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IfP Blog

Archiv für September 2026

Das IfP bei der DGPS 2026

25. September 2026 | von

Die diesjährige Tagung der Deutschen Gesellschaft für Psychologie fand vom 07. bis 10. September unter dem Motto „Haltung. Vielfalt. Zukunft.“ statt und hob die Diversität der psychologischen Forschung sowie die Bedeutung des Austauschs von Perspektiven über die Grenzen einzelner Forschungsgruppen und Disziplinen hinweg hervor. Zentrale Themen beinhalteten Nachhaltigkeit, digitale Transformation und künstliche Intelligenz.
Das IfP war auch in diesem Jahr wieder mit zahlreichen Beiträgen vertreten.

 

 

Lehr- und Forschungsgebiet Arbeits- und Ingenieurpsychologie (Prof. Schlittmeier)

  • Prof. Dr. Sabine Schlittmeier [Pannell-Diskussion]: Echte Teilzeit im Wissenschaftssystem – (Wie) kann das gehen?
  • Jennifer Klütsch [Poster]: Learning Risk from Friends: Increasing Young Adults’ Privacy Risk Perception with Experiences and Risk Perception of Others
  • Sophie Würger [Poster]: Can an Environmental Serious Game elicit Behavioral Change via Emotional Responses?
  • Anja Poppe [Poster]: Digitale Beteiligung neugestalten: Der Einfluss von Rückmeldungen auf die Akzeptanz und Partizipation

Lehrstuhl für Personal- und Organisationspsychologie (Prof. Wiese)

  • Rafail Dimopoulos [Poster]: Veränderung des Karrierecommitments bei der Transition zur Elternschaft: Eine Längsschnittstudie mit Paaren
  • Elias Czarnojan [Forschungsvortrag]: Elterliches Gatekeeping: Eine Längsschnittstudie mit Paaren
  • Noah de Lamboy [Forschungsvortrag]: Generativität und ruhestandsbezogene Hoffnungen und Ängste: Eine Längsschnittstudie mit älteren Erwachsenen
  • Lara-Sophie Sondern [Forschungsvortrag]: Mütter und Väter nach der Elternzeit: Beeinflussen Auszeitlänge und ein familienunterstützendes Organisationsumfeld die (Re)Integration?

Lehrstuhl für Kognitions- und Experimentalpsychologie (Prof. Koch)

  • Patricia Hirsch [Forschungsvortrag]: Sequential modulation of cognitive control in dual-task processing
  • Leif Johannsen [Poster]: Factors limiting cognitive-balance interference evoked by cognitive conflict resolution in 2D Spatial Stroop tasks
  • Iring Koch [Pannell-Diskussion]: Verbundforschung fördern – aber wie?
  • Tanja Roembke/Römbke [Vortrag/Positionspapier]: The TRUST Guidelines for Psycholinguistic Reading Studies and the German Lexicon Project

 

Neuropsychologie über die Lebensspanne – GNP-Jahrestagung 2026 in Göttingen

18. September 2026 | von

Vom 10. bis 12. September 2026 fand in Göttingen die 41. Jahrestagung der Gesellschaft für Neuropsychologie (GNP) statt. Unter dem Motto  bot die Tagung einen breiten Einblick in aktuelle Forschung, Diagnostik und therapeutische Praxis der klinischen Neuropsychologie.

Die inhaltliche Bandbreite war dabei groß: Sie reichte von der Kinder- und Jugendneuropsychologie über Fragen neuropsychologischer Diagnostik und Rehabilitation bis hin zu kognitiven Veränderungen im höheren Lebensalter und Demenzerkrankungen. Weitere Themen waren unter anderem die interkulturelle neuropsychologische Diagnostik, Möglichkeiten einer stärker alltagsnahen Erfassung psychischer und kognitiver Funktionen durch Wearables und mobile Anwendungen sowie Fragen der Fahreignung, Begutachtung und gesellschaftlichen Teilhabe.

Auch unser Institut für Psychologie war durch Prof. Dr. Thomas Günther mit zwei wissenschaftlichen Vorträgen auf der Jahrestagung vertreten. Der Beitrag „Zeitvorgaben sind keine Nebensache: Zum Einfluss der Darbietungsgeschwindigkeit auf Gedächtnisleistungen in der neuropsychologischen Diagnostik“ beschäftigte sich mit methodischen Rahmenbedingungen neuropsychologischer Gedächtnistests. In einem zweiten Vortrag mit dem Titel „Aufmerksamkeit und Aktivität als dimensionale Prädiktoren schriftsprachlicher Leistungen: Diagnostischer Zusatznutzen bei ADHS und Lese-Rechtschreibstörung“ standen Zusammenhänge zwischen Aufmerksamkeit, Aktivität und schriftsprachlichen Leistungen im Mittelpunkt.

Neben dem wissenschaftlichen Austausch spielen derzeit auch Fragen der zukünftigen Ausrichtung des Faches eine wichtige Rolle. Innerhalb der GNP wird intensiv an einer Neuausrichtung des Curriculums Klinische Neuropsychologie gearbeitet. Damit verbindet sich die Frage, welche Kompetenzen zukünftige Klinische Neuropsychologinnen und Neuropsychologen benötigen und wie Weiterbildung und Qualifikation an die fachlichen und versorgungsbezogenen Entwicklungen der kommenden Jahre angepasst werden können.

Die Göttinger Jahrestagung bot damit nicht nur Gelegenheit, aktuelle Forschungsergebnisse zu diskutieren, sondern auch, gemeinsam über die weitere Entwicklung der klinischen Neuropsychologie nachzudenken.

Herzlich Willkommen, Iqra!

15. September 2026 | von

Iqra Ali Mirza joined the Chair I (Cognitive and Experimental Psychology, Prof. Dr. Iring Koch) as a PhD student this September. Iqra is working on the DFG funded project “Bilingual flexibility: The impact of dispositional and situational language balance on bilinguals’ word learning of a third language” (led by Dr. Tanja Roembke), which in turn is part of the Research Unit “Bilingual Flexibility – The Psychology of Language Control”.
Iqra previously completed her BSc. in Psychology at the National University of Sciences and Technology (NUST), Pakistan, and received her European Master’s in Clinical Linguistics (EMCL+) from the University of Groningen, Ghent University, and University of Eastern Finland, where she investigated associations between verbal fluency behavior and structural brain connectivity.

Welcome, Iqra, we are looking forward to working with you!

23rd European Conference of Eye Movements 2026 in Ulm

08. September 2026 | von

Vom 30. August bis 04. September 2026 fand die 23. European Conference of Eye Movements (ECEM) in Ulm statt. Insgesamt kamen rund 260 Forschende aus den verschiedensten Fachbereichen zusammen, um sich über aktuelle Projekte im Bereich der Blickbewegungsforschung auszutauschen. Die Themen reichten von Wort-, Satz-, und Textlesen in verschiedenen Sprachsystemen über Social Gaze und Interaktion bis hin zu Blickbewegungen von Hunden und Affen.
Prof. Dr. Thomas Günther und Philippa Kadenbach vom Lehrstuhl für psychologische Diagnostik und Intervention nahmen an der Konferenz teil. Philippa Kadenbach präsentierte dort ihr Poster „Predictive Processing During L1-L2 Switching“, das sich mit dem Einfluss kontinuierlicher Sprachwechsel auf die prädiktive Sprachverarbeitung von morphosyntaktischen und semantischen Informationen beschäftigt.
Die Konferenz bot viele Möglichkeiten des Austauschs und der Vernetzung sowie spannende Einblicke in die neuesten Entwicklungen der Blickbewegungsforschung.