Kategorie: ‘Digitalisierung der Lehre’
Förderlinie Curriculum 4.0.nrw

Spätestens seit dem Sommersemester 2020 sind die Potenziale und Auswirkungen der Digitalisierung deutlich geworden. Insbesondere im Hochschulkontext sind digitale Kompetenzen für Studierende mittlerweile unabdingbar. Deshalb wurde die Förderlinie Curriculum 4.0.nrw ins Leben gerufen.
Es handelte sich um eine Ausschreibung durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Kooperation mit dem Stifterverband und der Digitalen Hochschule NRW. Ziel ist es, Medienkompetenz und fachspezifische digitale Kompetenz curricular einzubinden bzw. auszubauen.
Mit der Förderlinie sollen ganze Studiengänge (Bachelor- und Masterstudiengänge) und/oder ein oder mehrere, sich aufeinander beziehende Pflichtmodule weiterentwickelt und/oder umgestaltet werden.
In der Kategorie Module wurden bereits 22 Hochschulanträge von einer Jury aus NRW-externen Hochschullehrenden, Studierenden und Hochschuldidaktikern für die Förderung ausgewählt. Darunter befindet sich auch ein Antrag aus der Philosophischen Fakultät der RWTH, nämlich Prof. Dr. Klaus Freitags Projekt „Digitale Quellenbestände in der Alten Geschichte (DIQUAG)“.
Neuigkeiten über die Entscheidungen Kategorie Studiengänge folgen.
Avatar-based Teaching and Learning in Virtual Reality: Erste Erfahrungen von Prof. Dr. Simone Paganini
Das Institut für katholische Theologie der RWTH bereitet sich auf das kommende Online-Wintersemester vor. Unter anderem soll ein Seminar im Masterstudiengang „Theologie und globale Entwicklung“ erstmals mit Hilfe von Avatar-based Teaching and Learning in Virtual Reality durchgeführt werden.
Dafür hat Prof. Dr. Simone Paganini das MyScore-„Conference Cube“, ein Projekt der RWTH unter der Leitung von Prof. Dr. Heribert Nacken, getestet. Seine ersten Erfahrungen wurden in einem Video festgehalten:
Online-Kurs „Mathematik in den Sozialwissenschaften“ der FernUniversität Hagen

Die Arbeitsstelle Quantitative Methoden bietet auf der offenen Lernplattform der FernUniversität Hagen einen Online-Kurs zur „Mathematik in den Sozialwissenschaften“ an. Der Kurs soll das mathematische (Vor-)Wissen für ein sozialwissenschaftliches Studium auffrischen und festigen:
Als empirische Wissenschaft sind in den Sozialwissenschaften zumindest grundlegende mathematische Fähigkeiten erforderlich, um gesellschaftliche Entwicklungen (z.B. soziale Ungleichheit, Wahlbeteiligung und Gender-Pay-Gap) angemessen beschreiben und erklären zu können. Aus verschiedenen Gründen haben viele Studierende aber Defizite bei den erforderlichen Mathematikkenntnissen, die für ein sozialwissenschaftliches Studium nötig sind. Vor diesem Hintergrund begegnen Studierende in sozialwissenschaftlichen Studiengängen mathematischen Inhalten in Lehrveranstaltungen häufig mit Zurückhaltung oder Ablehnung. Entsprechend werden wichtige statistische Themenfelder nur sporadisch oder überhaupt nicht bearbeitet. Im weiteren Studienverlauf führt dies zu Problemen, da bspw. eine angemessene Auseinandersetzung mit empirischen Studien nicht möglich ist.
Um sich in den Online-Kurs einzuschreiben, ist eine kostenlose Registrierung notwendig.
„Die stumme, dunkle Wand in Zoom“ – Ein Beitrag von Jörn Loviscach

„Die stumme, dunkle Wand in Zoom“ kennt vermutlich jede/r Lehrende, die/der während der Corona-Pandemie in der Lehre aktiv war. Jörn Loviscach, Professor für Ingenieurmathematik und technische Informatik an der FH Bielefeld, hat sich auf die Suche nach Beweggründen unter den Studierenden gemacht und diese in einem Beitrag für das Hochschulforum Digitalisierung zusammengefasst:
Videokonferenzen haben sich als Online-Lösung für viele Formate der ad-hoc-digitalen Lehre in der Corona-Krise bewährt. Vor allem in Vorlesungen, aber sogar in kleineren Seminaren bleibt die Kamera auf Studierendenseite jedoch oft ausgeschaltet. Die Lehrenden sprechen gegen eine stumme Wand und der erhofften Interaktivität stellt sich Inaktivität entgegen. Professor Jörn Loviscach hat sich nach den Beweggründen für dieses Verhalten umgehört. Im folgenden Beitrag zeigt er mit Hilfe seiner Ergebnisse deren Vielfältigkeit auf und findet dabei Antworten, die zeigen, dass der Verzicht auf eine Beteiligung in Bild und Ton auch positive Seiten haben kann.
(Quelle: https://hochschulforumdigitalisierung.de/de/blog/die-stumme-dunkle-wand-zoom)
RWTH-Lehrendenbefragung „Digitales Semester 2020“

Im Rahmen der Lehrendenbefragung „Digitales Semester 2020“ möchte das CLS der RWTH herausfinden, mit welchen Aspekten der digitalen Lehre die Dozierenden bereits zufrieden sind und an welchen Stellen es noch Herausforderungen gibt.
Dabei sind insbesondere die folgenden Fragen relevant:
- Welche Angebote werden für die Lehre an der RWTH genutzt?
- Welche positiven Erfahrungen haben Lehrende an der RWTH gemacht?
- Was benötigen Lehrende an der RWTH, um ihre digitalen Veranstaltungen weiter zu optimieren?
Hier geht es zur Befragung.
„Grammification“: eTutorials für Grammatikkurse der HHU Düsseldorf
Dass sich Grammatik und Gamification verbinden lassen, zeigt das neue Projekt „Grammification“ der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Es handelt sich um ein begleitendes eLearning-Konzept für den Bachelorstudiengang Germanistik an der HHU. Darin werden eTutorials für Grammatikkurse angeboten, die den Studierenden auf spielerische Weise einen eigenen Zugang zu der grammatischen Analyse authentischen sprachlichen Materials bieten sollen.
Jedes Tutorial besteht aus zwei Teilen: Im ersten Teil werden Inhalte mit Text- und Bildmaterial, Ton- und Videobeispielen sowie interaktiven Elementen aufbereitet. Im zweiten Teil folgt eine Grammatik-Challenge, sprich kleine Aufgaben.
Bisher gibt es 13 Online-Tutorials zu den verschiedenen Grammatikseminaren, die im Rahmen des Bachelorstudiengangs Germanistik an der HHU regelmäßig angeboten werden. Als Anschauungsmaterial wurden die folgenden drei eTutorials öffentlich zugänglich gemacht:
- 01: Grundbegriffe der Morphologie
„Dieses erste Tutorial hat die Grundbegriffe der Morphologie zum Thema, also Begriffe wie Wort, Morphem, Wurzel, Stamm und Affix.“ - 06: Flektierbare Wortarten III
„In diesem Tutorial sehen wir uns drei Gruppen von Wortarten genauer an: Nomen, Adjektive sowie Artikel und Pronomen.“ - 08: Syntax I
„Dieses erste Syntax-Tutorial handelt von Konstituenten, Phrasen, der Phrasenstruktur und Konstituententests.“
Digital Lehren & Lernen: Ein „Rezeptvorschlag“ von Prof. Jürgen Handke
Wie können große Wissensmengen, z.B. Inhalte einer Vorlesung, digitalisiert bzw. in digitale Selbstlernangebote umgewandelt werden? Diese Frage beantwortet Prof. Dr. Jürgen Handke von der Philipps-Universität Marburg in seinem neuen YouTube-Video „Digital Lehren und Lernen – Ein Rezeptvorschlag“:
Hochschulforum Digitalisierung kürt Champions des digitalen Sommersemesters
Das Hochschulforum Digitalisierung hat zusammen mit e-teaching.org und der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft (GMW) bisher insgesamt 133 Champions des digitalen Sommersemesters gekürt. Hier sind die „Semester-Champions“ aufgeführt.
Die RWTH ist ebenfalls vertreten mit Martin Lemos, Prof. Dr. Frauke Intemann, Prof. Dr. Heribert Nacken und Wolfram Barodte.
Hier können noch weitere „Champions“ nominiert werden.
Projekt Hörsaal 4.0 des CLS
Im Juli 2019 ist das Projekt Hörsaal 4.0 des CLS gestartet. Für optimale Lehr- und Lernerlebnisse in den Hörsälen der RWTH werden die räumliche Gestaltung, medientechnische Ausstattung und potenzielle Einbindung neuer Formate der Digitalisierung im Rahmen des Projekts evaluiert und weiterentwickelt. Dabei ist sowohl die Perspektive der Lehrenden als auch der Studierenden von Bedeutung.
Nun ist der Blog zum Projekt Hörsaal 4.0 online gegangen:
Das Projekt Hörsaal 4.0 ist vor fast einem Jahr gestartet und wir arbeiten mit vielen KollegInnen aus verschiedenen Bereichen der Hochschule fleißig an unseren Arbeitspaketen. Heute haben wir tolle News: Unser Blog ist online gegangen! ?
— Center für Lehr- und Lernservices (@clsrwth) July 15, 2020