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IT Center

Virtual Reality Group feierte 20-jähriges Jubiläum

20. Mai 2020 | von
Die aixCave im IT Center der RWTH Aachen University. Die Virtual Reality Group blickt auf 20-jähriges Bestehen zurück. (Bild: IT Center)

Die aixCave im IT Center der RWTH Aachen University. Die Virtual Reality Group blickt auf 20-jähriges Bestehen zurück. (Bild: IT Center)

Im aktuellen Jahresbericht des IT Centers berichten wir über ein ganz besonderes Jubiläum vom Herbst 2018: Das 20-jährige Bestehen der Virtual Reality Group. Seit nun mehr als 20 Jahren erforscht die Gruppe die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten von Virtueller Realität (VR) an der RWTH Aachen University.

Die Anfänge

Gegründet wurde die Virtual Reality Group im Herbst 1998 von Professor Christian Bischof, dem damaligen Leiter des Rechen- und Kommunikationszentrums (des heutigen IT Centers) und Dr. Torsten W. Kuhlen. Ziel der Gruppe war es, die Erforschung von VR an der RWTH durch personelle und maschinelle Infrastruktur zu ermöglichen. Von Beginn an zeugte die hohe Anzahl der Kooperationen mit verschiedenen Instituten der Hochschule vom großen Potenzial dieser Technik. Es wurde ebenfalls schnell deutlich, dass der Einsatz von VR von großer Bedeutung für die unterschiedlichsten Disziplinen der Wissenschaft ist.

Ein vielseitiges Werkzeug

In zahlreichen Forschungsprojekten der Hochschule wurde die Visualisierung der behandelten Fragestellungen durch verschiedenste VR-Techniken unterstützt. Dank der engen Zusammenarbeit zwischen der Virtual Reality Gruppe und den jeweiligen Projektpartnern, konnte die Gruppe so stets an neuen, innovativen VR-Methoden forschen und diese dabei an die jeweiligen Problemstellungen anpassen. Die VR-Technologie wurde so beispielsweise zur Visualisierung simulierter technisch-physikalischer Prozesse eingesetzt und ermöglicht eine intuitivere Erfassung komplexer Phänomene. Inzwischen wird die VR an der RWTH unter anderem beim Virtual Prototyping von Werkzeugmaschinen, bei der Visualisierung großer Produktionsanlagen, aber auch in der Medizin und Psychologie erfolgreich und gewinnbringend eingesetzt.

Ausbau der Infrastruktur

Aufgrund der vielfältigen Kooperationen und Forschungsprojekte konnte sich die Virtual Reality Group nicht nur personell vergrößern. Auch in infrastruktureller Hinsicht ist die Gruppe in den letzten 20 Jahren signifikant gewachsen. Die Installation der ersten RWTH-eigenen CAVE im Jahre 2004 stellt dabei einen der wichtigsten Meilensteine dar. Eine CAVE ist eine mehrseitige Raumprojektion (hier: 5-seitig bestehend aus vier Leinwänden und einer Bodenplatte), die dank stereoskopischer Projektion eine fast perfekte Immersion erzeugt und eine interaktive Exploration einer virtuellen Welt erlaubt. Dank eines ausgewogenen Gesamtkonzepts von Forschung, Infrastruktur und Services konnte sich die Gruppe fortan als kompetenter Partner im nationalen und internationalen Wettbewerb etablieren. Mittlerweile ist die RWTH ein wichtiger VR-Standort in Deutschland.

aixCAVE: eine neue Ära

Im Jahre 2012 wurde die erste CAVE durch die sogenannte aixCAVE abgelöst. Die neue Raumprojektion wurde im August 2012 von der Firma Barco N.V. in Zusammenarbeit mit der Virtual Reality Group konstruiert und schließlich im IT Center installiert. Mit ihrer mehr als 5 x 5 m² großen Grundfläche und einer Höhe von über 3 m gehört das VR-Display bis heute zu den größten weltweit. Zudem setzte es 2012 neue Standards im Hinblick auf die Projektionsqualität: hochauflösende Projektoren, Leinwände mit einer Spezialbeschichtung für eine einheitliche Helligkeit, eine aufwändige mechanische Konstruktion und die aktive Stereo-Technologie sorgen für ein besonders realistisches und natürliches Erlebnis.

Mit der Übernahme des IT Centers durch Professor Matthias S. Müller erfuhr die Unterstützung des Themas VR eine kontinuierliche Fortsetzung. So wurde Dr. Torsten Kuhlen, der die Virtual Reality Group seit seiner Gründung bis heute wissenschaftlich anleitet, im Sommer 2015 auf eine Professur in der Informatik für das Lehr- und Forschungsgebiet Virtual Reality & Immersive Visualization berufen. In der Lehre engagiert sich die Gruppe seit jeher mit Vorlesungen, Seminaren und Praktika zur Virtuellen Realität für Studierende der Informatik, der Technischen Informatik, der Elektro- und Informationstechnik sowie für die Masterstudiengänge Software Systems Engineering und Simulation Science.

Inzwischen ist die Virtual Reality Technologiesowohl an der RWTH als auch national und international nicht mehr wegzudenken. Das beweisen die zahlreichen Kooperationen mit der Industrie und der akademischen Welt. Mit dem steigenden Interesse an Virtueller Realität wachsen auch die Möglichkeiten. Auch für unsere Virtual Reality Group ergeben sich dadurch immer wieder neue Chancen für die Anwendung und Weiterentwicklung dieser Technologie in Forschung, Lehre und Industrie. Es bleibt also spannend!

Ihr seid neugierig geworden auf den Jahresbericht 2018-2019? Dann schaut euch den IT Center Jahresbericht gerne mal an. Die Vorgängerversionen sind ebenfalls online und als PDF verfügbar. Reinschauen lohnt sich.

 

Verantwortlich für die Inhalte des Beitrags ist Stéphanie Bauens.

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