Kategorie: ‘Host Country’
Wien – eine außerordentlich lebenswerte Stadt
- Wirtschaftsingenieurwesen, FR Maschinenbau
- Wien, Österreich
- Boston Consulting Group
- 12.07.21-17.09.21
Ich wollte nach meinem Bachelor unbedingt noch praktische Erfahrung im Kontext eines Praktikums sammeln. Das Unternehmen, für das ich mich letztlich entschied (Boston Consulting Group) gab mir die Möglichkeit mich zwischen verschiedenen Büros innerhalb Deutschlands, aber auch in Wien, als meinen Praktikums-Standort zu entscheiden. Letztlich ist mir die Entscheidung nicht sehr schwer gefallen. Nach einer durch Covid bedingten recht unaufregende Zeit, wollte ich möglichst neue Erfahrung sammeln und entschied mich daher für das Office, von dem ich mir am meisten Abwechslung versprach – Wien. Soviel vorweg, die Entscheidung habe ich nie bereut! Die Wohnungssuche in Wien ist sehr viel entspannter als man es aus deutschen Großstädten kennt und dazu auch noch bezahlbar – insbesondere im Sommer. ich empfehle dazu die Suche über das Portal WG- Gesucht. Bei mir war es sogar so simpel, dass ich ein Inserat über meine Wohnungssuche einstellen konnte und die WGs mich anschrieben. Ich würde zukünftigen Outgoings empfehlen ein Haus zu suchen, in dem möglichst viele Internationale Studierende leben, da man hier aus meiner Erfahrung am leichtesten Kontakte knüpfen kann. Außer die Anreise musste ich eigentlich nicht viel mehr planen.
Wien ist eine außerordentlich lebenswerte Stadt. Zu meinen Highlights zählen neben der wunderschönen Architektur auch die Naturnähe. So kommt man sehr schnell mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die nahegelegenen Weinberge, aber auch zum sommerlichen Planschen an die Donau (Station Donaustadtbrücke). Ganz in der Nähe sind auch Wakeboard-Anlagen, die echt Spaß machen. Super erreichbar von Wien sind auch Bratislava und Budapest für Wochenendtrips. An Nachtclubs kann ich den “Volksgarten” aka “VoGa” ans Herz legen. Allerdings ist der Kleidungsstil eher förmlich und man sollte sich auf lange Wartezeiten einstellen. Unser Workaround war dort sehr früh anzukommen, einen Stempel abzuholen und anschließend noch in eine nahe gelegene Karaoke Bar zu relocaten, ehe die eigentliche Party begann. Richtig stark fand ich auch den Prater, Wiens ganzjähriger Freizeitpark mitten in der Stadt. Als Ingenieur immer eine Reise wert ist das Naturwissenschaftliche Museum Wien, mit Ausstellungen über alle technischen Errungenschaften der Menschheit. Zuletzt gab eine Ausstellung zu Artificial Intelligence. Das naturhistorische Museum fand ich schon weniger spannend, da hier der Fokus eher auf das Ausstellen von möglichst vielen bunten Mineralien gelegt wurde. ich habe gehört, dass das Albertina eine sehr schöne Kunstsammlung zeigt. Ich persönlich war nur im Albertina Modern, das mich persönlich weniger begeistert hat.
Insgesamt hatte ich mit meinem 10 wöchigen Aufenthalt eine recht kurze, aber dennoch intensive Zeit. Durch die finanzielle Unterstützung des Erasmus Programms, kann man dabei auch wirklich viel von der Stadt mitnehmen.
Praktikum direkt am Meer: Einblicke in die marine Ökotoxikologie!
- Ökotoxikologie, M.Sc.
- Spanien, Vigo
- E.C.I.M.A.T.
- 01.02.2021 – 29.08.2021
Meine Erfahrung:
Vom 02.08.2021 bis zum 29.08.2021 verbrachte ich einen Forschungsaufenthalt zur Anfertigung einer Masterthesis am E.C.I.M.A.T, dem marinen Forschungszentrum der Universität Vigo. Genau war ich in der Arbeitsgruppe vom Professor Beiras tätig und befasste mich mit der Abbaubarkeit von konventionellem und Bioplastik in mariner Umgebung.
Institut und Forschung
Das ECIMAT liegt auf der Illa de Toralla, einer durch eine Brücke erreichbare Insel in der Mündung des Ria Vigo. Es beherbergt mehrere Arbeitsgruppen, die alle gut zusammenarbeiten und bietet so die Möglichkeit in viele Bereiche zu schnuppern. Ich war in der Arbeitsgruppe ECOTOX beschäftigt. Ergänzend zum Studium an der RWTH Aachen konnte ich so Erfahrungen in der marinen Ökotoxikologie gewinnen. Professor Beiras gibt einem bei der Arbeit alle Freiheiten in Planung und Durchführung. Nach vorlegen eines Konzepts ist man per se auf sich allein gestellt. Mir persönlich liegt die Art des autonomen Arbeitens, wer damit Schwierigkeiten hat, sollte besser nicht in dieser Arbeitsgruppe arbeiten, da Professor Beiras wenig Zeit hat und Mentoring eher am Rand geschieht. Das restliche Team ist durch die Bank nett und hilfsbereit. Ein großer Pluspunkt des Institutes ist die Lage direkt am Wasser, sodass der Weg zum Strand nach Arbeitsende keine Minute beträgt.
Wohnen und Vigo
Wohnungen in Vigo zu finden ist dank Idealista nicht schwer. Ich persönlich spreche nur leidlich Spanisch, aber dank Google Übersetzer ist es kein Problem mit den Vermietern zu kommunizieren und da es viele WG´s von und für Erasmusstudenten gibt läuft ein Großteil der Kommunikation auf Englisch ab. Vigo liegt in einem Tal an die Flussmündung des Ria Vigo geschmiegt. Die Innenstadt ist ein wenig Flussaufwärts (hier befinden sich viele Bars und Restaurants) und ist der einzige schöne Teil, die restliche Stadt ähnelt eher einem Industriegebiet. Das Ganze fällt allerdings nicht allzu sehr ins Gewicht, da die umgebende Natur wunderschön ist und sich das Leben im Sommer faktisch am Strand abspielt. Diesen erreicht man einfach mit dem Bus. Auch der Weg zum Hauptcampus ist einfach mit dem Bus zu bewältigen. Empfehlen kann ich trotzdem die Anreise mit dem eigenen Auto, da es an den freien Tagen die Chance eröffnet die wunderschöne Landschaft Galiciens zu erkunden. Aber auch mit Zug und Bus kann man umliegende Orte und Nationalparks gut erkunden und wem der Sinn nach etwas mehr leben am Wochenende steht kann immer mit dem Bus ins nahe Porto fahren.
Im Allgemeinen sind die Spanier super nett und Vigo ist dank seiner Nähe zum Wasser super Lebenswert. Wem autonomes Arbeiten und eigenständiges lernen liegt ist auch in der Arbeitsgruppe von Professor Beiras sehr gut aufgehoben. Ich würde jederzeit wieder dort Forschen und wohnen und kann jedem die Erfahrung nur empfehlen.
Praktikum bei Northvolt in Schweden: eines der meist umworbenen Start-ups in der Energieindustrie in Europa
Steckbrief:
- Wirtschaftsingenieurwesen, Fachrichtung Maschinenbau
- Schweden, Stockholm
- Northvolt
- 07.06.2021 – 06.08.2021
Hi!
Im Sommer 2021 absolvierte ich mein freiwilliges Auslandspraktikum bei der Firma Northvolt in Stockholm, Schweden. Das sogenannte „Summer Internship Program“ ging 9 Wochen vom 07.06 bis zum 06.08.

©Lukas Schulze
Kurz zu dem Unternehmen: Northvolt wurde von den ehemaligen Tesla-Managern Peter Carlsson und Paolo Cerruti 2016 offiziell gegründet mit dem Ziel ein globaler Player der Batterieindustrie zu werden und die grünste Batteriezelle der Welt (geringsten CO2-Fußabdruck) zu produzieren. Seit der Gründung vor fünf Jahren wuchs das Unternehmen stetig, sodass das Unternehmen heute ca. 1700 Mitarbeiter beschäftigt. Mit zahlreichen prominenten Investoren wie z.Bsp. Volkswagen zählt Northvolt heute als eines der meist umworbenen Start-ups in der Energieindustrie in Europa.
Der Gedanke, vor Abschluss meines Masterstudiums nochmals für ein Praktikum ins Ausland zu gehen, entwickelte sich kurz nach Abgabe meiner Bachelorarbeit im Februar 2020. So fing ich an, mich kontinuierlich auf unterschiedlichste Stellen in unterschiedlichste Ländern gegen Ende des Jahres 2020 zu bewerben. Im Zuge meiner Recherche wurde ich dann auch auf Northvolt aufmerksam, sodass ich mich Anfang 2021 auf die Stelle „ Business Development, Battery Systems“ bewarb. Als kleinen Tipp nebenbei möchte ich euch darauf hinweisen, sofern ihr euch auf ein Auslandspraktikum bewerben wollt, dass sich die geforderten Bewerbungsunterlagen je nach Land im Stil und Umfang unterscheiden. Informiert euch also vor Absenden der Bewerbung über die gängigen Bewerbungsformen des jeweiligen Landes.
Im März diesen Jahres erhielt ich dann die erfreuliche Nachricht über die Einladung zu einem Bewerbungsgespräch. Insgesamt hatte ich drei Interviews auf Englisch inklusive einer Fallbearbeitung. Wie ich im Nachhinein erfuhr war das Bewerberangebot sehr groß, dementsprechend: Bereitet euch gut auf die Interviews vor und legt Wert auf die Gestaltung und Formulierungen eurer Lebensläufe und Anschreiben!
Wohnen:
Vor meiner Anreise nach Stockholm ging es für mich auf Wohnungssuche. In Stockholm ist der Wohnungsmarkt sehr umkämpft, nehmt also alle Optionen der Wohnungssuche war: Wohnungsvermittlungsseiten wie Bostadsportal und Qasa (hier würde ich euch auch empfehlen ein ausführliches Profil von euch anzulegen (wäre ggfs. mit zusätzlichen Kosten verbunden), so können Vermieter gezielt nach euch suchen + diese würden euch dann auch bei Interesse kontaktieren), Facebookgruppen (es gibt relativ viele Facebookgruppen, wo Wohnungssuchende ihr Profil posten und regelmäßig Wohnungen zur Vermietung angeboten werden – also haltet Ausschau nach diesen Gruppen) und als letzten Punkt – fragt eure Betreuer in dem Unternehmen oder andere Studierende, die Kontakt nach Stockholm haben, ob die jemanden kennen, der/die seine/ihre Wohnung vermieten möchte. Glücklicherweise konnte ich über die dritte Option eine Wohnung finden.
Als es dann in Stockholm selber losging, war zunächst vieles neu. Nach kurzer Eingewöhnungszeit und stets offener Haltung gegenüber auch privater Aktivitäten neben der Arbeit, habe ich mich schnell zurecht gefunden. Die Tatsache, dass der Sommer in Schweden/Stockholm sehr angenehm und schön ist, hat dabei nicht geschadet. Durch meine positiven Erfahrungen während meines Praktikums entschloss ich mich, über das Praktikum bei Northvolt zu bleiben und meine Masterarbeit dort zu schreiben. Mit dem Einverständnis meiner Betreuer ließ sich dies sehr schnell klären. Falls ihr dies auch einmal vorhaben solltet, kommuniziert euer Vorhaben rechtzeitig an eure Betreuer – gerade durch die Urlaubszeit im Juli in Schweden, kann der Prozess etwas Zeit kosten. Auf alle Fälle freue ich mich im September nach Stockholm zurückzukehren und meine Reise dort fortzuführen.
Architekturpraktikum in Kopenhagen
- M.Sc. Architecture
- Denmark, Copenhagen
- 01.09.2020 – 31.08.2021
Meine Erfahrung:
Im Rahmen meines Studiums ist ein Pflichtpraktikum vorgesehen. Wie die meisten Architekturstudenten, hatte ich vor mein Praktikum zwischen meinem Bachelor und Master zu machen. Februar 2020 war gekennzeichnet mit meinem Bachelorabschluss und mit der weltweiten Ausbreitung vom Coronavirus. Dieses Ereignis zeigte globale Auswirkungen und hat auch mein Praktikum beeinflusst.
Mit der Suche nach einem Praktikum muss man ca. ein halbes Jahr vor dem geplanten Beginn anfangen. Für die meisten Architekturbüros bewirbt man sich entweder bis April oder bis Oktober und wenn man eine Zusage bekommt, hat man genug Zeit sich auf die Reise vorzubereiten.
Während des Studiums habe ich schon fast 3 Jahre als studentische Hilfskraft bei einer Architekturfirma in Aachen gearbeitet. Da ich den Überblick vom Alltag eines deutschen Architekturbüro bekommen habe, bewarb ich mich außerhalb Deutschlands. Ich wollte bevorzugterweise nach Skandinavien, wo die Architektur in den letzten Jahrzehnten einen Aufschwung nahm. Nachdem ich etwa 3 Wochen lang nach Stellen gesucht und mich beworben hatte, habe ich einen Platz in einem Büro in Kopenhagen bekommen.
Nach der Zusage will man wahrscheinlich sofort mit der Wohnungssuche anfangen, aber in Dänemark oder zumindest in Kopenhagen funktioniert es anders. Das Wohnungsangebot ist sehr kurzfristig. In den meisten Fällen suchen Mieter jemanden, der schon in 2 Wochen oder höchstens in einem Monat einziehen kann. Aus diesem Grund wird die Suche nach einer Unterkunft schon 3 Monaten vor der Reise wahrscheinlich keinen Erfolg bringen. Um eine Wohnung zu finden gibt es mehrere Möglichkeiten. Auf Facebook gibt es einige Gruppen, in denen WG-Zimmer oder Wohnungen beworben werden, jedoch gibt es dort sehr viele Interessenten und man muss sehr schnell sein und Glück haben, um überhaupt eine Antwort zu bekommen. Zudem gibt es noch spezielle Onlineportale, für die man zwar monatlich bezahlen muss, aber eventuell bessere Chancen hat. Ich habe ein Konto bei https://www.boligportal.dk erstellt und habe relativ schnell ein Zimmer bekommen. Die Preise sind je nach Lage, Größe und Ausstattung sehr verschieden. Durchschnittliche Preise sind ca. 4000-6000 dänische Kronen für ein WG-Zimmer. Günstigere Zimmer liegen dann meistens etwas außerhalb des Zentrums, etwa 30 Minuten mit der Bahn.
Um schnell von A nach B zu kommen, sind Fahrräder sehr praktisch. Das Fahrradnetz ist sehr gut in Kopenhagen ausgebaut, daher empfiehlt es sich schon früh ein Fahrrad zu besorgen. Das kann man entweder gebraucht über Kleinanzeigen auf Facebook, dba.dk und Flohmärkten oder neu in einem der zahlreichen Fahrradläden kaufen. Eine andere Möglichkeit ist Swapfiets, dort kann man monatlich ein Fahrrad mieten. Dies beinhaltet auch einen Reparaturservice und kostet je nach Ausstattung 160-180 Kronen. Das lohnt sich vor allem wenn man vorhat, nur für ein paar Monate zu bleiben, wenn der Aufenthalt länger ist, sollte man eher ein Fahrrad kaufen. Falls man jedoch den öffentlichen Transport für die tägliche Fahrt zur Arbeit nutzen will, kann man sich eine Monatskarte bei dsb.dk besorgen. Wenn man dies nicht braucht, lohnt es sich für Einzelfahrten eine sogenannte Rejsekort zuzulegen.
Das Wetter hat einen großen Einfluss auf die Kultur und Lebensweise in Kopenhagen. In den kälteren Monaten verbringt man sehr viel Zeit im Inneren, da es viel regnet und es oft sehr windig ist. Es macht also Sinn eine Regenjacke und eventuell eine Regenhose mitzubringen, die man in Deutschland günstiger kaufen kann. Bei schönem Wetter jedoch sind die Kopenhagener Bewohner*innen sehr viel draußen aktiv und genießen die Sonne.
Die Stadt bietet zahlreiche Möglichkeiten seine freie Zeit zu verbringen, besonders im Sommer. Es gibt viele Museen, Ausstellungen, Galerien und vor allem architektonische Highlights, sowie Veranstaltungen, Konzerte und Parties in der ganzen Stadt. Ein beliebtes Ausgehviertel ist vor allem Vesterbro und der dort befindliche Meatpacking District. Im Stadtzentrum gibt es viele Orte, um baden zu gehen; die Dän*innen nutzen diese nicht nur im Sommer, sondern eigentlich zu jeder Jahreszeit. Zudem ist auch der nächste Badestrand in Amager nur 20-30 Minuten mit dem Fahrrad entfernt. Weiterhin ist der Rest von Dänemark, wie z.B. Aarhus oder die Westküste, mit dem Zug in wenigen Stunden gut erreichbar und auch Schweden ist nur eine halbe Stunde entfernt.
Zusammenfassend kann man sagen, dass ich mein Praktikum in Kopenhagen sehr genossen habe. Die Stadt ist wunderschön und auch die Arbeit hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich kann es also nur empfehlen sich dort zu bewerben. Wenn man die Möglichkeit hat, sollte man jedoch länger als 6 Monate bleiben, um die Stadt und die dänische Lebensweise bestmöglich erleben zu können.
Praktikum in Wiener Architekturbüro
- Architekur, M.A.
- Österreich, Wien
- Goos Architekten
- 01.03.21 – 31.08.21
Meine Erfahrung:
Nach meinem Erasmussemester in Wien entschied ich mich meinen Aufenthalt zu verlängern, indem ich mein sechsmonatiges Pflichtpraktikum vom 01.03.2021 bis zum 31.08.2021 im Architekturbüro Goos Architekten absolvierte. Ich bewarb mich damals für mehrere Architekturbüros in Wien. Schon nach wenigen Wochen meldete sich dann das Büro Goos Architekten bei mir und ich wurde für das Praktikum angenommen. Dadurch, dass ich das Praktikum an mein Erasmussemester anknüpfte, war die Wohnungssuche und das soziale Umfeld schon Bestand. Denn auch weitere Erasmusfreunde entschieden sich nach ihrem Auslandssemester ein Praktikum in Wien zu absolvieren, was ich auch sehr empfehlen kann. Doch in Wien ist die Wohnungssuche und auch das Kennenlernen von neuen Freunden nicht sehr schwer. Zum einen findet man auf WG Gesucht immer preisgünstige Wohnungen in den beliebten Bezirken 1-9 und zudem bietet die Stadt sehr viele Freizeitangebote für ihre Bewohner an. Hierbei kann man sich auch beim ESN (Erasmus Student Network) der TU Wien anmelden, welche tolle Freizeitaktivitäten für Erasmusstudenten anbietet.
Meine Wahl für das Architekturbüro Goos Architekten ergab sich daraus, dass mir die schon gebauten Projekte gut gefielen und das Team sehr klein war und man somit stärker in die Arbeit mit eingebunden wurde. Die Schwerpunkte des Unternehmens sind Architekturprojekte in diversen Größenordnungen, einschließlich der Innenarchitektur, sowie der Außenanlagenplanung. Das Angebot erstreckt sich über alle Leistungsphasen, vom Entwurf bis zur Ausführung, der Bauüberwachung sowie die Bereiche Projektentwicklung und Projektmanagement.
Meine Aufgaben waren divers verteilt. Zum Beispiel zeichnete ich Ausführungspläne für eine Dachgeschosswohnung in Wien, entwarf eine Küche für eine Eigentumswohnung oder erstellte Konzeptstudien für einen Entwurf für ein sogenanntes „Lerndorf“ für Schulklassen. Die Mitarbeiter und mein Chef bemühten sich sehr nett, mir einen gesamten Überblick des Alltags eines Architekten zu zeigen und Grillabende im Büro gehörten zur wöchentlichen Routine. Ich fühlte mich somit sehr wohl in meinem Praktikantenalltag und lernte sehr viel dazu.
Die Stadt Wien und auch Österreich selbst stellten sich als sehr lebenswert heraus. In Erinnerung bleiben auf jeden Fall der Badespaß an der Alten Donau, die vielen tollen Museen, die gemütlichen Cafés und die Ausflüge in die Alpen.
Hilti in Liechtenstein: located in the middle of mountains, better views are hard to find!

©Victoria Jun
- Construction Engineering B.Sc.
- Liechtenstein
- Hilti
- 01.05.-31.12.2020
After a month of postponing the start of my internship due to Corona, I started it abroad in May 2020 in the Lean/ Smart Factory department at Hilti in Liechtenstein. I can spoiler that I really had a very cool time down there and. Quick info: Liechtenstein is the small country between Switzerland and Austria, not to be confused with Luxembourg 😀 Many thought I was there.
I applied quite normally via the job postings on the website. Since the group is very international and they have a very big intern culture, you can find postings there in many countries and in different divisions. I chose the headquarters in Liechtenstein. So you work in Liechtenstein, but you have to live in Austria or Switzerland. However, getting to Liechtenstein is not a problem, there are regional trains and buses.
The duration for processing the application is not too long and usually includes 2 interviews, with the HR department and with the head of the department. Once you have been accepted, the HR department is very helpful with all questions you ask them, be it contractual and organizational things for the internship or general information. You are added to a Facebook group where apartments or shared rooms are posted when someone has finished their internship, and there is also a WhatsApp group where interns exchange ideas and plan activities together during lunch break, after work or on the weekend. So you’re definitely not alone.
My day-to-day office life was very diverse and also very practical. The overall company organization is located at the headquarters, as well as a production line and a large R&D center. So you can get to know a lot of different areas and, at the beginning, you’re also given a tour of the entire site and production. I also worked partly in the home office, but that’s not a problem because you’re provided with a laptop and you communicate with your colleagues via teams and make phone calls. The company is very international, if you work outside of production, everyone speaks English and you can work with different national backgrounds.
When you work in Liechtenstein, most people live in Feldkirch in Austria or Buchs in Switzerland. It’s up to everyone to decide what they prefer, although of course it’s a bit cheaper to live in Austria.
From both places it takes approx. 15-20 min by train to Liechtenstein. Hilti itself has its own train station. If you can’t find an apartment in the Facebook group, you can also search for flat-shares and apartments via WG-gesucht. That’s also how I found my WG.
I already mentioned that there are trains and buses to Liechtenstein. In the province of Voralberg, which borders Liechtenstein, they sell a train ticket that is valid for the whole province, including Liechtenstein. It is available as a yearly subscription and costs only 100€ when applying for the first time and showing a driver’s license. This is really super cheap and helps with the daily trips to the office or the trips to Lake Constance or the mountains on the weekends. You can easily buy it at the mobility office in Feldkirch.
In general, the region down there offers lots of opportunities to keep busy after work. Lake Constance is very attractive for swimming, stand up paddling or getting to know different cities. The mountains, both on the Swiss side and in Austria invite you to many hikes. There is something for every level of difficulty: relaxed walks, longer summit tours or climbing routes can be mastered there. If you want to make a trip to the city, Innsbruck, Zurich or Munich are only 2 hours away by car or train. So there should be something for everyone. Since I was there during Corona, clubs and parties were closed, which is why I cannot say much about it. But they exist 😀
All in all, I can 100% recommend internships at Hilti and in the area! The company is very innovative and you get to know many different people and the daily work routine. The nature and the surroundings down there invite you to go on many different tours on the weekends. The intern community is really big, so you’re never alone and quickly find friends. By the way, you meet many employees who also studied at RWTH.
I hope my report could support you in your decision, and if you have any further questions about Austria, Liechtenstein, Hilti or other companies in Liechtenstein or Voralberg, feel free to contact me (via Shari Uszynski). There are a lot of great companies in the region down there.
Internship with Mercedes AMG Petronas Formula 1 Team
- M.Sc. Automotive Engineering and Transport
- Great Britain, Brackley
- Mercedes
- 19.07.2021 – 15.07.2022
General tips for other interns
Prepare everything early. All processes are very slow and I’m afraid this has nothing to do with pandemic situation. Even though it is stated that it will take a certain amount of time at most to process, it will most likely take longer.
Preparation
After BREXIT everyone needs a visa to do an internship in the UK, this is a long process and you need to be very well prepared. For an internship you need a Tier 5 Government Authorised Exchange visa (link). To be able to apply for this, one must have a so-called Certificate of Sponsorship (CoS). This can only be provided by your employer or another company on behalf of the employer. Alternatively, you can get one through RWTH (contact Shari Uszynski). For me it took a long time to get my CoS. In general I would plan about 1-2 months for it. The processing time for the visa is 3 weeks, but you can shorten it to 5 days for extra fees. From my experience, it still takes about 7 days for the visa to be ready. Application process is very well described on the government website.
Internship search
LinkedIn is very popular in UK. One can find very much information and job opportunities in LinkedIn. For this, before applying, one can try to contact employees of the potential host company to find out more about the company, city, etc. If you search for a company in LinkedIn, it will also tell you how many people from RWTH work there, which would be a good reason for your cover letter.
Now specifically regarding internship search in the Formula 1 industry:
I can warmly recommend the Formula Careers website (link). This is a website run by the mother of a girl who is very interested in Formula 1. You can find various useful information on the website, very interesting and motivating interviews and also job offers/internships. In addition, there is a so-called “Formula Careers Support Group” on LinkedIn (link), where many engineers and current/former interns from Formula 1 industry are present. I found my internship position with the help of this website/LinkedIn page.
Search for an apartment
For the apartment search I recommend the website https://www.rightmove.co.uk. If you can’t find an apartment, I recommend either renting an Airbnb or a room on https://www.spareroom.co.uk for the first few days of your stay.
Formalities on site
After arriving to the apartment (after quarantine, if necessary), one has to do some formalities:
- you have to register in a hospital. Sometimes you can do it online, but most of the time you have to go there in person.
- you have to pick up your BRP (biometric residence permit). You have 90 days to do this. However, this can change, so please pay attention to what will be written on the decision letter from the embassy.
- register for the tax ID (National Insurance Number).
Telephone/Internet connection
For students I recommend to take a sim card from VOXI (link). VOXI is a company of Vodafone, which is especially focused on students. The conditions are very good and there is no minimum contract period.
Bank/Account Opening
Since the UK has a different currency, you need a UK bank account to receive your salary. There are two options:
- you open a UK bank account normally at a bank located in the UK. This is only possible after entering the country, because you have to prove that you live in the UK.
- you can create a Revolut account (link). This is an app for the smartphone where you can change currencies. This app is very similar to PayPal, but is accepted as a payment option by many companies. For each currency you have a separate account in the app and you can exchange e.g. Euro to GBP. If you use the no charge version of this app and don’t want to pay monthly fee, you are limited with 1000 GBP money exchange limit per month. I myself use this variant. Bank account of Revolut is virtual, but you can order a bank card with it if you want. However, I have never seen that you can not pay with your smartphone anywhere in the UK.
Limoges hat mich wahnsinnig positiv überrascht!
- Electrical Engineering M.Sc.
- Limoges, Frankreich
- I.Ceram
- 03.05.-23.07.2021
Ich habe das Industriepraktikum, das ich für meinen Master in Elektrotechnik an der RWTH absolvieren muss, in Frankreich in Limoges absolviert. Dort war ich bei der Firma I.CERAM angestellt.
I.CERAM ist eine eher kleine Firma mit etwa 30-40 Mitarbeitern, die sich in der Herstellung von medizinischen Implantaten, besonders auf Implantate aus Keramik, spezialisiert haben. Mein Praktikumsbetreuer war der CEO, also der Geschäftsführer der Firma. Mein Büro hatte ich bei der Produktionsmanagerin der Firma. Dies hing damit zusammen, dass mein Praktikumsthema eine Produktionsanalyse und das Design neuer Produktlinien und -familien beinhaltet hat. Es hat sich also nicht um ein klassisches Elektrotechnik-Praktikum gehandelt, sondern eher um eine Mischung aus Ingenieur- und Betriebswirtschaftlichem, was ich allerdings auch sehr interessant fand. In der Firma hatte ich überall freien Zugang und habe neben meiner Hauptaufgabe auch jede Menge anderer Aufgaben erledigt, die in fast alle Bereiche gefallen sind. Dadurch habe ich einen guten Überblick über die gesamte Firmenstruktur und die Funktionsweise einer solchen Firma bekommen. Dies ist denke ich auch der Vorteil an einer kleineren Firma. Das Team war im allgemeinen super nett und ich habe mich dort sehr wohlgefühlt. Mein Chef hatte einen eher schwierigen Charakter und einen Führungsstil, der mir nicht so gut entsprochen hat. Für ein paar Monate hat mich dies allerdings nicht gestört.
Bei der Praktikumssuche hatte ich einige Schwierigkeiten. Ich hatte mich von Anfang an auf Frankreich fixiert und wollte davon auch nicht abweichen. Da ich im tiefsten Corona-Winter meine Bewerbungen verschickt habe, kamen zahlreiche Absagen mit der Begründung, dass sie im Homeoffice nicht auch noch Praktikanten gebrauchen können. Viele haben mir auch einfach gar nicht geantwortet. Letztendlich habe ich aufgehört, meine Suche auf bestimmte Städte festzulegen und habe einfach nach irgendetwas in einem Bereich gesucht, der mich thematisch interessiert. So bin ich in Limoges gelandet, einer Stadt, von der ich vorher noch nie etwas gehört hatte. Nach anfänglich eher schwerfälligen Wochen, da ich Frankreich Anfang Mai immer noch eine Ausgangssperre ab 19 Uhr verhängt war, bin ich in Limoges richtig angekommen. Die Stadt ist nahezu aufgeblüht und ich kann sie gerade für ein Praktikum oder zum Studieren nur empfehlen. Es handelt sich zwar nicht um eine Stadt, die man als Tourist besichtigen würde, da sie nicht sonderlich viele Attraktionen hat. Sie ist allerdings unfassbar lebenswert. Die Altstadt ist mit lauter Fachwerkhäusern ausgestattet, in denen es von kleinen Bars und Restaurants nur so wimmelt. Die Vienne, der große Fluss, der durch Limoges fließt, ist wunderschön und lädt ein zum Relaxen oder auch für die ein oder andere Open-Air-Veranstaltung, die dort stattfindet. Ein weiterer Vorteil von Limoges ist, dass man zu Fuß sehr gut klarkommt. In einer halben Stunde kommt gut überall hin, wo man hinwill. Die Fahrradwege sind mittlerweile auch immer mehr und mehr ausgebaut, allerdings ist es hier sehr hügelig, weshalb das vielleicht nicht jedermanns Sache ist. Auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, die au elektrischen Busen bestehen, kommt man hier gut rum. Sie sind im Vergleich zu Deutschland auch deutlich günstiger. Mit 22 Euro im Monat kann man sich da wirklich nicht beschweren. In der Innenstadt braucht man diese allerdings nicht wirklich. Wer aber wie ich jeden Tag ein wenig weiter außerhalb zur Arbeit fahren muss, kann hiermit absolut glücklich werden.
Gewohnt habe ich während meines Praktikums in einer WG mit zwei anderen Mädels. Gerade am Anfang war diese auch eine sehr gute Lösung für mich, da man so trotz Ausgangssperre noch Gesellschaft hatte. Beide haben so wie ich gearbeitet, wodurch wir einen ähnlichen Rhythmus hatten. Dies hat vermutlich auch zu dem Wohlbefinden aller beigetragen. Ein Vorteil von Limoges ist, dass die Wohnpreise günstiger sind als in anderen Teilen Frankreichs. Für ein recht kleines Zimmer in einer Wohnung mit einem riesigen Wohnzimmer, das auch ausgiebig genutzt wurde, habe ich pro Monat 375 Euro gezahlt. Allgemein lässt sich sagen, dass die Lebenserhaltenskosten in Frankeich höher sind als in Deutschland. Sowohl im Supermarkt, aber auch vor allem in Bars und Restaurants merkt man da auf jeden Fall einen Preisunterschied.
Alles in allem hat mir meine Zeit in Limoges sehr gefallen. Die Stadt ist sehr lebenswert und hat mich wahnsinnig positiv überrascht. Auch die Firma hat mir viele interessante Einblicke gegeben, was ich als große Bereicherung empfinde.
Mit dem Camper quer durch Spanien
- Maschinenbau B.Sc.
- Sevilla, Spanien
- Noxium
- 30.09.2019 – 31.01.2020

©Jana Rogowski
Hallo, ich bin Jana und studiere Maschinenbau an der RWTH Aachen. Für mein Studium brauche ich ein 14-wöchiges Praktikum, in verschiedenen Bereichen. Ich hatte mich dazu entschieden dies im Ausland zu machen. Mein Freund, der ebenfalls Maschinenbau studiert, hatte auch geplant für ein halbes Jahr mit Erasmus ein Auslandssemester zu machen. Aus diesem Grund entschieden wir uns dazu dies gemeinsam zu machen!
Mein Freund bekam einen Studienplatz an der Universidad de Sevilla, also hieß das für mich, dass ich einen Praktikumsplatz in Sevilla brauchte. Zunächst versuchte ich es auf eigene Faust, was aber leider nicht funktionierte. Dann bin auf Vividus International gestoßen und habe angefragt, ob sie mir helfen können. Und endlich lief alles! Nach einiger Zeit hatte ich die Zusage bei der Firma Noxium in der Konstruktion für 4 Monate arbeiten zu können. Die Organisation lief jetzt fast von allein! 😊

©Jana Rogowski

©Jana Rogowski
Am 11.09.2019 startete dann unsere Reise nach Sevilla. Mit unserem Campervan ging es über Paris, Il de Re, San Sebastian und noch viel mehr Stopps in Richtung Süden. Als wir dann am 20.09.2019 in Sevilla ankamen, haben wir uns zunächst auf Wohnungssuche begeben und konnten dann auch schon innerhalb von wenigen Tagen bei zwei Italienern, die ebenfalls ein Erasmussemester machten, einziehen.
Am 30.09.2019 begann dann mein erster Tag im Praktikumsbetrieb. Ich wurde von allen sehr herzlich begrüßt und bekam direkt meine erste Aufgabe, die Konstruktion eines Kunststoffgehäuses für einen Router. Da ich mich schon etwas mit CAD-Konstruktion von meinem Studium auskannte, brauchte ich nur kurze Zeit, um mich in das Programm einzuarbeiten. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht alles Mögliche selbst zu konstruieren oder auch bestehende Teile zu ändern. Bei Meetings hatte ich außerdem die Möglichkeit meine eigenen Ideen einzubringen.

©Jana Rogowski
An den Wochenenden haben wir öfter Ausflüge gemacht und konnten so Cadiz, Huelva, Cordoba, Tarifa, Gibraltar und den Süden Portugals erkunden. Da wir den Winter in Sevilla verbrachten, waren die Temperaturen ganz angenehm im Gegensatz zum Sommer.
Über Weihnachten sind wir dann auch nach Deutschland geflogen, um mit unserer Familie und Freunden feiern zu können. Es war schön, sie nach so langer Zeit wiederzusehen!
Am 31.01.2020 hatte ich dann meinen letzten Arbeitstag. Es ist schon schade, dass es so schnell vorbei war. Meine Arbeitskollegen und Mitbewohner sind mir sehr ans Herz gewachsen.
Danach haben wir uns auf unsere Rückfahrt Richtung Deutschland begeben. Wir haben uns Granada, Almeria, Valencia, Barcelona, Andorra, Marseille, Nizza und vieles mehr angesehen. Es hat super viel Spaß gemacht!! 😊

©Jana Rogowski