Archiv für April 2026
Emmy-Noether-Gruppe zur Erforschung der Rolle von „Voice and Noise“ beim Zuhören und Sprechen.

© Andreas Schmitter
Ab August 2026 baut Dr. Isabel Schiller an unserem Institut die Emmy-Noether-Gruppe UnICoRN auf. UnICoRN steht für “From Unidirectional to Interactive Communication: Revealing the Impacts of Voice and oise on Listening and Speaking”. Das Institut für Psychologie freut sich sehr über die Einrichtung dieser Forschungsgruppe und gratuliert Dr. Schiller zu diesem besonderen Erfolg. Im Rahmen des Emmy-Noether-Programms der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wird ihr Forschungsvorhaben in den kommenden sechs Jahre mit rund 1,9 Millionen Euro gefördert.
Im Zentrum steht die Frage, wie sich Stimme und Hintergrundschall auf kognitive und linguistische Prozesse des Zuhörens und Sprechens auswirken. Methodisch wird die Forschungsgruppe schrittweise von stark kontrollierten experimentellen Untersuchungen zu Sprachverstehen und Sprachproduktion hin zu zunehmend interaktiven und realitätsnahen Kommunikationssituationen übergehen. Dabei werden Dr. Schiller und ihr Team beispielsweise erforschen, wie sich Lärm auf die Hör- oder Sprechanstrengung in Gesprächssituationen auswirkt, wie eine gestörte Sprecherstimme die Erinnerungsleistung von Zuhörenden beeinflussen kann oder inwieweit eine veränderte Wahrnehmung der eigenen Stimme zu Anpassungen in der Stimmproduktion führt (auditory feedback modulation).
Dr. Schiller wird ihre Emmy-Noether-Gruppe am Lehr- und Forschungsgebiet Arbeits- und Ingenieurpsychologie ansiedeln und dort u.a. die Schallkabinen und das Equipment zur Forschung im Bereich auditive Kognition nutzen können. Prof. Schlittmeier und das Team freuen sich sehr auf einen intensiven Austausch!