktionsräumen) ein neuartiges Konzept, das Physik und maschinelles Lernen verbindet. Damit sollen Vorhersagen nicht nur präzise, sondern auch zuverlässig und transparent nachvollziehbar gemacht werden – mit großem Potenzial für Werkstofftechnik, Medizin und Robotik.

Diese Auszeichnungen unterstreichen die internationale Sichtbarkeit der RWTH und zeigen, wie eng unsere Fakultät in die KI- und Medizinforschung eingebunden ist.

Klee-Preis 2025: Exoskelette mit Regelungstechnik – Unterstützung statt Ersatz

23. Juni 2025 | von

Dr.-Ing. Lukas Bergmann beeindruckt mit seiner preisgekrönten Doktorarbeit, in der er ein aktives Exoskelett und einen kooperativen Regler entwickelt, um Bewegungsintentionen in Echtzeit zu unterstützen.

Dr.-Ing. Lukas Bergmann erzielt mit seiner Doktorarbeit den zweiten Platz des Klee-Preises 2025. Die Anerkennung bekam er für die Entwicklung ein aktiven Exoskeletts, das mit innovativer Regelungstechnik Bewegungsintentionen erfasst und unterstützt.

mediT | RWTH Aachen

Dr.-Ing. Lukas Bergmann

Dr.-Ing. Lukas Bergmann | @mediT

Schlaganfälle verursachen weltweit Bewegungsstörungen, und herkömmliche Therapien sind oft ressourcenintensiv. Robotische Rehabilitationssysteme können unterstützen, wenn Patienten eigenständig Bewegungen initiieren. Dr.-Ing. Lukas Bergmann erklärt:

„Die Forschung an Exoskeletten kann langfristig einen bedeutenden Beitrag zur Unterstützung von Menschen mit Störungen des Bewegungsapparats leisten. Fachlich spannend für mich dabei ist, dass die Regelungstechnik hier eine Anwendung findet, die einen sehr hohen Praxisbezug hat.“

 

Er beschreibt ein aktives Exoskelett, das eine sichere Kopplung zwischen Mensch und Gerät ermöglicht, sowie einen kooperativen Regler, der Gelenkdrehmomente in Echtzeit unterstützt.

Ebenfalls erwähnenswert ist, dass Dr.-Ing. Sonja Ehreiser (mediTEC, RWTH Aachen) beim Klee-Preis 2025 den ersten Platz für ihre Dissertation zur besseren Versorgung von Patienten mit Knie-Prothesen erreicht hat.

Der VDE, eine führende Technologie-Organisation Europas, fördert seit über 130 Jahren Innovation und technologischen Fortschritt. Mit dem Klee-Preis 2025 zeichnet der VDE herausragende Forschungsarbeiten aus, die einen hohen Nutzen für Patienten bieten und die Zukunft der Medizintechnik gestalten.

Sitz des VDE (VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.) ist Frankfurt am Main. Mehr Informationen unter VDE Webseite
Quelle: VDE Pressemitteilung

Professorin Janina Fels ist designierte Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Akustik

09. Mai 2025 | von
Eine Frau steht im schallgedämpften Laborraum, umgeben von in unterschiedlichen Raumhöhen angebrachten Lautsprechern.

Professorin Fels im schallgedämpften Laborraum, umgeben von in unterschiedlichen Raumhöhen angebrachten Lautsprechern. © Peter Winandy

Mit großer Freude und Anerkennung dürfen wir mitteilen, dass Professorin Janina Fels, Leiterin des Instituts für Hörtechnik und Akustik (IHTA) an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik, zur Vizepräsidentin und designierten Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Akustik e.V. (DEGA) gewählt wurde.

Professorin Fels beginnt ihre Amtszeit als Vizepräsidentin zum 1. Juli 2025 und wird gemäß der Satzung im Jahr 2028 zur Präsidentin der DEGA ernannt. Diese Wahl ist nicht nur ein persönlicher Erfolg für sie, sondern stellt auch eine bedeutende Würdigung der exzellenten Arbeit im Bereich Akustik an der RWTH Aachen dar. Mit ihrer wissenschaftlichen Expertise, die unter anderem von der akustischen virtuellen Realität über die Medizin- und Psychoakustik bis hin zur Raum- und Bauakustik reicht, hat sie das Fachgebiet nachhaltig geprägt und sich national wie international einen hervorragenden Ruf aufgebaut.

Dabei begann auch ihr Weg mit dem Studium der Elektrotechnik an der RWTH, bevor Professorin Janina Fels am Institut für Technische Akustik mit Auszeichnung über das Thema “From Children to Adults: How Binaural Cues and Ear Canal Impedances Grow” promovierte.

„Die Wahl von Professorin Fels an die Spitze dieser bedeutenden Institution ist ein starkes Zeichen für die Sichtbarkeit und Relevanz der Akustikforschung an der RWTH Aachen – und ein Ansporn für Nachwuchswissenschaftler:innen, diesen Weg weiter mitzugestalten“, sagt Martina Dahm, Geschäftsführerin der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik.

Die Deutsche Gesellschaft für Akustik (DEGA) ist der zentrale wissenschaftliche Fachverband für Akustik im deutschsprachigen Raum. Sie wurde 1988 gegründet und zählt derzeit rund 1.900 persönliche Mitglieder sowie mehr als 70 Förderinstitutionen. Die DEGA fördert die interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Akustik, organisiert jährlich die renommierte Fachkonferenz DAGA, verleiht Preise für wissenschaftliche Exzellenz und ist international in Verbänden wie der European Acoustics Association (EAA) und der International Commission on Acoustics (ICA) vernetzt.

Wir gratulieren Professorin Janina Fels herzlich zu ihrer Wahl und wünschen ihr für die kommende Amtszeit viel Erfolg, wissenschaftliche Impulse und eine weiterhin inspirierende Mitgestaltung der Akustik-Community.


Auf den Homepages des IHTA und der DEGA finden Sie weitere Informationen zur Akustikforschung.